Die wichtigsten Tipps vor der Anschaffung einer Solaranlage.

Jahr für Jahr schießt deine Stromkostenrechnung in die Höhe. Du fragst dich, wie du das ändern kannst? Im Prinzip hast du zwei Möglichkeiten: Weitermachen wie bisher oder umsteigen auf Solar. Du möchtest mehr Unabhängigkeit von steigenden Energiepreisen, dauerhafte Einsparungen deiner monatlichen Energiekosten machen und ganz nebenbei einen Beitrag zur Energiewende leisten? Dann solltest du dich fragen, ob sich für dich eine Solaranlage lohnt. Wir informieren dich grundlegend über die Voraussetzungen für privat genutzte Solaranlagen und geben dir wichtige Tipps rund um die Basics in Sachen Photovoltaikanlage.

Solaranlagen-Typen für Häuser und Wohnungen.

Am weitesten verbreitet sind Solaranlagen, die auf dem Dach oder an der Fassade installiert werden. Sie können auf dem eigenen Dach oder auf speziell dafür angemieteten Gebäuden angebracht werden. Zum Anlagenverbund gehören außerdem ein Wechselrichter, mit dem der erzeugte Gleichstrom in nutzbaren Wechselstrom umgewandelt wird, eine Installationsvorrichtung für die Installation der Module sowie diverse Solarkabel, die die Anlage mit dem Stromnetz deines Hauses verbinden.

Hast du kein eigenes Haus, kannst du dir eine Mini-Solarstromanlage zulegen. Dabei handelt es sich um eine kleinere und einfachere Version der großen Solaranlagen. Weil du sie theoretisch einfach unter den Arm klemmen kannst, wird sie oft auch als „tragbare Solaranlage“ bezeichnet. Sie kann an vielen Orten zum Einsatz kommen: auf dem Balkon, im Garten, auf der Terrasse oder auch an der Fassade.

In der Regel besteht eine Mini-Solaranlage aus ein bis zwei Solarmodulen, die du flexibel miteinander kombinieren kannst. Der Wechselrichter für die Stromumwandlung ist meist in die Solarmodule integriert und fungiert als Verbindung zum Stromnetz deiner Wohnung. Hinzu kommen ein Gestell zum Aufbau der Mini-Anlage sowie Akkus zum Speichern von Strom. Wichtig zu wissen: Mini-Solaranlagen sind powermäßig nicht in der Lage, deinen Haushalt komplett mit Solarenergie zu versorgen. Sie gelten bislang nur als Stromversorgungsergänzung.

Rahmenbedingungen für eine Photovoltaikanlage.

Die einzige wirkliche Grundvoraussetzung für eine Solaranlage ist Sonnenlicht. Wenn genug Licht einfällt, ist es auf fast allen Dächern möglich, eine Photovoltaikanlage zu installieren. Auch wenn man es angesichts der teilweise recht verregneten Sommer der vergangenen Jahre kaum glauben mag – die Sonneneinstrahlung gilt in allen Regionen Deutschlands als hoch genug, um Solarenergie-Anlagen wirtschaftlich zu betreiben. Doch es gibt ein „Aber“.

Denn auch wenn die Sonne scheint, kann es zur sogenannten Verschattung der Anlage kommen. Das bedeutet, dass zum Beispiel Bäume, Nachbarhäuser, Schornsteine oder andere Dach- und Fassadenaufbauten Schatten auf die Photovoltaikanlage werfen, wodurch diese nicht mehr optimal arbeiten kann. Einen ähnlichen, wenn auch kurzzeitigen Effekt können Schneeablagerungen, Nebel und Herbstlaub haben. Vor der Anschaffung und der Installation einer Solaranlage gilt es also abzuwägen, ob solche Standortfaktoren in deinem Fall ins Gewicht fallen.

Ob du eine Baugenehmigung für deine Solaranlage brauchst, hängt von der Art der Anlage ab. Genehmigungsfrei sind in der Regel kleine Anlagen für Privatpersonen, die parallel zum Dach bzw. zur Fassade installiert werden. In allen anderen Fällen solltest du dich sicherheitshalber beim örtlichen Bauamt erkundigen, da die Vorschriften je nach Bundesland variieren. Dabei kannst du auch wichtige Punkte wie Denkmalschutz, Milieuschutz und Bebauungspläne ansprechen und dich informieren lassen. Wichtig: Sogenannte gebäudeunabhängige Solaranlagen sind immer genehmigungspflichtig. Dabei handelt es sich um Anlagen, die auf Freiflächen stehen und nicht mit einem Haus verbunden sind.

Sind alle Voraussetzungen erfüllt und du willst dir auf jeden Fall eine Solaranlage zulegen, dann bitte nicht vergessen, die Anlage vor Inbetriebnahme bei der Bundesnetzagentur und dem zuständigen Energieversorger anzumelden.

Voraussetzungen für eine Solaranlage auf dem Dach.

Ganz egal, ob dein Haus ein Schrägdach oder Flachdach hat, ob es mit Dachziegeln oder Reet gedeckt ist – eine Photovoltaikanlage kann auf fast allen Dacharten installiert werden. Ausnahmen sind Schieferdächer, Wellplatten, Dachpappe oder betonierte Ziegel. Zu berücksichtigen ist dabei immer die Statik des Gebäudes bzw. Daches. Eventuell müssen zusätzliche bauliche Maßnahmen ergriffen werden, damit die Anlage wirklich sicher auf dem Dach verankert ist. Werden die Solarmodule parallel zu einem Schrägdach installiert, ist das in der Regel nicht nötig.

Solaranlage Anschaffung: Mann installiert Solar-Panel auf Hausdach
Solaranlage Installation

Anders sieht es bei Anlagen auf Flachdächern aus, die eine sogenannte Aufständerung, also einen Metallrahmen, benötigen, um korrekt ausgerichtet zu werden. Solche Solarmodule bieten eine große Angriffsfläche für Wind und sind auch anfälliger für Schneeablagerungen. Um hier Sicherheit zu garantieren, ist ein genauer Blick in den Statikbericht vom Architekten oder Statiker des Hauses notwendig.

Eine weitere wichtige Voraussetzung für die Installation einer Photovoltaikanlage ist die Wetterfestigkeit des Dachs – und zwar für die nächsten Jahrzehnte. Achtung: Flachdächer sind in der Regel nicht über so einen langen Zeitraum wetterfest. Bei dieser Art von Dach empfiehlt es sich, die Anlage so zu installieren, dass sie bei möglichen Wartungsarbeiten leicht zu demontieren ist.

Damit eine Solaranlage optimal funktioniert, sollte ihre Neigung 30 bis 35 Grad betragen. Bringt dein Dach diese Voraussetzung nicht mit, kann die Anlage mithilfe einer Aufständerung entsprechend ausgerichtet werden. Allerdings ändert sich im Verlauf des Jahres die Bahn der Sonne – sie steht mal höher und mal tiefer. Deshalb ist ein Nachführsystem empfehlenswert, das die Solarmodule jeden Monat bestmöglich zum Sonnenlicht ausrichtet.

Optimal ist es, wenn eine Photovoltaikanlage auf einer Dachfläche installiert wird, die genau nach Süden ausgerichtet ist. Aber keine Sorge: Die Leistung sinkt in der Regel nur geringfügig, wenn die Ausrichtung um einige Grad nach Westen oder Osten abweicht.

Außerdem ist an die regelmäßig notwendige Reinigung der Solaranlage zu denken. Um Staub, Schnee oder Laub entfernen zu können, muss die Anlage so installiert sein, dass du möglichst gut herankommst. Zumindest solltest du sie mit einem Gartenschlauch abspritzen können.

Was ist besser für dich: Kauf oder Miete?

In den vergangenen Jahren sind private Photovoltaikanlagen für Dach oder Fassade in der Anschaffung zunehmend erschwinglicher geworden. Dabei variieren die Kosten je nach Haus- bzw. Dachgröße, aber auch je nach Anbieter. Grob kannst du dich an folgenden Zahlen orientieren: Eine kleine Solaranlage von 25 Quadratmetern schlägt mit ungefähr 6.000 Euro zu Buche, während eine 50 Quadratmeter große Anlage (zum Beispiel auf einem typischen Einfamilienhaus) ungefähr 10.000 Euro kosten kann.

Bei diesen Summen sind Installation und Inbetriebnahme mit inbegriffen. Pro Jahr solltest du außerdem etwa 300 Euro als Rücklage für eventuelle Reparaturarbeiten und Versicherungen einplanen. Letztendlich fallen die Preise aber sehr individuell aus, da jede Solaranlage abhängig von der Dachgröße geplant wird und am benötigten Verbrauch des Haushalts ausgerichtet ist.

Alternativ zum Kauf kannst du eine Photovoltaikanlage auch mieten oder pachten. Diese Option wird von verschiedenen Energiekonzernen und Stadtwerken angeboten. Der Vorteil: Du musst dich um Details wie Genehmigungen, Installation und Wartung nicht selbst kümmern. Außerdem kannst du einen Teil der Solarenergie selbst nutzen, sodass deine Stromrechnung sinkt.

Dem gegenüber steht die monatliche Miete für die Photovoltaikanlage, die von der Größe und damit von der Leistung der Anlage abhängt: Für kleine Miet-Solaranlagen mit bis zu 3 kWp (Kilowatt-Peak) werden monatlich ca. 50 Euro fällig, für bis zu 7 kWp (Anlage für ein typisches Einfamilienhaus) musst du mit etwa 130 Euro pro Monat rechnen. Diese Miete zahlst du für einen festgelegten Zeitraum von meist 20 Jahren. Daraus ergeben sich Gesamtmietkosten von ca. 12.000 bzw. 31.200 Euro.

Solaranlageninstallation: Immer vom Fachmann.

Lass die Installation einer Solaranlage unbedingt von einem Fachbetrieb durchführen. Der Installateur übernimmt in der Regel die komplette Montage samt Verkabelung und du kannst dich darauf verlassen, dass alles regelkonform vonstattengeht. Im Garantie- oder Schadensfall hast du mit dem Fachmann außerdem einen festen Ansprechpartner.

Ob sich für dich der Kauf oder die Miete einer Photovoltaikanlage eher lohnt, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab – insbesondere aber davon, wie effektiv du den Solarstrom nutzen kannst. Wenn du den Strom einer vergleichsweise kleinen Solaranlage fast vollständig nutzt, stehen geringe Mietkosten einer hohen Stromkostenersparnis gegenüber und das Mietmodell kann sich lohnen. Der Kauf einer Solaranlage kann allerdings flexibler und günstiger ausfallen, vor allem bei den derzeit recht niedrigen Zinsen für Kredite. Außerdem kannst du für den Bau einer Photovoltaikanlage auch eine finanzielle Förderung in Anspruch nehmen.

Die Preise für gemietete und gekaufte Photovoltaikanlagen lassen sich, wenn auch etwas mühsam, miteinander vergleichen. Dazu bedarf etwas Rechenaufwand. Um herauszufinden, welches Modell sich für dich eignet, ist deshalb die Beratung durch einen Fachmann und der Vergleich von Angeboten sinnvoll. So kannst du genau kalkulieren, welchen Eigenverbrauch du mit deiner Anlage deckst und mit welchen Kosten Miete oder Kauf zu Buche schlagen und am Ende für dich günstiger sind.

Yello Solar: Mit Yello Solaranlage pachten.

Bei uns kannst du deine eigene Solaranlage pachten. Aber was ist eigentlich der Unterschied zwischen Miete und Pacht? Der Unterschied ist klein, aber fein. Bei einer Miete, z.B. für ein Auto oder eine Wohnung, zahlst du einen vereinbarten Betrag und kannst im Gegenzug das Autofahren oder in der Wohnung leben. Bei einer Pacht zahlst du ebenfalls einen vereinbarten Betrag für die Nutzung einer Sache, beispielsweise eines Ladenlokals oder eines Feldes, kannst aber die Erträge, die du erwirtschaftest, behalten. Unser Solar-Angebot ist ein Pachtmodell. Das bedeutet: Du pachtest die Anlage von uns, zahlst dafür eine monatliche Rate und behältst sämtliche Erträge, die durch die Anlage erwirtschaftet werden.

Vorteile der Pacht:

Eine Solaranlage zu pachten ist günstig, unkompliziert und risikolos. Durch das Pachtmodell hast du keine Investitionskosten. Auch die Aufwände für den Aufbau, die Wartung und den Betrieb der Solaranlage bleiben dir erspart. Du gehst also weder ein finanzielles noch ein technisches Risiko ein.

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