Ford Mustang Mach-E: Elektro-Version eines Kultmodells.

Mit dem neuen Mustang Mach-E will Ford auch den Anhängern seines Kultwagens den Umstieg auf Elektromobilität schmackhaft machen. Wer sich damit anfreunden kann, dass der Stromer mehr SUV als Sportwagen ist, darf sich auf eine richtig gute Neuauflage freuen: Mit einem bis zu 342 kW starken Motor, einer Maximalreichweite von 600 Kilometern und zahlreichen technischen Finessen ist der Ford Mustang Mach-E als Standardvariante oder GT ein echtes Powerpaket.

Ford Mustang Mach-E: SUV statt Sportwagen.

Bei Ford ist man davon überzeugt, dass den Elektroautos mittel- bis langfristig die Zukunft gehört. In diesem Jahr führt das Unternehmen die Elektrovariante eines absoluten Kultmodells ein: Der Ford Mustang ist für viele der Inbegriff des amerikanischen Sportwagens (und Lebensgefühls). Bei der Entwicklung des Ford Mustang Mach-E hat sich Ford allerdings getraut, deutlich von der klassischen Optik abzuweichen und vollzieht eine Transformation zum SUV. Das könnte zwar für manche Fans leicht verwirrend sein, bietet aber einige Vorteile: Mit einem Radstand von knapp drei Metern ist der Mach-E zum Beispiel deutlich geräumiger, obwohl er für einen SUV noch recht zierlich ist. Die Verwandtschaft zum Klassiker ist trotzdem gut erkennbar – auch wenn einige Experten behaupten, dass das Exterieur des Mach-E dem des Tesla Model Y verblüffend ähnlich ist. Die Haube des 4,71 Meter langen Ford Mustang Mach-E ist länger und höher als beim Verbrennungs-Mustang, der Kühlergrill ist geschlossen. Die typischen roten Mustang-Balken dienen aber auch bei der Elektrovariante als Rückleuchten. 

Das Öffnen des Fahrzeugs funktioniert ohne Schlüssel per Smartphone oder Knopf an der B-Säule, auf Nachfrage sollen jedoch auch Schlüssel erhältlich sein. Für einige Diskussionen bei der Vorstellung des Ford Mustang Mach-E sorgten die etwas zierlich anmutenden Türgriffe des SUVs. Neue Videos weisen jedoch darauf hin, dass Ford diesen Aspekt des Mach-E seitdem überarbeitet hat.

Heck eines 1970er Ford Mustang Mach 1
Der 1970er Ford Mustang Mach 1 ist ein absoluter Klassiker.

Ford Mustang Mach-E: Interior für Minimalisten.

Der Ford Mustang Mach-E bietet also genügend Platz, um auch auf dem Rücksitz komfortabel zu sitzen. Das ist eine echte Neuheit für Mustang-Fans, ebenso wie der geräumige Kofferraum und die 100 Liter Extra-Stauraum im Bug des Stromers. Beim Interior reduziert sich Ford auf das Wesentliche: Im Cockpit finden sich ein 15-Zoll-Touchscreen mit zwei USB-Ports sowie ein digitaler 10,2-Zoll-Tacho hinter dem Lenkrad – und das war es dann auch schon. Sämtliche Funktionen des Ford Mustang Mach-E, mit Ausnahme der Lautstärke, werden über den Touchscreen oder die Sprachsteuerung gewählt.

Für die Fahrprogramme gibt es ein Drehrad zwischen den Vordersitzen. Der Ford Mustang Mach-E verfügt über drei Fahrmodi mit unterschiedlichem Fahrverhalten sowie individuellen Besonderheiten bei Beleuchtung und Anzeigen. Ein Panorama-Glasdach mit Infrarot-Funktion, das vor UV-Strahlung schützt und nach Wunsch ein B&O-Premium-Soundsystem machen das Fahren im Mach-E zum Vergnügen. Und das Beste: Der Ford Mustang Mach-E entwickelt sich kontinuierlich weiter. Ford bietet für den Stromer Over-the-Air-Updates, die in wenigen Minuten durchgeführt werden können und garantieren, dass die Eigentümer stets von aktuellen Leistungsverbesserungen und neuen Funktionen profitieren.

Ford Mustang Mach-E GT: Stromer mit 465 PS.

Wenn du dich für den Kauf eines Ford Mustang Mach-E interessierst, hast du die Wahl zwischen zwei Varianten mit unterschiedlicher Batteriekapazität (76 und 99 kWh) und Leistungsstärke sowie Heck- oder Allradantrieb als Option. Für ein Modell mit kleiner Batterie-Version gibt der Hersteller eine Reichweite von 450 Kilometern an, die große schafft ganze 600 Kilometer. Der durchschnittliche Stromverbrauch des Ford Mustang Mach-E soll bei einer Strecke von 100 Kilometern etwa zwischen 18,1 und 16,5 kWh liegen. Die Basisvariante bietet 337 PS und 565 Nm Drehmoment, der Mustang Mach-E GT etwa 465 PS und 830 Nm Drehmoment. Letztere schafft es in unter fünf Sekunden von 0 auf 100 km/h und kann es damit locker mit einem Porsche aufnehmen.

Abstriche müssen Mustang-Fans bei der Maximalgeschwindigkeit machen: Die Standard-Varianten erreichen bis zu 185 km/h, der Ford Mustang Mach-E GT bringt es auf 200 km/h. Laut Ford sei das Fahrgefühl trotzdem „Fun and Fast“ – und mit dem V8-mäßigen Sound des Mach-E hat der Hersteller beim Spaßfaktor wohl noch etwas nachgeholfen.

Die Ladeanzeige eines Elektroautos
Ford bietet zwei Batterie-Varianten mit unterschiedlichen Reichweiten an.

Der Ford Mustang Mach-E: Voraussichtlich erst 2021 in Europa.

In Europa ist der Ford Mustang Mach-E ab einem Preis von rund 46.900 Euro zu haben. In den USA erfolgt die Auslieferung des Stromers ab dem 22. Juni 2020. Für Europa war ursprünglich eine Auslieferung zum Ende des Jahres 2020 geplant, laut Presseberichten könnte sich diese aufgrund der Corona-Pandemie allerdings bis ins nächste Jahr verschieben.

Ein verchromtes Mustang-Logo auf einem Fahrzeug.
Fords Mustang gehört vermutlich zu den bekanntesten Modellreihen der Automobilgeschichte.
Besser als gedacht

In ersten Tests zeigte sich, dass der Ford Mustang Mach-E in Bezug auf seine Ladeleistung sogar besser ist, als ursprünglich von Ford angekündigt: Die Ergebnisse liegen etwa ein Drittel über dem ursprünglichen Wert. Das Modell mit großer Batteriekapazität und Heckantrieb benötigt demnach nur etwa zehn Minuten, um eine Reichweite von 119 Kilometern zu erzielen.

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