Elektroauto kaufen – das solltest du beachten.

Du willst dir ein E-Auto anschaffen oder auf den Stromer umsteigen? Ob Fragen zur Ladestation, Beantragung der E-Auto-Prämie oder sonstige relevante Punkte: Yello fasst die wichtigsten Hinweise zusammen.

Erste Gedanken zum Elektroauto.

Da ist sie plötzlich, diese Idee: auf ein E-Auto umsteigen! Ein Elektroauto anschaffen! Umweltschutz, check: endlich ein Fahrzeug, das du mit ruhigem Gewissen fahren kannst. Marktreife, check: endlich ein Auto, das trotz seiner positiven Umweltbilanz nicht derart kompliziert daherkommt, dass du es doch lieber stehen lässt. Der Staat und die Hersteller fördern das Ganze auch noch mit einer ordentlichen Prämie – Doppelcheck. Wenn da bloß nicht diese bohrenden Fragen wären: Wie läuft das eigentlich mit dem Aufladen? Wie komme ich an die Prämie – und vor allem: wie lange noch? Und was gilt es sonst noch zu beachten? Hier findest du die Antworten.

Auf einem Navigationsgerät wird im Display der Begriff "Mobilität" mit einem Pfeil angezeigt
Im Trend: Elektroautos und Hybridfahrzeuge.

Die Prämie beantragen: Was muss ich wissen?

Seit Juli 2016 kannst du eine Kaufprämie für Elektroautos und Hybridfahrzeuge beantragen, den sogenannten „Umweltbonus“. Er soll das umweltfreundliche Autofahren weiter nach vorn bringen. Dafür investieren Bund und Autoindustrie insgesamt 1,2 Milliarden Euro. Zusätzlich bietet der Staat eine Steuerbefreiung: alle Elektroautos, die ab dem 17. November 2016 zugelassen wurden und werden, erhalten eine Steuerbefreiung für zehn Jahre.

Wichtige Fragen und Antworten zur Förderung von Elektroautos:

Kann jeder Käufer die Förderung beantragen?

Generell können alle Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine, die ein Elektroauto kaufen und es auf ihren Namen zulassen, einen Antrag auf Förderung stellen – auch für Leasingwagen.

Welche Autos werden in welcher Höhe gefördert?

Grundsätzlich kommen alle Elektroneuwagen mit einem Netto-Listenpreis von unter 60.000 Euro für die Förderung infrage. Für reine Elektroautos gibt es 2.000 Euro vom Staat. Der Hersteller erlässt ebenfalls 2.000 Euro vom Kaufpreis. Das senkt bei deinem Elektroauto den Preis um zusammengerechnet 4.000 Euro. Plug-in-Hybride, die per Stecker aufgeladen werden können und einen zusätzlichen Verbrennungsmotor besitzen, werden mit 1.500 Euro vom Staat und 1.500 Euro vom Hersteller, also mit insgesamt 3.000 Euro, gefördert.

Kommt mein (Wunsch-)E-Auto für die Prämie infrage?

Um herauszufinden, ob du bei deinem gewünschten Elektroauto die Kosten auf diese Weise senken kannst, musst du nur in Erfahrung bringen, ob es auf der Liste der förderfähigen Modelle steht. Diese findest du in PDF-Form auf der Website des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa). Die Liste wird regelmäßig erweitert.

Wie komme ich an das Fördergeld?

Die eine Hälfte der Prämie erhältst du auf Antrag vom Staat, die andere Hälfte bekommst du vom Hersteller, indem er den Kaufpreis des Elektroautos entsprechend reduziert. Den Antrag auf Förderung eines E-Autos findest du auf der Website des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Die Anträge können ausschließlich elektronisch gestellt werden.

Welche Unterlagen brauche ich?

Um die Förderung beantragen zu können, benötigst du den Kauf- beziehungsweise Leasingvertrag deines Elektroautos sowie die Rechnung und deine Zulassungsbescheinigung. Achtung: Auf der Rechnung muss ausgewiesen sein, dass der Hersteller seinen E-Auto-Prämienanteil vom Netto-Kaufpreis abgezogen hat. Diese Dokumente scannst du ein, falls sie dir noch nicht in elektronischer Form vorliegen, und lädst sie dann im Online-Portal des Bafa hoch.

Welche Fristen gelten bei der Förderung?

Allzu viel Zeit solltest du dir mit deinem Förderantrag nicht lassen, denn das Programm von Bundesregierung und Autoindustrie läuft nicht ewig! Das Förderprogramm wird eingestellt, sobald der Topf von insgesamt 1,2 Milliarden Euro leer ist. Sollte diese Summe nicht ausgeschöpft werden, endet das Programm dennoch – und zwar spätestens Ende 2020.

Kann ich die Prämie auch rückwirkend beantragen?

Ja, das ist möglich. Die E-Auto-Prämie kann rückwirkend für Kauf- oder Leasingverträge ausgezahlt werden, die ab oder am 18. Mai 2016 abgeschlossen wurden. Voraussetzung: Sie müssen die Förderrichtlinien erfüllen, also alle Punkte, die auf dieser Liste aufgeführt sind.

Was muss ich bei Umstieg oder Kauf eines E-Autos beachten?

Wer überlegt, auf ein E-Auto umzusteigen, sollte sich auf jeden Fall mit diesen wichtigen Fragen beschäftigen:

Welches E-Auto passt zu mir?

Wenn du über den Kauf eines Elektroautos nachdenkst, wirst du schnell vor der Frage stehen, welches Modell überhaupt zu dir passt. Auch wenn das Angebot immer weiter wächst, kann es durchaus passieren, dass du dein bisheriges Fahrzeug nicht einfach durch ein vergleichbares E-Auto ersetzen kannst: Noch werden längst nicht alle Fahrzeugtypen mit E-Antrieb angeboten. Vermutlich musst du dich von deiner bisherigen Automarke trennen. Welches E-Auto zu dir passen könnte, erfährst du hier.

Kommt ein gebrauchtes E-Auto infrage?

Zurzeit hält sich die Auswahl an gebrauchten Elektroautos in Grenzen. Echte Erfahrungswerte wird es erst in den kommenden Jahren geben. Zum jetzigen Stand besonders wichtig: Wenn du ein gebrauchtes Elektroauto kaufen möchtest, achte darauf, dass du es mit einem seriösen Autohändler zu tun hast. Neben einer möglichst aktuellen Hauptuntersuchung ist auch der Jahrgang des Gebrauchten sehr wichtig. Denn bei der Technik hat sich in den letzten Jahren viel getan. Deshalb gilt in der Regel: Je neuer, desto besser! Was du beim Kauf eines gebrauchten E-Autos beachten musst, erfährst du hier, alles über Wertverlust von E-Autos hier.

Elektroauto kaufen oder leasen?

Hast noch Zweifel, ob du ein Elektroauto kaufen möchtest, solltest du über Leasingangebote nachdenken. Dann musst du weder bei deiner Bank nach einem Kredit fragen noch die Kaufsumme auf einmal aufbringen. Das schafft dir einen finanziellen Freiraum für andere Dinge wie Urlaub. Über die Vor- und Nachteile des Leasings klären wir dich hier auf.

Batterieanzeige im Armaturen-Display eines E-Autos
Verliert eine gemietete Batterie übermäßig an Kapazität, wird sie ersetzt.

Batterie kaufen oder mieten?

Grundsätzlich kannst du entweder ein Elektroauto komplett mit Batterie kaufen oder nur das Fahrzeug erwerben und den zugehörigen Akku mieten. Wenn du ein Elektroauto samt Batterie kaufst, ist der Fahrzeugpreis normalerweise deutlich höher. Dafür kommen später keine monatlichen Fixkosten in Form der Akkumiete auf dich zu. Bei guter Pflege kann die Batterie eines E-Autos bis zu zehn Jahre lang halten. Speichert eine Batterie nicht mehr genügend Strom zum Autofahren, lässt sie sich für andere Anwendungen nutzen. Oder sie wird recycelt.

Wer die Batterie nicht gleich mitkaufen will, für den bietet sich Miete oder Leasing an. Du zahlst einen monatlichen Betrag und die Batterie geht nicht in dein Eigentum über. Fällt sie während der Vertragslaufzeit aus oder verliert übermäßig an Kapazität, wird sie ersetzt. Aber aufgepasst: Meist orientiert sich die Höhe der Miete an der jährlichen Fahrleistung. Das solltest du berücksichtigen, wenn du verschiedene Angebote vergleichst!

Spezialtarife für die E-Auto-Versicherung?

Auch wenn Bundesregierung und Autohersteller den Kauf von Elektroautos fördern, sparst du bei der Haftpflichtversicherung aktuell keinen Cent. Die Einstufung des Risikos nehmen die Versicherungsgesellschaften bei einem Elektroauto genauso vor wie bei jedem anderen Fahrzeug. Was sich bei der Kasko-Versicherung ändert, erfährst du hier.

Yello Tipp

Beachte beim Kauf eines Akkus den Passus zum sogenannten bidirektionalen Laden in den Garantiebedingungen. Was steckt dahinter? E-Autos sind nicht nur in der Lage, Strom aufzunehmen – sie können ihn auch ins Netz zurückspeisen. So ist es Hausbesitzern mit Solaranlage beispielsweise schon heute möglich, ihr Elektroauto als Stromspeicher zu nutzen. Die höhere Anzahl von Lade- und Entladevorgängen, die dafür nötig sind, verringert allerdings die Lebensdauer der Batterie. Bidirektionales Laden kann dementsprechend dafür sorgen, dass die Garantie für eine E-Auto-Batterie erlischt.

Wie kann ich mein E-Auto laden?

Steht das Elektroauto erst einmal vor der Tür, stellt sich die Frage: Wie und wo kann ich den Akku meines Autos aufladen? Dafür hast du mehrere Möglichkeiten:

E-Auto zu Hause an der Steckdose laden.

An sich ist es kein Problem, den Stromer an einer üblichen Haushaltssteckdose mit 230 Volt zu laden. Allerdings musst du dabei einige Nachteile in Kauf nehmen. Dazu gehört zum Beispiel die geringe Ladegeschwindigkeit: Eine vollständige Ladung kann bis zu 14 Stunden dauern.

Außerdem sind nicht alle Leitungen für eine derartig hohe Belastung ausgelegt. Vor allem, wenn du in einem Altbau mit veralteten Leitungen und Absicherungen wohnst, solltest du zuerst einen Elektrofachmann zu Rate ziehen, bevor du dein Elektroauto auflädst. Sonst kann es zu ungewollten Hitzeentwicklungen und schlimmstenfalls zu sogar zu einem Brand kommen!

E-Auto steht in der Garagenauffahrt und ist mit einem Kabel am Hausstrom angeschlossen
Zuhause kann eine vollständige Ladung bis zu 14 Stunden dauern.

E-Auto an der Wallbox laden.

Für die eigenen vier Wände oder den Arbeitsplatz gibt es spezielle Ladestationen, sogenannte Wallboxen, die du zusätzlich kaufen und installieren lassen musst. Je nach Leistungsstärke schlagen diese Ladestationen mit 1.000 bis 3.000 Euro zu Buche – doch das kann sich lohnen! Vorsicht, nicht alle angebotenen Wallboxen sind gleich gut, wie der ADAC in einem umfangreichen Test herausgefunden hat.

Eine Wallbox arbeitet mit 400 Volt und 16 beziehungsweise 32 Ampere. Sie kann mit 11 beziehungsweise 22 Kilowatt die maximale Ladeleistung erreichen und somit die Ladezeit je nach Modell um mehrere Stunden reduzieren. Die Stromkosten hierfür werden über deinen Stromanbieter abgerechnet.

Übrigens, seit dem 1. Januar 2017 gilt: Das Aufladen eines Elektro- oder Hybridfahrzeugs beim Arbeitgeber muss nicht mehr als geldwerter Vorteil angegeben werden. Damit lädst du dein E-Auto also steuerfrei. Besonders komfortabel ist das induktive Laden. Dabei brauchst nicht einmal mehr ein Ladekabel. Wie das bei BMW funktioniert, erfährst du hier.

E-Auto an einer öffentlichen Ladestation laden.

Das bundesweite Netz an öffentliche Ladestationen und E-Tankstellen wächst jeden Tag. Die Stationen bieten meist eine besonders effektive Energieübertragung: Sie können E-Autos zum Teil in unter einer Stunde laden. Ist dein Auto mit der Ladestation verbunden, wird der Stecker per Zentralverriegelung arretiert und kann nur von dir wieder gelöst werden.

An den Stationen fallen Ladekosten an. Diese bezahlst du entweder über Ladekarten oder Apps der verschiedenen Anbieter. Den Parkplatz an der Ladesäule musst du in der Regel nach dem Aufladen umgehend wieder für andere E-Auto-Fahrer freimachen. Das kann auch finanziell wichtig sein, da einige Ladestationen nach angeschlossener Zeit abrechnen.

Frau hält ihre EC-/Kreditkarte an eine öffentliche E-Auto-Ladestation
An Ladestationen kannst du über Karte oder App bezahlen – je nach Anbieter.

Wo sind öffentliche Ladestationen zu finden?

Aktuell (Stand März 2019) gibt über 17.000 Ladestationen für Elektroautos in Deutschland. Dennoch musst du bei längeren Fahrten stets planen, nach welcher Strecke der Akku deines E-Autos wieder aufgeladen werden muss und welche Ladestation sich dort in der Nähe befindet. Entsprechende Übersichtskarten, die den Großteil der in Deutschland und Europa verfügbaren Ladestationen anzeigen, findest du zum Beispiel.

Wie profitiert die Umwelt am meisten von meinem E-Auto?

Du möchtest auf Elektromobilität setzen, um die Umwelt zu schonen? Dann solltest du auf den Strom achten, mit dem du dein Auto lädst. Der muss nach Möglichkeit grün und sauber sein – und das hängt hauptsächlich von der Produktionsart ab. An öffentlichen Ladestationen ist in der Regel ausgewiesen, ob du dort Ökostrom bekommst oder nicht. Wenn du dein Elektroauto zu Hause umweltfreundlich laden möchtest, findest du hier den passenden Tarif von Yello.

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