Elektroauto laden beim Arbeitgeber: Das musst du wissen.

Du bist Besitzer eines Elektroautos oder möchtest es gerne werden? Sofern du mit dem Auto zur Arbeit fährst, stellt sich dir als Arbeitnehmer spätestens dann die Frage: Kann ich meinen Stromer beim Arbeitgeber laden und wenn ja, wie wird das abgerechnet? Wir klären auf, welche Möglichkeiten es für Arbeitnehmer mit E-Mobil gibt, ihr Auto während der Arbeitszeit aufzuladen, ob ein strombetriebener Dienstwagen sinnvoll ist und welche steuerlichen Vorteile du als Fahrer eines E-Autos hast.

Elektroauto laden beim Arbeitgeber: Steuerfrei für Privat- und Dienstwagen.

Gründe, warum es sich lohnt, von einem Auto mit Verbrennungsmotor auf ein Elektrofahrzeug umzusteigen, gibt es viele: Die Umwelt, aber auch dein Budget danken es dir, denn der Staat finanziert die Anschaffung von Elektroautos mit und bietet E-Auto-Fahrern zudem steuerliche Vorteile: Als Arbeitnehmer darfst du deinen Stromer während der Arbeitszeit beim Arbeitgeber steuerfrei aufladen. Diesen geldwerten Vorteil genießt du sowohl mit einem strombetriebenen Privatwagen als auch mit einem Dienstwagen, der privat genutzt wird. Auch Elektrofahrräder dürfen am Arbeitsplatz steuerfrei Strom tanken. Diese Regelung gilt seit dem 1. Januar 2017.

Sinnvoll ist das Laden beim Arbeitgeber vor allem dann, wenn du zu Hause nicht selbst über eine entsprechende Möglichkeit verfügst, dein E-Auto zu laden. Während dein Wagen also in der Firma parkt, kannst du die Zeit optimal nutzen, um seine Batterie aufzutanken – vorausgesetzt natürlich, dein Arbeitgeber stellt entsprechende Lademöglichkeiten bereit. Über die Nutzung und Abrechnung der E-Ladestation am Arbeitsplatz müssen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Einzelnen abstimmen.

Gibt es einen rechtlichen Anspruch auf das Laden am Arbeitsplatz?

Generell besteht auf das Laden am Arbeitsplatz bislang kein rechtlicher Anspruch. Es gibt aber eine ganze Reihe von Argumenten, die dafür sprechen, als Arbeitgeber entsprechende Möglichkeiten einzurichten.

Wie wird das E-Auto-Laden beim Arbeitgeber abgerechnet?

Das Arbeitgeber-Angebot an die Arbeitnehmer, ihren Stromer während der Arbeitszeit aufzuladen, ist in der Regel nicht kostenlos. Doch wer hat sein E-Auto wann wie lange geladen und was kostet das? Laden mehrere Mitarbeiter ihren Wagen beim Arbeitgeber, muss eine korrekte Zuordnung und Abrechnung der Ladezeit bzw. der getankten Strommenge erfolgen. Damit die einzelnen Ladevorgänge unterschiedlichen Nutzern zugeordnet und entsprechend abgerechnet werden können, ist es wichtig, dass der Arbeitgeber die richtige Ladestation anbietet.

Es gibt Ladestationen, die Ladevorgänge von Mitarbeitern, Lieferanten oder auch Besuchern auf die Kilowattstunde genau erfassen. So kann eine faire und transparente Abrechnung erfolgen.

Frau trinkt einen Kaffee und telefoniert, während ihr E-Auto lädt.
Mit der richtigen Ladestation lassen sich die Ladevorgänge der Mitarbeiter auf die Kilowattstunde genau erfassen.

Ist ein Elektroauto als Dienstwagen sinnvoll?

Wenn du mit dem Gedanken spielst, dir ein E-Auto als Dienstwagen anzuschaffen, profitierst du von attraktiven steuerlichen Vorteilen: Nicht nur die Anschaffung, sondern auch die Nutzung von Dienstfahrzeugen mit Elektro- oder Hybrid-Antrieb wird von staatlicher Seite steuerlich begünstigt.

Generell sind Arbeitnehmer, die einen Firmenwagen auch privat nutzen, dazu verpflichtet, monatlich einen Prozent des Listenpreises als geldwerten Vorteil zu versteuern. E-Mobil-Fahrer dürfen sich freuen: Seit dem 1. Januar 2020 zahlst du für einen Elektro-Dienstwagen nur noch 0,25 Prozent des Bruttolistenpreises als Steuer. Das gilt allerdings nur dann, wenn das E-Auto mehr als die Hälfte der Zeit dienstlich genutzt wird und einen Bruttolistenpreis von 40.000 Euro nicht überschreitet. Ab dem 1. Juli 2020 soll diese Kaufpreisgrenze allerdings auf 60.000 Euro erhöht werden. Hybridfahrzeuge und Elektrofahrzeuge mit einem jeweils höheren Bruttolistenpreis werden mit 0,5 Prozent des Bruttolistenpreises als geldwerten Vorteil versteuert.

Beträgt der Bruttolistenpreis eines als Dienstwagen genutzten Elektroautos beispielsweise 40.000 Euro, beträgt die monatliche Steuerlast für dich als Fahrer des Wagens lediglich 200 Euro im Monat.

Damit steigt die Attraktivität eines Elektrofahrzeugs als Dienstwagen erheblich – sowohl für Unternehmen selbst als auch für ihre Mitarbeiter.

Nutzt du deinen Dienstwagen als Arbeitnehmer auch privat und lädst ihn zuhause auf, gibt es auch hierfür clevere Software-Lösungen. Die Stromkosten, die der Dienstwagen beim Laden zuhause erzeugt, werden klar erfasst, sodass der Arbeitgeber für sie aufkommen kann.

Je nachdem, welches Monitoring-System dein Arbeitgeber nutzt, erfolgt die Abrechnung der Ladekosten dann über die monatliche Gehaltsabrechnung oder wird gesondert in Rechnung gestellt. Wichtig zu wissen: Seit April 2019 müssen Ladestationen, die Arbeitgeber für Mitarbeiter und Firmengäste bereitstellen, die Anforderungen des Eichrechts erfüllen und entsprechend abrechnen.

Ein E-Auto steht an einer Ladesäule vor einem Wolkenkratzer.
Für ein E-Auto als Dienstwagen ergeben sich steuerliche Vorteile.

Den Arbeitgeber überzeugen: Das spricht für eine Ladestation am Arbeitsplatz.

Bietet dein Arbeitgeber noch keine Lade-Möglichkeit für Elektrofahrzeuge an, gibt es eine Reihe von Argumenten, die ihn davon überzeugen könnten, in Sachen E-Mobilität aufzurüsten:

Die Installationskosten für eine E-Fahrzeug-Ladestation halten sich in der Regel in Grenzen bzw. werden durch die Vorteile aufgewogen, die ihre Nutzung sowohl für den Chef als auch seine Mitarbeiter mit sich bringt.

Ein Elektroinstallateur übernimmt den Anschluss einer Ladestation an die Gebäudeinstallation.

Eine innovative Ladestation bietet im Gegensatz zur herkömmlichen Steckdose viele Vorteile, etwa

  • eine optimierte Ladeleistung
  • verkürzte Ladedauer bzw. Reduzierung der Standzeit beim Laden von E-Fahrzeugen
  • kilowattstundengenaue Zuordnung und Abrechnung einzelner Ladevorgänge
  • die Möglichkeit, die Ladestation auch öffentlich nutzbar zu machen (abhängig vom Standort auf dem Unternehmensgelände)
  • Verbesserung des Firmen-Images durch Förderung nachhaltiger Mobilitätslösungen

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