23. September 2015 | Smarte Welt | Keine Kommentare

Top 7 Smart Home Startups – was gibt’s Neues?

Der smarte Weg Kräuter im Smart Home anzubauen.

Das Smart Home ist dem fiktiven Genre der Utopie schon lange entwachsen und ist längst Teil der Realität. Neue intelligente Projekte sprießen aus den Köpfen der Tüftler und Visionäre. Die Vielfältigkeit dieser Ideen lässt sich auf Finanzierungsplattformen wie Kickstarter oder Startnext finden. Dort weisen vergangene und derzeitige Projekte den Pfad in die Smart Home Zukunft. Smart Home Startups entstehen in vielen Bereichen.

Menschen sehnen sich nach Optimierung. Das eigene Zuhause und Smartphone sollen den arglosen Schlaf regeln und zu einem vitalen Lebensstil beitragen. Auch wenn man nicht mit eigenen Augen kontrollieren kann, was sich Zuhause abspielt, sollen verschiedene Apps den besorgten Bewohner auch unterwegs mit Informationen versorgen.

Die Smart Home Startups und ihre Visionen.

1. Snooz

Snooz springt auf den Trend der Schlafoptimierung auf: Schlaf ist wichtig, denn in der Nacht tanken wir essenzielle Energien, die dem Leistungsdruck des Alltags standhalten müssen.

In einem charmanten Promotionsvideo erklärt uns ein kräftiger Mann, warum er das Gerät unbedingt für einen erholsamen Schlaf braucht. Einschlafstörungen sollen durch sogenanntes „white noise“ reduziert werden und dem Schlafwilligen eine angenehme Soundkulisse bescheren. Diese soll Hintergrundgeräusche mindern und Ohrstöpsel überflüssig machen. Dieses Projekt hat sein angestrebtes Finanzierungsziel auf kickstarter.com von 100.000 $ bereits innerhalb von 9 Tagen erreicht.

2. The O

Die Haustür fällt ins Schloss und schiebt gerade noch das unangenehme Gefühl hinterher, dass vergessene Dinge in der Wohnung zurückgeblieben sind. The O  als eines der Smart Home Startups möchte als Erinnerungsstütze fungieren. Kleine Sensoren werden auf wichtige Dinge des Alltags geklebt, die sich melden, wenn sie zu weit vom Smartphone entfernt liegen. Die Einstellungen sind für jedes wichtige Stück individuell justierbar.

Es können spezifische Wochentage eingestellt werden, wann man ein bestimmtes Teil wirklich braucht. Es ist ferner geplant, dass The O künftig den Kalender des Users interpretiert und am Trainingstag an Sportschuhe oder bei Regen an den Regenschirm erinnert.

Bleibt nur noch die Frage: Was denn passiert, wenn ich mein Smartphone vergessen habe?
Dieses Projekt hat bereits nach 8 Tagen sein Finanzierungsziel auf kickstarter.com von 32.000 Britischen Pfund erreicht. Der Preis für die einfachste Version soll bei 59 Dollar liegen.

3. Sensly

Dicke Luft in der Wohnung, muss nicht immer nur an Streitigkeiten liegen. Luftverschmutzungen in den eigenen vier Wänden können verschiedene Gründe haben. Das kleine Gerät namens Sensly spürt, wenn etwas in der Luft liegt.

Ausgetüftelte Gas Sensoren schicken Warnungen ans Smartphone, sobald sich außergewöhnliche Gase zur Luft gesellen. Sensly erkennt Benzene, Carbon Monoxide, Formaldehyde, Nitrogen Dioxide, Sulphur Oxide, Rauch, Pollen, Hausstaub und Radiation.

Allergiker könnten von diesem Sensor besonders profitieren, falls sie nicht bereits von ihrer eigenen Nase und Schnupfen alarmiert werden. Sensly könnte zudem Hobbykoche warnen, die ihre Tiefkühlpizza zulange im Ofen verkohlen lassen. Der Smart Home Schnüffler wurde bereits auf der Plattform kickstarter.com ausreichend unterstützt und ist dadurch voll finanziert worden. Sensly kann somit in Produktion gehen.

4. Domus

Domus verspricht eine günstige und smarte Hausautomatisierungslösung. Dieses Smart Home Gadget dient zur Unfallvermeidung und informiert per Smartphone, falls ein Gerät, z.B. eine Standheizung, außergewöhnlich lange läuft. Des Weiteren besitzt es die Funktion der Energiekontrolle und verrät wie viel einzelne Geräte verbrauchen.

Das Interieur-Ambiente kann durch variable Scene Modes wie z.B. Party oder Romantic ausgewählt werden.
Eine klassische Funktion bringt Domus zudem mit – es kann als Fernbedienung für Geräte verwendet werden. So kann die Lampe bereits auf dem Nachhauseweg eingeschaltet werden.

Domus möchte besonders morgendliche Rituale versüßen. Über eine App können Schläfrige zur Lieblingsmusik aufwachen, um dann mit einem vollautomatisierten Frühstück in den Tag zu starten. Die Kaffeemaschine kann programmiert werden und das Frühstück bereitet sich fast von selbst zu. Klingt traumhaft. Nur Frühstück ans Bett bringen, das kann Domus wohl nicht.

Beim Verlassen des Hauses schalten sich programmierte Geräte automatisch aus oder sie können individuell gesteuert werden. Dies geschieht durch eine verbundene Cloud und plug ons für die Steckdose. Domus agiert gleichzeitig als Wi-Fi repeater – das heißt der Internetempfang wird verstärkt, so dass die Cloud zuverlässig alle Geräte erreicht.

Die Steuerung über die App ist mit anderen Mitgliedern des Haushaltes teilbar. Domus wurde bereits tatkräftig unterstützt und auf kickstarter.com ist das Finanzierungsziel erreicht worden.

5. Point

Vertrauen ist gut, aber Kontrolle ist besser. Diesen Slogan könnte sich Point auf die Verpackung schreiben. Point bietet die Überwachung des eigenen Zuhauses – jedoch ohne Kamera, denn Point richtet sich nach Geräuschen und analysiert die Luft. Die App schlägt Alarm, sobald Fenster brechen oder Rauch entsteht. Point sieht aus wie ein einfacher und unscheinbarer Rauchmelder.

Point, eines der Smart Home Startups, nennt einen besonderen Vorteil: Das Produkt ist nützlich, falls der Bewohner seine Wohnung untervermietet. Es erkennt, wenn Gäste ankommen oder die Sprösslinge mal alleine Zuhause sind und die Puppen tanzen lassen. Ist die Katze aus dem Haus überwacht Point das Geschehen.

Der Nutzer kann bestimmen, wie Point auf Ereignisse reagiert. Wenn Gäste zu laut werden, leuchtet es gelb als freundlicher Aufpasser und ermahnt, dass sie leise sein sollen. Damit auch die Nachbarn nicht gestört werden und der Haussegen nicht schief hängt, sei Point ein brauchbarer Mitbewohner, so die Argumentation des Unternehmens.

6. kSafe

Manche Dinge gehören weggesperrt – zu mindestens für eine gewisse Zeit. kSafe wurde als Unterstützung zur Erreichung von Vorsätzen und Zielen entwickelt. Somit ist kSafe sicherlich ein Verkaufsschlager an Neujahr. Ein klassischer Vorsatz ist der Verzicht auf leckere Kekse und andere sündigen Süßigkeiten.

Per App kann der Benutzer einstellen, was er tun muss, um zum Beispiel, an einen Keks zu kommen.
Neben den Aktivitätszielen, eventuelle Schrittzählung, können Aktionen vorgegeben werden, die den Aufenthaltsort oder den Zeitpunkt betreffen.

Leider wurde dieses Projekt bis auf unbestimmte Zeit verschoben, da einige Entwicklungen noch fehlen – es besitzt dennoch eine Berechtigung in dieser Liste platziert zu werden , weil die Idee einfach super und praktisch ist. Das Produkt benötigt noch etwas Entwicklungszeit, um den Kinderschuhen zu entwachsen.

7. Smart Herb Garden

Das Projekt ist nicht mehr ganz frisch, die Kräuter umso mehr. Wer seine heimischen Delikatessen ebenfalls aufpeppen will, kann den Smart Herb Garden für drei Pflanzen bereits käuflich erwerben.

Mit dem kleinen smarten Garten werden Pflanzen bzw. Kräuter automatisch bewässert, beleuchtet und mit Nährstoffen versorgt. Smart Herb Garden ist mit einem speziellen Boden ausgestattet, der durch Nanotechnologie für Sauerstoff und Nährstoffe empfänglich aufbereitet ist. Die angebrachten LED-Lampen bringen der Pflanze natürliches Licht. Der Smart Herb Garden sieht hübsch aus und verhilft zu einem grünen Daumen. Er regelt vielleicht nicht das Wohnen, macht es allerdings etwas smarter.

Dem Zufall wird nichts überlassen.

Alle Finanzierungsprojekte haben etwas gemeinsam – der Bewohner soll möglichst viel Komfort, Überwachung und Kontrolle im eigenen Zuhause erhalten, sodass er selbst gar nichts mehr regeln muss.
Der Smart Home Benutzer kann außerhalb des Zuhauses mit diesem vernetzt sein. Selbst in der Ferne ist er mit Daheim verbunden und kontrolliert das Geschehen.

Bildquelle: Amazon.com

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