E-Auto laden im Ausland: So vermeidest du Kostenfallen. 

Ladetarife für E-Autos gibt es wie Sand am Meer – welcher der richtige für dich ist, hängt vor allem von deinen Fahrgewohnheiten ab. Wer mit dem E-Auto auch im Ausland unterwegs ist, muss doppelt aufpassen: Während im Mobilfunkbereich vormals teure Roaming-Gebühren durch EU-weite Regelungen abgeschafft wurden, erleben Urlauber beim Stromtanken im Ausland nicht selten böse Überraschungen. Mit unseren Tipps bist du gut vorbereitet.

Ab in den Urlaub mit dem E-Auto.

Du möchtest mit dem Elektroauto in den Urlaub fahren? Kein Problem – einfach mit dem Autostromtarif zu Hause aufladen und los geht`s! Die aktuellen Modelle ermöglichen realistische Reichweiten bis 500 Kilometer und eignen sich damit locker auch für Langstrecken. Irgendwann muss der Stromer aber doch geladen werden. Glücklicherweise wächst das Netz an Ladestationen in Europa stetig. Dank der Initiative von Ländern und Automobilherstellern musst du dir – etwas Planung vorausgesetzt – keine Sorgen machen, dass dir unterwegs der Strom ausgeht.

400 Ultra-Schnellladestationen mit einer Leistung von bis zu 350 kW Gleichstrom sind bis Ende des Jahres entlang der europäischen Fernstraßen geplant. Der CSS-Ladestandard gewährleistet, dass die Stationen für den Großteil der E-Autos nutzbar sind. Prinzipiell ist es also auch außerhalb Deutschlands kein Problem, ein E-Auto zu laden. Im Ausland tappen allerdings einige Urlauber in die Kostenfalle. Nur Tesla bietet seinen Kunden bereits ein eigenes europäisches Ladenetz an.

E-Autos im Ausland zu laden kann teuer werden.

Wer sein E-Auto nicht nur über die Wallbox zu Hause, sondern hin und wieder auch unterwegs lädt, weiß, dass dafür schon in Deutschland etwas Recherche erforderlich ist. Noch mangelt es leider häufig an Transparenz: Mehr als 300 verschiedene Ladekarten, eine Vielzahl an Tarif-Varianten und Ladegebühren, die oft je nach Station völlig unterschiedlich ausfallen, machen das Laden an der Säule zu einer eher unübersichtlichen Geschichte. Hier ein Überblick der besten Tarife. 

Bevor du dich für einen Tarif entscheidest, solltest du daher einen Blick aufs Kleingedruckte riskieren. Bei vielen Anbietern drohen nämlich Rechnungen in dreistelliger Höhe – vor allem dann, wenn du dein E-Auto im Ausland lädst. Denn beim sogenannten e-Roaming langen viele bekannte Anbieter gerne richtig zu: Während dich der Strom zu Hause etwa 30 Cent pro Kilowattstunde kostet, wird bei einigen Ladetarifen das Fünffache veranschlagt! Bei einem großen Fahrzeug mit 100-kWh-Akku kann das Laden also für eine böse Überraschung sorgen.

Elektroauto wird in Amsterdam an einer Ladestation geladen
Bevor du im Ausland an die Ladestation fährst, solltest du dich informieren.

E-Auto laden im Ausland: Am besten im Voraus planen. 

Die gute Nachricht: Es gibt Anbieter, die das Laden des E-Autos im EU-Ausland zum selben Preis ermöglichen wie innerhalb Deutschlands. Falls du jetzt feststellst, dass dein Tarif für eine Auslandsreise nicht ideal ist, musst du aber nicht zwangsläufig zu einem anderen Provider wechseln, um dein E-Auto im Ausland zu laden. Bei den meisten Ladesäulen hast du die Möglichkeit, direkt vor Ort einfach per Karte oder App zu bezahlen. Die Tarife sind dann zwar unter Umständen etwas höher, aber immer noch weit günstiger als die überhöhten Roaming-Gebühren mancher Anbieter.

Trotzdem ergibt es Sinn, den Urlaub mit dem Elektroauto sorgfältig vorzubereiten. Einige Ladestationen im Ausland verlangen eine Vorab-Anmeldung mit Benutzerkonto – informiere dich also am besten frühzeitig über die Bedingungen auf deiner Strecke. Anbieter wie der ADACGoing Electric oder e-tankstellen-finder helfen bei der individuellen Routenplanung; mit Apps wie Chargemap oder Charge&Fuel hast du unterwegs die nächste Ladestation immer im Blick. Tipp: Günstiger als (Ultra-)Schnellladestationen sind oft Ladesäulen abseits der Fernstraßen, zum Beispiel bei Supermärkten. Dann dauert es zwar etwas länger, das E-Auto zu laden; im Ausland machst du aus dem Stopp bei guter Planung aber einfach eine Essens- oder Erkundungspause. Übrigens: Wenn du eine Reise durch Deutschland, Österreich oder in die Schweiz planst, dann bist du mit der mobility+ App der EnBW bestens beraten und musst dir keine Roaming Gedanken machen.

Fazit: So läuft der Urlaub mit dem E-Auto stressfrei ab.

Mit etwas geschickter Vorbereitung steht deinem Urlaub mit dem E-Auto dank eines immer besser ausgebauten Ladenetzes in Europa nichts mehr im Weg. Wer vorab recherchiert, ist klar im Vorteil: Plane die Route, informiere dich über die Voraussetzungen der Ladesäulen entlang der Strecke und prüfe, welche Roaming-Kosten dein Tarif beinhaltet. Entweder du wechselst zu einem Anbieter, mit dem du dein E-Auto auch im Ausland günstig laden kannst, oder du bezahlst nach Möglichkeit per Ad-hoc-Tarif vor Ort als Gast. Für alle Fälle gerüstet bist du mit einer mobilen Ladestation: Falls unterwegs doch mal etwas schiefgeht oder du die nächste Ladestation verpasst, kannst du deinen Akku damit im Notfall an jeder normalen Steckdose aufladen.

Das Bundeskartellamt ist zuständig für die Überprüfung der Konditionen aller deutschen Ladestationen. Zumindest in Deutschland tut sich etwas im Hinblick auf Transparenz bei öffentlichen Ladestationen: Das Bundeskartellamt zieht jetzt Konsequenzen aus der steigenden Zahl an Beschwerden zu Preisen und Nutzungsbedingungen. Im Rahmen einer sogenannten Sektoruntersuchung werden die Vorgehensweisen analysiert und geprüft, insbesondere ob es Wettbewerbsprobleme gibt. Damit will das Amt einen erfolgreichen Ausbau des Ladenetzes sowie einen fairen Zugang für alle Nutzer sicherstellen.

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