360-Grad-Kamera-Vergleich: Finde deine Rundum-Action-Cam.

Mit einer 360-Grad-Kamera nimmst du beeindruckende Rundum-Panoramaaufnahmen auf. Deine gesamte Umgebung. Du hast einfach alles im Blick. Wie die Technik funktioniert und welche Cam am besten zu dir passt? Mit unserem 360-Grad-Kamera-Vergleich findest du es heraus!

Was 360-Grad-Kameras auszeichnet.

Mit einer 360-Grad-Kamera nimmst du faszinierende Rundumaufnahmen auf – an Land, auf dem Wasser, aus der Luft. Die Luftaufnahmen gelingen dir mithilfe einer Drohne. Betrachte die Welt mit anderen Augen. Alles, was um dich herum passiert, siehst du auf einem Foto oder im Video.

Welche Action-Cam mit Rundumaufnahme für dich geeignet sein könnte, zeigt dir unser 360-Grad-Kamera-Vergleich. Wir stellen vier aktuelle Modelle vor, die gerade von der Stiftung Warentest getestet wurden.

Bedienung per App.

Alle 360-Grad-Kameras in unserem Vergleich lassen sich über eine App bedienen, dein Smartphone dient als Fernbedienung. Ein eigenes Vorschau-Display haben die Rundum-Cams nicht. Was du gerade filmst oder aufgenommen hast, siehst du auf dem Bildschirm des Handys. Du kannst deine Aufnahmen auf dem Smartphone rudimentär bearbeiten und über deine Social-Media-Kanäle teilen. Willst du Aufnahmen schneiden und kreative Effekte einbauen, erledigst du das am Computer mit der entsprechenden Software. In der Regel ist eine Videobearbeitungssoftware im Lieferumfang der 360-Grad-Kameras enthalten.

Die Fernbedienung ist bei 360-Grad-Kameras besonders sinnvoll. Während du bei konventionellen Actions-Cams aus der Ich-Perspektive filmst und das Motiv nicht verdeckst, bist du bei einer 360-Grad-Kamera zwangsläufig mit im Bild. Befindest du dich in unmittelbarer Nähe zur Kamera, bist du auch groß im Bild zu sehen. Deshalb kommen bei Rundum-Cams meist Selfie-Sticks oder Stative zum Einsatz.

Wie funktioniert eine 360-Grad-Kamera?

Es gibt verschiedene Verfahren, um 360-Grad-Aufnahmen anzufertigen. Am weitesten verbreitet sind 360-Grad-Kameras, in deren Gehäuse sich zwei Kameras mit jeweils einem 180-Grad-Weitwinkel-Objektiv befinden. Die gegenüberliegenden Kameras nehmen durch die sogenannten Fisheye-Objektive gleichzeitig zwei 180-Grad-Panoramabilder auf, die mittels Software zur 360-Grad-Aufnahme montiert werden. Die Aufnahmen lassen sich auf dem Smartphone, PC, Notebook oder Tablet betrachten, du kannst den Blickwinkel per Touchscreen, Maus oder Touchpad verändern und ins Bild hineinzoomen. Richtig cool wird’s, wenn eine VR-Brille ins Spiel kommt. Dann folgt das Video deinem Blick, du kannst dich frei in deiner Aufnahme bewegen – willkommen in der Virtual Reality!

Samsung Gear 360: Ideal für Einsteiger.

Die Samsung Gear 360 hat einen runden Kamerakopf und einen Griff, der auch als Standfuß dient. Die Form der Kamera erinnert an eine Taschenlampe. Die maximale Bildrate beträgt 24 fps (frames per second), es werden also bis zu 24 Einzelbilder pro Sekunde angezeigt. Weniger sollten es bei einer 360-Grad-Kamera auch nicht sein, damit die Videos ruckelfrei sind. Wer den vollen Funktionsumfang der Gear 360 nutzen möchte, benötigt allerdings ein modernes Samsung-Smartphone oder iPhone. Die Tester von Stiftung Warentest loben die Qualität der Panoramafotos, die Videos dagegen seien nur „durchschnittlich und verwackeln leicht“. Unterm Strich stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis aber, die Gear 360 ist das mit Abstand günstigste Gerät in unserem 360-Grad-Kamera-Vergleich und für Einsteiger gut geeignet.

  • Maße: 47 x 101 x 45 Millimeter (Breite x Höhe x Tiefe)
  • Gewicht: 140 Gramm
  • Maximale Videoauflösung: 2.048 x 4.096 Bildpunkte
  • Preis: rund 190 Euro

Einsteiger-Alternative: Die LG 360 CAM.

Die kompakte 360-Grad-Kamera von LG hat rein optisch Ähnlichkeit mit dem Einsteigermodell von Samsung. In Sachen Videoauflösung hat die 2×13 Megapixel-Kamera allerdings die Nase vorn. Auch die maximale Bildrate ist mit 30 fps höher als beim Samsung-Modell. Dafür musst du aber auch tiefer in die Tasche greifen.

  • Maße: 40 x 97 x 25 Millimeter (Breite x Höhe x Tiefe)
  • Gewicht: 72,6 Gramm
  • Maximale Videoauflösung: 2.560 x 1.280 Bildpunkte
  • Preis: rund 280 Euro
Zubehör für deine 360 Grad Kamera.

Zum Aufnehmen und Speichern der Fotos und Videos benötigst du eine microSD-Speicherkarte, 32 Gigabyte sollten es schon sein. Damit dir unterwegs nicht die Speicherkapazität ausgeht, empfiehlt sich zusätzlich die Anschaffung einer Reserve-Speicherkarte. Gleiches gilt für den Akku. In der besten Aufnahmequalität ist die Laufzeit der Rundum-Cams arg begrenzt. Mit einem Ersatzakku verhinderst du, dass beim Filmen plötzlich Schluss ist. Außerdem ist gerade bei 360-Grad-Kameras ein Hand- oder Standstativ sinnvoll. Stative mit sogenannter kardanischer Aufhängung stabilisieren deine Cam unabhängig vom kameraeigenen Bildstabilisator.

Insta360 One: Rundum gut auf dem iPhone.

Die Insta360 One ist ein Sonderfall in unserem 360-Grad-Kamera-Vergleich: Es handelt sich um eine 360-Grad-Mini-Kamera, die du auf dein iPhone stecken kannst – aber nicht auf andere Smartphones. Bei Android-Handys lässt sie sich lediglich als Fernbedienung nutzen, aber ohne Kamerabild auf dem Handy-Display – das ist nicht wirklich praktikabel. Im Lieferumfang ist ein Schutz-Case enthalten, das auch als Ministativ einspringen kann. Cool: Verwendest du den Insta360 One Selfie Stick, verschwindet dieser automatisch aus dem Bild. Es sieht in der Aufnahme so aus, als würde die Insta360 One fliegen. Mit der Insta360 One kannst du auch verblüffende 360-Grad-Zeitlupen-Aufnahmen mit dir im Mittelpunkt anfertigen, über die sogenannte FreeCapture-Funktion wählst du favorisierte Ausschnitte aus einem 360-Grad-Video aus und exportierst sie. Die maximale Bildrate beträgt 30 fps. Stiftung Warentest beurteilt sowohl die Foto- als auch Videoqualität als „gut“, für iPhone-User kann die Insta360 One also eine gute Wahl sein.

  • Maße: 96 x 37 x 35 Millimeter
  • Gewicht: 90 Gramm
  • Maximale Videoauflösung: 1.920 x 3.840 Bildpunkte
  • Preis: rund 315 Euro
So gelingen deine 360-Grad-Aufnahmen.

Bei 360-Grad-Kameras steht die Action im Vordergrund! Erst Menschen, Tiere und sich bewegende Objekte machen die Aufnahmen lebendig. Untermale deine Videos im Nachhinein mit Musik, der von den Kameras aufgenommene Ton ist nicht so der Hit.

Der Abstand zwischen Kamera und Motiv sollte möglichst zwei bis drei Meter betragen. Platziere oder halte die Cam so, dass sich das Motiv möglichst zentral im Blickpunkt einer der beiden Linsen befindet. Schwenke so wenig wie möglich und wenn, dann nur langsam, um nervige Verwackler zu vermeiden.

GoPro Fusion: Wackelbilder Fehlanzeige.

Die GoPro-Fusion ist deutlich teurer und schwerer als die bisher in unserem 360-Grad-Kamera-Vergleich vorgestellten Modelle, der Preis macht sich aber bezahlt: Stiftung Warentest bezeichnet sie als die „beste 360-Grad-Kamera im Test“, lobt insbesondere die „perfekte Bildstabilisierung“. Die Fotoqualität ist für die Tester allerdings nur mittelmäßig“. Die GoPro Fusion bietet GPS und Sprachsteuerung, ist bis zu einer Tiefe von fünf Metern wasserdicht. Die Bildrate liegt bei maximal 25 fps. Die Funktion OverCapture der dazugehörigen GoPro-App ermöglicht es, auf deinem Smartphone die besten Sequenzen herausfiltern und in Videos und Fotos umwandeln. Besonderheit: Du benötigst zwei Speicherkarten, die Aufnahmen der beiden Weitwinkel-Objektive speichert die GoPro Fusion getrennt auf zwei Karten. Sie werden erst im Smartphone oder auf dem PC zusammengefügt. Übrigens: In unserem GoPro-Vergleich stellen wir alle aktuellen Actions-Cams des bekannten Herstellers vor.

  • Maße: 74 x 91 x 40 Millimeter
  • Gewicht: 220 Gramm
  • Maximale Videoauflösung: 2.624 x 2.704 Bildpunkte
  • Preis: rund 730 Euro

Garmin Virb 360: Entdecke die Möglichkeiten.

Die kompakte Garmin Virb 360 kostet sogar noch etwas mehr als die GoPro Fusion und ist damit die teuerste 360-Grad-Kamera in unserem Vergleich. Laut den Experten von Stiftung Warentest nimmt die Virb 360 „sehr ordentliche Videos“ auf. Die Bildstabilisierung sei „weniger ausgereift, der Funktionsumfang der Software dafür größer“. Wer also gern am PC an seinen Aufnahmen herumbastelt, hat hier besonders viele Möglichkeiten. Die Virb 360 ist wie die GoPro Fusion wasserdicht, verfügt über GPS und Sprachsteuerung. Eine Besonderheit sind die vier eingebauten Mikrofone, die für Rundum-Sound sorgen. Interessant für Sportler: In der Virb 360 sind Sensoren eingebaut. Sie erfassen Beschleunigung, Geschwindigkeit und Standort genau, etwa wenn du mit deiner Cam auf dem Mountainbike unterwegs bist und filmst.

  • Maße: 65 x 41 x 70 Millimeter
  • Gewicht: 160 Gramm
  • Maximale Videoauflösung: 2.160 x 3.840 Bildpunkte
  • Preis: rund 795 Euro

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