Stromer für 12.000 Euro: Die günstigsten Elektroautos im Überblick.

Von wegen E-Autos sind viel teurer als Fahrzeuge mit konventionellem Antrieb: Nicht zuletzt dank der neuen Innovationsprämie gibt es Elektroautos inzwischen äußerst günstig zu erwerben. Einige Modelle sind bereits für weniger als 12.000 Euro zu haben. Die Verdoppelung des Bundesanteils an der Umweltprämie macht möglich, was noch vor Kurzem undenkbar war. Wir verraten dir, welche ohnehin günstigen Elektroautos im Moment besonders interessant für Schnäppchenjäger sind.

Günstigstes Elektroauto mit Förderung: Der Renault Zoe.

Ein günstiger Preis, Top-Reichweite und ein komfortables Platzangebot für Insassen und Gepäck im Kofferraum: Der Renault Zoe gehört aus gutem Grund seit Jahren zu den beliebtesten Elektroautos. Mit seinen 92 PS Motorleistung macht der Stromer auch an der Ampel eine gute Figur und schafft es auf solide 135 km/h. Das größte Manko des Zoe ist die Tatsache, dass für die Batterie Zusatzkosten fällig werden:Der Akku muss entweder gekauft oder gemietet werden.

Die größte Akku-Version ermöglicht dann allerdings auch eine Reichweite von satten 395 Kilometern – das schafft derzeit kein anderes Elektroauto in dieser günstigen Preisklasse. An einer Schnellladesäule erreicht die große 41-kWh-Batterie zudem in nur knapp über einer Stunde wieder rund 80 Prozent ihres Gesamtvolumens. Mit der Innovationsprämie in Höhe von 9.000 Euro kostet der Renault Zoe in der Standardversion aktuell nur rund 11.800 Euro.

Renault Zoe an einer Landstraße
Der Renault Zoe ist aktuell nicht nur das beliebteste, sondern auch das günstigste Elektroauto in Deutschland.

Zweitgünstigstes E-Auto: Der Smart EQ fortwo.

2,70 Meter kurz ist der Smart EQ fortwo und damit das perfekte Auto für Großstadt-Singles ohne festen Parkplatz. Auch sein kleiner Wendekreis von sieben Metern macht den Zweisitzer zum idealen Cityflitzer. Und weil der 60 kW (82 PS) starke E-Motor leichtes Spiel mit dem 1.085-Kilo-Leichtgewicht hat, machen Spurwechsel im Berufsverkehr richtig Spaß. In unter fünf Sekunden zieht der EQ fortwo auf 60 km/h an. Die offizielle Reichweite beträgt 160 Kilometer. In weniger als 40 Minuten ist der Kleine anschließend wieder auf 80 Prozent aufgeladen – vorausgesetzt, der 22-kW-Schnelllader kommt zum Einsatz.

Der Haken am Smart? Neben dem begrenzten Platz im Innenraum ist vor allem die recht harte Federung zu nennen. Wer diesen Punkt verschmerzen kann, erhält mit dem EQ fortwo ein schickes und solides Elektroauto, das dank Innovationsprämie im Moment schon ab etwa 11.900 Euro erhältlich ist. Für den großen Bruder Smart EQ forfour musst du einige hundert Euro drauflegen. Smart setzt übrigens inzwischen komplett auf das Konzept der günstigen Elektroautos: Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor wird es von der Daimler-Tochter nicht mehr geben.

smart EQ forfour und smart EQ fortwo fahren in der Stadt bei Nacht
Dank Innovationsprämie gibt es den smart EQ fortwo und den forfour zum günstigen Preis.

Solides Gesamtpaket: Der VW e-up! und seine Geschwister.

Der up! ist das kleinste Auto der VW-Flotte und in der Elektroversion e-up! einer der Verkaufsschlager im Bereich der Elektromobilität. Das dürfte am insgesamt guten Gesamtpaket liegen. Der e-up! ist ein wendiger kleiner Flitzer mit überraschend viel Platz im Innen- und Kofferraum. Ökonomische Fahrer schaffen es auf eine Reichweite von bis zu 260 Kilometern, rund 130 km/h sind mit dem e-up! möglich. Den ADAC hat der fünftürige Stromer überzeugt, er erhielt die Bestwertung unter den Kleinstwagen.Und das Beste: Der e-up! ist mit der aktuellen Förderung ein Superschnäppchen geworden, das du schon für unter 12.000 Euro dein Eigen nennen kannst. Was also sind die Nachteile des günstigen Elektroautos? In erster Linie die lange Wartezeit: Bis der e-up! vor deiner Haustür steht, vergehen viele Monate. Auch bei den baugleichen Geschwistern des e-up!, dem Mii electric und dem Skoda Citigo e iV, geht es nicht viel schneller. Wer es eilig hat, muss also auf andere Modelle ausweichen.

Abbildung VW e-up im Hintergrund Architekturgebäude

Immer eine preiswerte Wahl: Der Citroën C-Zero.

Der Citroën C-Zero gilt inzwischen schon als Klassiker unter den günstigen Elektroautos: Die Franzosen haben früh erkannt, dass Stromer erschwinglich sein müssen. Seit 2009 gibt es den Citroën C-Zero, 2017 hat Citroën den C-Zero überarbeitet. Seinem Prinzip als alltagstaugliches Elektroauto für den urbanen Großraum ist der Viersitzer treu geblieben. Den C-Zero gibt es ab einem Preis von etwa 21.250 Euro, mit vollem Umweltbonus erhältst du ihn derzeit also schon für gut 12.000 Euro.

Die Batterie mit offiziell 100 Kilometern Reichweite ist im Preis enthalten. Der C-Zero kommt mit seinem 49 kW (67 PS) starken E-Motor auf eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h. Eine Besonderheit ist das bidirektionale Laden: Du kannst das Fahrzeug als mobilen Energiespeicher für selbsterzeugten Strom nutzen oder damit Strom ins Netz zurückgeben. Übrigens: Mit dem iOn gibt es ein baugleiches und fast genauso günstiges Elektroauto von der Konzerntochter Peugeot.

Citroen C-Zero auf einer Landstraße
Mit einer Reichweite von 100 Kilometern ist der C-Zero vor allem für die Stadt interessant (Foto: © Citroën Kommunikation)

Premium-Schnäppchen: Der BMW i3.

Der BMW i3 gehört zwar nicht direkt zu den günstigsten Elektroautos, mit der aktuellen Förderung bekommst du ihn aber zu einem sehr guten Preis. Wer bereit ist, nach Abzug der Prämien rund 24.000 Euro auf den Tisch zu legen, kann sich anschließend über einen wirklich gut verarbeiteten Premium-Stromer freuen. Der i3 ist klar als Stadtauto konzipiert und hat alles, was im Alltag glücklich macht.Dank einer Leistung von 125 kW/170 PS, einem Gewicht von läppischen 1,3 Tonnen und einer sehr direkten Lenkung reagiert er extrem schnell und macht Innenstädte zum Spielfeld. Der agile Superflitzer schafft zudem eine Reichweite von über 300 Kilometern – nur der Renault Zoe kommt noch weiter.

Ein BMW i3 in Oslo, Norwegen.

Günstige Elektroautos in der Übersicht.

Hier siehst du die Vor- und Nachteile unserer Top-Modelle noch einmal in der Übersicht:

ModellVorteileNachteilePreis nach vollem Prämienabzug (Basisversion)
Renault ZoeGroße Reichweite,
gute Leistung, viel Platz
Batterie kostet extra,
Verarbeitung teils mittelmäßig,
Infotainment veraltet
Ca. 11.800 (ohne Akku)
Smart EQ fortwoIdeales Stadtauto,
nach Wunsch schicke Ausstattung, 22-kW-Laden als Option
Geringe Reichweite, wenig Platz,
Schnelladen kostet extra  
Ca. 11.900 Euro
VW e-up!Kompaktes Raumwunder, ordentliche Leistung und ReichweiteLange Wartezeit, Schnellladen verursacht Zusatzkosten, thermisches Batteriemanagement fehltCa. 11.900 Euro
Citroën C-ZeroKlein und wendig, bidirektionales LadenGeringe Reichweite  Ca. 12.000 Euro
BMW i3Top Ausstattung und Leistung, viel Fahrkomfort in der Stadt, solide Reichweite  Hoher Preis,
wenig Platz im Kofferraum, hohe Ladeverluste
Ca. 24.000 Euro

Fazit: Die günstigsten Elektroautos aller Zeiten.

Wer schon eine Weile mit dem Gedanken spielt, auf ein Elektroauto umzusteigen, sollte die Gelegenheit beim Schopf packen: So günstig wie aktuell waren Elektroautos noch nie. Außerdem sind die aktuellen Modelle technologisch inzwischen sehr ausgereift. Kompromisse sind bei den Schnäppchen-Stromern in der Regel vor allem bei der Reichweite und der Leistung zu machen – alltagstauglich sind sie aber alle. Wenn du bereit bist, ein paar Tausend Euro draufzulegen, ermöglicht die Umweltprämie mit dem BMW i3 oder Alternativen wie dem Mini Cooper SE einen bezahlbaren Einstieg in die Premiumklasse.

Bei der von uns vorgestellten Auswahl handelt es sich natürlich nur um eine Momentaufnahme. So erscheint zum Beispiel mit dem Dacia Spring Electric im kommenden Jahr ein Elektro-SUV, der aktuellen Informationen zufolge nach Abzug der Förderung für gerade einmal 10.000 Euro den Besitzer wechseln soll. Insofern lohnt es sich, den E-Auto-Markt weiter im Blick zu behalten und von der aktuell günstigen preislichen Entwicklung der Stromer zu profitieren.

Wer wartet, muss warten.

Trotz der Corona-Krise ist die Nachfrage nach Elektroautos in diesem Jahr weiter gestiegen. Laut dem aktuellen E-Mobility Sales Review gehen Experten bei PwC sogar davon aus, dass die Elektromobilität in diesem Jahr in Europa endgültig den großen Durchbruch erlebt. Grund seien neben den Fördermöglichkeiten auch attraktive neue Modelle. Für Kunden heißt es da vor allem schnell sein: Einige der günstigen Elektroautos, darunter der Seat Mii Electric, sind aktuell bereits vergriffen oder haben sehr lange Wartezeiten.

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