E-Bike-Schaltung: Alles zu Typen, Funktion und Verwendung.

Bei E-Bikes gibt es drei Arten von Schaltungen: Naben-, Ketten- und Automatikschaltung. Welche zu deinem Fahrradtyp passt, ist vor allem eine Frage der Fahrstrecke und des Verwendungszwecks. Denn jede E-Bike-Gangschaltung muss den Ansprüchen des Fahrers angepasst sein.

Die richtige E-Bike-Schaltung finden.

Pedelecs, E-Bikes und S-Pedelecs: Wer ein Elektrofahrrad kaufen möchte, muss sich zunächst für einen E-Bike-Typ entscheiden. Ob für kurze Pendelstrecken in der Großstadt, für den Wocheneinkauf, für Überland-Ausflüge oder sportlich ambitionierte Ausfahrten – für jeden Einsatzzweck gibt es inzwischen ein passendes E-Bike-Modell.

Wichtig ist, dass das Schaltsystem deines E-Bikes zum Fahrradtyp und Einsatzzweck passt. Die richtige Fahrradschaltung sorgt dafür, dass Motor- und Tretleistung verlustarm und mit höchster Übersetzung genutzt werden.

Du kannst zwischen zwei Hauptschaltungstypen wählen:

  1. E-Bike-Nabenschaltung
  2. E-Bike-Kettenschaltung

Beide Versionen gibt es für Elektrofahrräder auch als Automatikschaltung.

Fahrradschaltung Ritzel
Für jeden E-Bike-Typ gibt es auch die passende Schaltung.

E-Bike-Nabenschaltung.

Die Nabenschaltung kennst du schon von klassischen Fahrrädern als kostengünstigsten Schaltungstyp. Sie besteht aus einem in Öl laufenden Planetengetriebe, das in der Hinterradnabe verbaut ist und nur ein Kettenblatt besitzt. Der Schaltvorgang erfolgt direkt an der Radnabe und ohne Schaltwerk. Da das Getriebe vor Wind und Wetter geschützt ist, ist dieser Typ Fahrradschaltung nahezu wartungsfrei und erfordert kaum Reparaturen oder Ersatzteile.

Für welche Räder eignet sich die Nabenschaltung?

Da sie die Kraft von leistungsstarken Motoren nicht angemessen übertragen können, ist die Motorleistung bei E-Bike-Nabenschaltungen auf maximal 50 Nm gedrosselt. Das gilt sowohl für E-Bikes mit Frontantrieb als auch für Modelle mit Mittelmotor und Hinterradmotor. Für sportliche Fahrten oder anspruchsvolle Bergstrecken ist dieser Schaltungstyp daher nicht geeignet. Dank ihres Schaltkomforts ist die Nabenschaltung für einfache, flache Strecken in Städten ideal und vor allem für City-E-Bikes und Klapp-/Falt-E-Bikes geeignet.

Marktführende Schaltsysteme sind Shimanos Nexus und Alfine und Rohloffs Speedhub. Beliebt ist auch das stufenlose NuVinci Nabenschaltsystem (City, Trekking, Sportive und Cargo) von enviolo, das ohne festgelegte Gänge auskommt und statt Zahnrädern Kugeln im Planetengetriebe nutzt. Dadurch lassen sich höhere Drehmomente umsetzen und der Gangwechsel ohne Einrasten oder Verschalten vornehmen.

Vor- und Nachteile der E-Bike-Nabenschaltung.

Die Vorteile der Nabenschaltung sind ganz klar die geringen Kosten, die Wartungsfreiheit und der Schaltkomfort. Der Gangwechsel erfolgt meist über ein Drehrad am Lenker und lässt sich auch im Stand durchführen.

Die Nachteile der E-Bike-Nabenschaltung sind ihr hohes Gewicht im Vergleich zur Kettenschaltung und die gedrosselte Motorleistung. Obwohl viele Gänge heutzutage nicht mehr als Qualitätsmerkmal gelten, ist für sportliche Fahrer auch die geringe Anzahl an Gängen ein Minuspunkt. Nabenschaltungen haben sechs bis elf Gänge und sind mit einer Übersetzung von 300 Prozent für einfache Stadtstrecken geeignet.

E-Bike-Kettenschaltung.

Die Kettenschaltung ist der am weitesten verbreitete Schaltungstyp. So verfügt zum Beispiel auch das von uns angebotene Zündapp City-Falt-Bike Z101 über eine Kettenschaltung. Die Schaltung erfolgt hier durch mehrere Kettenblätter, Ritzel, ein Schaltwerk und einen Umwerfer. Der häufige Wechsel der Kette zwischen den Zahnrädern führt zu schnellerem Verschleiß und im Vergleich zu Nabenschaltungen zu einem höheren Wartungsaufwand. Dafür bietet die flexible E-Bike-Kettenschaltung die höchste Übersetzung und verarbeitet problemlos große Krafteinflüsse auf ruppigen Strecken.

Für welche Räder eignet sich die Kettenschaltung?

Die E-Bike-Kettenschaltung ist aufgrund ihrer Robustheit und Flexibilität vielseitig einsetzbar und eignet sich sowohl für City-E-Bikes als auch für Trekking-, MTB- und Renn-E-Bikes. Bei drei Kettenblättern vorne und acht Ritzeln hinten ergeben sich 24 Gänge, es gibt aber auch Ausführungen mit mehr Ritzeln bzw. mit nur zwei Kettenblättern und mehr Ritzeln.

Der Gangwechsel erfolgt nur während des Tretens und meist mechanisch per Bowdenzug und Schalthebel am Lenker. Die Fahrradschaltung ist in der Lage, die ganze Kraft von Motor und Antrieb zu verarbeiten und erfreut sich besonders unter Sportfahrern im Mountainbike- und Trekkingbereich großer Beliebtheit.

Führende Hersteller von Kettenschaltungen sind Shimano, SRAM und Campagnolo.

Vor- und Nachteile der E-Bike-Kettenschaltung.

Die Kettenschaltung kann höchste Drehmomente verarbeiten und hat die beste Übersetzung. Zudem ist sie problemlos mit leistungsstarken Motoren kombinierbar und deutlich leichter als die Nabenschaltung. S-Pedelecs, MTB-E-Bikes und Trekking-E-Bikes sind daher fast alle mit einer Kettenschaltung ausgestattet.

Ihre Nachteile sind der hohe Verschleiß und Wartungsaufwand. Viele bewegliche Teile liegen offen und sind Wind und Wetter ausgesetzt. Die Abnutzung der Kettenblätter und Zahnräder ist deutlich höher und verursacht mehr Kosten.

Mann wechselt Kette an seinem Fahrrad im Schnee
Die Kettenschaltung ist wartungsintensiver als die Nabenschaltung, hat dafür aber die bessere Übersetzung.

E-Bike-Automatik.

Ketten- oder Nabenschaltungen werden auch bei E-Bikes vorrangig per Schalthebel am Lenker bedient. Das i-Tüpfelchen für Fahr- und Schaltkomfort ist natürlich eine E-Bike-Automatik.

Umwerfer und Schaltwerk übernehmen hier den Gangwechsel automatisch. Die Bedienung erfolgt nur noch geringfügig über Tasten, der Gangwechsel ist bei moderner E-Bike-Automatik intelligent an das Tretverhalten angepasst und schont so den Akku. Auch Tretwiderstand und Anfahraufwand sind deutlich geringer.

Zu den Herstellern, die Automatikschaltungen anbieten, gehören unter anderem Schindelhauer mit der AUTOMATiQ von enviolo, Bosch mit der eShift Automatik und Shimanos STEPS E-Bikes mit integrierter, selbstlernender Automatik- und Elektroschaltung.

Ideale Schaltung je nach Motor.

Ob eine Schaltung gut geeignet ist, hängt auch von der Lage des Motors ab. Vorderradmotoren sind mit allen gebräuchlichen Schaltungen am Hinterrad kompatibel. Hinterradmotoren sind, abgesehen von im Motor integrierten 3-Gang-Naben, nicht mit Nabenschaltungen vereinbar und hauptsächlich auf Kettenschaltungen beschränkt. Mittelmotoren sind sowohl mit Naben- als auch Kettenschaltungen kompatibel. Da die Schaltungsnaben jedoch schneller verschleißen, ist die Mittelmotorleistung bei Nabenschaltungen meist reduziert. Die volle Mittelmotorkraft lässt sich daher nur mit Kettenschaltungen nutzen.

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