E-Parkplatz: Ladesäulen sind begehrt und oft blockiert.

Die Parkplatznot in vielen Ballungsräumen steigt und gleichzeitig sind immer mehr Elektroautos auf deutschen Straßen unterwegs, vor allem in den Städten. Blockiert ein Falschparker eine der begehrten Ladesäulen, ist das mehr als ärgerlich für den E-Autofahrer, der dringend Strom für den Akku seines Fahrzeugs benötigt. Zugleich kann das für den Falschparker teuer werden. Was ist also zu beachten beim Parken an der Ladesäule?

Beschilderung und Ausstattung eines E-Parkplatzes.

Ein Parkplatz für ein Auto mit Elektromotor ist mit einer Lademöglichkeit versehen. Der E-Parkplatz wird entweder durch eine entsprechende Beschilderung oder spezielle Bodenmarkierungen gekennzeichnet. Es gibt kein einheitliches Vorgehen bei der Beschilderung von Ladesäulen, was gerade in Gegenden mit Parkplatzmangel immer öfter zu größeren Auseinandersetzungen und unschönen Problemen führt. Ohne eindeutige Beschilderung zur maximalen Parkdauer kann ein E-Parkplatz von einem E-Auto durchaus legal und zeitlich unbeschränkt blockiert werden – zum großen Ärger des nächsten potenziellen Nutzers, der sein Fahrzeug dringend laden muss. Aus Rücksicht auf andere sollte man niemals an einer Ladesäule parken, ohne zu laden. Das ist unfair gegenüber anderen E-Mobilisten, die den Strom dringend benötigen.

Es gibt keine rechtlichen Vorgaben für die Kennzeichnung oder die Ausstattung eines E-Parkplatzes. Wer diesen einrichtet, die Ladeinfrastruktur für die Elektromobilität bereitstellt oder von der Gemeinde gefördert wird, entscheidet über die Beschilderung sowie die Ladestation. E-Auto-Fahrer sollten vor dem Parken daher nicht nur genau aufpassen, welche Parkbedingungen ausgewiesen sind, sondern zusätzlich darauf achten, welches Ladesystem vor Ort angeboten wird und ob ihr Wagen damit kompatibel ist.

Regeln zum Parken an Ladesäulen.

Für die Fahrer von Elektroautos sowie Plug-in-Hybriden, die nach dem EmoG (Elektromobilitätsgesetz) ein E-Kennzeichen erhalten, gelten die Beschilderungen am E-Parkplatz. Diese sind deutschlandweit leider nicht einheitlich und können einen begrenzten Zeitraum oder eine zulässige Parkdauer vorgeben. Voraussetzung zum Parken an einer Ladesäule ist ein gültiges E-Kennzeichen am Auto oder bei ausländischen E-Fahrzeugen eine blaue Plakette, die an der Heckscheibe rechts unten angebracht werden muss. Verfügt der Wagen über kein E-Kennzeichen und keine blaue Plakette, kann ein Verwarnungs- bzw. Bußgeld verhängt werden.

In manchen Gemeinden ist das Parken auf dem E-Parkplatz nur während des Ladevorgangs gestattet. Ist kein Ladekabel angeschlossen, gilt dasselbe Parkverbot wie für Autos mit Verbrennungsmotoren. Mancherorts kommt es bereits zu dreisten Fällen von E-Parkplatz-Betrug. Fahrer von Verbrennern geben ihr Auto als E-Fahrzeug aus, indem sie mit Kabel, Steckern und Saugnäpfen ein Ladekabel simulieren. Dieser hinterhältige Betrug beim Parken an der Ladesäule kann allerdings teuer werden.

Öffentlicher Parkplatz mit vier EnBW Ladesäulen an denen Autos laden.
Ber der EnBW soll Parken an Ladestationen mit einer Blockiergebühr vorgebeugt werden, die nach vier Stunden Anschlusszeit fällig wird. (©EnBW)

Ob und wie lange ein E-Fahrzeug nach abgeschlossenem Ladevorgang noch weiter an der Ladesäule parken darf, ist gesetzlich nicht geregelt. Die Parkdauer ist meistens eingeschränkt und das Abstellen kann gebührenpflichtig sein. Kommunen und Städte können selbst entscheiden, ob das Parken an der Ladesäule grundsätzlich kostenfrei ist oder nicht. Im Zuge der gesamten Parkraumbewirtschaftung entscheidet die für den urbanen Raum zuständige Straßenverkehrsbehörde, was zur Verkehrsentlastung beiträgt. Herrscht eine große Nachfrage nach Parkplätzen, belastet die Parkplatzsuche der Fahrer nicht nur deren Nerven, sondern auch die Lärm- und Abgasbelastung der Anwohner steigt. Wie bei jedem anderen ausgewiesenen Parkplatz darf auch auf einem E-Parkplatz eine angegebene Höchstparkdauer nicht überschritten werden. Falschparker dürfen abgeschleppt werden, und dann wird es unter Umständen richtig teuer.

Parkplätze für elektrisch betriebene Fahrzeuge, die durch Verkehrszeichen amtlich als Parkfläche ausgewiesen sind, unterliegen den allgemeinen Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung. Darüber hinaus räumt das EmoG den Gemeinden die Möglichkeit ein, das Parken und Laden von E-Fahrzeugen einfacher zu machen. Laut § 3 können sie den Fahrern von E-Autos Erleichterungen beim Parken auf öffentlichen Straßen und Wegen gewähren und ihnen auch die Parkgebühren ermäßigen.

Wann droht ein Bußgeld beim Parken an einer Ladesäule?

Da es insgesamt wenige Elektroparkplätze gibt, haben Städte und Gemeinden großes Interesse daran, dass diese nicht dauerhaft belegt sind. Oft ist das Parken an der Ladesäule deshalb zeitlich begrenzt. Stehen Fahrzeuge unberechtigt auf einem E-Parkplatz, hat das unterschiedliche Folgen für den Fahrzeughalter. Der Bußgeldkatalog ist regional sehr verschieden; in manchen Städten kommen die Parksünder unter Umständen mit einem Verwarngeld von 10 Euro davon, andernorts wird das Fahrzeug sofort abgeschleppt. Seit Inkrafttreten der StVO-Novelle am 28. April 2020 droht ein Bußgeld in Höhe von 55 Euro.

Ladesäule EnBW
Unberechtigtes Parken an öffentlichen Ladesäulen wird regional unterschiedlich geahndet.
Berechtigt parken an einer Ladesäule.

Mit einem E-Kennzeichen ist man grundsätzlich dazu berechtigt, auf einem E-Parkplatz zu parken. Ob das jedoch nur für die Zeit des Ladevorgangs gilt oder auch darüber hinaus, ist regional unterschiedlich geregelt. Ebenso werden die Sanktionen für Falschparker von Städten und Kommunen individuell gehandhabt. Maßgeblich ist die Beschilderung an den Parkflächen, die man unbedingt beachten sollte, damit man beim Parken an der Ladesäule alles richtig macht. Zusätzlich empfiehlt sich eine gewisse Etiquette unter E-Autofahrern: Jeder sollte den E-Parkplatz wieder freigeben, sobald der eigene Ladevorgang beendet ist. Vielleicht bist du demnächst selbst derjenige, der dringend eine Ladestation benötigt.

E-Auto günstig und klimaneutral zu Hause laden?

Entdecke deine Vorteile mit dem Yello Autostrom-Tarif.

Zum Autostrom-Tarif

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

facebook instagram twitter youtube linkedin xing envelop hilfe login menu burger phone messenger whatsapp floating whatsapp mail kwk sms gas strom waermestrom more playbutton loading-indicator