Fahrrad-Apps im Vergleich: Welche Navi-Apps führen zum Ziel?

Fahrrad fahren ist en vogue! Immer mehr Menschen nutzen das Fahrrad nicht nur für die klassische Spritztour ins Grüne, sondern fahren damit auch ins Büro oder zum Einkaufen. Kein Wunder: Gesund und umweltfreundlich war das Radeln schon immer, aber so komfortabel wie heute noch nie – dafür sorgen unter anderem Pedelecs und E-Bikes also Fahrräder mit Motorunterstützung.

Zum Navigieren nutzen viele Google Maps, auch auf dem Fahrrad. Mitunter bist du aber mit speziellen Apps für Radler deutlich besser beraten. Nehmen wir mal an, du bist mit dem Mountainbike unterwegs. Dann ist dir wahrscheinlich ein Feldweg lieber als eine stark befahrene Straße, wie sie Google Maps im Zweifel vorschlägt. In unserem großen Fahrrad-App-Vergleich sagen wir, mit welchen Apps für Fahrräder und E-Bikes du so richtig in die Pedalen treten kannst!

Was Navigations-Apps grundsätzlich leisten sollten.

Wichtig bei jedem Fahrrad-App-Vergleich: Entscheidend ist die Qualität des jeweils verwendeten Kartenmaterials. Achte unbedingt darauf, dass deine Navi-App nicht ausschließlich Karten von Google Maps nutzt! Eine gute App integriert auch Open Street Map (OSM) sowie topographische Karten mit Höhenprofilen.

Außerdem muss die App dir die Möglichkeit bieten, das gewünschte Kartenmaterial zu Hause herunterzuladen und unterwegs auf dem Smartphone aufzurufen – ohne erneute Internetverbindung. Durch die sogenannte Onboard-Navigation sparst du erstens Datenvolumen, zweitens gibt es in einigen Gegenden nur eingeschränkten oder langsamen Empfang, und drittens schonst du den Smartphone-Akku.

Frau sitzt auf einer Treppe und schaut auf ihr Smartphon, im Vordergrund ein Fahrrad
Bevor es los geht: Lade dir die Karten runter, um deinen Smartphone-Akku zu schonen.

ADFC Karten: Die Fahrad-Profis.

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) bietet sein gedrucktes Kartenmaterial auch digital für Smartphones an. Die App selbst ist kostenlos, das Herunterladen der einzelnen Regionalkarten kostet jeweils knapp 4 Euro. Per GPS bestimmt die App deine aktuelle Position, zusätzlich zeigt sie Sehenswürdigkeiten, Steigungen sowie die Beschaffenheit von Straßen und Wegen an. Tourenvorschläge des ADFC erleichtern die Routenplanung. Derzeit gibt es die App nur für Apple-Geräte (iOS), nicht für Android-Handys.

Bike Citizens: Die Stadt-Flitzer.

Die App Bike Citizens wendet sich explizit an urbane Radfahrer. Das Kartenmaterial für einige wenige Städte wie Bremen und Hamburg ist gratis, Karten für weitere Städte musst du dazukaufen. Die Einzelpreise sind mit rund 4,50 bis 5,50 Euro pro Stadt recht hoch. Das Komplettpaket mit Kartenmaterial für 450 Städte weltweit ist im Vergleich dazu ein Schnäppchen, es kostet 20 Euro. Bei der Routenplanung kannst du auch deinen Fahrradtypen angeben und wie die Strecke verlaufen soll (schnell/normal/gemütlich). Bike Citizens gibt es für Android- und iOS-Geräte.

Spezielle E-Bike-Apps:

Diverse herkömmliche Fahrrad-Apps lassen sich auch fürs E-Bike nutzen oder bieten sogar spezielle Funktionen für E-Bikes. Zudem hat jeder E-Bike-Hersteller eine eigene App (etwa: Bosch E-Bike Connect) im Programm, mit der du dich über deinen Standort, die aktuelle Geschwindigkeit oder den Ladezustand des Akkus informieren kannst. Zur Routenplanung sind diese Programme allerdings nicht geeignet.

Weitere nützliche Apps fürs E-Bike sind:

E-Bike-Ladestationen: Macht, was der Name sagt – zeigt Ladestationen im Bundesgebiet an. Kostenlos, für Android und iOS.

ebike.community: Forum für E-Bike- und Pedelec-Fahrer mit Infos, Tipps, Reiseberichten und Diskussionen rund um Technik und Hersteller. Kostenlos, für Android.

My Bike: Die App zur gleichnamigen Zeitschrift erscheint immer parallel zur Printausgabe. Ein Themenschwerpunkt liegt auf E-Bikes und umfasst Tests, Techniktipps und Routenvorschläge. Sechs Ausgaben kosten ca. 22 Euro, für Android und iPhone.

Bikemap: Die Vielseitige.

Die kostenlose App Bikemap (für iOS und Android) ermöglicht die Routenplanung und liefert Streckenvorschläge, angepasst an verschiedene Radtypen (E-Bike, Rennrad, Mountainbike, Citybike) und den gewünschten Fahrstil (schönste Aussicht, akkuschonend). Außerdem zeigt dir die App an, wo sich E-Bike-Ladestationen, Fahrradverleihe und Reparaturwerkstätten befinden. Aktuell beinhaltet das Angebot etwa 3,6 Millionen Routenvorschläge in mehr als 100 Ländern weltweit. Allerdings ist nur die kostenpflichtige Premiumversion (29 Euro/Jahr) offline nutzbar.

Cyclique: Die Social-App.

Die für Android und iOS erhältliche App Cyclique versteht sich als „Social Cycling App“. Du kannst dich für Radtouren mit Gleichgesinnten anmelden oder selbst Touren planen und auf Mitstreiter warten. In deinem Profil gibst du an, was für ein Rad du fährst und wie dein Fahrstil ist. Zu den einzelnen Touren gibt’s Infos zu den Strecken sowie den Mitfahrern und ihren Fahrradtypen. Zudem bietet Cyclique ein Magazin und einen Flohmarkt, auf dem du alles rund ums Rad kaufen und verkaufen kannst.

vier Sprotler auf dem Fahrrad
Social Cycling: Mit Cyclique. © Cyclique

Komoot: Die Sportliche.

An Wanderer und Radfahrer gleichermaßen wendet sich Komoot: Die App liefert nach der Eingabe eines Ziels verschiedene Routenvorschläge, die sich nach weiteren Kriterien (zum Beispiel Rennrad oder Mountainbike, Wegbeschaffenheit oder Höhenmeter) filtern lassen. Sehenswürdigkeiten oder Aussichtspunkte zeigt Komoot ebenfalls an. Leider ist nur eine Region kostenlos, weiteres Kartenmaterial musst du dazukaufen (Preise: etwa 4 bis 30 Euro). Immerhin kannst du die Karten dann offline nutzen. Die Sprachnavigation läuft auch auf der Apple Watch – so musst du im Gelände nicht immer das iPhone aus der Tasche kramen. Komoot ist für iOS und Android erhältlich.

Naviki: Der S-Pedelec-Experte.

Mit der App Naviki planst du deine Touren abhängig von Zweck (Alltag, Freizeit) und Radtyp (Rennrad, Mountainbike etc.) – inklusive Zwischenzielen und Rundrouten. Besonderheit: Mit Naviki kannst du auch Fahrten mit schnellen S-Pedelecs planen, die aufgrund ihrer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 45 km/h von Fahrradwegen ausgeschlossen sind. Die Grundversion für Android, iOS und Windows Phone ist gratis, diverse Zusatzfunktionen wie Rad-Filter und Sprachausgabe kosten extra (Kosten: zwischen 0,50 Euro und knapp 25 Euro).

Outdooractive: Die App für Outoor-Fans.

Outdooractive gibt es für iOS und Android. Die App ist keine reine Fahrrad-App, sondern eignet sich für jede Art von Outdoor-Abenteuer. Bike-Fans können mit der App zum Beispiel eigene Touren erstellen und aus verschiedenen Karten und Kartenebenen auswählen. Besonderes Extra: redaktionelle Empfehlungen und Reportagen über verschiedene Ausflugsziele geben dir nützliche Tipps und Inspiration für deine nächste Radtour. Außerdem kannst du deine Tour aufzeichnen und später bearbeiten: Füge Fotos und Texte hinzu und teile sie mit deinen Freunden und der Community. Mit der werbefreien Pro-Version der App kannst du deine Karten unter anderem speichern und offline nutzen. Kosten: 9,99 Euro.

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