1 kWh: Was genau können wir mit diesem Wert anfangen?

Die Maßeinheit 1 kWh (Kilowattstunde) ist allgegenwärtig. Insbesondere erwartet sie uns bei der Berechnung des Stromverbrauchs, aber auch im Zusammenhang mit den Themen Heizkosten oder E-Mobilität, wenn es zum Beispiel um Batteriegrößen oder das Aufladen eines E-Autos insgesamt geht. Mithilfe der passenden Rechenformel kannst du auf der Basis dieses Wertes schnelle und unkomplizierte Schlüsse hinsichtlich deines persönlichen Energiebedarfs und dem damit verbundenen Kostenaufwand ziehen. Wir erklären dir, wie das funktioniert und was du mit 1 Kilowattstunde im Alltag anfangen kannst.

Wofür steht kWh?

Die Kilowattstunde (kWh) gibt Auskunft über die Energiemenge, die ein Gerät mit einer Leistung von 1.000 Watt in der Stunde aufnimmt oder abgibt. 1 kWh entspricht dabei 1.000 Wattstunden. Auf der Basis des kWh-Werts lässt sich der stündliche Stromverbrauch aller Maschinen bestimmen, die mit elektrischem Strom betrieben werden. Die Formel dafür lautet:

Geräteleistung in Watt x Betriebsstunden = verbrauchte Energie in Wattstunden (Wh) ÷ 1.000 = verbrauchte Energie in Kilowattstunden (kWh)

Ein Beispiel:

Wie viel verbraucht eine 60 Watt-Glühbirne, die sechs Stunden lang brennt?
60 Watt Glühbirne x 6 Stunden Betrieb = 360 Wh : 1000  = 0,360 kWh

Was kann ich mit 1 Kilowattstunde machen?

Wie lange du mit 1 kWh Energie ein Gerät betreiben kannst, hängt zunächst einmal von Letzterem selbst ab: Je niedriger dessen Leistung ausfällt, desto länger kann das Gerät betrieben werden. Um dir zu verdeutlichen, was du theoretisch mit 1 kWh anfangen könntest, haben wir einige Beispiele aus dem Alltag für dich zusammengefasst. Du kannst demnach mit 1 kWh Folgendes machen:

  • mit einem 1.000 Watt starken Haartrockner eine Stunde lang föhnen
  • einen Raum mit einer 100-Watt-Glühlampe zehn Stunden lang ausleuchten (bei einer 20-Watt-Lampe wären es sogar 50 und bei einer 5-Watt-Lampe 200 Stunden)
  • vier Tage im Internet surfen und rund zehn Stunden am PC verbringen
  • etwa 15 Stunden am Stück TV schauen (bei einem LED-Gerät)
  • etwa 70 Tassen Kaffee und neun Liter Tee aufbrühen
  • ungefähr drei Minuten lang mit heißem Wasser duschen
  • circa 130 knusprige Toastscheiben zubereiten
  • einen Kuchen im Backofen backen
Frau föhnt sich die Haare
Mit einer Kilowattstunde kannst du dir zum Beispiel rund eine Stunde lang die Haare föhnen.

Grundsätzlich lässt sich die Höhe des Stromverbrauchs in einem klassischen Haushalt in unterschiedliche Kategorien einteilen. Der Bereich, der die größte Menge an Energie fordert, ist die Küche. Hier sind insbesondere der Herd, der Backofen und der Kühlschrank die Hauptverbraucher. Viel Strom wird mittlerweile zudem im Einsatzfeld der Kommunikations- und Informationstechnik benötigt. Ungefähr gleichauf liegt die Warmwasserversorgung. Wird das warme Wasser allerdings über einen Durchlauferhitzer bereitgestellt, fällt der Stromverbrauch höher aus. Ausgehend von einem durchschnittlichen Gerät steigt der Stromverbrauch mit einem Durchlauferhitzer um rund 1.000 kWh pro Person und Jahr.Darauf folgt die Beleuchtung.

Was kostet 1 kWh Strom aktuell?

Mit Beginn des Jahres 2021 liegt der aktuelle Strompreis im Schnitt bei  31,89 Eurocent pro Kilowattstunde. Je nach gewähltem Tarif und dem eigenen Wohnort können die Strompreise natürlich variieren. Wichtig zu wissen: Neben den Kosten für die Erzeugung, den Transport und den Vertrieb des Stroms gibt es zwei weitere wichtige Kostenblöcke, die den Strompreis maßgeblich bestimmen: die Kosten für die Nutzung der Netze sowie Steuern und Abgaben.

Hol dir wertvolle Stromspartipps!

Der Stromverbrauch eines klassischen 2-Personen-Haushalts liegt bei etwa 2.100 bis 3.000 kWh pro Jahr. Schneller als gedacht kann er jedoch in schwindelerregende Höhen aufsteigen. Bei uns kannst du entsprechende Zahlen und Fakten nachlesen und dir wertvolle Stromspartipps abholen.

Welche anderen Energieträger lassen sich in kWh messen?

Abgesehen vom Stromverbrauch lassen sich mit der Maßeinheit kWh Energieleistungen im Bereich der Heizwärme messen. Durch folgende Formel kannst du zum Beispiel ganz einfach den Gasverbrauch von Kubikmetern in kWh umrechnen:

Volumen (in m³) x Brennwert (in kWh/m³) x Zustandszahl (auf der Gasrechnung zu finden) = kWh.

Diese Formel ist zum Beispiel dann besonders interessant, wenn es um die jährliche Gasabrechnung geht. Denn während der Zähler den Verbrauch in Kubikmetern anzeigt, rechnen Gasversorger die verbrauchten Kilowattstunden ab. Durch die Anwendung der hier genannten Formel, fällt es leichter, die angefallenen Kosten nachzuvollziehen.

Dazu noch ein bisschen Grundlagenwissen: Der Brennwert ist das Maß für die Energie eines Brennstoffes, der in Kubikmetern pro Kilogramm angegeben wird. Im Gegensatz zum sogenannten Heizwert wird beim Brennwert nicht nur die reine Verbrennungswärme, sondern auch die Wärmeenergie berücksichtigt, die bei der Kondensation des Wassers im Abgas freigesetzt wird. Aus diesem Grund ist der Brennwert immer höher als der Heizwert. Wie hoch der Brennwert zum Beispiel von Erdgas ist, hängt auch von der Qualität des verwendeten Gases ab. Er liegt zwischen 8,4 und 13,1 kWh/m³. Für unsere Beispielrechnung nehmen wir einen guten Mittelwert von 10 kWh/m³. Die Zustandszahl wiederum gibt das Verhältnis eines Gasvolumens in einem fest definierten Idealzustand und dem Betriebszustand an, in dem das Erdgas zu dir nach Hause geliefert wird. Die Zustandszahl findest du ebenfalls auf deiner Gasrechnung. In unserem Beispiel nehmen wir eine Zustandszahl von 0,95 an.

Ein Beispiel zur Veranschaulichung: Liest du als Besitzer eines Einfamilienhauses am heimischen Gaszähler einen Verbrauch von 2.200 Kubikmetern ab, ergibt sich folgendes Bild:

2.200 m³ x 10 kWh/m³ x 0,95 = 20.900 kWh

Die Energieleistung von einem Kubikmeter Erdgas liegt entsprechend bei 9,5 kWh. Zum Vergleich: Um diese Energieleistung zu erreichen, werden etwa 1,9 Kilogramm Holz-Pellets oder 2,3 Kilogramm Braunkohle benötigt.

Nachhaltigkeit

Unser Tipp: Du möchtest hinsichtlich deines Energieverbrauchs stets auf dem Laufenden sein und damit positiven Einfluss auf die Umwelt nehmen? Mit der kWhapp kannst du jederzeit und überall prüfen, wie viel Strom oder Gas du nutzt. Das hilft dir dabei, Verschwendungen zu vermeiden und nachhaltiger zu agieren.

Fazit: Mit 1 kWh Strom ist im Alltag vieles möglich.

Auch wenn 1 kWh in der Theorie viele Möglichkeiten im alltäglichen Leben bietet, ist nicht zu vergessen, dass sich der Stromverbrauch unter realen Bedingungen im Handumdrehen summiert.  Auf der Basis der Maßeinheit 1 kWh und der entsprechenden Berechnungsformel bestimmst du schnell und unproblematisch, wie hoch dein tatsächlicher Energiebedarf ist und an welcher Stelle du Nachbesserungen vornehmen kannst. Inspiration bieten dir zum Beispiel unsere Stromspartipps.

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