Google Pixel 3a: günstige Handy-Alternative mit Mega-Kamera.

Man muss schon sehr genau hinsehen, um den Unterschied zu erkennen: Google hat seinem Flaggschiff-Smartphone Pixel 3 einen kleinen Bruder spendiert, der auf den Namen Google Pixel 3a hört und von außen sehr viele Ähnlichkeiten aufweist. Zwar besteht das Gehäuse nicht aus Glas, sondern aus Kunststoff, ist jedoch so solide verarbeitet, dass sich der Unterschied kaum erkennen lässt. Das neue Modell kommt in zwei Größen – einmal mit 5,6- und einmal mit 6-Zoll-Display und bewegt sich damit im Rahmen der gängigen Smartphones iPhone XS (5,8 Zoll) und Samsung Galaxy S10 (6,1 Zoll).Die größere Variante heißt Pixel 3a XL und kostet 80 Euro Aufpreis. Ob so ein günstiges Handy auch wirklich alltagstauglich ist? Wir haben genau hingeschaut.

Schlagendes Argument: der Preis.

Apropos Preis: Mit einem UVP von 399 Euro (479 Euro für das Pixel 3a XL) liegt das Pixel 3a derzeit im offiziellen Google Store satte 200 Euro unter dem Pixel 3. Letzteres kam damals sogar mit einem Startpreis von 849 Euro auf den Markt. Das Pixel 3a geht definitiv mit einem Kampfpreis ins Rennen, auch wenn es natürlich noch günstigere Smartphones von anderen Anbietern gibt und vor allem die Streitigkeiten um den chinesischen Hersteller Huawei zuletzt die Smartphone-Preise deutlich haben fallen lassen. Aktuelle Top-Modelle von Samsung und Apple liegen hingegen je nach Ausstattung deutlich über der 1.000-Euro-Marke.

Einfach Hammer: die Kamera.

Unter Fotografen gilt der Satz als Binsenweisheit: „Die beste Kamera ist die, die man dabei hat.“ Stimmt natürlich nur dann, wenn man weiß, wie man sie bedienen muss. Die 12,2-Megapixel-Kamera des Pixel 3a hat nichts mit dem zu tun, was man in einem günstigen Handy erwarten würde. Im Gegenteil: Sie übertrifft die Erwartungen bei weitem. Kein Wunder, ist sie doch 1:1 aus dem Top-Modell Pixel 3 übernommen – inklusive optischer und elektronischer Bildstabilisierung. Dem Nutzer stehen zudem alle Modi wie der Porträtmodus mit anpassbarer Tiefenschärfe, Nachtsicht oder Zeitraffer zur Verfügung. Vor allem was die Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen angeht, liefert es bessere Ergebnisse als die meisten Oberklasse-Smartphones auf dem Markt (Beispiele zeigen wir unten in der Galerie). Kurzum: Die Bildqualität ist hervorragend. Woran es dem Pixel 3a im Vergleich zu seinem großen Bruder mangelt, ist jedoch ein separater Bild-Prozessor. Das macht sich in etwas längeren Wartezeiten bei der Kamera sowie beim Bearbeiten und Speichern der Bilder bemerkbar.

Gute Ausdauer: Batterie mit ordentlicher Laufzeit.

Hier findet sich unter der Haube der einzige Unterschied zwischen dem Pixel 3a und seiner XL-Variante. Der XL-Akku fasst mit 3.700 mAh nämlich 700 mAh mehr als der im 3a und hält daher noch mal deutlich länger. Das ist für viele Kunden sicherlich ein großes Plus. Einen Tag bei normaler bis intensiver Nutzung halten allerdings beide Modelle gut durch. Die Akkulaufzeit ist – vor allem im Segment der günstigen Handys – hervorragend.

Kein Sound of Silence: Stereo-Speaker und Klinkenanschluss.

Fast ebenso wichtig wie die Kamera ist für viele Smartphone-Nutzer das Thema Musik und Sound. Auch hier hat das Google-Handy einiges zu bieten. Das breite Kunststoff-Gehäuse aus Polycarbonat mag sich zwar nicht ganz so wertig anfühlen wie Glas, es ist aber deutlich unempfindlicher gegen Stürze und hat den Entwicklern zudem Raum gelassen, zwei Stereo-Lautsprecher am oberen und unteren Ende des Smartphones anzubringen. Die haben ordentliches Volumen, erreichen eine sehr gute Lautstärke und überzeugen beim Klang auf ganzer Linie. Im Gegensatz zum Google-Flaggschiff Pixel 3 gibt es sogar eine 3,5-mm-Klinkenbuchse. Dem Musikhören mit gewöhnlichen Kopfhörern steht also nichts im Wege.

Licht und Schatten: der Speicherplatz.

Ein größeres Manko beim Pixel 3a ist der Speicherplatz. Der ist mit 64 Gigabyte nicht wirklich üppig. Es gibt auch keine Möglichkeit, diesen zu vergrößern – ein Slot für externe Speicherkarten ist nicht vorhanden. Wer jetzt allerdings Sorge hat, dass er beim Fotoshooting mit dem Handy Platzprobleme bekommt, kann durchatmen: Über die App Fotos steht dem Nutzer für alle Bilder und Videos unbegrenzter Speicher in der Google Cloud zur Verfügung – vorausgesetzt, man hat eine funktionierende Internet-Verbindung für den Up- und Download seiner Fotos. Die 4 GB Arbeitsspeicher hingegen gehen völlig in Ordnung und sind ausreichend.

Die Nachteile: Display, Prozessor und kein kabelloses Laden.

Beginnen wir mit der Hardware: Eine der Schwachstellen des Google 3a dürfte das Display sein. Das liegt zum einen an dem breiten Rand des Kunststoff-Gehäuses, der den Bildschirm umgibt und für ein eher altbackenes Design sorgt. Teurere Top-Modelle sehen hier deutlich wertiger und moderner aus. Zum anderen ist das verbaute OLED-Display etwas weniger kontrastreich und erreicht auch nicht ganz die Helligkeitswerte von teureren Top-Smartphones. Im Vergleich zum Pixel 3 fehlt ihm zudem der HDR-Support – also ein größeres Farbspektrum.

Zwar hat das Pixel 3a wie sein größerer Bruder einen Acht-Kern-Prozessor, muss sich jedoch mit dem Snapdragon 670 von Qualcomm begnügen, der deutlich niedriger getaktet und damit bei der Nutzung von Apps langsamer ist. Gerade bei modernen 3D-Spielen ist das spürbar. Hinzu kommt der bereits erwähnte fehlende Bildprozessor. Auch auf das kabellose Laden müssen Nutzer des Pixel 3a verzichten.

Das Fazit.

Das Google Pixel 3a und dessen Variante mit größerem Display und Batterie, das Pixel 3a XL, sind eine echte und günstige Alternative zu teureren Top-Smartphones. Das größte Plus ist die hervorragende Qualität der Kamera. Wer dafür geringen Speicherplatz und einen durchschnittlichen Prozessor in Kauf nehmen kann, ist mit beiden Modellen bestens beraten.

Das neue Google Pixel 3a.
  • Varianten: Pixel 3a mit 5,6-Zoll-Display und 3.000-mAh-Batterie und Pixel 3a XL mit 6,0 Zoll und 3.700-mAh-Batterie
  • Preise: 399 Euro bzw. 479 Euro (Pixel 3a XL)
  • Unser Highlight: die 12,2-Megapixel-Kamera mit Dual-Pixel-Technologie, kleinster Blende bei ƒ/1,8, Autofokus sowie optischer und elektronischer Bildstabilisierung
  • Nachteile: durchschnittlicher Prozessor, fehlender Bildprozessor und ein weniger kontrastreiches Display als der große Bruder Google Pixel 3

Titelbild: © Google

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