16. Oktober 2015 | Smarte Welt | Keine Kommentare

Jawbone UP3 Test. Ich lerne mich kennen.

Verpackung vom Jawbone UP3 Test mit USB Stecker.

Schlafen, Essen, Bewegung, Herzschlag und die Atmung – essentielle Dinge des alltäglichen Lebens, die selbstverständlich vom Körper verlangt und durchgeführt werden. Ich möchte diese genauer unter die Lupe nehmen und teste aus Neugier und Gründen der Optimierung meines Wohlbefindens das Fitnessband Jawbone UP3. Der Wunsch der mit dem Ausgang des Reviews erfüllt werden will, lautet: mein Körper soll in seinen Abläufen smarter werden.

Nettes Accessoire mit Extrafunktionen.

Jawbone UP3 dient als Fitnessarmband und optimiert die Gesundheit.Das Jawbone UP3 ist hübsch verpackt, so macht das Entpacken Freude. Statt einer ausführlichen Anleitung liegt eine Schnellstarter-Instruktion bei. Das Fehlen der Print-Anleitung wird durch eine würdige Online Schritt-für-Schritt-Anleitung kompensiert. Das macht im Online-Zeitalter Sinn und schützt die Umwelt vor Papierverschwendung.

Das Jawbone UP3 wird leider ohne Netzteil geliefert, nur ein kleines graues USB-Stäbchen begleitet das Trackingband. Dieses haftet durch Magnetismus an den Kontaktstellen und muss mit einem USB-Ladekabel verbunden werden – beim ersten Laden bin ich etwas enttäuscht, wie locker das USB-Stäbchen an dem Band „klebt“. Je nach Lage bricht der Lade-Kontakt ab. Allerdings lädt das Jawbone UP3 innerhalb einer Stunde voll auf.  Und diese eine Stunde hat es in sich: es bringt ungefähr sieben Tage Akkuspaß.

Jawbone wirbt damit, dass das Armband Wasserspritzer aushält und auch während des Duschens nicht abgenommen werden muss. Es ist allerdings nicht wasserfest und Plantschaktionen im Schwimmbad müssen ohne den neuen Begleiter stattfinden. Diese Funktion würde für mich ein praktisches Plus darstellen. Schade.

Das Jawbone UP3 besitzt kein klassisches Display, sondern lediglich eine dreifarbige LED Leuchtanzeige. Orange steht für „Körper befindet sich in Aktivität“, Blau für „Körper ist am Schlafen“ und Weiß für App-Mitteilungen. Per Tippen leuchten diese auf. Ich muss schon etwas rabiater tippen, sonst funktioniert es nicht. Ein neugieriger Zweifel fragt mich, wofür diese Anzeigen nützlich sind, denn im besten Fall weiß ich, ob meine Muskeln in Bewegung oder im Schlafstatus sind.

Mit dem Jawbone UP3 eins werden.

Jawbone UP3 Synchronisation mit dem SmartphoneZunächst braucht das Jawbone UP3 eine App, nur in diesem Team kann es verwendet werden. Sobald das Fitnessband erfolgreich mit der App vermählt worden ist, kann es losgehen. Der Nutzer darf sich an einer übersichtlichen App-Darstellung erfreuen. Auch die Synchronisation mit der App und dem Jawbone klappt gut, somit muss das Trackingband nicht ständig über Bluetooth mit dem Smartphone verbunden sein.

Im Jawbone UP3 Test zeigt sich: Die Armbandlänge ist individuell einstellbar. Beim ersten Versuch das Fitnessband um mein Handgelenk zu legen, kämpfe ich allerdings mit kleinen Schwierigkeiten. Das Armband fragt nach Feinmotorik, um den etwas windig wirkenden Metallverschluss ohne zwei weitere Hände zu verschließen. Nach erfolgreicher Befestigung, überkommt mich ein leichter paranoider Schauer. Ab und zu vibriert es, um eine Teilzielerreichung zu verkünden.

Das Gefühl verfolgt zu werden, legt sich schnell, da das Material des Jawbones angenehm leicht und unauffällig zu tragen ist. Das einfache schwarze Design fällt nicht weiter am Handgelenk auf. Seit neuestem gibt es außer den Armbandfarben silber und schwarz zusätzlich farbenfrohe Designs.

Das Jawbone weiß, was du tust.

Jawbone4Der Jawbone UP3 Test zeigt: Das Jawbone UP3 erkennt anhand meiner Bewegungen, wann ich mich ins Traumland begebe und analysiert den Schlaf. Diese Bewegungssensoren erkennen meine REM- und Tiefschlafphasen. Kurz vor dem Aufwachen misst das Jawbone UP3 meinen Ruhepuls. Um behutsam aus dem Schlaf gerüttelt zu werden, besitzt es eine Weckfunktion – bis zu vier unterschiedliche Wecktermine sind einstellbar. Durch Armbandvibration werde ich sanft geweckt. Das Jawbone UP3 ermittelt die passende Weckzeit bis zu 30 Minuten vor dem eingestellten Alarm. Tatsächlich weckt es mich kurz vor der eingestellten Zeit, ob dies der optimale Zeitpunkt zum Aufstehen ist, kann ich schwer beurteilen – ich bin immer noch müde.

Auch tagsüber ist es ein wachsamer Begleiter und zählt meine Schritte und bietet die Möglichkeit zu sich genommene Kalorien einzutragen. Dies muss natürlich noch manuell geschehen.  Wenn ich Lust auf einen Wettbewerb habe, könnte ich Duelle starten und Vergleiche mit Teammitgliedern aufstellen.

Ergebnis Jawbone UP3 Test: Die Wunscherfüllung braucht noch Zeit.

Mein Umfeld nimmt das Bändchen mit einem höhnischen und kritischen Blick auf. Die üblichen Späßchen werden gerissen, dass ich nun voll überwacht werde und nennen es „Optimierungswahn„.

Für mich bietet das Jawbone UP3 leider noch keinen Mehrwert, denn meine Sportaktivitäten kann ich auch prima per speziellen Fitness-Apps tracken. Mein Smartphone habe ich sowieso beim Laufen immer mit dabei. Die Funktion der Schlafüberwachung ist so kompetent, um anzuzeigen, wie oft ich nachts wach werde. Allerdings weiß ich das auch ohne Band und leider hilft es mir auch nicht durchzuschlafen.

Toll fände ich eine konstante Pulsmessung und ein kleines Display auf dem ich dies überprüfen kann ohne ständig mit dem Smartphone und Bluetooth eine Synchronisation durchzuführen. Meiner Meinung nach ist das Jawbone UP3 für Profisportler mit zu wenig Fähigkeiten ausgestattet und für Hobbysportler ist der Preis des Trackingbandes schon ziemlich hoch. Das Jawbone Up3 und ich werden wohl vorerst kein Team. Ich werde mich weiterhin meiner gewohnten Tracking-Apps bedienen. Aber der Mensch ist bekanntlich ein Gewohnheitstier und man kann sich an fast alles gewöhnen.

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