Elektroauto kostenlos laden: Mehr als günstig unterwegs.

Wer ein Elektroauto besitzt, lädt es meistens über Nacht zu Hause an der Steckdose oder Wallbox. Doch es lässt sich kaum vermeiden, das Elektroauto ab und an unterwegs zu laden. Gut, dass es inzwischen ein dichtes Netz an öffentlichen Ladestationen gibt. Wenn dir die Preise an Schnellladestationen zu hoch sind, gibt es sogar Möglichkeiten, dein Elektroauto kostenlos zu laden. Lies hier, wie’s geht.

Oft undurchsichtig: Öffentliche Ladestationen für Elektroautos.

Auch die organisiertesten E-Mobility-Fans kommen nicht umhin, ihr Elektroauto zumindest gelegentlich unterwegs zu laden. Mit der wachsenden Beliebtheit von Elektroautos verdichtet sich auch das Netz an Lademöglichkeiten für Stromer. Öffentliche Ladesäulen gibt es in verschiedenen Ausführungen an Tankstellen, Raststätten und auf Supermarkt-Parkplätzen. In Europa sind es derzeit insgesamt etwa 200.000. Was grundsätzlich positiv ist, führt jedoch nicht selten zur Verwirrung, denn häufig mangelt es noch an Transparenz für die Nutzer.

Je nach Anbieter unterscheiden sich Preise und Konditionen enorm. Von den öffentlichen Ladestationen in Deutschland sind geschätzte 15 Prozent Schnellladestationen. Diese liefern eine hohe Leistung und sind optimal, wenn nicht viel Zeit bleibt – für das Turbo-Laden zahlen Nutzer allerdings häufig einen saftigen Aufpreis. Der Preis berechnet sich in der Regel anhand von Ladezeit oder Leistung und beträgt meistens ein Vielfaches dessen, was eine Batterieladung an der heimischen Steckdose kostet. Wie schön wäre es da, das Elektroauto kostenlos zu laden.

Blaue Hinweisschilder mit weisser Schrift für E-Auto Ladestationen in der Stadt.
Unterschiedliche Hinweisschilder zeigen an, wo ein E-Auto getankt werden kann.

Elektroauto kostenlos laden: Tesla machte es vor.

Tesla-Kunden mit Modellen aus der S oder X Reihe profitierten als erste von unternehmenseigenen kostenlosen Ladestationen. In den letzten zwei Jahren wurde das kostenlose Laden bei Tesla allerdings auf wenige Modelle reduziert, dann wieder zum Teil zugelassen und soll wohl ganz eingestellt werden. Es gibt allerdings auch Informationen aus dem Hauptquatier des Unternehmens, das kostenlose Laden für die Premiumklasse wieder komplett anzubieten.

Ob Tesla oder nicht, inzwischen können alle Fahrer eines Elektroautos andere kostenlose Ladeangebote nutzen. Wer nicht auf die Zeitersparnis an Schnelladestationen angewiesen und bereit ist, die Autobahn zu verlassen, findet in ganz Deutschland Hunderte kostenloser Ladestationen. Meistens gibt es den Gratis-Strom auf den Parkplätzen von Supermärkten, Kauf- oder Möbelhäusern. Laut Handelsverband befinden sich schon jetzt mehr als ein Achtel der öffentlichen Ladestationen auf einem Parkplatz des Einzelhandels – und die Zahl steigt stetig weiter.

Die Schwarz-Gruppe, zu der Lidl und Kaufland gehören, ist bereits jetzt gut ausgestattet und hat angekündigt, in absehbarer Zeit auf jedem Kundenparkplatz eine Ladesäule zu installieren. Doch auch Ikea und Aldi Süd sind gute Anlaufstellen, um das Elektroauto kostenlos zu laden. Daneben bieten einige Baumarkt- und Fast-Food-Ketten Ladestationen für ihre Kunden. Doch Vorsicht: Nicht immer ist das Laden auf einem Einzelhandelsparkplatz automatisch kostenlos. Bei einigen Geschäften ist der kostenlose Ladezeitraum begrenzt, andere bieten kostenpflichtige Schnellladesäulen oder vermieten ihren Parkplatz an externe Anbieter.

Drei weisse freistehende Ladestationen an einem Straßenrand.
Auch wenn der Strom nicht immer kostenlos ist, genießt du während des Ladens einen freien Parkplatz.

Alles für die Kundenbindung: Elektroauto am Supermarkt kostenlos laden.

Um dein Elektroauto unterwegs kostenlos laden zu können, erhältst du meist im Geschäft einen Code oder ein Ticket zur Freischaltung. Damit kannst du die Ladesäule nutzen – allerdings funktioniert das oft nur während der Ladenöffnungszeiten. In vielen Fällen stammt der angebotene Strom aus der hauseigenen Solaranlage des Einzelhändlers. Dann schonst du nicht nur dein Portemonnaie, sondern verbesserst durch die Nutzung von sauberem Strom zugleich auch die Umweltbilanz deines Elektroautos.

Falls du dich jetzt fragst, warum Einzelhändler diesen Service kostenlos ermöglichen, haben wir die Antwort für dich: Die Stichworte lauten Image und Kundenbindung. Außerdem kostet das Laden des Elektroautos Zeit – Zeit, die du mit großer Wahrscheinlichkeit im Geschäft oder dem dazugehörigen Café verbringen wirst. Die Betreiber erhoffen sich also letztlich mehr Umsatz durch deinen neuen oder längeren Aufenthalt im Geschäft. Neben Einzelhändlern bieten übrigens auch immer mehr Stadtverwaltungen kostenlose Ladestationen an, um sich umweltbewusst zu positionieren. Wenn du dein Elektroauto unterwegs kostenlos lädst, profitieren also beide Seiten gleichermaßen.

Junge Frau mit Handy läd E-Auto an Ladesäule am Straßenrand.
Wenn du etwas Zeit hast, kann es sich lohnen, die kostenfreien Ladestationen zu nutzen.

Kostenlose Ladestationen per App finden.

Doch wie findest du heraus, wo du dein Elektroauto kostenlos laden kannst? Zum Beispiel auf der Website von GoingElectric. Um unterwegs die nächstgelegene Gratis-Station ausfindig zu machen, empfiehlt sich die Nutzung einer App wie „Nextcharge“. Nach dem Download ermitteln die Anwendungen deinen Standort und zeigen dir alle Lademöglichkeiten in der Umgebung an. Mittels Filter findest du heraus, wo das Laden kostenlos ist. Darüber hinaus sieht du die verfügbaren Säulen, die Ladeleistung und aktuelle Störungsmeldungen und weißt so immer genau, was dich vor Ort erwartet.

Was tun, wenn keine kostenlose Station in Sicht ist?

Trotz App findest du in deiner Umgebung gerade keine Möglichkeit, dein Elektroauto kostenlos zu laden? Das ist zwar inzwischen selten, kann aber vorkommen. Wer viel unterwegs ist, sollte sich daher gut über die unterschiedlichen Ladetarife informieren, um nicht im Notfall viel zu viel zu bezahlen. Welche Option für dich die richtige ist, hängt von deinem Fahrzeug und deinen Gewohnheiten ab. Einige Anbieter locken inzwischen mit Tarifen, die auf teure Roaming-Gebühren verzichten und sich somit auch für die Nutzung im Ausland eignen.

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