E-Roller-Sharing: Elektro-Motorroller für spontane Touren leihen.

Keine Lust auf Parkplatzsuche und Abstrampeln auf dem Fahrrad? Die S-Bahn wird bestreikt, und zu Fuß bist du einfach zu langsam? Dann rauf auf den Elektroroller! Mit einem E-Motorroller kommst du schnell von A nach B, parkst bequem auf dem Bürgersteig und tust der Umwelt einen Gefallen. Und das Beste: Du musst dir keinen kaufen, du kannst ihn spontan leihen. Dafür benötigst du nur einen Führerschein der Klasse B. Wir verraten dir, in welchen Städten E-Roller-Sharing zur Verfügung steht und wie die Leihe funktioniert.

1. Coup:

Rund 1.000 schwarze E-Scooter mit einem grünen Pacman auf der Front stehen im Zentrum Berlins zur Ausleihe bereit. Auch in der Studentenstadt Tübingen sowie in den Metropolen Paris und Madrid surren die schwarzgrünen E-Roller über die Straßen.
Der Pacman symbolisiert das „C“ in Coup – so heißt das Start-up aus dem Hause Bosch, das die Scooter verleiht: 30 Minuten kosten drei Euro, alle weiteren zehn Minuten einen Euro. Wer den ganzen Tag zwischen 7 und 19 Uhr cruisen möchte, zahlt maximal 20 Euro. Nachtschwärmer kommen zwischen 19 und 7 Uhr auf zehn Euro.
Die Anmeldung ist kostenlos über die Coup-App für iOS und Android möglich. Nutzer müssen mindestens 21 Jahren alt sein sowie den Führerschein der Klasse B nachweisen, Personalausweis- und Kreditkartendaten angeben. Gezahlt wird per Kreditkarte.
Die Ausleihe erfolgt ebenfalls per App: Eine Karte zeigt die nächsten E-Roller des Sharing-Anbieters an, mit einem Klick ist der Scooter reserviert. Ein Schlüssel ist nicht nötig. Der Helm – passend zum Coup-Erscheinungsbild mit grünem Rallyestreifen – befindet sich in der Sitzbank. Nach der Fahrt lässt sich der Roller überall im Geschäftsgebiet abstellen. Ums Aufladen kümmert sich das Unternehmen.

Lenkrad eines E-Roller bei Nacht auf der Straße
Auf Knopfdruck geht’s los. © Coup
Reicht der Akku für deine Fahrt?

E-Roller fahren in der Regel 45 bis 50 Stundenkilometer schnell. Mit einem Prozent der Akkuladung kommst du etwa einen Kilometer weit, eine volle Akkuladung reicht also für circa 100 Kilometer. Achte beim Ausleihen darauf, dass dein Roller genügend Akku-Kapazität hat, damit du bei einer längeren Fahrt nicht liegenbleibst. Die Anbieter nehmen E-Roller mit geringer Akkuladung meist aus dem System, um den Akku zu tauschen oder aufzuladen

2. Emmy:

2015 startete der E-Roller-Sharing-Dienst eMio, heute sind die roten Flitzer unter dem Namen Emmy bekannt. Über 1.100 elektrische Scooter sind in Berlin, Hamburg, München, Stuttgart und Düsseldorf im Einsatz.
Bei der Anmeldung werden einmalig zehn Euro fällig, dafür gibt es 50 Freiminuten. Sind die aufgebraucht, zahlst du 19 Cent pro Minute. Wenn du eine kurze Pause einlegst, kostet das Parken fünf Cent die Minute. Für einen ganzen Tag auf einem Emmy zahlst du maximal 24 Euro.

Der Ablauf ist wie bei den anderen Anbietern: Anmelden, App laden, Führerschein verifizieren lassen, Roller auswählen, losfahren und wieder abstellen. Wer möchte, nimmt gratis einen Freund mit: In jedem Emmy gibt es zwei Helme – einmal in Größe M, einmal in XL. In der Helmbox findest du außerdem den Zündschlüssel. Der Rechnungsbetrag wird monatlich per Lastschriftverfahren oder Kreditkarte abgebucht.
Nicht wundern: In Düsseldorf heißt das Angebot Eddy, und die Roller sind grün statt rot, da der Anbieter mit den Stadtwerken kooperiert. Ansonsten funktioniert das E-Roller-Sharing wie in den anderen Städten.

E-Roller-Sharing im ländlichen Gebiet.

E-Roller-Sharing hat nicht nur in der Stadt Vorteile! Das findet auch der Gründer des Start-ups Share2Move und bietet mit Meli elektrische Roller in Meppen und Lingen im Emsland an. Im ländlichen Raum ergänzen die Leihroller den öffentlichen Nahverkehr und ermöglichen den Bewohnern, flexibel mobil zu sein. Preise: 0,23 Euro pro Minute, 13,80 Euro in der Stunde und 34,99 Euro am Tag. Mehr Infos zu dem Vorreiterprojekt findest du unter meli-sharing.de.

3. Evo-Sharing:

Die Energieversorgung Oberhausen kennt sich mit Strom aus – und versorgt die Ruhrgebietsstadt mit Elektrorollern zum Ausleihen. Das Sharing der orangenen E-Roller funktioniert ebenfalls per App, über die du die verfügbaren Scooter findest und einen für 15 Minuten reservieren kannst. In der Helmbox liegen zwei Helme in unterschiedlichen Größen, bei Bedarf nutzt du eine Hygienehaube.
Für 18 Cent pro Minute bist du mit den orangenen Rollern unterwegs. Parken, ohne die Miete zu beenden, kostet fünf Cent in der Minute. Die ganztägige Leihe kostet dich 19 Euro, du bezahlst per Lastschrift oder Kreditkarte.

4. Stella:

Einfach mal blaumachen – in Stuttgart kein Problem. Die Stadtwerke haben mit Stella ebenfalls eine E-Roller-Flotte auf die Straßen gebracht, die mit Ökostrom betrieben wird. Die rund 100 blauen Scooter lassen sich im gesamten Stadtgebiet per App mieten und wieder abstellen. Nicht wundern: Die Verifizierung deines Führerscheins übernimmt Emmy, deshalb gelangst du von emmy-sharing.de über den Klick auf Stuttgart zu stella-sharing.de.
Für die Anmeldung zahlst du einmalig 19 Euro, 25 Freiminuten sind inklusive. Danach kostet dich das Ausleihen 19 Cent pro Minute oder 59 Cent je angefangenem Kilometer – es wird automatisch der für dich günstigere Tarif abgerechnet. Bei kurzen Fahrpausen fallen zehn Cent pro Minute an, die Kostenbremse für einen ganzen Tag liegt bei 23 Euro. Auch bei Stella kannst du aus zwei Helmen auswählen.

Die Anbieter von E-Roller-Sharing im Überblick:

Coup:

  • Wo: Berlin, Tübingen, Paris, Madrid
  • Wieviel: 3 Euro in den ersten 30 Minuten, danach alles 10 Minuten 1 Euro, tagsüber maximal 20 Euro, nachts maximal 10 Euro
  • Wie: App (iOS und Android)

Emmy/Eddy:

  • Wo: Berlin, München, Hamburg, Stuttgart (Stella), Düsseldorf (Eddy)
  • Wieviel: 10 Euro Anmeldegebühr inkl. 50 Freiminuten, 19 Cent pro Minute, 5 Cent pro Minute fürs Parken, max. 24 Euro pro Tag
  • Wie: App (iOS und Android) + Schlüssel

Evo:

  • Wo: Oberhausen
  • Wieviel: 18 Cent pro Minute, 5 Cent pro Minute fürs Parken, max. 19 Euro pro Tag
  • Wie: App (iOS und Android)

Stella:

  • Wo: Stuttgart
  • Wieviel: 19 Euro Anmeldegebühr inkl. 25 Freiminuten, 19 Cent pro Minute oder 59 Cent je angefangener Kilometer, 23 Euro pro Tag
  • Wie: App (iOS und Android)
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