Drohne mit Kamera: Was Hobbypiloten wissen müssen.

Ob Quadrocopter oder Hexacopter, Video oder Foto: Eine Drohne mit Kamera ermöglicht spektakuläre Luftaufnahmen. Erfahre hier, was die Flugobjekte im Vergleich auszeichnet und was Hobbypiloten über Quadrocopter, Hexacopter & Co wissen müssen.

Was eine Drohne mit Kamera auszeichnet.

Filmen aus der Vogelperspektive: mit einer Kamera-Drohne kein Problem. Drohnen sind kleine Flugobjekte mit mehreren Rotoren. Sie werden Multicopter genannt, können auf der Stelle schweben und erreichen bis zu 70 km/h. Die Drohne kannst du vom Boden aus mit einer Fernbedienung steuern. Die Reichweite zwischen dir und der Drohne ist begrenzt und beträgt durchschnittlich bis zu fünf Kilometer. Beim Lenken hilft die Bordkamera: Du steuerst die Drohne live aus der Ich-Perspektive (first person view, kurz: fpv). Aus Sicherheitsgründen darf der Sichtkontakt zum Fluggerät nicht abreißen.

Die meisten Drohnen mit Kamera haben vier (Quadrocopter / Quadcopter) oder sechs (Hexacopter) Propeller. Für Foto- und Video-Produktionen gibt es Mini-Drohnen im Handformat und große, leistungsstarke Profi-Drohnen.

quadrocopter in der Luft
Die vier Propeller zeichnen einen Quadrocopter aus.

Kamera-Drohne kaufen: Kameraqualität und GPS-Steuerung.

Der Vergleich zeigt: Eine gute Drohne mit Kamera kostet mit dem nötigen Zubehör um die 1.000 € und mehr. Das Flugverhalten von billigeren Multicoptern ist instabil, die Kameraqualität dürftig. Kamera-Drohnen mit bester Video- und Fotoqualität und guten Flugeigenschaften gibt es ab 1.100 €. Dies bestätigen die Experten von Stiftung Warentest, die Ende 2017 aktuelle Drohnen mit Kamera getestet haben.

Die Kameraqualität muss stimmen.

Was muss eine gute Drohne mit Kamera können? Ob sich der Kauf lohnt, hängt von der Aufnahmenqualität ab. Die Drohnen-Kamera sollte auf jeden Fall eine Full-HD-Auflösung besitzen. Das gilt für Videos und Fotos gleichermaßen. Topmodelle haben eine 4K-Auflösung mit einer Bildfrequenz von 30 bis 60 Bildern pro Sekunde (frames per second, kurz: fps). 360-Grad-Aufnahmen und detaillierte Slow-Motion-Videos sind für sie kein Problem. Für wackelfreie Videos ist eine ausgereifte Bildstabilisierung wichtig. Der spezielle Kamerahalter nennt sich Gimbal (interner Link: Kamera-Zubehör), er hält die Drohnen-Cam in der Waage – das gleiche Prinzip benutzen hochwertige Selfie-Sticks wie der GoPro-Karma-Grip.

Empfehlenswert: Navi-Drohnen.

Was nutzen scharfe Fotos und beeindruckende Zeitlupenvideos, wenn das Fluggerät nicht stabil in der Luft bleibt und leicht manövrierbar ist? Die Flugeigenschaften entscheiden darüber, ob sich die Drohne leicht steuern lässt und trotz Wind ruhig in der Luft stehen bleibt.

Gesteuert wird eine Drohne mit Kamera über eine Fernsteuerung mit Display, die an einen Spielkonsolen-Controller erinnert. Bei Fernbedienung ohne Display verbindest du für die Videoansicht die Funkfernbedienung mit deinem Smartphone. So siehst du das Bild der Kamera-Drohne in Echtzeit.

Modelle ohne Satellitenunterstützung sind nicht empfehlenswert, da du sie manuell steuern und die Position in der Luft korrigieren musst. Das ist lästig und für Anfänger schwierig. Ein GPS-Navi an Bord minimiert das Nachsteuern und hält die Drohne bei Wind in ihrer Position.

Hochwertige Drohnen mit GPS kehren dank Coming-Home-Funktion bei knapper Energie unaufgefordert zum Piloten zurück. Andere Modelle leiten automatisch den Sinkflug ein, bevor ihr Akku leer ist und sie vom Himmel fallen würden.

junger Mann mit Drohne im Sonnenuntergang
Der Hobbysport ist beim männlichen Publikum sehr populär.

Weitere nützliche Zusatzfunktionen sind:

  • Hinderniserkennung und Ausweichfunktion über Sensoren im Frontbereich – Spitzenmodelle haben Sensoren auf allen Seiten.
  • Follow-Me-Funktion: Die Drohne folgt dem Piloten auf Schritt und Tritt.
  • Asteroid- und Boomerang-Aufnahmen: Die Kameradrohne fliegt festgelegte Flugmanöver, kreist in einer Ellipse um dich und macht während dessen Video- und Fotoaufnahmen von dir.

Auf dem Prüfstand: Populäre Drohnen mit Kamera im Test.

DJI-Drohne oder GoPro-Drohne? Der chinesische Hersteller DJI ist Marktführer bei den Multicoptern, bietet Drohnen für Einsteiger und Profis. Das US-Unternehmen GoPro ist bekannt für seine Action-Cams und bietet ebenfalls Drohnen an: Das Modell Karma kostet 699 € – ohne Kamera, dafür mit dem oben erwähnten Gimbal-Selfie-Stick, der alleine 359 € kostet. Bestückt wird die Drohne mit der GoPro-Kamera Hero 5 (259 €) oder Hero 6 (355 €). Mehr über die GoPro-Cams erfährst du in unserem GoPro-Vergleich. Obwohl die GoPro-Drohne mit ihrer Aufnahmequalität überzeugte, fiel sie in den Tests von Stiftung Warentest und der Fachzeitschrift „Computer Bild“ durch. Der Grund ist die mangelnde Flugsicherheit, da es bei Testflügen GPS-Ausfälle gab und ein Kollisionsschutz fehlt. Ein weiterer Minuspunkt: die kurze Akkulaufzeit. „Computer Bild“ hat weitere Drohnen getestet, darunter zwei Modelle des Herstellers DJI. Die Mavic Air (849 €, 21 Minuten Flugzeit) und Mavic Pro (999 €, 30 Minuten Flugzeit) erhielten beide im Vergleich die Testnote „gut“. Die Experten bescheinigen den beiden DJI-Quadrocoptern gute Flugeigenschaften, eine präzise Steuerung und scharfe Videoaufnahmen.

Recht und Regeln – was Hobbypiloten wissen müssen.

Die Drohnenverordnung regelt, was Hobbypiloten dürfen und was nicht.

Darauf musst du achten:

  • Wiegt deine Drohne weniger als zwei Kilogramm und gliegst du nicht höher als 100 Meter, benötigst weder Drohnenführerschein noch behördliche Erlaubnis. Auf Modellflugplätzen sind mehr als 100 Meter erlaubt.
  • Eine zusätzliche Haftpflicht-Versicherung ist Pflicht, da Drohnen für gewöhnlich nicht abgedeckt werden.
  • Drohnen mit mehr als 250 Gramm müssen mit Namen und Adresse des Eigentümers gekennzeichnet sein. Kennzeichen für Flugmodelle gibt’s beim Verband Deutscher Modellflieger. Für Drohnen ab zwei Kilogramm benötigst du einen Drohnenführerschein, den sogenannten Kenntnisnachweis. Die oben genannten Geräte von GoPro und DJI liegen deutlich unter diesem Gewicht.
  • Du darfst die Drohne über deinem eigenen Grundstück fliegen lassen, wenn du damit keine Nachbarn belästigst. Über anderen Wohngrundstücken sind Drohnen nur unter 250 Gramm und ohne Kamera erlaubt. Sonst muss der jeweilige Eigentümer seine Erlaubnis erteilen.

Das ist verboten:

  • Du darfst deine Drohne nicht ohne Sichtkontakt steuern oder über Naturschutzgebieten fliegen lassen. Halte zu Flugplätzen 1,5 Kilometer Abstand ein. 100 Meter Sicherheitsabstand gelten unter anderem für Menschenansammlungen, Bahnanlagen, Fernstraßen, Industrieanlagen, bei Polizeieinsätzen und an Unglücksorten.
  • Verstoße nicht gegen Persönlichkeitsrechte. Die Nachbarn beim Sonnenbaden aufzunehmen ist zum Beispiel verboten. Naturaufnahmen sind kein Problem. Auch bei Aufnahmen von Menschenansammlungen brauchst du eine Einverständniserklärung.
  • Ohne behördliche Ausnahmegenehmigung herrscht striktes Nachtflugverbot.
Altersbeschränkung:

Für Multicopter ab zwei Kilogramm Gewicht gilt ein Mindestalter von 16 Jahren. Ansonsten gibt es für das Fliegen von Drohnen keine Altersbegrenzung. Achtung: Kamera-Drohnen sind kein Spielzeug, da Kinder unter 16 schnell mit der Steuerung überfordert sein können. Sie sollten aus diesem Grund nicht unbeaufsichtigt Drohnen fliegen.

Produktbild einer PlayStation 4 Pro mit Fifa 20 Game

Zocke wie ein Champion.

Jetzt die PS4 Pro mit FIFA 20 sichern.

Zum Angebot

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

facebook instagram twitter youtube linkedin xing envelop hilfe login menu phone messenger whatsapp mail kwk gas strom waermestrom more playbutton payback loading-indicator