Die besten Tarife zum Laden von E-Autos finden.

E-Autos bergen gegenüber Verbrennern zahlreiche Vorteile – die Einfachheit beim Tanken beziehungsweise Aufladen zählt jedoch nicht dazu. Wer viel mit einem Stromer unterwegs ist, kennt den Tarif-Dschungel und das schwer zu durchblickende Dickicht unterschiedlichster Anbieter und Karten für die Ladestationen. Wir haben dir die wichtigsten Fakten und Infos zusammengestellt, geben dir einen Überblick und zeigen, welcher Anbieter für dich der richtige ist.

Überblick: Die grundlegenden Unterschiede bei den Anbietern von Ladestationen.

Generell lassen sich öffentliche Ladesäulen zum Aufladen von E-Autos in zwei Kategorien unterteilen: kostenlose und kostenpflichtige. Kostenlose Ladepunkte findest du am häufigsten auf den Parkplätzen größerer Supermärkte oder Firmen, sowie in manchen öffentlichen Parkhäusern und Tiefgaragen. Jedoch gibt es von ihnen viel weniger als von den kostenpflichtigen Ladestationen. Diese unterscheiden sich in erster Linie durch die Betreiber. So gibt es viele Ladepunkte, die von den Herstellern von E-Autos betrieben werden. Beispielsweise von BMW, Volkswagen oder Renault. Der größte Betreiber eines einheitlichen Ladenetzes in Deutschland ist übrigens Tesla mit 74 Superchargern (Stand: Dezember 2019). Neben den Herstellern gibt es noch drei weitere wichtige Betreiber von Ladestationen: Energiekonzerne/Stromanbieter, kommunale Unternehmen wie etwa Stadtwerke und sogenannte Roaming-Anbieter.

Roaming-Anbieter ermöglichen dir, mit einer Lade-Karte die Stationen mehrerer Betreiber zu nutzen, um dein E-Auto aufzuladen. Hier gibt es einige große Player, die mitunter auch ein europaweites Netz aus Ladepunkten anbieten und damit für Vielreisende und Leute, die sich oft im europäischen Ausland aufhalten, geeignet sind. Vor allem NewMotion und Plugsurfing bieten ein großes Netzwerk aus Ladestationen an. Auch die Telekom ist ein Roaming-Anbieter, der sich mit über 13.000 Stationen deutschlandweit auf die Bundesrepublik spezialisiert hat. Natürlich sind die deutlich geringeren Energiekosten im Vergleich zu einem Verbrenner ein gutes Argument für E-Autos – ob sich der Kauf für dich lohnt, erfährst du hier.

Welche Tarife gibt es zum Laden von E-Autos, und wie unterscheiden sie sich?

Die Tarife der Anbieter funktionieren ganz unterschiedlich. Manche rechnen nach Minuten ab (etwa BMW), andere nach dem Stromverbrauch (bei vielen Energieanbietern üblich). Betreiber wie Volkswagen mit ihrer Charge-&-Fuel-Karteund -App oder auch die Stadtwerke Dresden wiederum verlangen einen Pauschalpreis pro Ladung. Unabhängig davon, wie lange dein E-Auto an der Ladesäule hing oder wie viel Strom wirklich verbraucht wurde. Während die Stadtwerke Dresden 4 Euro pro Ladung verlangen, sind es bei Volkwagen 5,90 Euro. Auch beim Thema Grundgebühr unterschieden sich die Anbieter – während du bei manchen nur eine einmalige Einrichtungsgebühr bezahlst, verlangen andere eine monatliche oder jährliche Gebühr, was sich mitunter in geringeren Kosten für den Strom niederschlägt.

Kosten: Die Preisspanne zwischen den Anbietern ist sehr groß.

Die erwähnte Uneinheitlichkeit der Abrechnungsmodelle sorgt natürlich für eine gehörige Intransparenz und ist nicht wirklich kundenfreundlich. Das moniert unter anderem auch eine Studie des Bonner Markt- und Wirtschaftsforschungsunternehmens EuPD Research, die im April 2019 erschienen ist und 123 Auto-Stromtarife unter die Lupe genommen hat. Zwar gebe es eine große Vielfalt, aber damit einhergehend auch eine große Intransparenz, heißt es in dem Papier. Das wird noch deutlicher, wenn man sich die Kosten pro Kilowattstunde (kWh) anschaut. Während man bei einigen namhaften Anbietern wie E.ON oder den Stadtwerken München um die 50 Cent pro kWh zahlt, sind es bei anderen nur rund 15 Cent. Zum Vergleich: Die durchschnittlichen Kosten bei Hausstrom liegen bei etwa 30 Cent pro Kilowattstunde. Auch Tesla bietet seinen Strom mit 34 Cent pro Kilowattstunde vergleichsweise günstig an. Wie die Studie weiter zeigt, gibt es sogar ein paar negative Ausnahmen: So verkauften vereinzelte Anbieter den Strom zum Laden der E-Autos für bis zu 1,39 Euro pro Kilowattstunde.

Die richtige Entscheidung: Welcher Anbieter zu dir passt.

Die Wahl des richtigen Anbieters hängt in erster Linie mit deiner Nutzung und deinen Ladegewohnheiten zusammen. Hast du beispielsweise zu Hause eine eigene Wallbox (in diesem Artikel erfährst du alles Wissenswerte über die Förderung von E-Autos und Wallboxen) und bist meist nur in deiner Stadt mit dem E-Auto unterwegs, lohnt sich ein Blick auf die Preise der örtlichen Stadtwerke. Sie haben häufig innerhalb einer Region ein gutes Netzwerk an Ladestationen.

Wenn du hingegen sehr viel und auch im europäischen Ausland unterwegs bist, könnte Plugsurfing mit der dazugehörigen App für dich die richtige Lösung sein. Allerdings gibt es hier Licht und Schatten: Zwar hast du mit Plugsurfing die Möglichkeit, mit einer einzigen App die Ladestationen unterschiedlichster Anbieter zu nutzen, und kannst auf ein riesiges Netzwerk zurückgreifen; Plufsurfing spricht selbst von 130.000 Ladepunkte in ganz Europa. Die Kosten hängen jedoch immer vom jeweiligen Anbieter ab. Hier musst du wachsam sein.

Wer ständig mit dem E-Auto unterwegs ist und oft während der Fahrt laden muss, sollte einen Tarif mit monatlicher Grundgebühr nutzen. Denn meist ist hier der Preis pro Kilowattstunde oder Lademinute deutlich geringer, und der Tarif rechnet sich bereits nach einigen Ladezyklen. Manche Anbieter haben sogar Flatrates im Programm, die lediglich eine monatliche Nutzungsgebühr kosten. Vorsicht: Auch hier lohnt sich ein Blick auf die verfügbare Infrastruktur. Der günstigste Tarif nützt nichts, wenn keine passende Ladesäule in der Nähe ist.

Fazit: Eine Karte oder viele – das kommt ganz auf deine Nutzung an.

Wenn du mit deinem E-Auto nur in deiner Region unterwegs bist, ist es völlig ausreichend, einen Anbieter mit einer regionalen, guten Infrastruktur zu suchen. Ganz besonders dann, wenn du zu den sogenannten Notfall-Ladern gehörst, dein Elektroauto (hier findest du einen Überblick über die neuen, futuristischen Modelle aus China) also eigentlich immer in der heimischen Garage am Strom hängt und du nur in Ausnahmefällen auf das Laden unterwegs angewiesen bist.Vielfahrer und -lader, die unterwegs über den Monat verteilt 50 kWh und mehr laden müssen, sind mit einem Roaming-Anbieter besser bedient.

Je nach Ladenetz kann es hier auch völlig ausreichend sein, wenn du eine Karte oder App bei dir hast. Allerdings musst du dich hierfür etwas genauer mit der jeweiligen Kostenstruktur auseinandersetzen. Unser Tipp: zwei Anbieter nutzen – einen örtlichen mit günstigen Tarifen und guter Infrastruktur und ein bundes- oder gar europaweites Netzwerk wie ChargeNow, Hubject oder Plugsurfing, damit dir auch unterwegs nicht der Saft ausgehen kann.

E-Auto günstig und klimaneutral zuhause laden?

Entdecke deine Vorteile mit dem Yello Autostrom-Tarif.

Zum Autostrom-Tarif
3 Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

facebook instagram twitter youtube linkedin xing envelop hilfe login menu burger phone messenger whatsapp mail kwk sms gas strom waermestrom more playbutton loading-indicator