Die beste Fahrradbeleuchtung fürs E-Bike: Was ist wichtig?

Die dunkle Jahreszeit kündigt sich an – damit wird das Thema „Sehen und gesehen werden auf dem E-Bike“ wieder wichtiger. Zwar bietet dir schon eine Standardlampe Sicherheit im Straßenverkehr, doch besser geht’s immer. Von der günstigen Standardbeleuchtung bis zur teuren Technik-Spielerei: Wir haben alle Tipps gesammelt.

Die richtige Fahrradbeleuchtung: Was ist laut StVZO wichtig?

Grundsätzlich muss die Fahrradbeleuchtung den Beleuchtungsvorschriften der Straßenverkehrsordnung entsprechen. Verwende besser nicht die nächstbeste Fahrradleuchte für dein E-Bike – ein Verstoß kann dich bis zu 35 Euro kosten. Die wichtigsten Beleuchtungsvorschriften für Fahrräder und Pedelecs im Überblick:

  • Vorderscheinwerfer und Rücklicht sind Pflicht.
  • Die Beleuchtung kann dynamobetrieben oder batteriebetrieben sein.
  • Auch ein weißer Frontreflektor und ein großer roter Reflektor hinten sowie nach vorn und nach hinten leuchtende gelbe Reflektoren an den Pedalen sind Pflicht.
  • Alle Beleuchtungselemente brauchen eine Zulassung vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). Sie tragen als Prüfzeichen eine Wellenlinie, gefolgt vom Großbuchstaben K und einer Nummer.
Detailansicht Prüfsiegel auf einer weissen Fahrradbeleuchtung.
Mit dem Prüfsiegel des Kraftfahrt-Bundesamtes bist du mit deiner Fahrradleuchte auf der sicheren Seite.

Drei Arten von Fahrradbeleuchtung: Welche Optionen hast du?

Wenn du mit dem E-Bike im Winter fahren möchtest, ist gute Sichtbarkeit das A und O. Ab Werk entspricht die Beleuchtung von E-Bikes oft der von Fahrrädern. Doch schnelleres Fahren sollte einhergehen mit hellerem Licht. Wähle zwischen diversen Nachrüstmöglichkeiten, wobei spezielle E-Bike-Scheinwerfer technisch hervorstechen:

  • Handelsübliche Dynamo-Fahrradlampen: Wenn du ein E-Bike bis Baujahr 2013 besitzt, hat es wahrscheinlich noch einen Nabendynamo verbaut – dann kannst du zu einer einfachen Fahrradlampe greifen, die den Strom über den Dynamo bereitstellt. Die Preisspanne für Dynamo-Fahrradlampen ist relativ groß. Für den Straßenverkehr zugelassene Rücklichter sind bereits ab einem Preis von rund 5 Euro zu haben. Der Preis für Frontscheinwerfer beginnt bei etwa 10 Euro.
  • Akku-Fahrradlampen: Diese Fahrradbeleuchtung mit integriertem Akku kannst du ganz schnell und einfach ans Fahrrad anstecken. Im Set, bestehend aus Rück- und Frontlicht, gibt es Akku-Fahrradlampen ab etwa 15 Euro.
  • E-Bike-Scheinwerfer: Diese technisch hervorragenden Fahrradleuchten, die Autobeleuchtungs-Niveau erreichen können, kannst du direkt an den E-Bike-Akku anschließen. Im Angebot bekommst du einen E-Bike-Frontscheinwerfer bereits ab etwa 35 Euro.

An S-Pedelecs, die schneller als 25 km/h fahren, musst du übrigens spezielle Lampen mit ECE-Prüfzeichen montieren.

Detailansicht einer Dynamo-Fahrradleuchte an einem gelben Fahrrad.
Je schneller du mit deinem E-Bike unterwegs bist, desto heller und weiter sollte deine Fahrradlampe leuchten.

Was gibt es beim Kauf einer E-Bike-Fahrradbeleuchtung zu beachten?

Spezielle E-Bike-Lampen gibt es von verschiedenen Herstellern und in unterschiedlichen Preisklassen. Die Modelleunterscheiden sich in ihrer Leistungsstärke. Diese Merkmale sind wichtig:

  • Leuchtstärke: Der Lux-Wert gibt die Helligkeit in alle Richtungen an
  • Lichtleistung: Der Lumen-Wert gibt an, wie viel Licht die Leuchte ausstrahlt
  • Nahfeld-Ausleuchtung: Erhellt den Bereich direkt vor dem Vorderrad
  • Fernlicht: Sorgt für einen weiteren Lichtkegel (besonders wichtig für Fahrten auf unbeleuchteten Wegen)
  • Tagfahrlicht: Für bessere Sichtbarkeit am Tag
  • Standfahrlicht: Eine Standlicht-LED leuchtet auch dann, wenn das E-Bike steht
  • Sensor-Automatik: Schaltet sich bei Dämmerung oder Dunkelheit automatisch ein, bei Helligkeit aus
Frau mit E-Bike bei Sonnenuntergang auf Wiese schaut auf Windräder.
Sicher unterwegs: Eine Sensor-Automatik-Fahrradbeleuchtung passt sich automatisch der Lichtumgebung an.

Busch + Müller Lumotech IQ Cyo.

Busch + Müller ist eine führende deutsche Marke für leistungsstarke E-Bike-Scheinwerfer und -Rücklichter. Großer Beliebtheit im mittleren Preissegment erfreut sich das Lumotech IQ Cyo-Frontlicht. Diese universell einsetzbare Leuchte ist in verschiedenen Lichtstärken von 45 bis 80 Lux erhältlich. Bedienen lässt sie sich über den Bordcomputer. Besonders empfehlen wir die überarbeitete Version Lumotec IQ Cyo Premium T senso plus:

  • Stromversorgung: mit Nabendynamo betrieben, zum Anschluss an alle E-Bike-Akkus
  • Leuchtstärke: 80 Lux
  • Leuchtmittel: LED
  • Nahfeld-Ausleuchtung
  • Tagfahrlicht
  • Standlicht
  • Sensor-Automatik
  • Preis: ab 50,00 Euro (UVP: 89,90 Euro)

Insgesamt punktet die Lumotec IQ Cyo Premium T senso plus mit einer breiten Ausleuchtung im nahen und mittleren Bereich und dem bestens ausgeleuchteten Nahfeld sowie Fernbereich.

Lichtkegel einer Lumotech IQ Fahrradleuchte in einer Tiefgarage.
Mit der „Lumotech IQ COY Premium T senso plus“ hast du eine Sichtweite von bis zu 45 Meter. (©busch+müller)

Hermanns H-Flow.

Wem eine solide Standard-Fahrradbeleuchtung ohne viel technischen Schnickschnack ausreicht, liegt bei Hermanns Bike Components aus Finnland goldrichtig – einem der führenden europäischen Hersteller für Fahrradkomponenten. Unsere Empfehlung geht an die Hermanns H-Flow. Der 40 Lux starke Scheinwerfer kommt optional mit Standlicht und serienmäßig mit An/Aus-Schalter:

  • Stromversorgung: mit Nabendynamo betrieben
  • Leuchtstärke: 40 Lux
  • Leuchtmittel: LED
  • Lichtstrom: 82 Lumen
  • Preis: ab 20,00 Euro

Die preiswerte H-Flow liefert viel Helligkeit für Stadtfahrten. Für nächtliche Touren über Stock und Stein ist sie dagegen weniger geeignet. Besonders im Nahfeld zeigt sie Schwächen. Zudem fehlt ihr eine Sensor-Automatik.

Detailansicht der Fahrradleuchte H-Flow von Hermans auf einem schwarzen Fahrrad.
Die H-Flow von Hermans eignet sich für Fahrten mit einem E-Bike in der City.  (©ternbicycles)

Supernova Airstream 2.

Wenn du auf modernste Technik gepaart mit einem Hauch von Extravaganz stehst, wirst du beim jungen Fahrradbeleuchtungs-Hersteller Supernova aus Gundelfingen fündig. Außerdem freut sich dein ökologisches Gewissen: Supernova verwendet umweltfreundliche Materialien, Ökostrom und umweltfreundliche Verpackungen. Ganz weit oben in vielen Rankings ist das akkubetriebene Frontlicht Supernova Airstream 2:

  • Stromversorgung: Akku (kann auch durch Nabendynamo gespeist werden)
  • Leuchtstärke: 60 Lux
  • Leuchtmittel: Power-LED
  • Lichtleistung: 205 Lumen
  • Terraflux 2-Linse: Hohe Lichtausbeute im Nahfeld und in der Ferne
  • Tagfahrlicht
  • Standlicht
  • Preis: ca. 160,00 Euro (UVP: 193,99 Euro)

Sicherheit durch sehr helles Licht, Wasserdichtigkeit und starke Belastbarkeit – die Supernova Airstream 2 ist den meisten Fahrradleuchten weit voraus, besonders in Sachen Lichtbild und Leuchtdauer.

Produktfoto von der Fahrradleuchte Airstream 2 von Supernova.
Sicher unterwegs: Die Airstream 2 bietet dir in der Dunkelheit, auch bei hohen Geschwindigkeiten, eine perfekte Sicht.
Lux und Lumen: Was steckt dahinter?

Während der Lumen-Wert den gesamten Lichtstrom definiert, der von der Fahrradbeleuchtung ausgeht, sagt der Lux-Wert etwas über das Ausmaß eine Fläche aus, über die das Licht gestreut wird. Je höher der Lux-Wert, desto besser das Lichtfeld – und zwar hinsichtlich Reichweite, Breite, Intensität, Gleichmäßigkeit und exakter Hell-Dunkel-Grenze. Die Frage, welche Technik für dich die richtige ist, hängt vor allem von deinen Fahrgewohnheiten ab: Bist du auf deinem E-Bike in beleuchteten Innenstädten unterwegs, genügen oft schon 40 Lux starke Lampen. Bist du eher auf dem Land und öfter nachts unterwegs, solltest du etwas mehr Geld in eine Fahrradleuchte mit mindestens 70 Lux investieren.

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