BMW Wireless Charging: Induktives Laden für Plug-in-Hybrid geht in Serie.

BMW macht es vor: Mit der Wireless Charging Technologie für Plug-in-Hybride bringt der Konzern als erster Autobauer weltweit die induktive Ladetechnik in Serie. Hier erfährst du, wie die Autos kabellos aufgeladen werden, welche Vor- und Nachteile das Wireless Charging hat und ob andere Hersteller nachziehen.

Wie funktioniert induktives Laden bei Elektroautos?

Du kennst es von deiner elektrischen Zahnbürste oder deinem Smartphone: die induktive Ladetechnik macht ein für alle Mal Schluss mit dem Ladekabelsalat. Ähnlich ist das auch beim kabellosen Laden von Elektroautos oder Plug-in-Hybriden. Dabei wird eine Spule unter Strom gesetzt, die ein Magnetfeld erzeugt. Dieses löst eine Spannung in einer zweiten, gegenüberliegenden Spule aus, sodass dort Strom fließt und die Batterie lädt. Um dein E-Auto induktiv zu laden benötigst du also eine Spule, die in einer Bodenplatte eingebaut ist und eine weitere, die sich im Autoboden befindet. Die Bodenplatte ist mit deinem Stromnetz verbunden und kann, je nach Anbieter, in der Garage oder auf einem Außenstellplatz installiert werden. Im Video erklärt BMW wie es funktioniert:

Vorteile von induktiven Ladestationen für Elektroautos:

  • Platzsparend: Die dünne Bodenplatte der induktiven Ladestation nimmt in deiner Garage im Prinzip keinen Platz weg.
  • Zeitsparend: Einfach über die Bodenplatte fahren, Auto abstellen und fertig. Dein Fahrzeug wird ohne Weiteres aufgeladen.
  • Bequem: Induktives Laden bei E-Autos ist komfortabel. Du musst kein schweres Stromkabel um das Auto ziehen und in die Steckverbindung stecken.

Nachteile von induktiven Ladestationen für Elektroautos:

  • Hohe Kosten: Durch die induktive Ladetechnik werden zusätzliche Kosten verursacht, die für erweiterte Technik draufgehen. Sensoren müssen zum Beispiel erkennen, ob Gegenstände, Tiere oder Menschen in das Magnetfeld zwischen Bodenplatte und Autoboden gelangen, um das Laden zu unterbrechen.
  • Zusätzliches Assistenzsystem: Induktives Laden funktioniert nicht, wenn die Spulen in Bodenplatte und Fahrzeugboden zu weit zueinander versetzt sind. Damit der Einparkvorgang gelingt, benötigst du ein zusätzliches Assistenzsystem. Bei BMW Wireless Charging sieht der Fahrer dank farbiger Hilfslinien auf dem Control Display, ob der Wagen richtig steht. Für ungeübte wird das Parken zum Geduldsspiel.
BMW auf GroundPad
BMW 530e iPerformance und induktive Ladestation

Was ist BMW Wireless Charging?

Neben anderen Autokonzernen ist BMW in Sachen induktives Laden mit der Wireless Charging Lösung schon weit vorne. Als optionale Leasing-Sonderausstattung für den 530e iPerformance geht kabelloses Laden jetzt in Serie.

BMW 530e iPerformance auf der Straße
BMW-530e-iPerformance

Die Sonderausstattung besteht zunächst aus dem sogenannten „GroundPad“, der Ladestation, die in der Garage, aber auch im Freien installiert werden kann. Eine Garage brauchst du also nicht zwingend. Die zweite Komponente der Sonderausstattung ist das „CarPad“. Dies ist die am Fahrzeugboden angebrachte Ladespule, in der dann der Strom induziert wird, der wiederum die Autobatterie lädt. Mit einer Ladeleistung von 3.2 kW ist der BMW 530e iPerformance laut Hersteller in rund dreieinhalb Stunden voll aufgeladen.

Damit das kabellose Laden reibungslos funktioniert, kommunizieren Ladestation („GroundPad“) und Fahrzeug („CarPad“) über WLAN mit dem Fahrer. Dieser sieht am Bordcomputer ob und wie er mit dem Wagen über dem GroundPad steht. Hilfslinien assistieren beim Einparken. Durch ein grafisches Symbol weiß der Fahrer, ob der Wagen für die induktive Ladung richtig steht.

Kostentechnisch ist diese Sonderausstattung übrigens kein Schnäppchen. Neben dem CarPad-Modul für knapp 900 Euro musst du rund 2.300 Euro für das GroundPad hinlegen.

BMW Wireless Charging Control Display
BMW Wireless Charging Control Display

Ausblick: Wird induktives Laden Standard?

BMW ist mit der Wireless Charging Technik nicht allein. Natürlich feilschen alle großen Autohersteller in Sachen Elektromobilität an induktiven Ladetechniken und deren Umsetzung. Audi will zum Beispiel für den kommenden A8 L e-tron eine kabellose Ladelösung auf den Markt bringen, zumindest als Option.

Zunächst wird das kabellose Laden aber nur für Plug-in-Hybride möglich sein. Vollelektrische Fahrzeuge müssen wohl vorerst mit der Ladesäule vorliebnehmen. Und zwar aus Sicherheitsgründen. Elektroautos haben im Vergleich zu Plug-in-Hybriden größere Batterien, die bei einer höheren Leistung geladen werden müssen. Diese Leistung kann nur von größeren Magnetfeldern aufgefangen werden, die wiederum schädlich für Menschen sein können. Bis die Automobilindustrie einen entsprechenden Standard entwickelt hat, bleibt die Wallbox eine gute Alternative zur induktiven Ladung für Elektroautos.

Titelbild: BMW Wireless Charging © 2018 BMW Group

Schwarzer bmw-i3 mit yello-branding steht auf einem Parkplatz mit geöffneter Tür

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