E-Roller im Vergleich: Populäre Elektroroller in der Übersicht.

Elektroroller erobern die Städte. Sie sind leise, sauber und im laufenden Betrieb super günstig. Wir zeigen in unserem E-Roller-Vergleich, welche Kosten auf dich zukommen, wie groß die Reichweite ist und auf was du beim Kauf achten solltest.

Umweltfreundlich und leise: E-Roller im Vergleich.

Die Zeiten, als Vespas knatternd und qualmend über die Straße fuhren, gehören langsam der Vergangenheit an. Elektroroller, kurz E-Roller genannt, liegen im Trend. Im ersten Quartal 2018 wuchs der Markt für E-Roller laut Europäischem Verband der Motorradhersteller um 51 Prozent. Statt Benzin benötigen die E-Roller nur eine Steckdose zum Volltanken. Sie sind wartungsarm und gleiten fast geräuschlos durch die Stadt. Besonders populär: E-Roller mit einer Geschwindigkeit von maximal 45 Stundenkilometern. Solche Kleinkrafträder stellen wir hier im E-Roller-Vergleich vor. Bei diesen Modellen reicht ein Moped-Führerschein für den umweltfreundlichen Fahrspaß aus. Zusätzlicher Pluspunkt: Mit Teilkaskoschutz kostet die Versicherungsprämie ab etwa 70 Euro jährlich.

Junger Mann auf altem Roller über Straße

Gerade in der Stadt und auf kürzeren Distanzen bietet sich der E-Roller an. Mit einer Akku-Reichweite von 50 bis gut 100 Kilometern kommst du problemlos von A nach B. Falls doch einmal eine längere Strecke zu bewältigen ist, kannst du mit einem zusätzlichen Ersatz-Akku eine Reichweite von bis zu 120 Kilometern erzielen. E-Roller sind allerdings in der Anschaffung etwas teurer als Motorroller – ab etwa 2.300 Euro bist du dabei. Dazu kommt gegebenenfalls noch der zweite Akku, der schon mal über 1.000 Euro kosten kann. Im Unterhalt sind die Fahrzeuge mit Akkuantrieb dafür nicht zu schlagen: 100 Kilometer mit dem E-Roller kosten dich etwa einen Euro – da können benzinbetriebene Motorroller nicht mithalten.
Bei der Anschaffung kommen dann noch Kosten für Helm oder falls nötig Schutzbekleidung hinzu.

Für wen eignen sich E-Roller?

Die leisen Krafträder sind ideal für alle Strecken, die mit dem Rad zu weit und für das Auto zu kurz sind. Ihre Elektromotoren überzeugen mit spurtstarkem Antritt im Stadtverkehr. Bei den meisten E-Rollern lassen sich die Akkus entnehmen und bequem an der heimischen Steckdose laden. Weiterer Pluspunkt: Die laufenden Kosten sind bei E-Rollern niedrig, die Fahrtkosten betragen etwa nur ein Fünftel der Kosten eines Benziners.

Vorteile von E-Rollern:

  • sprintstark in der Stadt
  • niedrige Unterhaltskosten
  • umweltschonend
  • wartungsarm

Nachteile von E-Rollern:

  • hohe Anschaffungskosten
  • begrenzte Reichweite
  • geräuscharm (werden von anderen Verkehrsteilnehmern nicht wahrgenommen)

Von Reichweite bis Kosten: Das ist wichtig beim Kauf.

Vor dem Kauf solltest du dich von einem Fachhändler beraten lassen und E-Roller-Tests von seriösen Fachmagazinen checken. Vorsicht bei vermeintlich verlockenden Angeboten im Baumarkt und beim Discounter: E-Roller unter 1.000 Euro weisen qualitative Mängel auf und verfügen meist nur über einen fest verbauten Akku. Außerdem setzen die Billig-Hersteller auf Blei-Akkus, die weniger leistungsstark sind und eine geringe Lebensdauer haben. Auf diese Punkte solltest du beim Kauf eines E-Rollers achten:

  • Nur E-Roller mit Lithium-Ionen-Akku kaufen
  • Der Akku sollte sich zudem entnehmen lassen
  • Auf Ladezeiten, Gewicht und Reichweite des Akkus achten
  • Auf die Lebensdauer des Akkus achten, Ersatz ist meist teuer
  • Auf den verbauten Motor achten: Qualitätsmotoren wie beispielsweise von BOSCH leisten viel und benötigen weniger Energie.
  • Förderung erfragen: Einige Landkreise fördern Elektroroller, zum Teil gekoppelt an einen Vertrag für die Stromlieferung.
  • Tests von E-Rollern etwa in den Fachmagazinen „Chip“ und „Auto Bild“ vergleichen
Diese spannenden E-Roller rollen bald vom Band:

Ende 2018 will der spanische Hersteller Torrot den Velocipedo (rund 6.000 Euro) auf den Markt bringen – ein überdachtes Elektro-Dreirad. Die Reichweite soll bei 150 Kilometern liegen, die Spitzengeschwindigkeit 90 km/h betragen. Innovation verspricht der brandneue, in Luxemburg produzierte Ujet-Roller (ab 8.690 Euro): Der nur 40 Kilogramm schwere E-Roller lässt sich zusammenfalten – ideal für Pendler. Mit besonderer Spannung wird Vespas Einstieg in den E-Roller-Markt erwartet. Die Vespa Elettrica (Preis unbekannt) kommt vermutlich Ende 2018 in die Läden – natürlich im klassischen Vespa-Look.

5 populäre E-Roller in der Übersicht.

Das Angebot an Elektrorollern ist groß, zur Orientierung hier fünf beliebte E-Roller im Vergleich:

Niu N1S:

Die chinesische Marke Niu ist Weltmarktführer bei E-Rollern – der Niu N1S ein qualitativ guter Stadtflitzer mit übersichtlichem Display. Die dazugehörige Niu-App zeigt Informationen wie den Akkustand des Rollers auf dem Handy.

Fahrzeugdaten:

  • Gewicht (inkl. Akku): 105 kg
  • Motor: Bosch-Elektromotor (2.400 W)
  • Höchstgeschwindigkeit: 46 km/h
  • Akku-Kapazität: 1,7 kWh
  • Preis: 2.699 Euro, Aufpreis Zweit-Akku: 1.499 Euro
  • Reichweite (Herstellerangabe): 80 km
  • Verbrauch: 2,6 kWh/100 km
  • Kosten pro 100 km (bei 30 Cent/kWh): 0,78 Euro
  • Ladedauer: 6 Stunden

Unu Standard:

Der zierliche Unu ist ein günstiges Einsteigermodell für kleinere und mittelgroße Fahrer, das sich ebenfalls im Retro-Gewand präsentiert.

Fahrzeugdaten: Gewicht (inkl. Akku): 76 kg. Motor: Bosch-Elektro-Radnabenmotor (2000 W). Höchstgeschwindigkeit: 46 km/h. Akku-Kapazität. 2,9 kWh; Preis: 2.299 Euro. Aufpreis Zweit-Akku: 699 Euro. Reichweite (Herstellerangabe): 100 km. Verbrauch: 3,3 kWh/100 km. Ladedauer: 6 Stunden.

Unu Elektroroller Flaneur Navy

Govecs E-Schwalbe:

Mit 135 Kilogramm ist die gelungene Neuauflage des DDR-Klassikers ein Schwergewicht. Der E-Schwalbe bietet verschiedene Fahrmodi, darunter einen Modus mit Rückwärtsgang zum bequemen Rangieren.

Fahrzeugdaten:

  • Gewicht (inkl. Akku): 135 kg
  • Motor: Bosch-Elektromotor (4.000 W)
  • Höchstgeschwindigkeit: 45 km/h
  • Akku-Kapazität: 4,8 kWh
  • Preis: 5.390 Euro, Aufpreis Zweit-Akku: 790 Euro
  • Reichweite (Herstellerangabe): 125 km
  • Verbrauch: 5,9 kWh/100 km
  • Kosten pro 100 km (bei 30 Cent/kWh): 1,77 Euro
  • Ladedauer: 4,5 Stunden.

Emco Novantic C2000:

Fans von Vespa-Rollern werden den Retro-Chic des Emco lieben – genauso wie das Old-School-Display.

Fahrzeugdaten:

  • Gewicht (inkl. Akku): 100 kg
  • Motor: Elektromotor (2.000 W)
  • Höchstgeschwindigkeit: 44 km/h
  • Akku-Kapazität: 3,6 kWh
  • Preis: 3.649 Euro, Aufpreis Zweit-Akku: 1.499 Euro
  • Reichweite (Herstellerangabe): 130 km
  • Verbrauch: 3,3 kWh/100 km
  • Kosten pro 100 km (bei 30 Cent/kWh): 0,99 Euro
  • Ladedauer: 4 Stunden
Der Emco Novotanic C2000
Der Emco Novotanic C2000. © Emco

Torrot Muvi City:

Der Torrot bewährt sich schon länger als Sharing-Roller in Großstädten. Der Spanier ist leicht zu bedienen, flott unterwegs und wartungsarm.

Fahrzeugdaten:

  • Gewicht (inkl. Akkus): 85 kg
  • Motor: Elektromotor (2.650 W)
  • Höchstgeschwindigkeit: 44 km/h
  • Akku-Kapazität: 2,3 kWh
  • Preis: 4699 Euro, Aufpreis Zweit-Akku: im Kaufpreis enthalten.
  • Reichweite (Herstellerangabe): 85 km
  • Verbrauch: 4,6 kWh/100 km
  • Kosten pro 100 km (bei 30 Cent/kWh): 1,38 Euro
  • Ladedauer: 5 Stunden.

Titelbild © NIU

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