Elektroauto: Kosten für Versicherung, Steuern und mehr.

Wie jedes Auto verursacht auch ein Elektroauto laufende Kosten. Die Frage ist nur, welche? Ist ein E-Mobil unterm Strich günstiger oder teurer als ein Benziner oder Diesel? Wir geben dir hier einen Überblick darüber, mit welchen Kosten du kalkulieren musst und wo du bares Geld sparen kannst.

Kosten-Check: Der BMW i3 in der Yello E-Mobility Edition.

Aufladen, Steuern, Versicherung, Wartungsarbeiten – was kostet eigentlich ein E-Auto und lohnt es sich für mich, einen Stromer zu fahren? In unserer E-Mobility Serie geht Paul diesen Fragen auf den Grund. Da er sich für unser BMW i3 Leasing-Angebot entschieden hat, fallen für ihn zum Beispiel keine Versicherungs- und Wartungskosten an. Wovon er noch profitiert, erfährst du im Video.

Elektroauto kaufen: Der Staat gibt etwas dazu.

Am Anfang des Weges in die Elektromobilität steht der Autokauf. Und zugegeben: Nach wie vor sind Elektroautos teurer als vergleichbare Benziner oder Diesel. Beispielsweise kostet ein BMW i3 knapp 35.000 Euro, während ein vergleichbarer Mini mit 26.600 Euro zu Buche schlägt. Das sind immerhin 8.400 Euro Preisunterschied. Ähnlich sieht es bei anderen Herstellern aus. Der elektrisch betriebene Renault ZOE ist für etwa 23.300 Euro zu haben, ein konventioneller Clio ist 6.700 Euro günstiger. Bei VW kostet die Elektrovariante des up! mit 23.300 Euro sogar 11.000 Euro mehr als der Benziner.

Allerdings kannst du dir den Kauf eines Elektromobils fördern lassen. Derzeit erhält jeder, der ein neues Elektroauto bis zu einem Preis von 60.000 Euro kauft, eine Prämie von bis zu 4.000 Euro vom Staat. Zusätzlich werden dir die Kfz-Steuern für die ersten zehn Jahre erlassen.

Nur, wie hoch sind die Steuern für Elektroautos überhaupt? Ein Stromer wird ganz anders besteuert als ein konventionelles Auto, dessen Steuersatz nach Hubraum und Emissionen ermittelt wird. Beim E-Auto wird die Steuer nach zulässigem Gesamtgewicht (zGG) erhoben.

Abgerechnet wird dabei in 200 Kilo-Schritten. Der Steuersatz steigt, je schwerer das Auto ist:

  • Bis maximal 2.000 Kilo zGG: 5,625 Euro pro angefangene 200 Kilo und Jahr
  • Bis maximal 3.000 Kilo zGG: 6,01 Euro pro angefangene 200 Kilo und Jahr
  • Bis mehr als 3.500 Kilo zGG: 6,39 Euro pro angefangene 200 Kilo und Jahr

Für einen BMW i3, der ein zulässiges Gesamtgewicht von 1.700 Kilo hat, werden also 50,63 Euro Steuern pro Jahr veranschlagt.

1.800 kg / 200 = 9 * 5,625 € = 50,63 €

Auf zehn Jahre gerechnet erlässt der Staat dir als E-Auto-Besitzer in diesem Fall 506,30 Euro an Steuern.

Zählt man die Prämie von 4.000 Euro und den Steuererlass zusammen, wiegt das den Mehrpreis beim Kauf eines Elektroautos zwar noch nicht auf – aber so ein E-Auto hat noch weitere Kostenvorteile.

Mit Hausstrom fährst du meist am günstigsten.

Auch beim Strom für dein Elektroauto kannst du Kosten sparen. In bestimmten Fällen kannst du sogar gratis tanken.

Einige zukunftsorientierte Arbeitgeber bieten ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, ihr Elektroauto auf dem firmeneigenen Parkplatz kostenlos mit Strom zu versorgen. Wenn das bei dir der Fall ist, hast du gleich doppelt Glück. Denn die Bundesregierung hat beschlossen, dass du diesen geldwerten Vorteil nicht versteuern musst. Damit kommst du quasi kostenlos zur Arbeit und zurück.

Um weitere Fahrtkosten zu sparen, kannst du dich auch nach Ladestationen umschauen, an denen du gratis Strom tanken kannst. Meist befinden diese sich an Autohäusern oder auf Parkplätzen von Supermärkten und Einkaufszentren. Nutze am besten eine App zur Suche, beispielsweise die EnBW-App.

Wie hoch die Kosten für eine Akkuladung an einer kostenpflichtigen Ladestation sind, lässt sich nicht pauschal sagen. Meist wird hier nach der Zeit abgerechnet, die dein E-Car an der Station hängt. Das kann zwischen 2 und 8 Cent pro Minute kosten. Wie lange die Vollladung dauert, ist wiederum abhängig davon, wie schnell sich dein E-Mobil laden lässt. Einige Modelle laden mit 11 Kilowatt, andere mit 22.

Am besten, du lädst dein E-Auto zu Hause. Hier kannst du genau nachvollziehen, was der Strom kostet. Mit unter 30 Cent pro Kilowattstunde ist der Hausstrom meist günstiger als der an der Stromtankstelle. Wenn zum Beispiel der Verbrauch eines BMW i3 im Alltag mit etwa 15 Kilowattstunden pro 100 Kilometer angenommen wird und du ihn bei durchschnittlichen Stromkosten von 24 bis 27 Cent pro Kilowattstunde zu Hause auflädst, kommt man auf Kosten von 3,60 Euro bis 4,05 Euro für eine Ladung für 100 Kilometer Reichweite. Das liegt unterhalb der Kraftstoffkosten, die bei Verbrennungsmotoren für die gleiche Strecke anfallen. Hier ergibt sich also noch etwas Spielraum, um die höheren Anschaffungskosten eines Elektrofahrzeugs auf Dauer wieder reinzuholen.

lächelnder Mann bezahlt Rechnungen am Laptop im Wohnzimmer
Auf Dauer günstiger? Rechne vor dem Kauf aus, ob sich ein E-Wagen für dich lohnt.

Gibt es besondere Versicherungstarife für Stromer?

Der Haftpflichttarif für ein Elektrofahrzeug berechnet sich wie bei normalen Autos basierend auf der Motorleistung, dem Fahrzeugtyp, dem Alter des Fahrers und anderen Faktoren. Spezielle Tarife für E-Autos gibt es noch nicht, allerdings gewähren manche Versicherer günstigere Tarife für besonders umweltfreundliche Fahrzeuge, zu denen Elektroautos ja bekanntlich gehören. Grundsätzlich kannst du aber in etwa von deinem aktuellen Versicherungstarif ausgehen, wenn du dir ein E-Auto zulegen möchtest, das der Motorleistung deines jetzigen Autos entspricht.

Bei der Kasko-Versicherung sieht es etwas anders aus: Bei der Teil- und Vollkasko ist zu beachten, dass Elektro-Neufahrzeuge in der Anschaffung teurer sind als Benzin- oder Dieselfahrzeuge. Da der Wagenwert die Versicherungskosten beeinflusst, sind die Kasko-Versicherungen für E-Autos oft etwas teurer. Tipp: Informiere dich, ob auch der Akku mitversichert ist, denn schließlich handelt es sich hierbei um eines der teuersten Bauteile deines E-Autos.

Reparatur- und Inspektionskosten für E-Autos.

Der Akku ist einer der Hauptgründe, warum E-Autos vergleichsweise teuer sind. Deswegen bieten viele Hersteller die Option, die Batterie zu mieten, statt sie mit dem Neuwagen zu kaufen. Dadurch kann der Preis des E-Autos durchaus um ein paar Tausend Euro sinken. Dafür kommt dann aber ein monatlicher Mietpreis hinzu, der beispielsweise bei Renault um die 80 Euro liegen kann. Ein entscheidender Vorteil des Batterie-Leasings ergibt sich nicht nur beim Kaufpreisnachlass, sondern auch beim Service: Wenn die Akkukapazität unter einen bestimmten Wert sinkt, wird er kostenfrei getauscht.

Günstiger als Verbrenner sind Elektroautos in der Wartung. Einer Studie des Instituts für Automobilwirtschaft der Hochschule Nürtingen-Geislingen zufolge sparen Elektroautobesitzer allein bei den Kosten für Inspektionen in acht Jahren rund 1.300 Euro (im Vergleich zu Besitzern eines Kleinwagens mit Verbrennungsmotor).

Sonderfall Batterie

Beim E-Auto ist die Batterie eines der teuersten Bauteile – und leider auch ein Verschleißteil. Denn wie bei jedem Akku lässt die Leistung mit der Zeit nach. Um seine Lebensdauer zu erhöhen, solltest du wie beim Verbrennungsmotor auf zu starke Beschleunigungen genauso verzichten wie auf lange Fahrten mit Vollgas. Akku-Hersteller geben für ihre Batterien Laufleistungen zwischen 100.000 und 160.000 Kilometern an. Das wäre in etwa eine Lebensdauer von acht bis zehn Jahren und 500 bis 1.000 Ladezyklen. Allerdings hängt das stark von äußeren Faktoren ab. Achte darauf, dass der Akku nur selten bei Eiseskälte geladen wird und du extreme Ladestände vermeidest. Denn eine neue Batterie kostet gerne um die 7.000 Euro.

Was kostet mich das E-Auto unterm Strich?

Wenn man die zehn Jahre Steuerbefreiung mit 500 Euro berücksichtigt, die 4.000-Euro-Prämie beim Kauf hinzunimmt sowie die Kostenersparnis von etwa 1.500 Euro bei den Inspektionen für zehn Jahre miteinbezieht, hat man die höheren Anschaffungskosten für ein E-Mobil fast wieder ausgeglichen. Vor allem, wenn man beim Laden möglichst oft auf den günstigen Hausstrom zurückgreift. Damit ist der Stromer letztendlich nicht unbedingt teurer als ein Diesel oder Benziner. Da E-Mobil-Fahrer – allein schon, um die Reichweite ihres Autos zu erhöhen – einen moderateren Fahrstil pflegen, könnten sich in Zukunft auch günstigere Versicherungstarife ergeben, die die laufenden Kosten dann nochmals senken würden.

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Du willst mehr über Elektromobilität und den BMW i3 erfahren? In unserer Serie hat Paul hat das E-Auto auf Herz und Nieren geprüft. Mach’ dir dein eigenes Bild und finde heraus, ob der BMW i3 in der Yello E-Mobility Edition auch deinen Alltag bereichern kann.

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