eBussy: Vielseitiger Neuling auf dem Markt der Stromer.

Wer ein Elektroauto kaufen möchte, hat mittlerweile die Qual der Wahl. Dabei gilt es, auch zu überlegen, für welchen Zweck man den „Neuen“ primär nutzen will: Transport, Familie oder Freizeit? Gar nicht so einfach. Abhilfe schaffen könnte hier der neue eBussy des Unternehmens ElectricBrands, der sowohl Pick-up als auch Campingbus sein kann. Wir erklären, wie das funktioniert.

Es lebe die Vielseitigkeit – der eBussy.

eBussy – hinter diesem Namen verbirgt sich eine neue, ungewöhnliche Elektrokreation des deutschen Unternehmens ElectricBrands. Es handelt sich dabei um ein modulares Leichtfahrzeug, das äußerst vielseitig und wandelbar ist. Mit dieser Innovation mischt ElectricBrands beim Rennen um die perfekte Technologie ordentlich mit. Etablierte Automobil-Hersteller werden erneut  gefordert.

Der eBussy, kurz für electric Bus System, ist in zwei Fahrgestellvarianten erhältlich: in der Standard- und der Offroad-Version. Das Besondere: Auf diese beiden Chassis kann man zehn unterschiedliche Module oder Aufbauten aufsetzen. Und zwar eigenhändig, ohne Spezialwerkzeug sowie schnell und einfach, verspricht der Hersteller. Das Fahrzeug soll sich also im Handumdrehen an verschiedene Nutzungsbedürfnisse anpassen lassen. Klingt interessant – da lohnt sich ein genauerer Blick!

ElectricBrands bietet bei dem eBussy mit zwei Fahrgestellvarianten größtmögliche Vielfalt an. (©embos GmbH)

Für jeden Anlass das passende Modul?

Der Hersteller bezeichnet sein System als „Lego-Prinzip“. Konkret ermöglicht es, aus dem eBussy mit vergleichsweise wenig Aufwand unter anderem ein Cabrio, einen Pick-up oder einen Campingbus zu „zaubern“. Das kann praktisch sein, wenn man einen Wagen nicht nur gewerblich, sondern auch privat nutzen möchte, zum Beispiel mit dem Campingmodul. Es wartet mit einigen Annehmlichkeiten auf; enthalten sind unter anderem Kühlschrank, Fernseher, Kochfeld und Spüle.

Kosten und Marktstart des Chamäleons.

Je nach Vorliebe und gewünschtem Einsatzzweck muss man für die unterschiedlichen Versionen des eBussy auch mehr oder weniger tief in die Tasche greifen: Während die Basisvariante dem Unternehmen zufolge voraussichtlich bei 15.800 Euro beginnen soll, wird die oben genannte Campingausführung ab 28.800 Euro kosten.

Und ab wann kann man das alles haben? Auf der Website von ElectricBrands ist es schon jetzt möglich, den eBussy zu reservieren. Das wandelbare Elektromodell wird wohl ab 2021 erhältlich sein. Somit bleibt noch etwas Zeit für die Vorfreude oder die Entscheidungsfindung, ob ein eBussy zu deinem Leben passen könnte. Schauen wir uns daher im Folgenden die Eckdaten und die Technik des Chamäleons etwas detaillierter an.

eBussy: Größe und Zuladung.

Das Gewicht des etwa 3,65 m langen und circa 1,95 m hohen eBussy soll bei 450 bis 600 kg liegen. Nicht eingerechnet sind Batterien, Aufbauten und Ladung. Letztere kann fast noch einmal das Doppelte des Leergewichts betragen; die Zuladung der Technik wird mit bis zu 1.000 kg beziffert. Aber nicht nur für den Transport von Lasten ist der eBussy eine Option. In der Variante „Van“ sollen nämlich beispielsweise bis zu vier Personen Platz finden – durchaus familientauglich, finden wir.

Das steckt unter der Haube.

Weitere zentrale Fragen, wenn du dich für den Stromer interessierst: Wie schnell ist man mit einem eBussy unterwegs und wie weit kommt man? Die Höchstgeschwindigkeit soll bei mehr als 90 km/h liegen. Damit bewegt sich das Allradfahrzeug zwar nicht im Bereich der Elektroflitzer, aber solange du keinen Wert auf Geschwindigkeitsrekorde legst, brauchst du vielleicht auch gar nicht mehr. Insbesondere, wenn du den eBussy vorwiegend in der Stadt nutzen möchtest.

Ausgestattet ist der eBussy modellabhängig mit bis zu zwölf Batteriemodulen, die man herausnehmen beziehungsweise austauschen kann. Ihre Leistung wird laut Hersteller bei 10 bis 30 kWh liegen. Je nach gewählter Variante soll mit den Akkus eine Reichweite von bis zu 600 km möglich sein. Ihre Ladezeit gibt ElectricBrands mit drei bis sechs Stunden an.

Grafische Darstellung einer geplanten öffentlichen Batterie-Wechselstation für eBussy.
Schnellladen 2.0: ElectricBrands plant öffentliche Batterie-Wechselstationen zu errichten. (©embos GmbH)

Und das gibt’s auf dem Dach.

Zusätzlich zu seiner Batterieausstattung punktet der eBussy mit Solarpanels auf dem Dach. Sie können bis zu 8 m2 groß sein und sollen täglich bis zu 13 kWh erzeugen können. Damit würdest du zusätzliche 200 km weit kommen. Die maximale Reichweite des eBussy beziffert der Hersteller somit im Standardmodus mit bis zu 800 km (im Vollastmodus sinkt sie hingegen auf maximal 600 km). Das ist dennoch eine ganze Menge und könnte für Einige ein wichtiges Pro-Argument darstellen.

Zugelassen wird der eBussy übrigens in der Fahrzeugklasse L7e. Gleiches gilt beispielsweise für den kleinen Renault Twizy, über den du in diesem Artikel mehr erfahren kannst. Beide Stromer – eBussy und Renault Twizy – fallen somit in die Klasse der Straßen-Quads und können mit der Fahrerlaubnisklasse B („Autoführerschein“) gefahren werden.

Entscheidungshilfe E-Mobilität

Für wen ist der eBussy das Richtige? Wenn dir Vielseitigkeit und Flexibilität besonders wichtig sind, dann könnte er gut zu dir passen. Falls du mehr auf Geschwindigkeit stehst, überzeugt dich vermutlich eher ein schneller Elektroflitzer. In den USA haben sich Start-ups in der Elektromobilität beispielsweise auf den Abenteurer in uns konzentriert und PS-starke Offroad-E-Autos auf den Markt gebracht. Die neuen Geländewagen können sich sehen lassen. Ein Marktcheck kann sich daher lohnen. In jedem Fall sind zu den Elektrowagen 2020 einige Highlights hinzugekommen, die dich begeistern werden.

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