Bosch Cookit oder Thermomix TM6: Küchenmaschinen im Vergleich.

Preislich spielen der Thermomix TM6 und der Bosch Cookit in der derselben Liga und auch sonst haben sie vieles gemeinsam: Sie sparen Zeit beim Kochen, haben ein Touch-Display mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen, überzeugen durch einfache Bedienung und besitzen eine integrierte Küchenwaage. Beide Küchenmaschinen sind per WLAN mit dem Internet verbunden. Aber wer hat im direkten Vergleich Bosch Cookit vs. Thermomix TM6 die Nase vorne?

Thermomix TM6: der Platzhirsch

Der Thermomix ist seit Langem das Spitzenmodell unter den multifunktionalen Küchengeräten. Er vereinfacht das Kochen und automatisiert es sogar teilweise. Wer sich für den 1.359 Euro teuren Alleskönner entscheidet, erhält nicht nur das Gerät und einen kostenlosen Kochkurs, sondern außerdem drei Ausgaben des Thermomix Magazins, das Basis-Kochbuch und 6 Monate freien Zugriff auf das Thermomix Rezept-Portal Cookidoo. Die Besonderheit: Die Rezepte können direkt über das große Farbdisplay der Küchenmaschine abgerufen werden. Hast du dich für ein Gericht entscheiden, führt dich der Thermomix dann Schritt für Schritt zu deinem ausgewählten Geschmackserlebnis.

Bereits das Vorgängermodell des TM6 hat erfolgreich einen Langzeittest gemeistert – er lief als einzige Maschine im Test die vollen 500 Betriebsstunden durch. Nutzt ein Anwender seine Küchenmaschine zwei Stunden in der Woche, entspricht das etwa fünf Jahren Nutzungszeit. Da der Thermomix bereits einige Jahre auf dem Markt ist, gibt es eine große Thermomix Community und somit endlos viele Rezepte. Die Zeitersparnis durch das eng begleitete Kochen wird von seiner Fangemeinde bestätigt.

Beim neuen Modell Thermomix TM6 wurde der Pürier-Modus verbessert, laut einer Testerin bereitet er „Kartoffelpüree wie vom Gourmetkoch“ zu. Darüber hinaus sind einige neue Funktionen integriert. Dazu gehört das Andicken von Saucen und Puddings, Reis kochen, Sous-vide-Garen für zarte, aromatische Lebensmittel aus dem Wasserbad oder auch das Slow Cooking für die Zubereitung von Pulled Pork oder zartem Gulasch.

Zutaten stehen auf einem Tisch.
Leckere Gerichte lassen sich sowohl mit dem Thermomix TM6 als auch mit dem Bosch Cookit kinderleicht nachkochen.

Bosch Cookit: der Herausforderer.

Auch wenn der Thermomix definitiv der Platzhirsch unter den multifunktionalen Küchenmaschinen ist, braucht sich der 1.266 Euro teure Bosch Cookit nicht zu verstecken. Er kommt mit einer tollen Ausstattung und Verarbeitung daher. Zudem ist viel Zubehör inklusive – im Paket finden sich verschiedene Werkzeuge: Universalmesser, 3D-Rührer, Zwillings-Rührbesen, Dampfgarzubehör, Zerkleinerungsaufsatz mit zwei Scheiben und ein analoges Kochbuch. Der große Topf fasst drei Liter und hat einen transparenten Deckel, der beim Kochen Einblicke gewährt. Die Auflagefläche unten ist größer als beim Thermomix-Topf mit 2,2 Litern Fassungsvermögen. Dadurch eignet er sich auch sehr gut zum Anbraten. Leider ist der Cookit-Topf mit 2,8 kg Kilogramm relativ schwer, passt aber zur Aufbewahrung eventueller Reste mit kleineren Umbauten in den Kühlschrank. Ein eingebautes Aufwärmprogramm erleichtert die weitere Essensverwertung am nächsten Tag.

Natürlich führt auch der Bosch Cookit Schritt für Schritt durch verschiedene Rezepte. Ist jeweils ein Arbeitsschritt abgeschlossen, informiert der Cookit per Ton und Nachricht aufs Handy darüber. Darüber hinaus lässt er sich auch per Alexa-Sprachsteuerung ansteuern. Nutzer erhalten Gratis-Rezepte über die hauseigene Home Connect App und können dabei auf eine ständig wachsende Sammlung zurückgreifen. Im Vergleich dazu erhalten Thermomix-Nutzer nur über ein Abo des Rezepte-Portals Cookit Zugriff auf neue Gerichte. Allerdings hält das im Lieferumfang des Vorwerk-Geräts enthaltene Basis-Kochbuch bereits mehr als 260 Rezepte bereit.

Bei den Einstellungen überzeugt der Bosch Cookit durch eine einfache Verbindung mit dem WLAN. Das Gerät besitzt außerdem ein integriertes Reinigungsprogramm. Werkzeuge, Topf sowie Deckel sind spülmaschinengeeignet. Im Test ist negativ aufgefallen, dass es keine Suchfunktion für Rezepte am Gerät selber gibt und auch keine Möglichkeit, während des Guided Cooking das komplette Rezept anzuschauen. Garzeiten können während des Kochens verlängert, aber nicht verringert werden. Außerdem lassen sich Rezepte leider nicht an eine Personenanzahl anpassen und Kochbegriffe werden nicht erklärt. Anzahl und Gestaltung der Rezepte sind also etwas verbesserungswürdig.

Mutter und Tochter suchen Rezept auf einem Tablet.
Rezepte sind in beiden smarten Küchenmaschinen direkt enthalten.

Bosch Cookit vs. Thermomix TM6: Der direkte Vergleich.

Sowohl im Anwendertest als auch bei der technischen Prüfung auf Herz und Nieren machen die beiden smarten Küchenmaschinen potenziellen Käufern und Ingenieuren die Entscheidung nicht leicht. Vergleicht man beispielsweise die Fähigkeit der beiden Geräte, Dinkel oder Kaffeebohnen zu mahlen, stellen sich ganz schnell Unterschiede heraus: Der Thermomix TM6 ist zwar lauter, hat aber auch ein gutes Mahlwerk. Im Ergebnis erhält man feines Mehl beziehungsweise Kaffeepulver. Der Bosch Cookit liefert dagegen ein eher grobkörniges Endprodukt – er ist zu diesem Zweck nicht geeignet. Auch an gefrorenen Früchten Früchten oder Eiswürfeln beißt sich das Gerät die Zähne aus. Dafür kann der Cookit aber Zutaten raspeln oder in Scheiben schneiden.

Auch beim Versuch, aus Mais Popcorn zu machen, kann er punkten: Das klappt mit dem Cookit aufgrund seiner höheren Maximaltemperatur von bis zu 200 °C ausgezeichnet. Im Thermomix mit seiner Maximaltemperatur von 120 °C wollen sich die Maiskörner dagegen nicht entfalten.

Beim Test auf Wartungsfreiheit hat der Thermomix die besseren Karten. Er verfügt über eine praktisch verschleißfreie Motortechnik. Beim Motor des Cookit wurden mit Zahnriemen und Kohlebürsten zwei Verschleißteile verbaut. Insgesamt war bei bisherigen Vergleichen mit anderen Küchenmaschinen der Thermomix von Vorwerk technisch immer überlegen. Mit dem Cookit ist Bosch nun zum ersten Mal eine Küchenmaschine auf Augenhöhe gelungen.

Fazit: Leichter Vorteil Thermomix TM6.

In der Bedienung und Nutzerführung geben sich der Bosch Cookit und der Thermomix TM6 nicht viel. Hast du dich für ein Gericht entschieden, führen beide Geräte zuverlässig durch den gesamten Prozess der Zubereitung. Dank integrierter Rezepte und Waage sparst du dir dabei den Griff zu Kochbuch und separater Küchenwaage und hast eine entsprechende Zeitersparnis.

Auch optisch sind sich die beiden Geräte sehr ähnlich. Fest steht, dass du ausreichend Platz in der Küche haben solltest, da die smarten Küchenmaschinen vergleichsweise viel Platz auf der Arbeitsplatte einnehmen. Dabei ist der Cookit mit seinem größeren Topf noch ein Stückchen wuchtiger als der Thermomix.

In verschiedenen Disziplinen wie dem Mahlen von Zutaten oder der Zubereitung von Popcorn haben beide Geräte Stärken und Schwächen. Während du mit dem Thermomix (mit viel Lärm) sogar dein eigenes Mehl herstellen kannst, ist der Cookit der passende Partner für die perfekte Portion Popcorn zum abendlichen Serienmarathon. Welche der beiden Geräte in dieser Hinsicht besser zu dir und deiner Küche passt, ist also natürlich auch eine Frage deiner Vorlieben.

Im Hinblick auf das Volumen des mitgelieferten Topfes, hat das 3-Liter-Behältnis des Cookit im Vergleich zum 2,2-Liter-Topf des Thermomix klar die Nase vorn. Wer seine Küchenmaschine auch einsetzen möchte, um zum Beispiel regelmäßig Fleisch anzubraten, ist mit dem Cookit vermutlich besser bedient. Einen leichten Vorteil hat das Gerät von Bosch auch im Hinblick auf das mitgelieferte Zubehör. Mit verschiedenen Aufsätzen ist der Lieferumfang merklich größer als beim Thermomix TM6.

Den Wettstreit Bosch Cookit vs. Thermomix TM6 gewinnt unserer Meinung nach trotzdem knapp der Thermomix. Und das liegt vor allem an der großen Community, die sich über die Jahre um das smarte Vorwerk-Küchengerät entwickelt hat. Diese hat im Laufe der Zeit eine unfassbare Vielfalt von Rezepten auf die Beine gestellt, die vermutlich auch in den kommenden Jahren von keinem Konkurrenten erreicht werden kann. Bleibt abzuwarten, wie der Cookit in Zukunft von Jüngern des begleiteten Kochens angenommen und mit neuen Rezepten ausgestattet wird! 

Alternative und zusätzliche Geräte.

Für technikbegeisterte Nutzer sind die beiden smarten Geräte in unserem Vergleich ein echtes Highlight in der Küche. Allerdings sind auch beide Küchengeräte teuer in der Anschaffung. Die Investition lohnt sich also nur, wenn du leidenschaftlich und regelmäßig kochst. Ansonsten empfiehlt es sich, über eine günstigere Küchenmaschine nachzudenken, die dennoch für mehr Spaß und eine merkliche Arbeitserleichterung in der Küche sorgt. Eine spannende Alternative ist zum Beispiel auch der Monsieur Cuisine Connect, der zuweilen bei Lidl im Angebot ist.

Was die smarten Küchenmaschinen nicht gut können, ist die Zubereitung von Getränken aller Art wie Cocktails, Säften oder Smoothies. Ein Entsafter könnte also eine sinnvolle Ergänzung sein.

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