2. März 2016 | Energiesparen | 3 Kommentare

Und der Stromzähler tickt: Das sind die größten Stromfresser im Haushalt.

Stromfresser im Haushalt: Wofür brauchen wir zuhause am meisten Strom?

Stellen wir uns vor: Nach einem langen, harten Arbeitstag kommen wir abgespannt nach Hause. Als wir das Wohnzimmer betreten, sitzt da ein Fremder auf der Couch und lässt sich gerade unser Abendessen schmecken. Das Erstaunliche: Diesen Fremden gibt es bei fast bei jedem von uns – denn ohne, dass es uns bewusst ist, beherbergen wir geheime Stromfresser im Haushalt. Nur wenn man weiß, welches Gerät wie viel verbraucht, lernt man seine „Untermieter“ kennen und kann auf Dauer seine Stromkosten senken.

Wie bitte? Die Heizung ein Stromfresser im Haushalt?

Was verbraucht Ihre Heizung? Gas? Öl? Pellets? Das mag alles stimmen. Aber nur wenige wissen, dass eine Heizung auch einer der größten Stromfresser im Haushalt ist. Während der Heizperiode müssen Tausende Liter Wasser durch die Rohre gepumpt werden. Alte Pumpen verbrauchen dabei bis zu sechsmal so viel Strom wie neue Hocheffizienz-Pumpen. In einem Einfamilienhaus mit drei Bewohnern beträgt der Verbrauch einer alten Pumpe pro Jahr ca. 400 bis 600 kWh. Neue Pumpen begnügen sich mit 50 bis 100 kWh. Bei einem Strompreis von etwa 28 Cent macht das eine Ersparnis von bis zu 140 Euro.

Der Wäschetrockner: Nicht nur heiße Luft.

Er ist eine furchtbar praktische Erfindung, der Unmengen an Zeit spart: Der Wäschetrockner. Allerdings reiht er sich weit oben auf unserer Stromfresser-Liste im Haushalt ein, nämlich direkt hinter der Heizung auf Platz 2. Vergleicht man ein durchschnittliches Gerät von 2005 mit einem energieeffizienten aus dem Jahr 2015, wird schnell klar: Mit einem neuen Gerät lassen sich pro Jahr 485 kWh, rund 136 Euro einsparen.

Fernsehen – wirklich ein stromfressendes Hobby?

Zu unseren liebsten Freizeitbeschäftigungen zählt nach wie vor das Fernsehen. Auch hier macht sich eine Neuanschaffung bezahlt. Denn je nach Baujahr unseres TVs, gehört das Gerät entweder mit zu den größten oder kleinsten Stromfressern im Haushalt. Während ein 10 Jahre altes Gerät etwa 350 kWh im Jahr verbraucht, begnügt sich ein neuer Fernseher mit einem Siebtel, also 50 kWh. Auch hier wird deutlich, wie viel sich allein im letzten Jahrzehnt in Sachen Energieeffizienz getan hat. Wer möchte nicht einfach 84 Euro im Jahr sparen?

Verrückt: Selbst sauberes Geschirr verbraucht Strom.

Na gut, nicht das Geschirr an sich ist ein Stromfresser im Haushalt, sondern die Spülmaschine. Auch hier gilt: Neuere Geräte sparen eine Menge Energie und somit Kosten. Im Jahr ist uns unser sauberes Geschirr gut 81 Euro wert. Das entspricht einem Verbrauch von rund 300 kWh. Auch hier lohnt sich eine Investition in neuere Modelle: Mit einer Spülmaschine der Energieeffizienzklasse A+++ verringern wir nämlich den Verbrauch auf etwa 180 kWh, also knapp die Hälfte.

Stromfresser im Haushalt erst identifizieren, dann handeln.

Wer bei seinen Stromkosten also keine böse Überraschung erleben möchte, sollte die einzelnen Stromfresser im Haushalt kennen. Nur wer weiß, was wie viel Strom verbraucht, kann aktiv werden. Eine Studie hat ergeben, dass viele der getesteten Haushaltsgeräte mehr Energie schlucken, als angegeben ist. Hier gibt’s weitere Informationen zu versteckten Stromfressern.

Die drei einfachen Tipps zum Stromsparen:

  1. Erst einmal fragen: Brauche ich das Gerät gerade tatsächlich? Insbesondere eingeschaltete Lampen in Räumen, in denen man sich gerade gar nicht aufhält, oder Handyladegeräte, die ganz ohne Handy in der Steckdose stecken, sind unnötige Stromfresser.
  2. Wenn ein neues Elektrogerät erforderlich ist, sollte man vorzugsweise Geräte der Energieeffizienzklasse A+++ kaufen. Je besser die Klasse, umso geringer der Verbrauch und die Kosten. Den höheren Anschaffungspreis hat man in der Regel nach nur wenigen Jahren wieder drin und der Umwelt zudem einen Gefallen getan.
  3. Egal ob alt oder neu: Wer seine Geräte nicht unnötig im Stand-by-Modus Strom fressen lässt, kann im Jahr über 84 Euro sparen. Deshalb besser ganz ausschalten, den Stecker ziehen oder Steckdosen mit Schaltern verwenden.

Infografik: Stromverbrauch der vergangenen Jahre

  1. Hartmut Zach sagt:

    Ich war zuerst bei E.ON,und das 67 Jahre lang.Dann fand ich im Internet ein Angebot von RWE.Meine Betreuerin prüfte und verglich.Sparergebnis im Jahr: € 367.73 !Das ging bis zur ersten Jahresabrechnung gut.(Unterlagen sind vorhanden.Plötzlich bekam ich eien Nachzahlungsbefehl von € 470,00 für 2015!!!!
    Auf Anfrage zur Prüfung,bekam ich die Antwort:Wir wissen nicht,welche Geräte in Dauerbetrieb sind! Der
    geeichte Stromzähler lügt nicht!Bitte begleichen Sie die Forderung bis 15.03.2016.
    Ich bin Alleinstehend,habe eine 49 qm Wohnung bestehend aus Eingang,(Flur),Schlafzimmer,Bad,Küche,und Wohnzimmer.Die Heizung ist im Automatikbetrieb,und ist in der Nacht nicht in Betrieb,Heizkörper sind Kalt.
    Tagsüber läuft die Heizung,im Automatikbetrieb bis 20 Grad.ImSommer wird auf Sommerbetrieb und im Winter auf Winterbetrieb umgeschaltet.Mein PC wird bei nicht in Betriebnahme,vom Stromnetz mittels Hauptsteckdose ausgeschaltet.Ich koche als Alleinstehender selten! Höchstens 3 x pro Woche.Da ich dann die Portionen vergrößere,und bei Bedarf auftaue und Warm/Heiß mache.Der Kühlschrank mit Gefriertruhe/Fach,läuft logischer Weise im Dauerbetrieb.Einmal in der Woche kommt meine Haushaltshilfe,die die zum Reinigen notwendigen Geräte benützt.Dampfmobb.Die Lichter mache ich selten an.Der Ferseher läuft am meisten!
    Ist damit der hohe Stromverbrauch gerechtfertigt?
    Mit freundlichen Grüßen Ihr Hartmut Zach

    • Meike sagt:

      Hallo Herr Zach,
      vielen Dank für Ihre Nachricht. Wir haben im System nachgeschaut, können Sie aber leider nicht als Kunden finden. Wer ist denn Ihr aktueller Stromversorger?
      Vielen Dank und viel Grüße,
      Meike

  2. WaWa sagt:

    Moderne Haushaltsgeräte sind älteren Modellen natürlich in Technik und Effizienz überlegen, aber auch wenn man über keine topmodernen Haushaltsgeräte verfügt, kann man durch richtige Bedienung durchaus Strom sparen. Leider fehlt es hier häufig am nötigen Wissen…

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