Elektroauto zu Hause laden: Alle Infos zu Wallbox, Steckdose & Co.

Wenn du dein Elektroauto zu Hause laden kannst, spart dir das die Fahrten zu einer öffentlichen Ladestation. Außerdem ist die Stromladung, die dein E-Auto braucht, daheim klar zu kalkulieren. Wer im eigenen Einfamilienhaus wohnt, hat die besten Voraussetzungen für eine eigene Ladestation. Aber auch, wenn du in einer Mietwohnung wohnst, kannst du deinen Stromer zu Hause auftanken.

Akku leer: Wie kann ich zuhause Strom tanken?

Um dein E-Auto zuhause zu laden, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Neben der Haushaltssteckdose, die sich vor allem in Kombination mit dem Yello-Autostrom-Tarif anbietet, eignet sich auch die sogenannte Wallbox zum Betanken des Elektroautos. Wieso, weshalb und warum? Das erfährst du im Video: So lädt Paul seinen BMW i3 zuhause auf.

Bei langer Standzeit: die Haushaltssteckdose.

Wer mit dem Gedanken spielt, sich ein Elektroauto zuzulegen, stellt sich immer auch die Frage, ob er es einfach an die heimische Steckdose anschließen kann. Die Antwort lautet ganz klar: „Jein“. Grundsätzlich ist es möglich, das Auto an der üblichen 230-Volt-Steckdose zu laden, an der auch der Föhn oder die Schreibtischlampe angeschlossen werden.

Die heimische Steckdose lädt dann mit 2,3 Kilowatt. Lädst du dein E-Auto über Nacht mit entsprechend langer Standzeit, versorgt auch diese Ladeleistung deinen Stromer mit ausreichend Energie. Etwa 8 bis 14 Stunden dauert es, um den Akku wieder vollständig aufzuladen. Wichtig ist allerdings, dass du im besten Fall im Vorfeld einen Elektriker auf dein Hausstromnetz schauen lässt. Dieses wird durch die Dauerbelastung nämlich stark beansprucht und sollte entsprechend von einem Profi in Augenschein genommen werden.

Erste Wahl: die Wallbox.

Die Wallbox ist eine speziell für Elektroautos entwickelte Ladestation, die bei dir zu Hause die Schnittstelle zwischen dem Stromnetz und dem Akku deines Elektroautos darstellt. Dabei wird sie an den 400-Volt-Starkstromanschluss angeschlossen. So einen Starkstromanschluss hat grundsätzlich jedes Haus, denn an dieser Leitung hängt auch der Herd. Mit einer Wallbox kannst du ein Mittelklasse-Elektroauto in 1 bis 4 Stunden aufladen, denn sie liefert eine Ladeleistung von 11 bis 22 Kilowatt. Im Regelfall erfolgt die Verbindung zwischen Wandladestation und Elektroauto mit einem Ladekabel mit dem genormten Typ-2-Stecker, wie du ihn auch von öffentlichen Ladestationen kennst.

Die Wallbox sorgt beim Ladevorgang auch für die richtige Stromzufuhr. Denn wie viel Energie ein Akku in einer bestimmten Zeit aufnehmen kann, hängt auch von der technischen Ausstattung des E-Autos ab. Nicht alle Autos sind in der Lage, die Maximalleistung einer Wallbox aufzunehmen. Der Mitsubishi Ionic verfügt zum Beispiel über ein sogenanntes einphasiges Ladesystem und kann nur mit der 11-Kilowatt-Stromzufuhr arbeiten. Die Wallbox regelt hier entsprechend runter. Anders bei BMW: Der BMW i3 hat einen dreiphasigen Lader verbaut und kann damit die komplette Leistung abrufen.

Frau verbindet ihr E-Auto mit einer Wallbox der EnBW
Auch die EnBW hat eine Wallbox im Angebot. (Foto: EnBW)

Wichtig ist immer, dass die Wallbox von einem Fachmann eingebaut wird. Die Wallbox kann dabei von jedem Elektriker installiert werden. Denn es gibt einiges zu beachten. Beispielsweise, wenn das Starkstromkabel von der Küche in die Garage verlegt werden muss – und noch einiges mehr. Außerdem bist du dann versicherungstechnisch auf der sicheren Seite.

Wichtig: Eine Wallbox kannst du dir zwar problemlos installieren, wenn du im Eigenheim wohnst – Mieter von Wohnungen oder Häusern können hingegen nicht einfach so zur Tat schreiten.

Wallboxen im Vergleich:

Wenn du noch unsicher bist, welche Wallbox die richtige ist, kann vielleicht der ADAC weiterhelfen. Der Automobilclub hat nämlich in einem entsprechenden Test zwölf dieser Ladestationen unter die Lupe genommen. In unserem entsprechenden Artikel haben wir dir die Ergebnisse des Wallboxen-Tests zusammengefasst.

Mietwohnung: Auch hier kannst du deinen Stromer laden.

Grundsätzlich kannst du dir auch eine Wallbox installieren und dein Elektroauto zu Hause laden, wenn du zur Miete wohnst. Dafür müssen allerdings einige Voraussetzungen erfüllt sein. Zum Beispiel brauchst du einen festen Stellplatz für dein Elektroauto. Im Idealfall befindet sich dieser in einer Tiefgarage, denn hier ist die Verlegung des Starkstromkabels am wenigsten aufwändig.

Dann musst du natürlich mit deinem Vermieter sprechen. Nicht nur, um die Erlaubnis für den Einbau der Ladestation einzuholen, sondern auch, um weitere Fragen zu klären. Etwa, über welchen Zähler die Stromabrechnung erfolgt und was nach deinem Auszug mit der Wallbox passiert. Als Argument für dein Vorhaben kannst du gegenüber dem Vermieter anführen, dass mit der Ladestation die Zukunftsfähigkeit seiner Immobilie steigt.

Clever ist es außerdem, wenn du andere Hausbewohner in deine Planungen miteinbeziehst. Vielleicht spielt der eine oder andere Nachbar auch mit dem Gedanken, sich ein Elektroauto zuzulegen.

Genauso wie ein Eigenheimbesitzer solltest du den Einbau deiner Wallbox von einer Fachkraft erledigen lassen.

Extras: Zusatzfunktionen von Wandladestationen.

Wallbox ist nicht gleich Wallbox. Je nach Ausführung gibt es verschiedene Zusatzfunktionen, die für manchen Anwender sinnvoll sein können oder die generell den Ladekomfort erhöhen.

Manche Ladestationen können zum Beispiel über Zusatzmodule in ein sogenanntes Lastmanagement-System eingebunden werden. Das bedeutet: Bei gleichbleibender Anschlussleistung können dann mehrere Elektroautos gleichzeitig geladen werden.

In einem halböffentlichen Bereich wie einer Tiefgarage sind außerdem die digitalen Zugangsbeschränkungen zu empfehlen, die einige Ladestationen für zu Hause mitbringen. So können nur berechtigte Personen die Wallbox nutzen. Die Identifizierung kann entweder ganz klassisch per Schlüssel oder per RFID erfolgen.

Auch die Steuerung per App ist bei vielen Ladestationen möglich, genauso wie die vollständige Integration ins Smart Home.

Photovoltaik: E-Auto mit Solaranlage laden.

Wer ein Eigenheim mit einer Photovoltaikanlage besitzt, der kann natürlich auch sein Elektroauto mit Solarenergie laden. Das zahlt sich in Zeiten steigender Strompreise und sinkender Einspeisevergütung aus – und ist gut für die Umwelt.

Am besten nutzt du einen sogenannten Energiemanager, um den Strom aus der Photovoltaikanlage den verschiedenen Verbrauchern in deinem Haushalt zuzuweisen. So kannst du beispielsweise bestimmen, dass die gesamte Sonnenenergie in dein Elektroauto fließt – oder eben nicht.

Ein kleines Rechenbeispiel verdeutlicht, wie viele Fahrkilometer eine Solaranlage liefern kann.

Liefert deine Solaranlage mit 40 Quadratmetern Fläche 4.000 Kilowattstunden pro Jahr und du besitzt einen BMW i3 mit einem Verbrauch von 13,5 Kilowattstunden pro 100 Kilometer, kannst du in einem ganzen Jahr theoretisch knapp 30.000 Kilometer komplett emissionsfrei fahren, ohne kostenpflichtig tanken zu müssen.

Kosten des Ladens zu Hause: Anschaffung und Strompreis.

Die Kosten für eine Wallbox mit einem 22-Kilowatt-Anschluss liegen derzeit bei ca. 1.000 Euro. So ist die Wallbox von BMW in ihrer günstigsten Variante schon ab 850 Euro, das Profimodell für etwa 1.100 Euro zu haben. Es gibt aber auch Einsteigermodelle mit 11-Kilowatt-Anschluss für etwa 500 Euro. Willst du dir gleich eine Wandladestation für zwei Elektroautos zulegen, steigt der Preis schnell auf 2.000 Euro. Wie hoch sind aber die Stromkosten, um dein Elektroauto zu Hause zu laden? Fährst du damit günstiger, als wenn du deinen Stromer an einer öffentlichen Ladestation auftankst? Das lässt sich nicht ganz eindeutig sagen. Denn an öffentlichen Ladestationen wird nach verschiedenen Tarifen abgerechnet: entweder nach Ladezeit oder nach Kilowattstunden. Meist wird nach Minuten abgerechnet. Wie viel Energie sich pro Minute in den Akku laden lässt, hängt allerdings vom Auto ab. Hinzu kommt, dass sich die Preise je nach Anbieter stark unterscheiden: Eine Minute kostet zwischen 2 und 8 Cent. Im Vergleich dazu liegt der Preis für Haushaltsstrom in Deutschland im Schnitt bei knapp unter 30 Cent pro Kilowattstunde. Verbraucht dein E-Auto zum Beispiel 13 Kilowattstunden auf 100 Kilometern, macht das 3,90 Euro für eine Fahrt von 100 Kilometern.

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