E-Scooter: Jetzt kaufen und losrollen. Das musst du wissen.

Du möchtest mit dem E-Scooter durch die City düsen? In Paris und Tel Aviv gehören sie längst zum Stadtbild, und auch bei uns macht die Bundesregierung den Weg für E-Scooter frei. Kein Wunder, bringen E-Scooter neben dem Spaßfaktor doch auch einen praktischen Nutzen: Sie sind umweltfreundlich und lassen Staus weit hinter sich. Welche E-Scooter-Typen gibt es, und was sind Modelle, die du dir anschauen solltest?

Rein ins Roller-Glück.

Auf dem Weg zur Arbeit saust du maximal flink über den Radweg, umkurvst wendig jeden Stau und parkst das Ding unter dem Schreibtisch: wenn du dir einen E-Scooter zulegst! Dass den Elektro-Flitzern die Zukunft gehört, haben sogar die Autohersteller erkannt. Sie versprechen sich eine ähnliche Erfolgsgeschichte, wie sie die E-Bikes schreiben, die mit unglaublichen Verkaufszahlen und neuen spannenden Modellen bisher die E-Mobilität prägen. Da nun auch das Thema Straßenzulassung für E-Scooter durch ist (siehe Infobox), arbeiten alle Hersteller mit Hochdruck an Modellen, die der Verordnung entsprechen.

Straßenzulassung – die Fakten.

Status quo: Mit der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung hat die Bundesregierung den Weg für E-Scooter im öffentlichen Straßenverkehr frei gemacht. Sie gilt für Fahrzeuge mit diesen Merkmalen*:

  • Lenk- oder Haltestange
  • mindestens 6 km/h bis maximal 20 km/h Höchstgeschwindigkeit
  • Leistungsbegrenzung 500 Watt
  • Erfüllung fahrdynamischer Anforderungen, heißt übersetzt: Ein Elektrofahrzeug muss verkehrssicher sein, bremsen können, steuerbar sein und eine Beleuchtungsanlage haben

Gesetzeslage: E-Scooter dürfen auf Radwegen fahren, gibt es diese nicht, müssen sie auf die Straße. Das Fahrer-Mindestalter beträgt 14 Jahre.

Nächste Schritte: Die Verordnung ist am 15. Juni 2019 in Kraft getreten. Nun muss das Kraftfahrtbundesamt für die verschiedenen Modelle eine Genehmigung erteilen, was etwa zwei Wochen dauern soll.

*Quelle: Bundesregierung

Infografik zum neuen E-Scooter Gesetz.
Die Strassenzulassung ist da: das neue E-Scooter Gesetz auf einen Blick. © Statista

Kriterien für den Kauf.

Wer sich verschiedene Modelle anschaut, wird schnell feststellen, dass die Preisspanne bei E-Scootern groß ist. Je höher der Preis, desto höher ist oft auch die Wattleistung des Motors – und diese entscheidet vor allem über die Beschleunigung. Holst du mit dem E-Scooter nur Brötchen im eigenen Viertel, kommst du vielleicht mit einem gemütlichen 250-Watt-Motor zurecht. Bei regelmäßigen, längeren Fahrten zur Arbeit oder aufs Land macht sicher ein 500-Watt-Modell mehr Spaß. Auch Steigungen nimmt ein E-Scooter mit hoher Leistungsaufnahme entspannter.

Zum Zweck der Nutzung sollte außerdem die Akku-Reichweite passen. Sie liegt je nach Modell zwischen 20 und 50 Kilometern. Das sind theoretische Angaben, die reale Reichweite hängt vom Gewicht des Fahrers, seiner Fahrweise, möglichen Steigungen oder Gegenwind ab.

Wenn du den E-Scooter zusammenklappen und mit in die Bahn nehmen möchtest, wirst du dich über ein geringes Eigengewicht freuen. Unsere Empfehlung: Dein Modell sollte nicht mehr als zwölf Kilo wiegen, acht bis zehn sind wunderbar.

E-Scooter im Einsatz.
Der Verwendungszeck des E-Scooters sollte beim Kauf im Fokus stehen.

Dazu kommen qualitative Unterschiede, die deine Kaufentscheidung beeinflussen sollten. Schau dir deinen Wunsch-Scooter unbedingt beim Händler vor Ort an, um selbst zu sehen, ob er widerstandsfähig wirkt und saubere Schweißnähte hat. Ein sehr wichtiges Qualitätsmerkmal sind die Bremsen. Zur Auswahl stehen Scheiben- oder Trommelbremsen, eine besonders gute Bremswirkung zeigen Hydraulik-Bremsen. Auch in Sachen Reifen gibt es Unterschiede: Die meisten E-Scooter haben Vollgummireifen, die robust sind, auf denen man aber auch Erschütterungen stärker spürt; Luftbereifung wiederum verspricht höheren Fahrkomfort, ist aber anfälliger. Der Rücken freut sich auch über einen verstellbaren Lenker. Einen ordentlichen E-Scooter bekommst du ab 250 Euro, für eine hochwertige Ausstattung kann man weit über 1.000 Euro ausgeben. Dabei sollte der Verwendungszeck des E-Scooters im Fokus stehen. Grundsätzlich kann man folgende Typen unterscheiden:

Der Leistungsstarke: Egret Ten V4.

Der Markt bietet derzeit noch bis zu 1.000 Watt starke Motoren an; da die Straßenzulassung für Modelle bis 500 Watt gilt, werden sich die Hersteller über kurz oder lang aber sicher an dieser Marke orientieren. Empfehlenswert in Sachen Leistung, aber mit 1.649 Euro auch hochpreisig ist etwa der Egret Ten V4. Er ist mit seinem kraftvollen 500-Watt-Antrieb gut motorisiert und macht richtig Spaß beim Beschleunigen. 2018 hat Auto Bild den Vorgänger, den Egret Ten V3, zum Testsieger gekürt.

Eine Frau und ein Mann fahren mit dem E-Scooter Egret Ten V4 nebeneinander her.
Leistungsstark: der Egret Ten V4. © Walberg Urban Electrics

Höchste Reichweite mit dem Hi-Shock Urban.

Mit einer Reichweite von 40 Kilometern ist der SXT Light Plus V der ideale Begleiter für Ausflüge ins Umland oder auch längere Touren durch die Stadt (gemessen bei konstanter Geschwindigkeit von 20 km/h mit 70 Kilo Zuladung). Der Hersteller hat dem Modell gerade ein 36V-Samsung-Akku-Upgrade spendiert.

Der E-Scooter SXT Light Plus V ist auf einem Steg eines Yachhthafens geparkt, daneben steht eine Frau mit Sonnenbrille und schwarzem Kleid.
Der ideale Begleiter für längere Ausflüge: der SXT Light Plus V. © SXT

Clever in Sachen Reichweite ist auch der Hi-Shock Urban: Er verfügt zwar nur über eine Reichweite bis 25 Kilometer, der Akku kann aber in Sekundenschnelle ausgewechselt werden, so dass sich die Reichweite verdoppelt.

Hi Shock Urban
Höchste Reichweite: der Hi-Shock Urban. © kixride.de

Leicht und kompakt: der Moovi E-Scooter.

Wer den E-Scooter für die „Last Mile“ nutzen möchte und ihn auf dem Weg zwischendurch zusammenklappen und tragen wird, sollte sich für ein leichtes Modell entscheiden. Ein toller Typ ist etwa der Moovi E-Scooter: Dank patentierter Aluminium-Leichtbauweise wiegt er nur 9,1 Kilo und verfügt über einen Einhand-Klappmechanismus. Der TÜV-zertifizierte Moovi ist für 599 Euro zu haben.

Komfortabler Fahrspaß: der IO Hawk Exit Cross.

In dieser Klasse kommt es auf das eine oder andere Gramm nicht an, dafür aber auf eine komfortable Ausstattung. Spannend ist hier der IO Hawk Exit Cross für 1.099 Euro, der mit luftgefüllten, 10 Zoll großen Offroad-Reifen mit genügend Grip für Waldwege, Sand und Kies daherkommt. Stoßdämpfer vorne und hinten sorgen für einen besonders komfortablen Ritt, die breite Trittfläche ermöglicht einen bequemen Stand. Zwei mechanische Scheibenbremsen lassen sich bequem und sicher am Lenker bedienen.

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