E-Skateboards sind im Kommen: Mobil mit Stil.

E-Mobilität und Umweltzonen gehören zum Alltag. E-Autos erobern die Straßen. Doch was ist mit Spaßgeräten wie E-Skateboards? Darfst du damit zur Arbeit oder zur Party flitzen? Wir stellen dir Anfänger- und Profimodelle vor und klären über die Gesetzeslage von E-Skateboards auf.

E-Skateboard: Eine Alternative zu E-Bike und E-Scooter?

Es wäre schon eine Kunst, die Zeichen der Zeit nicht zu sehen. 2019 erhielten 63.300 E-Autos eine Neuzulassung. 2020 erwartet die Automobilindustrie einen Anstieg um 138 Prozent für E-Fahrzeuge auf deutschen Straßen. Viele suchen mittlerweile nach klimafreundlichen Alternativen für eine schnelle Fortbewegung.

Wenn für dich enge U-Bahnen nicht in Frage kommen und du auch keine Lust auf Stau hast, dann sind Elektro-Kleinstfahrzeuge die Lösung für dich. Neben trendigen E-Scootern sind auch E-Skateboards im Kommen – auch wenn die rechtliche Lage für die Nutzung aktuell noch ungeklärt ist.

Frau fährt auf einem E-Longboard durch einen sonnigen Park.
Ob Skateboard oder Longboard, die neuen elektrischen Modelle werden immer beliebter.

E-Skateboard intuitiv steuern.

E-Skateboards sind nicht nur praktisch, sie bringen dich noch nicht mal ins Schwitzen. Du bedienst sie nämlich nicht wie klassische Skateboards mit dem Fuß, sondern durch simple Gewichtsverlagerung. Als Antrieb dient meist ein bürstenloser Motor, der auch bei Belastung kaum verschleißt. Beschleunigt und gebremst wird über eine intuitive Funkfernbedienung oder App. So kannst du neben der Fahrt sogar die Aussicht genießen.

Die meisten Modelle erreichen Geschwindigkeiten bis zu 40 km/h oder mehr. Einige Modelle schaffen selbst eine Steigung von 30 Grad, ohne zu mucken. Somit sind sogar längere Ausflüge durch Stadt und Land möglich.

Ein Geschäftsmann mit Aktentasche fährt E-Skateboard auf einem Gehweg.
Auch auf dem Weg zur Arbeit könnte das E-Skateboard in Zukunft eine praktische Alternative sein.

E-Skateboard für Anfänger geeignet?

E-Bikes und E-Scooter sind dank Lenkstangen und Sitzmöglichkeiten relativ sicher zu fahren. Bei Skateboards denkst du vielleicht aber eher an Stürze und blaue Flecken. Doch keine Sorge, wir können Entwarnung geben. E-Skateboards sind nicht annähernd so anspruchsvoll wie ihre analogen Originale.

E-Skateboards eignen sich hervorragend für Anfänger. Gut ausbalanciert und mit fahrruhigem Elektro-Antrieb kommt außer sanfter Gewichtsverlagerung nicht viel Eigenleistung hinzu. Die Wireless Fernbedienung ist zudem handlich und selbsterklärend.

Trotzdem ist das Fahren ohne Lenkstange nicht ungefährlich. Helm und Gelenkschoner sind also Pflicht.

Was ist mit Reichweite und Aufladen?

Die Akku-Reichweite von E-Skateboards variiert je nach Ausführung und Hersteller. Durchschnittlich schaffen sie zwischen 15 und 30 Kilometern. Als Mindestreichweite empfehlen sich zehn Kilometer bis zum nächsten Ladevorgang. Das Aufladen selbst dauert je nach Modell eineinhalb bis drei Stunden. Einige Modelle bieten sogar die Möglichkeit, das Board über externe Akkus aufzuladen. Selbst auf langen Touren geht deinem Flitzer dann nicht die Puste aus.

Welche E-Skateboard-Modelle gibt es?

E-Skateboards gibt es in drei Versionen, die sich in Größe und Geschwindigkeit unterscheiden: E-Skateboard, E-Longboard und E-Mountainboard.

E-Skateboard

E-Skateboards ähneln, wie es der Name nahelegt, herkömmlichen Skateboards. Sie sind relativ kompakt und haben eine Länge von ca. 75 cm und eine Breite von ca. 25 cm. Mit durchschnittlich 20 km/h Höchstgeschwindigkeit und kleinen Rädern eignen sie sich für kurze, ebene Strecken – im Grunde perfekt für kurze Fahrwege.

Zu empfehlen sind die Modelle Nilox Doc Skate Plus (rund 350 Euro), Dr. Ferrari Action (rund 200 Euro) und Boosted Mini X Boards (rund 900 Euro). Alle Modelle sind für Anfänger geeignet, da sie im Vergleich zu Longboards kompakt und nicht zu schnell sind. Dafür ist die kleine Standfläche gewöhnungsbedürftig und die Reichweite mit 15 bis 20 Kilometern nicht gerade überwältigend.

E-Longboard

Für Einsteiger eignen sich vor allem E-Longboards, die große Variante der E-Skateboards. Mit ca. 90 cm Länge und zwischen 23 und 25 cm Breite bieten sie viel Standfläche; die großen, weichen Räder versprechen eine ruhige Fahrt. E-Longboards erreichen Höchstgeschwindigkeiten von 35 und 40 km/h.

Wir empfehlen die Modelle Colorway HB10 (ca. 300 Euro), RCB cool&fun E-Skate (ca. 300 Euro) und Yuneec E-GO 2 (ca. 700 Euro). Alle drei Modelle sind schön groß und bieten hohen Fahrkomfort. Eine Akkuaufladung dauert drei Stunden und reicht für 20 bis 30 Kilometer.

E-Mountainboard

Die Räder von E-Mountainboards sind groß und haben viel Profil. Dadurch sind sie besonders gut geeignet für unbefestigte Wege. Durch ihr relativ hohes Gewicht sind sie aber langsamer und weniger wendig, also nicht so gut einsetzbar als urbanes E-Board. Das Offroad-Fahren birgt zudem Risiken und erfordert Erfahrung. Ein Vorteil der Offroad-Boards ist jedoch, dass es für das Fahren auf unbefestigten Wegen in Bergen, Wäldern oder Wiesen keine Zulassung braucht.

Wir empfehlen die Modelle FlowerW Moutainboard (ca. 120 Euro) und L-Faster Mountainboard (ca. 210 Euro).

Rechtliche Lage für E-Skater noch ungeklärt.

So verlockend flotte E-Skateboards auch scheinen, sie haben einen großen Nachteil: Stand Mai 2020 sind E-Skateboards nicht im Straßenverkehr zugelassen. Nur private Wege oder das eigene Grundstück darfst du damit nutzen. Straßen und Fußgängerwege sind tabu. Verstöße werden im schlimmsten Fall wie Fahren ohne Zulassung behandelt. Ohne Zulassung gibt es somit auch keine Haftpflichtversicherung.

Auch wenn E-Scooter seit Sommer 2019 im Straßenverkehr zugelassen sind und Verkehrsminister Scheuer zumindest die Bedeutung von Elektro-Kleinstfahrzeugen für Elektromobilität erkannt hat: E-Skater müssen sich derzeit noch in Geduld üben.

Nachhaltigkeit

Aus alt mach elektrisch neu.

Wenn du dein geliebtes Longboard nicht hergeben willst, musst du es für ein E-Skateboard nicht gleich einmotten. Rüste einfach elektrisch auf! Die junge Firma Mellow Boards bietet dafür Drive Kits bestehend aus Vorder- und Hinterachse, Motor und Fernbedienung. Montiere alles nach Anleitung an dein Longboard, und du hast blitzschnell ein motorisiertes E-Longboard unter den Füßen.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

facebook instagram twitter youtube linkedin xing envelop hilfe login menu burger phone messenger whatsapp mail kwk gas strom waermestrom more playbutton loading-indicator