E-Auto laden: Mit welchen Kosten ist zu rechnen?

Abgesehen vom Anschaffungspreis sind E-Autos nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch kostengünstiger als Autos mit Verbrennungsmotoren. Doch wie viel kostet letztlich eine Batterieladung? Mit welchen Kosten musst du rechnen, wenn du dein E-Auto zu Hause laden möchtest? Und wie funktioniert die Bezahlung an öffentlichen Ladestationen?

E-Auto zu Hause laden: Geringe Kosten.

Ein E-Auto lässt sich am günstigsten zu Hause aufladen. Wenn du im Besitz einer Garage mit Stromversorgung oder sogar einer Wallbox bist, kannst du dich glücklich schätzen. Je nach Anbieter und Tarif liegt der Durchschnittspreis für Haushaltsstrom bei nur 29,4 Cent pro kWh. Bei einem Renault Zoe mit einer Batteriekapazität von 41 kWh kostet eine Batterieladung somit 12,05 Euro, also umgerechnet 4,12 Euro je 100 km Reichweite. Das ist auf jeden Fall deutlich günstiger als der Kraftstoff für einen Verbrennungsmotor. Von Yello gibt es sogar einen speziellen Autostrom-Tarif, der dein E-Auto mit günstigem Ökostrom versorgt.

Haushaltsübliche Steckdosen könnten ca. 3,7 kW abgeben, sie sind aber meist auf 2,5 kW beschränkt. Aufgrund der damit verbundenen geringen Leistungsentnahme kann das Aufladen bis zu zehn Stunden dauern. Eine Möglichkeit für schnelleres Laden zu Hause ist eine Wallbox, die zudem nützliche Zusatzfunktionen mitbringt: So kannst du beispielsweise die Ladegeschwindigkeit einstellen. Wallboxen verfügen über eigene Apps, z. B. zur Kontrolle des Ladestands. Ein spannendes Wallbox-Angebot hat zum Beispiel SENEC in petto: Mit der Wallbox Pro belädst du dein E-Auto mit deinem selbst erzeugten Solarstrom. Die für den Innen- und Außeneinsatz geeignete Wallbox verfügt über ein fest integriertes Ladekabel und Typ 2 Kupplung.

Dementsprechend interessant ist auch die Kopplung mit einer vorhandenen Photovoltaik-Anlage oder einem Smartmeter, um z. B. von günstigem Nachtstrom zu profitieren. So kannst du beim Laden deines E-Autos weitere Kosten sparen. Gute Wallboxen gibt es ab ca. 500 Euro, einige Bundesländer bieten auch Förderungen an – hier lohnt es sich, die Konditionen in Erfahrung zu bringen.

Öffentliche Ladestationen: Unterschiedliche Preise.

Unterwegs bist du auf öffentliche Ladesäulen angewiesen; aktuell gibt es in Deutschland ca. 17.500 davon. Mit einer Smartphone-App kannst du den genauen Standort, die Ladestärke und die aktuelle Ladesituation vor Ort ermitteln. Die Ladesäulen bieten Ladeleistungen von 11 kW, 22 kW, 44 kW (Schnellladesäule) oder 135 kW an. Mittlerweile wird an zahlreichen Orten, vorzugsweise an Autobahnen, sogar High Power Charging (HPC) angeboten, mit einer Ladung bis zu 350 kw. Für dieses Angebot sollte dein E-Auto allerdings über einen entsprechenden On-Board-Charger verfügen, um überhaupt so viel Leistung aufnehmen zu können. Die Kosten für einen Ladevorgang an einer öffentlichen Ladestation setzen sich gewöhnlich aus einer Grundgebühr (pro Ladevorgang), einem Volumentarif (pro kWh) und der Ladedauer (pro Stunde) zusammen.

Jetzt wird es allerdings kompliziert, denn es gibt eine Vielzahl von Anbietern mit unterschiedlichen Tarifen, und auch bei der Bedienung der Ladesäule gibt es große Unterschiede. Mal benötigst du eine Ladekarte, mal musst du den Stromfluss mithilfe einer App aktivieren. In diesem Fall bezahlst du die Aufladung direkt über das Smartphone und erhältst am Ende des Monats die Rechnung per Post. An der Ladesäule vor Ort ist nicht immer genau ersichtlich, wie viel du zahlen musst. Beim Laden eines E-Autos variieren die Kosten und Abrechnungsarten mitunter stark.

Zu den Tarif- und Bezahlmodellen gehören Prepaid und Postpaid, Modelle mit Grundgebühr und reduziertem kWh-Preis, Berechnungen nach angefangenen Stunden oder im 5-Minuten-Takt, Lademengen-Tarife, Flatrate-Tarife sowie Startgebühr-Tarife. Die zum Teil erheblichen Preisunterschiede resultieren auch aus den unterschiedlichen Vereinbarungen zwischen Anbietern und Ladenetzwerken, die zudem ständig angepasst werden.

Auf Nummer sicher gehst du mit der EnBW mobility+ App, mit der du im EnBW HyperNetz zum einheitlichen Tarif lädst. Dabei stehen dir in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Italien und den Niederlanden mehr als 100.000 Ladepunkte zur Verfügung. Darüber hinaus soll das integrierte Schnellladenetz bis 2025 auf mehr als 10.000 Schnellladepunkte ausgebaut werden.

Öffentlicher Parkplatz mit vier EnBW Ladesäulen.
Das HyperNetz der EnBW macht das Laden über lange Strecken einfach. (©EnBW)

E-Auto laden: Während der Arbeit oder beim Einkauf.

Viele Arbeitgeber sind dem Thema E-Mobilität gegenüber sehr aufgeschlossen und bieten ihren Mitarbeitern an, ihr E-Auto während der Arbeitszeit zu laden. Kosten entstehen dir dadurch meist nicht. Pendler finden auf dem Firmengelände Parkplätze oder Garagenstellplätze mit Lademöglichkeiten vor, also frei zugänglichen Steckdosen oder Wallboxen.

Oft kannst du dein E-Auto auch kostenlos an Hotels, Supermärkten, Kaufhäusern und Möbelhäusern mit Energie versorgen. Gratis-Strom erhältst du beispielsweise während des Shoppings bei IKEA sowie an vielen Filialen von Kaufland und Aldi Süd – dort gibt es zum Teil auch Schnelllader mit 50 kW.

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