Futuristisch und günstig: Das können Elektroautos aus China.

Schon mal etwas von „Build your dreams“ gehört? Oder Byton? Oder Nio? Zugegeben, noch sind diese Marken auf deutschen Straßen alles andere als präsent. Das liegt zum Teil auch daran, dass manche Elektroautos aus China in Europa gar nicht oder erst zwei Jahre nach dem Marktstart in Asien verkauft werden. Preislich sind sie eine günstige Alternative zu den neuen Modellen westlicher Hersteller. Doch was können sie? In diesem Vergleich zeigen wir euch einige Modelle, was sie kosten und ob sich der Kauf lohnt.

Elektroautos aus China: Ganz schön unter Strom.

Bei Elektroautos denken die meisten Europäer wohl zuerst an Tesla. Doch neben der Tatsache, dass immer mehr Start-ups innovative Modelle auf den Markt bringen (wie etwa den Sion des Münchner Unternehmens Sono Motors, hat der Konzern von Elon Musk seit diesem Jahr seine Spitzenposition als größter Hersteller von Elektrofahrzeugen verloren. Und zwar an BYD. Das Unternehmen wurde 1995 im chinesischen Shenzhen gegründet, 2003 kam eine Autosparte dazu. Seit vier Jahren verkauft BYD – die Abkürzung steht übrigens für „Build your dreams“ – weltweit die meisten Plug-in-Elektroautos. Dicht gefolgt von Tesla. China ist der größte Elektroauto-Markt der Welt – und ein Großteil der Stromer kommen dort von lokalen Herstellern. Das liegt einerseits an hohen Importzöllen, die auf Autos aus dem Westen aufgeschlagen werden. Andererseits aber auch an einer hohen Innovationskraft und futuristischen Modellen. Wie wäre es beispielsweise mit einem 48-Zoll-Bildschirm im Cockpit? Interesse geweckt? Dann schau dir die folgenden Modelle und Hersteller an. Du bist noch nicht sicher, ob ein E-Auto das richtige für dich ist? Lies hier, wie du es einfach und unverbindlich ausprobieren kannst.

Große Produktpalette mit erschwinglichen Stromern: BYD.

Mitte 2019 gab es einen Paukenschlag in der Automobil-Industrie: Elektro-Riese BYD und Toyota – nicht weniger als der Hersteller mit den meisten produzierten Fahrzeugen weltweit – gaben ihre Kooperation im Bereich der Elektromobilität bekannt. Zukünftig werden der chinesische und der japanische Konzern gemeinsam Elektroautos entwickeln und bauen. Bislang produziert BYD seine Fahrzeuge noch allein – und unter denen ist der BYD e6 das wohl spannendste Modell für unseren Markt, da es bei einigen Vertriebspartnern in Bayern und Baden-Württemberg bereits erhältlich ist. Ein wirkliches Händlernetz hat BYD bislang in Europa noch nicht. In China hat BYD zahlreiche elektrisch angetriebene Kompakt- und Kleinwagen im Sortiment, die jedoch in den meisten Fällen keine Zulassung für die EU haben. Wir schauen daher genauer auf den e6. Optisch erinnert dieser an einen etwas in die Tage gekommenen Familien-Van. Doch seine Stärke steckt unter der Verkleidung: 80 Kilowattstunden leistet die Batterie – selbst die größte Variante von Teslas Model S bietet gerade einmal zehn kWh mehr. Mit einer maximalen Leistung von 88 kW (119 PS) fährt der BYD e6 mit einer Ladung hervorragende 400 Kilometer weit und ist an einer Schnellladesäule innerhalb von zwei Stunden wieder komplett bei Kräften.

Zwar erhält das Fahrzeug in Deutschland keine Förderung (Umweltbonus), da sich BYD nicht am Förderprogramm beteiligt. Doch mit einem Listenpreis von rund 59.500 Euro liegt der BYD e6 deutlich unter vergleichbaren Modellen. Wenn dich das eher altbacken wirkende Design und ein für unsere Verhältnisse dröger Innenraum nicht stört, erhältst du mit dem e6 ein reichweitenstarkes Elektroauto mit viel Platz im Innenraum. Interessant sein wird das Modell voraussichtlich vor allem für kommerzielle Nutzer wie Taxi-Unternehmen. Wesentlich moderner kommt da der frisch vorgestellte Kompaktwagen e2 daher. Dessen europäischer Marktstart steht jedoch noch nicht fest.

Elektro-SUV mit 460 Kilometer Reichweite: der U5 von Aiways.

Ein schnittiges Exterieur-Design mit demonstrativ geschlossener Schnauze lässt den U5, den elektrisch angetriebenen SUV der chinesischen Marke Aiways, auch für das europäische Auge modern und futuristisch wirken. Wer ohne Verbrennungsmotor auskommt, braucht auch keine Kühlerluft, macht der U5 auf den ersten Blick deutlich. Ein helles Interieur, sehr viel Platz für Passagiere auf den vorderen ebenso wie auf den hinteren Plätzen und 1550 Liter Kofferraumvolumen bei umgeklappten Rücksitzen sind weitere Vorzüge des Elektroautos aus China. Und die Reichweite? Die ist mit 460 Kilometern hervorragend und auf Tesla-Niveau. Dafür sorgt die Batterie mit einer Kapazität von 63 kWh, die den 145 kW (197 PS) starken Motor versorgt. Der Aiways U5 soll ab April 2020 auch in Deutschland verfügbar sein. Der genaue Preis ist noch nicht bekannt, aber so viel ist sicher: Er wird unter 38.000 Euro kosten und nur als Leasingfahrzeug erhältlich sein. Beziehen kann man ihn in Deutschland nur im Internet oder in Pop-up-Stores – ein Händlernetz wird es nicht geben.

Riesiges Display und 300 kW: Viel Elektro-Power im Byton M-Byte.

Es ist eines der jüngsten Unternehmen im chinesischen Automobilsektor: Das Start-up Byton wurde 2017 gegründet und hat sein erstes Modell auf der diesjährigen IAA vorgestellt. Der Elektro-SUV hört auf den Namen MByte, ist 4,88 Meter lang und leistet als Allrad-Version mit seinen zwei E-Motoren insgesamt 300 kW (407 PS). Blickfang ist jedoch der futuristisch wirkende 48-Zoll große Touchscreen, der die komplette Cockpit-Front hinter dem Lenkrad einnimmt und damit nicht nur dem Fahrer, sondern auch dem Beifahrer zur Verfügung steht. Eine Mittelkonsole gibt es nicht, der Fußraum ist also vorne ebenso wie auf der Rückbank durchgängig und eben. Und weil der M-Byte alle Sensoren und Fähigkeiten mitbringt, um in Zukunft auch autonom fahren zu können, lassen sich Fahrer- und Beifahrersitz um zehn Grad zueinander drehen, damit sich die Insassen gemütlich miteinander unterhalten können. Die Serienproduktion hat 2019 begonnen. Ob der M-Byte auch auf den europäischen Markt kommt, ist noch nicht offiziell. Experten rechnen jedoch mit einem Marktstart im Jahr 2022.

Nio – Design aus München, doch bislang nur in China erhältlich.

2014 wurde das Automobil-Start-up Nio in Schanghai gegründet. Für Aufsehen sorgte das Unternehmen mit dem Supersportwagen EP9, von dem nur sechs Stück produziert und zu je 1,48 Millionen Euro verkauft wurden. Doch auch für den Normalverdiener hat Nio zwei Modelle im Angebot – zumindest in China. Zwar sitzt das Design- und Markenentwicklungszentrum von Nio in München, doch hierzulande sind weder der SUV ES8 noch sein kleiner Bruder, der ES6 verfügbar. Schade eigentlich, denn die Werte des ES8 sind eindrucksvoll: sieben Sitze, 480 kW (653 PS), 350 Kilometer Reichweite und ein Listenpreis von knapp 60.000 Euro.

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