Cupra el-Born: Sportliche Variante des VW ID.3.

Der beim Genfer Autosalon 2019 von Seat angekündigte el-Born war in der Konzeptphase als erstes reines Elektrofahrzeug der Marke und beinahe als Zwilling des VW ID.3 geplant. Inzwischen haben die Spanier bekannt gegeben, dass das Modell exklusiv von Cupra, der Sport- und Performance-Marke von Seat, gebaut wird. Auf dem Weg zum Serienfahrzeug wurde der Cupra el-Born inzwischen optisch und technisch zur klar erkennbar sportlicheren Variante seines Bruders.

Sportliches Design und moderne Technik.

Der Cupra el-Born ist zwar nahezu baugleich mit dem VW ID.3, sieht aber eindeutig kantiger und sportlicher aus. Seine 20-Zoll-Räder im Turbinen-Design machen nicht nur optisch einiges her, sondern erzeugen zugleich einen Luftstrom zur Belüftung der Bremsen. Die aerodynamischen Optimierungen, die bei dem Fahrzeug in der Entwicklung vorgenommen wurden, sollen sich positiv auf Fahrverhalten und Reichweitenpotenzial auswirken.

Die A-Säule des eher flach gebauten Modells wurde weit nach vorne verlegt, um das Platzangebot im Innenraum zu vergrößern. Dazu trägt auch der breite Radstand des schmalen Wagens bei; zwischen den Vordersitzen kann sogar noch eine Tasche untergebracht werden. Der sportlich anmutende Innenraum weist viele kupferfarbene Akzente auf, ein markentypisches Design im Hause Cupra. Recycling-Materialien ganz im Sinne der Nachhaltigkeit, dynamische Sportschalensitze und ein spezielles Lenkrad mit Fahrprofiltasten runden das Innenraum-Ambiente gekonnt ab.

Innenraum Fahrer und Beifahrer im Cupra el-Born. Hintergrund Meer und beleuchtete Stadtsilouette.
Sportlich und Nachhaltig: Im großzügigen Innenraum wird recycletes Material verbaut. (©Auto-Medienportal/Seat)

Technik-Fans können sich auf ein Head-up-Display mit Augmented-Reality-Funktion sowie auf ein Infotainment-System mit 12-Zoll-Bildschirm freuen. Der Cupra el-Born wird zudem ein teilautonomes Fahren sowie einen Einparkassistenten anbieten. Die Design-Idee des in Spanien erdachten Modells wird übrigens bereits durch den Namen verkörpert: El-Born ist ein hipper Stadtteil in Barcelona.

Langzeitbelichtungsfoto in Spanien von Fira de Barcelona und Montjuic-Berg in Barcelona bei Sonnenuntergang mit Autolichtspuren.
Der Cupra el-Born ist so hipp wie der gleichnamige Stadtteil in Barcelona, nach dem er benannt wurde.

Dynamische Leistung und gute Reichweite.

Laut Hersteller beschleunigt der Cupra el-Born mit 204 PS in nur 2,9 Sekunden auf 50 km/h, in 7,5 Sekunden auf 100 km/h. Das ist keine große Überraschung, denn bei der Entwicklung des sportlichen E-Autos standen schließlich Leistung und dynamisches Fahren im Mittelpunkt. Ermöglicht werden diese Attribute zum Teil durch ein extra für das Fahrzeug entwickeltes Fahrwerk, das DCC Sport. Die sportliche Variante von Cupra ist somit keine direkte Konkurrenz für den VW ID.3, da er nur mit der größten Motorisierung angeboten wird und eindeutig die Zielgruppe der sportlichen Fahrer bedient. Äußerlich und technisch versucht sich der el-Born somit von seinem Bruder abzugrenzen, voraussichtlich wird auch der Verkaufspreis etwas höher liegen.

Das Herz des Cupra el-Born ist der Modulare E-Antriebsbaukasten (MEB), der im VW-Konzern für eine Reihe weiterer Modelle verwendet wird. Mit dem 77-kWh-Akku soll mit einer einzigen Ladung eine Reichweite von bis zu 500 Kilometern möglich sein. Darüber hinaus steigert eine Wärmepumpe die Reichweite im Winter um bis zu 60 Kilometer, da der Verbrauch der Elektroheizung damit gesenkt wird. An einer 100-kW-Schnellladesäule lädst du in nur 30 Minuten für 260 Kilometer Strom, in einer Dreiviertelstunde wird der Akku bereits wieder zu 80 Prozent befüllt.

Konzernstrategie in Sachen Elektromobilität.

Der sportlichere Cupra el-Born wird zusammen mit dem VW ID.3 im Zwickauer Werk produziert und soll 2021 als Serienfahrzeug auf den Markt kommen. Während der VW ID.3 ab knapp 36.000 Euro angeboten wird, hält sich Seat zur Preisgestaltung des Cupra el-Born aktuell noch bedeckt. Insgesamt bietet der VW-Konzern Elektroautos im mittleren Preissegment an, die seine Elektroflotte mit Premium-Modellen wie dem Audi e-tron sowie dem Porsche Taycan und günstigen Fahrzeugen wie dem VW e-up! oder dem Seat Mii sinnvoll ergänzen. Insgesamt hat der VW-Konzern im Rahmen seiner Elektrofahrzeug-Offensive das ambitionierte Ziel, in den nächsten zehn Jahren 22 Millionen Elektroautos zu verkaufen.

Um die Ladeinfrastruktur zu verbessern, plant VW zusammen mit Industriepartnern in den kommenden Jahren 100 Schnellladestationen entlang deutscher Fernstraßen zu errichten. Das bedeutet, dass Fahrer eines E-Autos im Schnitt alle 120 Kilometer eine solche Station vorfinden. Über die neue Unternehmenstochter „Elli“ will VW zudem verschiedene Wallboxen inklusive hauseigenem Naturstrom anbieten, die ein privates Laden zu Hause mit grünem Strom ermöglichen.

Viele Ladestationen auf einem Parkplatz.
Der VW-Konzern plant über 100 Schnellladestationen für den öffentlichen Verkehr zu errichten.
Sportliches Elektrofahrzeug für die breite Masse.

Die Cupra-Philosophie steht für die Kombination von Qualität, Leistung und Raffinesse in Technik und Design. Kombiniert mit recycelten Materialien im Innenraum verkörpert der Cupra el-Born die angestrebte Nachhaltigkeit von Elektrofahrzeugen. Zugleich bietet der VW-Konzern mit diesem E-Auto ein sportliches Modell im mittleren Preissegment, in dem auch das Schwestermodell VW ID.3 zu finden ist. Optisch können die beiden Fahrzeuge ihre Verwandtschaft nicht verleugnen; sowohl technisch als auch im Erscheinungsbild ist der Cupra el-Born aber eindeutig die sportlichere Variante. Beide Modelle werden sicherlich ihre jeweilige Anhängerschaft finden.

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