Elektro-Sportwagen: Diese Modelle machen richtig Spaß.

Tempo, Fahrspaß und Strom? Das Segment der Elektro-Sportwagen wird immer größer und wichtiger. Auch wenn den Preisen nach oben keine Grenzen gesetzt sind, gibt es Neuheiten, die in Zukunft das Straßenbild prägen könnten – und bereits jetzt für mächtig Furore sorgen.

Elektro-Sportwagen: Der Tesla Roadster stand am Anfang.

E-Autos sind umweltschonender als Verbrenner, weil sie beim Fahren keine Abgase ausstoßen. Dazu sind sie in aller Regel leise und modern. Für viele Käufer stellen sie damit die logische und vernünftige Wahl dar. Wo aber bleibt der Spaß? Starke Beschleunigung, Tempo und Sportlichkeit verbinden viele eher mit klassischen kraftvollen Verbrennern. Was aber ist mit Elektro-Sportwagen? Dass Fahrspaß, Geschwindigkeit und Stromer sich keineswegs ausschließen, wissen Kenner bereit seit 2008.

Damals brachte Tesla mit dem Roadster den ersten echten Elektro-Sportwagen auf den Markt. Im normalen Straßenverkehr fand man den Flitzer allerdings eher selten. Lediglich 2.450 Fahrzeuge wurden produziert und für einen sechsstelligen Betrag angeboten. In diesem ersten Schritt ging es Tesla weniger darum, sich auf dem Markt der Sportwagen mit einer Elektro-Alternative zu etablieren. Vielmehr wollte das Unternehmen aus Kalifornien damals zeigen, was technisch möglich ist und in Zukunft möglich sein würde. Auf 292 PS und eine Höchstgeschwindigkeit von 201 km/h brachte es Teslas erster Streich. Die Konkurrenz reagierte damals skeptisch, aber mittlerweile haben sich die Zeiten geändert und andere Hersteller unter Zugzwang gesetzt.

Ausblick: Der neue Tesla Roadster mit Raketenantrieb.

Doch damit endet die Geschichte des Roadster nicht: ein neues Modell befindet sich bereits in der Testphase. Die Neuauflage des Sportwagens soll mit der neuen Super-Batterie des US-Herstellers ausgestattet sein. Damit soll eine Reichweite von bis zu 1.000 Kilometern möglich sein. Doch damit nicht genug: Mit seinem geplanten Raketenantrieb könnte der Tesla Roadster den fiktiven Autos von James Bond reale Konkurrenz machen. Im Gespräch mit US-Talklende Jay Leno verriet Musk bereits: „Wir werden komprimierte Luft nutzen – es ist eine Kaltgas-Schubdüse. Die Hauptdüse wird hinter dem Nummernschild verborgen sein. Zum Beschnleunigen senkt sich das Nummernschild ab. Es ist wie bei James Bond!“

Durch die Technik soll eine Beschleunigung möglich sein, die an die menschlichen Grenzen heranreicht. Wo Interessenten diese Beschleunigung ausreizen können, ist allerdings ebenso ungewiss wie die Strecke auf der die voraussichtlich mögliche Höchstgeschwindigkeit von 400 km/h ausgefahren werden kann. Sportwagen-Begeisterte würden sich aber mit Sicherheit auch nicht scheuen, dafür auf eine Rennstrecke auszuweichen. Bis es soweit ist, kann es aber noch eine Weile dauern. Nachdem zunächst angenommen wurde, dass der neue Roadster bereits 2020 an den Start geht, wird aktuell über einen Marktstart 2022 spekuliert.

Roter Tesla Roadster auf einer Landstraße
Die neue Ausgabe des Tesla Roadster kommt voraussichtlich mit Raketenantrieb. (© Tesla)

Elektro-Sportwagen von BMW: Der i8 als innovativer Plug-in-Hybrid.

Der bayerische Autobauer hat inzwischen ebenfalls Gefallen am Segment der Elektro-Sportwagen gefunden. BMW steht längst nicht mehr nur im Bereich der Dieselfahrzeuge für Tempo und Sportlichkeit. Mit dem optisch ansprechenden i8 schickte man 2014 einen beeindruckenden Plug-in-Hybriden ins Rennen. Seit dem Marktstart wurden 20.465 Exemplare verkauft: 3.884 mal der noch deutlich exklusivere i8 Roadser und 16.581 mal das Coupé.

Im reinen Elektromodus kann der BMW i8 in der seit 2018 gebauten Modellreihe auf einen 105 kW (143 PS) starken Hybrid-Synchron-Elektromotor mit 250 Nm maximalen Drehmoment an der Vorderachse zurückgreifen. Der Akku hat 11,6 kWh Kapazität. In Kombination mit dem 3-Zylinder-Ottomotor sind dann sogar insgesamt 275 kW (374 PS) mit einem maximalen Drehmoment von 570 Nm möglich. Damit gelingt die Beschleunigung von 0 auf 100 km/ in gerade einmal 4,6 Sekunden. Die 250 km/h Spitzengeschwindigkeit können zwar nicht mit dem neuem Roadster von Tesla mithalten. Für den regulären Einsatz auf deutschen Straßen, sollte sie aber absolut ausreichend sein.

Wenn du dir einen i8 sichern möchtest, gehört auch ein bisschen Glück dazu: Die Serienproduktion des Elektro-Sportwagens wurde 2020 eingestellt.

BMW i8 auf einer Autoausstellung im Hintergrund zwei Männer
Der BMW i8 ist mit seinem Flügeltür-Design ein echter Hingucker.

Elektro-Sportwagen von Audi: Warten auf den e-Tron GT.

Audi hält mit einem Elektro-Sportwagen dagegen: Der Audi e-Tron GT soll dabei den Fahrspaß zumindest mit ein wenig mehr Nutzen verbinden. Die 590 PS der beiden Synchronmotoren und 240 km/h Höchstgeschwindigkeit lassen zwar auf ein Kraftpaket hoffen, mit einer Reichweite von voraussichtlich 430 Kilometern, einem großzügigen Stauraum und der viertürigen Bauweise steht der Elektro-Sportwagen von Audi aber nicht nur für Speed und Spaß, sondern eignet sich auch als sportliches Alltagsauto. Die Markteinführung soll 2021 erfolgen.

Elektro-Sportwagen von Porsche: Hochleistung mit dem Taycan.

Bereits einen großen Schritt weiter ist Hersteller Porsche. Sein Elektro-Sportwagen nennt sich Taycan und kommt in den Versionen 4S, Turbo und Turbo S. Er hat, je nach Modell, eine Reichweite von bis zu 400 Kilometern und kann auf maximal 761 PS zurückgreifen. Ermöglicht wird dies durch zwei 800-Volt-Synchronmotoren. Beim Porsche Taycan Turbo S beträgt die Höchstgeschwindigkeit 260 km/h. Das originale Porsche-Gefühl von Geschwindigkeit und Freiheit gibt es also auch in der Stromer-Variante. Aber kann ein E-Auto wie ein Sportwagen klingen? Die ganz klare Antwort: Ja! Die Stuttgarter setzen beim Sounddesign auf den röhrenden Klang eines Hochleistungs-Sportwagens – in der elektrischen Variante ist dieser allerdings optional.

Ausblick: Elektro-Sportwagen von Rimac – ein Stromer der Superlative.

Doch auch weniger bekannte Automarken produzieren Elektroautos mit Rennambitionen. Zwar musste der Verkaufsstart des Elektro-Sportwagens Rimac C-Two aufgrund der Corona-Pandemie jüngst auf 2021 verschoben werden. Schon jetzt lässt der kroatische Stromer, dessen finaler Name voraussichtlich Ende 2020 verkündet wird, allerdings aufhorchen. Sage und schreibe 1.915 PS und eine Höchstgeschwindigkeit von 412 km/h sind beachtlich – haben allerdings auch ihren Preis. Einen siebenstelligen Betrag werden geneigte Sportwagenfans investieren müssen, um eines der wahrscheinlich nur 150 Modelle zu ergattern.

Die Leistung stellen vier Elektromotoren zur Verfügung – zwei pro Achse. Der Gesamtdrehmoment liegt bei erstaunlichen 2.300 Nm. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/ soll damit in knapp unter zwei Sekunden möglich sein. Auf 300 km/h schafft es der Rimac voraussichtlich in 11,8 Sekunden. Die dafür notwendige Energie stellt ein Rimac C_Two zur Verfügung. Mit diesem soll eine Reichweite von bis zu 650 Kilometern im Norm-Modus möglich sein. Nachgeladen wird anschließend per Schnelllader, der in 30 Minuten 80 Prozent der Reichweite wieder bereitstellt.

Blauer Rimac C_Two mit geöffneten Türen
1.915 PS und 412 km/h Spitze: Der Rima C-Two ist ein Elektro-Sportwagen der Superlative.
Schnellster Elektro-Sportwagen gesucht.

Schnell sind sie alle, aber welcher E-Sportwagen ist der schnellste? Lässt man Einzelstücke und Spezialanfertigungen außen vor, dürfte der Rimac C-Two mit sagenhaften 412 km/h den Titel „schnellster Elektro-Sportwagen“ abräumen. Die schnellste Beschleunigung von 0 auf 100 hat allerdings der Aspark Owl mit unglaublichen 1,69 Sekunden.

E-Sportwagen im mittleren Preissegment.

Wer nicht ganz so viel Geld in die Hand nehmen, aber trotzdem die Vorzüge eines flotten Elektroautos genießen möchte, wird ebenfalls fündig. Während der Ford Mustang in der elektrischen Version eher in Richtung SUV geht, planen die asiatischen Anbieter Kia (Südkorea) und Honda (Japan) jeweils einen neuen und erschwinglichen Elektro-Sportwagen. Genaue Preise sind noch nicht bekannt; die Hersteller wollen allerdings mit ihren Stromern einen breiten Markt ansprechen. Übrigens haben wir dir auch einen Überblick zu den Neuheiten in 2021 zusammengestellt.

Der Ford Mustang Mach-E auf einer Küstenstraße
Der Ford Mustang Mach-E überzeugt mit sportlichem Design.

Nach oben keine Grenzen: Die Luxusstromer.

Das kann man über die hochpreisigen Elektro-Sportwagen bestenfalls bedingt sagen. Kommt der Polestar 1 Plug-in-Hybrid mit einem Mindestpreis knapp über 150.000 Euro noch beinahe erschwinglich daher, gibt es im Luxus-Segment nach oben kaum Grenzen. 50.000 Euro mussten Käufer für den Aspark Owl hinblättern – als Anzahlung wohlgemerkt. Der Kaufpreis lag letztendlich bei knapp 3 Millionen Euro. Die Sportwagenmanufaktur Gumpert bietet den RG Nathalie mit Methanol-Brennstoffzellen-Technologie, Bosch-Elektromotoren und 544 PS für knapp über 400.000 Euro an – im Vergleich beinahe günstig. Aus Großbritannien kommt der AP-0 von Apex Motors mit einer 90-kW-Batterie und 641-PS-Elektromotor. Zum Verkaufsstart 2022 wird der genaue Preis feststehen, der wohl über 200.000 Euro liegen wird.

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