5. Oktober 2015 | Smarte Welt | 12 Kommentare

Die Füße hochlegen beim Staubsaugen? Der Saugroboter Vergleich.

Saugroboter Vergleich - sie unterstützen bei der Hausarbeit. Staubsauger im Alleingang.

Wer sich einen Staubsaugerroboter zulegt, kann – nein, sollte – die Füße hochlegen, während der Robo die Wohnung säubert. Denn gerade günstigere Modelle kommen mit Hindernissen schlecht zurecht und übersehen mitunter die ein oder andere Wollmaus. Vor dem Kauf bietet sich daher ein Vergleich von verschiedenen Modellen und Funktionen an.

Was muss ich grundsätzlich vor dem Kauf eines Staubsaugerroboters beachten?

Staubsaugerroboter fahren und saugen bis zu einem Hindernis. Stoßen sie dagegen, drehen sie um. Wer also viele Stuhl- und Tischbeine, Nischen, hohe Teppiche oder Kabel (zum Beispiel unterm Schreibtisch) hat, wird mit einem günstigen Robosauger weniger Spaß haben. Hier heißt es weiterhin: Selber saugen oder auf ein Gerät zurückgreifen, dessen Weg programmierbar ist oder das auch über Kabel hinweg fahren kann. Das sind in der Regel die teureren Modelle. Diese werden meist auch mit einer Basis-Station mitgeliefert zu der der Roboter bei niedrigem Akkustand fährt, um sich automatisch aufzuladen – praktisch vor allem dann, wenn der Roboter saugen soll, während man selbst nicht zuhause ist.

Saugroboter zum Kampfpreis: der Sichler PCR-1550M.

Mit 90 Euro ist der Sichler eines der günstigsten Modelle auf dem Markt. Wer hier zugreift, muss im Saugroboter Vergleich Abstriche beim Zubehör machen: Es gibt keine Ladestation, keine Fernbedienung und man kann keine Zeiten programmieren. Auch der Staubbehälter ist mit 0,2 Litern sehr klein. Vielleicht größtes Manko: Nach etwa nur 1 Stunde Saugen muss man ihn für 4 Stunden aufladen. Wem es aber nichts ausmacht, wenn ein Robo-Sauger öfter durch die Wohnung kriecht und ihm ab und an zur Hilfe zu kommen, hat hier ein günstiges Einsteigermodell. Hinzu kommt, dass es mit 60dBA Lautstärke vergleichsweise leise ist.

Solider, italienischer Sauger zum vernünftigen Preis: Ariete 2712 Briciola.

Der Ariete 2712 Briciola bietet mit seinem Preis von 226 Euro eine etwas längere Arbeitsdauer (1,5 bis 2 Stunden) und eine etwas geringere Ladezeit (3,5 Stunden). Der Anti-Kollisionsschutz verhindert ein Anstoßen und damit ein mögliches Verkratzen von Möbeln. Insgesamt muss man mit dem Briciola weniger Handarbeit übernehmen: Er fährt bei niedrigem Akkustand von selbst in die Station zum Laden und weil er programmierbar ist, hat er die Arbeit im besten Fall bereits erledigt, wenn man nach Hause kommt. Wie der Sichler ist er jedoch mit Kabeln überfordert und bleibt gerne darin hängen.

Der Klassiker: Die Roomba-Serie von iRobot.

iRobot stellte bereits seit 2002 Saugroboter her. Die verschiedenen Modelle der Roomba-Serie gehören zu den meistverkauften Robos, allen voran der Roomba 620. In Vergleichstests überzeugt er durch eine der gründlichsten Reinigungsleistungen. Mit rund 300 Euro liegt er im unteren preislichen Mittelfeld. Auch er saugt bis zu 2 Stunden. Er erkennt automatisch verschiedene Untergründe und berechnet seinen Weg 60 Mal pro Sekunde, was ein sicheres Navigieren auch in unzugänglicherer Umgebung erleichtert. Durch die „Anti-Tangle-Technologie“ verfängt er sich auch nicht in Kabeln oder Teppichfransen. Sollte man ihn dennoch aus bestimmten Bereichen der Wohnung heraushalten wollen, bieten sich so genannte virtuelle Wände an. Diese sind allerdings nicht im Lieferumfang enthalten. Wer virtuelle Wände, HEPA-Filter, eine Fernbedienung und eine Füllstandsanzeige serienmäßig möchte, muss zu teureren Modellen der Reihe, wie dem 871, greifen. Mit 750 Euro bewegt man sich hier allerdings bereits im Premium-Segment.

Saugroboter aus Wuppertal: Vorwerk Kobold VR200.

Auch das deutsche Traditionsunternehmen Vorwerk mischt im Markt der Saugroboter mit. Der Kobold VR200 ist mit 750 Euro aber ebenfalls nur für Nutzer interessant, die an Oberklasse-Modellen interessiert sind. Der Hersteller verspricht eine bis zu dreimal höhere Saugkraft als vergleichbare Produkte. Ein hygienischer Pluspunkt: Der Staubbehälter lässt sich mit einem herkömmlichen (Hand-)Staubsauger hygienisch aussaugen. Höhere Teppiche erklimmt er sicher mittels einer integrierten Kletterhilfe. In zahlreichen Tests konnte der Kobold überzeugen und war u.a. Testsieger bei Stiftung Warentest im Februar 2015.

Saugroboter im Vergleich – die Unterstützung.

Wer sich die Hausarbeit erleichtern möchte, ist mit einem Saugroboter der neuen Generation gut beraten. Kleines Manko: Auch die teuersten Modelle finden nicht immer alle Flusen. Der Saugroboter Vergleich zeigt: Wer aber bereit ist, ab und an selbst mit dem Besen oder (Hand-)Staubsauger nachzubessern und etwa 200 – 300 Euro zu investieren, bekommt ein gründliches Gerät, das eine Menge Zeit sparen kann.

Bildquelle: Vorwerk & Co. KG.

Über Christian Krauß.Autor Christian Krauss

Christian Krauß ist selbstständiger Texter. Als solcher – man glaubt es kaum – schreibt er jede Menge. Auch zum Thema Energie und smarten Lösungen, die das Leben leichter machen. Daher fühlt er sich hier im Yello Bloghaus bestens aufgehoben.

  1. Guido sagt:

    Ein Irobot Roomba 650 leistet hier bei mir gute Dienste… allerdings auf Fliesenboden. Auf langhaarigen Teppichböden würde er wohl seine Schwierigkeiten haben. Mit einem zusätzlichen Wischroboter muss man dann wirklich kaum mehr selber Hand anlegen.

  2. Timo sagt:

    Auf jeden Fall ne tolle Erfindung. Funktioniert aber bei meinen 2 Hunden mit viel haaren nicht sooo gut, vor allem in den ecken. Da nehme ich dann lieber meinen Dyson 🙂

  3. Tanja sagt:

    Einen Saugroboter zu kaufen war eine der Besten Investitionen die ich wohl bislang gemacht habe. Bekomme zwar nicht alle Zimmer damit gereinigt (Arbeitszimmer, Stichwort Kabelsalat^^), aber es spart einem echt einfach so viel Zeit.

  4. Max sagt:

    Interessanter Artikel. 🙂
    Weiter so.

    Liebe Grüße

  5. Claudia sagt:

    Jaja der Staubsauger Roboter. Lustiges Teil. Sehr schöner Artikel!
    Lg Claudia

  6. Andree sagt:

    Schöne Aufzählung von auch meiner Meinung nach sehr guten Produkten, vielen Dank dafür! Ich beschäftige mich auch mit dem Thema und mittlerweile gibt es da ja echt so einiges auf dem Markt. Ich denke, dass ein guter Haushaltsroboter einem schon echt eine Menge Stress ersparen kann. Wenn zum Beipspiel ein Vielbeschäftigter oder eine junge Mutter heimkommt und diese Arbeit ist schon einmal getan – ja, das ist doch echt Luxus!

    Viele Grüße
    Andree

  7. Max sagt:

    Mir erspart mein Saugroboter auch sehr viel Arbeit! Ich muss kaum noch den normalen Staubsauger auspacken. Ab und zu bleibt mein Roboter hängen aber das passiert bei 1 von 50 mal.

  8. Fred Thiele sagt:

    Hallo. Gefällt mir gut der Bericht. Man findet viele wichtige Infos zum Thema Saugroboter und zum Kauf. Letztendlich sind sie ja auch nicht ganz billig, nehmen einem aber auch Arbeit ab. Viele Grüße.

  9. Walter sagt:

    Interessanter Artikel mit sehr viel Mehrwert, ich lese immer wieder gerne hier =)

  10. Helena sagt:

    Klasse Blog – ich frage mich wirklich ob sich diese Saugroboter durchsetzen werden. Sicherlich ist es sehr praktisch – aber momentan sehe ich Saugroboter mehr als normale Ergänzung zum normalen Hausstaubsauger. Habe um ehrlich zu sein auch so etwas bedenken, diese Geräte allein zu Hause arbeiten zu lassen. Nicht das doch mal was passiert und dann die Wohnung in Flammen stehen. Vlt bin ich aber auch nur etwas zu ängstlich. Viele Grüße Helena

  11. Haifisch sagt:

    Also wir haben die Erfahrung gemacht, dass sowas ein guter Helfer sein kann, aber er ersetzt nicht das sauber machen. Für jeden der sich ein Haus bauen will und plant sich die Arbeit abnehmen zu lassen, sollte sich vielleicht 2-3 Roboter zulegen. Dann könnte es auch richtig sauber werden. 😉

  12. Andreas sagt:

    Also den Saugroboter alleine zu lassen ist gar kein Problem. Der Akku hält sowieso je nach Modell bis max. 3 Stunden und dann fährt er sich wieder aufladen, was wieder einiges an Zeit in Anspruch nimmt. Und man kann ihm ja auch einprogrammieren das er danach seine Arbeit unterbricht. Also ich glaube für Leute die viel unterwegs sind (Arbeit, Freizeit etc..) ist es eine super gute Ergänzung und Hilfe im Haushalt. Ich persönlich möchte meinen Saugroboter nicht mehr her geben 🙂

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