Carsharing in Hamburg: Mit Elektroautos durch die Großstadt.

Carsharing liegt voll im Trend: Über zwei Millionen Autofahrer in Deutschland teilen Autos – und es werden mehr. Kein Wunder, ist ja auch einfach und praktisch, vor allem in einer Großstadt wie Hamburg. Wer also keinen eigenen Wagen haben möchte oder zu selten fährt, kann beim Fahren mit Carsharing sparen und gleichzeitig die neueste Technik nutzen. Du wolltest schon immer mal einen Elektroantrieb testen? Dann hol dir doch ein E-Auto über Carsharing! Wir sagen dir, wie es funktioniert und welche Modelle es bei den Anbietern in Hamburg und anderen Großstädten gibt.

Wie funktioniert Carsharing mit Elektroautos?

Das Coole am Modell von Carsharing ist: Du musst kein eigenes Auto besitzen, sondern leihst dir ein Fahrzeug immer dann, wenn du es gerade brauchst. Das E-Auto-Sharing funktioniert genauso wie bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Es zwei Möglichkeiten:

Bei der stationären Variante zahlst du einen monatlichen Beitrag und kannst ein Fahrzeug an einer festen Station abholen. Am Ende der Fahrt gibst du das Auto an derselben Station wieder ab. Diese Variante, die zum Beispiel Flinkster und Cambio anbieten, ist in der Regel die günstigere.

Beim Free-Floating-Modell greifst du dir einfach ein freies Elektroauto, das in deiner Nähe parkt. Nach der Nutzung stellst du es wieder irgendwo im Geschäftsgebiet des Anbieters ab. Diese Variante wird beispielsweise von DriveNow und Car2go angeboten, die bald unter dem Namen Share Now ihr Angebot vereinen. Das Free-Floating-Modell ist natürlich sehr bequem, aber auch etwas teurer.

Bei beiden Methoden kannst du über eine App auf dem Smartphone nachschauen, welche Fahrzeuge in deiner Nähe frei sind. Du kannst sie direkt reservieren. Bei den meisten Anbietern bekommst du eine Chipkarte (und eine PIN). Die hältst du vor ein Lesegerät an der Windschutzscheibe und entriegelst so die Tür. Oder du deaktivierst die Zentralverriegelung mit der App. Im Fahrzeug selbst gibst du dann in der Regel noch deine PIN ein – und los geht die Fahrt!

Pressebild Car2Go App auf eine Smartphone
Über die jeweilige App auf deinem Smartphone kannst du ein E-Auto in deiner Nähe entleihen. © 2019 Daimler AG.
Mindestalter beim Carsharing.

Carsharing ist eine tolle Möglichkeit, ein E-Auto auszuprobieren und bei Bedarf ein Fahrzeug zur Verfügung zu haben. Das ist vor allem für junge Leute interessant, die sich kein eigenes Auto leisten können.

Den meisten Anbietern ist es auch egal, wie alt du bist und wie lange du deinen Führerschein schon hast. Aber ausgerechnet die besten Anbieter im Segment des elektrischen Antriebs handhaben das strenger: Bei Car2go musst du deinen Führerschein mindestens seit einem Jahr haben. DriveNow kannst du nur nutzen, wenn du zusätzlich mindestens 21 Jahre alt bist, und für WeShare benötigst du außerdem eine deutsche Meldeadresse. Bei Flinkster bekommen 18-Jährige nur Kleinwagen. Für einen Mini E oder einen Citroën C-Zero reicht das aber. Begleitetes Fahren mit 17 Jahren ist übrigens bei keinem Anbieter erlaubt.

Wichtig zu wissen: Wenn du eine andere Person mit dem von dir geliehenen Wagen fahren lässt oder ihr deine Chipkarte überlässt, kann das bis zu 1.000 Euro Strafe kosten!

Carsharing in Hamburg: Welche Elektroautos sind verfügbar?

Welcher Anbieter hat welche E-Autos im Fuhrpark? Hier ein kleiner Überblick:

Beim DriveNow Carsharing in Hamburg steht dir der BMW i3 sogar teilweise mit Range Extender für eine längere Reichweite zur Verfügung.

Die Flinkster-Flotte besteht zum Beispiel aus BMW i3, Mini E, Toyota Prius Plug-in-Hybrid, VW e-Golf, Ford Focus, Citroën C-Zero, Peugeot iOn, Opel Ampera, Renault Zoe, Renault Kangoo ZE, Smart ED und Fiat 500e.

Bei Car2go kannst du dir den smart EQ fortwo leihen und bei Cambio kannst du im Renault Zoe Platz nehmen.

Ein neuer Dienst von VW startete 2019 unter dem Namen WeShare vorerst nur in Berlin und soll in den nächsten Jahren dann auch an die Elbe nach Hamburg kommen.

Yello Tipp

Wenn du beim Carsharing in Hamburg nicht das Elektroauto deiner Wahl bekommst, kannst du natürlich auch zu einem Autovermieter gehen und dir sogar einen Tesla ausleihen.

Wie weit komme ich mit einem E-Auto?

Beim Carsharing spielt die Reichweite eine untergeordnete Rolle, da die Kunden die Fahrzeuge meist nur für kurze Strecken nutzen. Du solltest vorsichtshalber aber beim Reservieren den Ladestand der Batterie und die geschätzte Reichweite deines Wunschfahrzeugs vor der Fahrt checken. Bei Car2go und DriveNow ist das bequem per App möglich. Bei einer Rest-Reichweite zwischen 20 und 15 Kilometern solltest du vorsichtig sein. Für alle Hamburger: Falls es mal nicht funktioniert, bleibt immer noch die Option, auf einen Elektro-VW mit MOIA umzusteigen.

Muss ich den Carsharing-Wagen laden?

Wenn das Elektroauto eine Rest-Reichweite von mindestens 15 Kilometern hat, kannst du das E-Auto überall im Geschäftsgebiet des Anbieters wieder abstellen. Natürlich nicht im Halte- oder Parkverbot. Ablesen kannst du die Reichweite im Cockpit. Beträgt die Reichweite weniger als 15 Kilometer, musst du das Fahrzeug an einer Ladestation anschließen, damit das Ausloggen überhaupt gelingt.

Am besten parkst du das Carsharing-Elektroauto an der nächsten Ladesäule und schließt es direkt an. Liegt der Ladezustand der Batterie unter 25 Prozent, bekommst du für das Aufladen beispielsweise bei DriveNow und Car2go Freiminuten oder Guthaben auf dein Benutzerkonto angerechnet. So lädt die Batterie auf, während der Wagen auf seinen nächsten Nutzer wartet, und du profitierst sogar davon.

Wie funktioniert das Bezahlen?

Falls du noch nicht bei einem Carsharing-Dienst angemeldet bist, zahlst du eine einmalige Anmeldegebühr oder eine monatliche Grundgebühr. Hier lohnt es sich manchmal auch bei der ersten Registrierung, auf aktuelle Start-Angebote zu achten oder sich über Freunde werben zu lassen. Dann fallen weitere Kosten für die tatsächliche Nutzung an. Die meisten Anbieter rechnen nicht nach gefahrenen Kilometern, sondern wie bei Autos mit Verbrennungsmotor nach Nutzungszeit pro Minute ab. Hamburg ist Stau-Stadt. Steckst du also in der Rush-Hour fest, ist das dein Problem. Fast alle Carsharing-Unternehmen bieten dir aber auch Stunden- oder sogar Tagespreise an. Egal, für welchen der Tarife du dich entscheidest, die Abrechnung erfolgt automatisch am Monatsende direkt über deine Kreditkarte oder dein Konto.

Pressebild C2G Smart EQ auf einer Straße
Den Smart EQ kannst du über die Carsharing-App von Car2Go entleihen. © 2019 car2go Deutschland GmbH

Warum ist Carsharing mit Elektroautos teurer?

Elektroautos sind beim Carsharing meistens teurer als Autos mit Verbrennungsmotor. Für die höheren Preise sind zwei Faktoren maßgeblich: E-Autos sind in der Anschaffung teurer als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Zudem dauert das Aufladen der Batterien deutlich länger als das Füllen eines Kraftstofftanks. Die Kosten und den Aufwand geben die Anbieter an die Nutzer weiter.

Beispiele: Beim Carsharing in Hamburg zahlst du für einen elektrischen BMW i3 mit DriveNow 36 Cent pro Minute, für einen BMW 1er lediglich 33 Cent. Und für einen normalen Smart berechnet dir Car2go in Hamburg nur 19 Cent pro Minute. Für eine Fahrt vom Hamburger Hauptbahnhof zum Altonaer Fischmarkt musst du bei den Preisen je nach Verkehrslage zwischen 3 und 5 Euro für die Fahrt zahlen.

Flinkster, das Carsharing-Angebot der Deutschen Bahn, unterscheidet nicht zwischen E-Auto und Auto mit Verbrennungsmotor, sondern nach Fahrzeugklassen. Hier kostet ein Citroën C-Zero fünf Euro pro Stunde, zuzüglich 18 Cent je gefahrenen Kilometer. Die Kosten für den Treibstoff (Sprit und Strom) sind in allen Angeboten bereits enthalten.

Was ändert sich durch den Zusammenschluss von DriveNow und Car2go zu Share Now?

Erst mal nicht wirklich viel. Denn noch gibt es keine eigene App für Share Now. Wann diese kommen wird und ob man sich dafür neu registrieren muss, ist noch nicht bekannt, soll aber einfach in der Anwendung bleiben. Man verwendet vorerst also wie bisher entweder die DriveNow- oder die Car2go-App. Was neu ist: In beiden Apps werden jetzt die Fahrzeuge des jeweils anderen Angebots angezeigt. Damit erscheinen auch mehr E-Autos auf dem eigenen Radar. Gebucht werden können sie jedoch weiterhin nur über die eigene App. Bist du noch kein Kunde, musst du dir entweder ein DriveNow-Fahrzeug suchen oder dich registrieren. Unser Tipp: Hier sollte man die Augen offen halten und nach Angeboten für neue Registrierungen schauen. Alle Änderungen im Überblick findest du hier.

Titelbild: © DriveNow GmbH & Co. KG 2018

Abbildung eines Elektro-Faltrads

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