BMW-Elektroauto: So funktioniert der eDrive-Antrieb.

Du willst wissen, was hinter der E-Auto-Technik steckt? Bei BMW heißt diese Technik eDrive-Antrieb. BMW gilt als Elektroauto-Pionier unter den deutschen Autobauern. Seit 2013 verkauft der Hersteller unter der Submarke BMW i den Kompaktwagen i3. Der Stromer ist ein fahrendes Technologiewunder: Neben dem rein elektrischen BMW-eDrive-Antrieb kennzeichnen den i3 weitere Besonderheiten, die wir hier erläutern.

Der BMW-eDrive-Antrieb.

Herzstücke des BMW-eDrive-Antriebs sind der Elektromotor, die Lithium-Ionen-Hochleistungsbatterie und das intelligente Energiemanagement. Die E-Maschine ist im Heck untergebracht, die 33-kWh-Batterie im Fahrzeugboden sorgt für einen niedrigen Schwerpunkt und damit für eine ideale Gewichtsverteilung. Auf diese Weise vermittelt der i3 das typische dynamische BMW-Fahrgefühl. Der Antrieb erfolgt über ein Einganggetriebe und die Hinterachse. Der Elektromotor leistet 125kW/170 PS, damit sprintet der i3 in 7,3 Sekunden auf Tempo 100. Für eine hohe Reichweite ist die Höchstgeschwindigkeit elektronisch auf 150 km/h begrenzt. Ende 2017 hat BMW dem i3 einen dynamischeren Bruder zur Seite gestellt: Der auf 135 kW/184 PS erstarkte Elektromotor im i3s schafft den Sprint auf 100 km/h in 6,9 Sekunden. Die maximale Geschwindigkeit erhöht sich auf 160.

Was ist ein Elektroauto?

Was tatsächlich ein E-Auto ausmacht, ist nicht eindeutig geregelt. Für den Gesetzgeber sind es Fahrzeuge, die ausschließlich von einem Elektromotor angetrieben werden. Dazu kommen die sogenannten Plug-in-Hybride (alternative Schreibweise: Plugin-Hybride). Was die Fahrzeugtypen unterscheidet, erfährst du hier:

Reine Elektroautos:

  • Batterieelektrisches Elektroauto: Es bezieht den Fahrstrom ausschließlich aus einer Batterie.
  • Fuel-Cell-Elektroauto: Hier erzeugt eine Brennstoffzelle durch einen chemischen Prozess aus Wasserstoff und Sauerstoff den Fahrstrom.
  • Elektroauto mit Range Extender: Für den Antrieb ist ausschließlich ein Elektromotor zuständig. Neigt sich die Kapazität seiner Batterie dem Ende zu, lädt ein Generator den Akku während der Fahrt auf. Wie bei jedem batteriebetriebenen Elektroauto lässt sich der Akku zusätzlich über die Steckdose laden.

Hybrid-Fahrzeuge – Kombination aus Elektroantrieb und Verbrennungsmaschine:

  • Hybrid: in den meisten Fällen ein kleinerer Elektromotor, unterstützt einen Benzin- oder Dieselmotor. Ohne Unterstützung durch einen Verbrennungsmotor ist die Reichweite eines Hybrids auf wenige Kilometer beschrenkt. Die Batterie wird durch Rekuperation beim Bremsen und Rollen geladen.
  • Plug-in-Hybrid: E-Maschine und Batterie sind leistungsfähiger und größer: Das Fahrzeug kann rein elektrisch rund 50 Kilometer weit und bis zu 130 km/h schnell fahren. Der Akku wird an der Steckdose aufgeladen. Rekuperation (das Aufladen während der Fahrt durch Bremsenergie) ist ebenfalls möglich.

BMW eDrive: So schnell lädt der Akku auf.

Der Akku des i3 besteht aus acht Modulen mit einer Spannung von 353 Volt und einer Kapazität von 94 Amperestunden. Er kann 33,2 Kilowattstunden (kWh) Strom speichern, von denen 27,2 kWh zum Fahren zur Verfügung stehen. Im Alltagsbetrieb soll eine Akkuladung bis zu 200 Kilometer reichen. Das „Tanken“ dauert an einer mit 16 Ampere abgesicherten Haushaltssteckdose (3,7 kW) – in neueren Häusern Standard – um die acht Stunden. Mit einer Wallbox benötigt eine Vollladung bei 11 kW Ladeleistung keine drei Stunden. Die Wallbox ist eine spezielle Ladestation Du kannst sie dir beispielsweise in der Garage oder am Carport installieren lassen. Cool: Den Ladevorgang kannst du per App überwachen, wodurch du den Ladezustand deiner Batterie permanent im Blick hast. Im Prinzip fährst du mit deinem BMW-Elektroauto kostenlos: Wenn du den Akku mit Strom lädst, den du mit deiner Photovoltaikanlage auf dem Dach unabhängig produzierst. Alle weiteren Infos rund ums Aufladen von Elektroautos findest du hier.

roter BMW i3s in einer Grarage

Höhere Reichweite dank Range Extender.

Willst du kein Risiko eingehen und nicht mit einem leeren Akku liegen bleiben, bestellst du deinen i3 mit dem sogenannten Range Extender. Der Extender, den es exklusiv für die BMW-Elektroautos gibt, ist ein 28 kW/38 PS starker Zweizylinder-Benzinmotor. Er springt automatisch an, sobald der Ladezustand der Batterie unter sieben Prozent gesunken ist. Der Motor treibt dann einen Generator an, der während der Fahrt den nötigen Strom erzeugt. Bis zu 115 km/h kannst du damit fahren – für höhere Geschwindigkeiten liefert der Generator nicht ausreichend Strom. Ein Nachteil: Da der Tank für den Benzingenerator auf neun Liter beschränkt ist, musst du bei Dauernutzung alle 120 Kilometer an die Tankstelle fahren. Auf langen Reisen kann das lästig sein.

Rekuperation während der Fahrt.

Wie andere Elektroantriebe bietet BMW e Drive eine weitere Möglichkeit, den Akku während der Fahrt zu laden: die Rekuperation. Bei leichtem Bremsen wirkt der Elektromotor wie ein Dynamo am Fahrrad, das Energiemanagement speist den erzeugten Strom in die Batterie ein. Erst wenn du kräftiger bremst, greifen die eigentlichen Bremsen und bringen das BMW-Elektroauto zum Stehen. Die Rekuperation fängt beim Rollen an: Sobald du beim Fahren den Fuß vom Gas nimmst, wird der Akku geladen. Die Bremswirkung beim Rollen kannst du jederzeit individuell einstellen. Auf Landstraßen beispielsweise, auf der du in der Regel länger als in der Stadt rollen kannst, lässt sich die Bremswirkung niedriger einstellen. Wenn du vorausschauend fährst und das BMW-Elektroauto viel rollt, kannst du die Reichweite des Fahrzeugs auf diese Weise steigern. Im Stadtverkehr muss man dank Rekuperation in den wenigsten Fällen selbst bremsen.

Das Fahren mit dem BMW-Elektroauto.

Wie bei allen Modellen legt BMW bei seinen Elektroautos i3 und i3s das Hauptaugenmerk auf Fahrspaß. Dazu tragen der niedrige Schwerpunkt, das für ein Elektroauto niedrige Leergewicht von rund 1.300 Kilogramm und die Power des Elektromotors bei: Dieser liefert sein maximales Drehmoment von 250 Newtonmetern (i3s: 270 Nm) ab der ersten Umdrehung. In der Praxis bedeutet das: i3 und vor allem i3s schieben spontan und kontinuierlich an. Eine Besonderheit ist die beim i3 erstmalig eingesetzte Antischlupfregelung: Sie gewährleistet bei kräftiger Beschleunigung und auch in Schubphasen mit starker Rückgewinnung der Bremsenergie eine gesteigerte Fahrstabilität. Die Antischlupfregelung regelt bis zu 50-mal schneller als herkömmliche Systeme und kommt in allen zukünftigen BMW-Modellen zum Einsatz.

Hier kommt BMW eDrive ebenfalls zum Einsatz.

BMW beschränkt den eDrive-Antrieb nicht auf seine beiden Elektroautos: Er kommt in weiteren Modellen zum Einsatz. Dann fungiert er als Plug-in-Hybrid in Kombination mit einem Benzinmotor. Bei dieser Variante entscheidet das Energiemanagement, welcher Motor für den Vortrieb sorgt. In der Regel ist es der Elektromotor. Das sorgt durch das sofort bereitgestellte Drehmoment für viel Fahrspaß. Noch ein Vorteil: Der Spritverbrauch wird, abhängig vom Modell, auf zwei bis 3,5 Liter pro 100 Kilometer gesenkt.

Ein weiteres Beispie für das effiziente Energiemanagement: Es erkennt anhand der Adresseingabe im Navigationssystem, dass sich ein Ziel in einer Umweltzone befindet. Automatisch hält es so viel Batteriestrom zurück, dass du am Ziel noch rein elektrisch fahren kannst. Diese BMW-Hybrid-Technik gibt es für diese Modelle: 225xe Active Tourer, 330e Limousine, 530e Limousine, 740e, 740Le, X5 xDrive 40e, i8 Coupé und i8 Roadster. Erkennen kannst du die Hybrid-Fahrzeuge mit BMW e Drive (außer i8) an dem eDrive-Schriftzug auf der C-Säule zwischen Seiten- und Heckscheibe.

BMW Hybrid auf der Straße
Förderung:

Elektroautos sind nach wie vor teurer als vergleichbare Benziner und Diesel. Der Vorteil bei E-Atos: Du hast Anspruch auf eine Förderung: insgesamt 4.380 Euro. Sie setzt sich aus 2.000 Euro Herstellerrabatt auf den Netto-Listenpreis, 380 Euro Mehrwertsteuerersparnis und 2.000 Umweltprämie vom Staat zusammen. Für einen Plug-in-Hybriden kannst du mit jeweils 1.500 Euro von Hersteller und Staat kalkulieren. 285 Euro Mehrwertsteuer sparst du obendrein. Wichtig: Dein Wunschfahrzeug darf nicht mehr als 60.000 Euro netto kosten und muss auf der sogenannten BAFA-Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge stehen. Elektroautos sind darüber hinaus zehn Jahre lang von der Kfz-Steuer befreit. Weiterer Vorteil: In einigen Städten und Kommunen dürfen mit dem E-Auto Bus- und Taxispuren genutzt werden. Ebenfalls darfst du dort kostenlos auf städtischen Parkplätzen parken. Hier findest du alle Infos zu den Kosten.

Titelbild © 2018 BMW

Schwarzer bmw-i3 mit yello-branding steht auf einem Parkplatz mit geöffneter Tür

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