Heimkinosystem: So holst du dir Kino-Feeling ins Haus!

Natürlich ist das Kino immer noch der beste Ort, um einen Film zu sehen: große Leinwand, ausgeklügeltes Soundsystem, bequeme Sitze. Einerseits. Andererseits langen die Kinobetreiber Gästen ordentlich hin: Zu den Eintrittspreisen kommen 3D-Zuschlag, Überlängenzuschlag, Reservierungszuschlag. Zuschlag hier, Zuschlag da. Wer sich dann noch Cola und Popcorn gönnt, ist zu zweit schnell um die 40 Euro los. Von Familien ganz zu schweigen.

Die Alternative: ein Heimkinosystem. Mit großem Flachbild-TV und einer Soundbar kommt auch zu Hause Kino-Feeling auf. Wir sagen, was die einzelnen Geräte eines Heimkinosystems leisten und geben Kauftipps für verschiedene Budgetrahmen.

Herzstück des Heimkinosystems: Das TV Gerät.

Ohne Bild kein Heimkino – logisch. Willst du dir einen neuen Fernseher für ein Heimkinosystem leisten, musst du zunächst einige Fragen klären.

Wie groß soll das Bild sein?

Flachbild-TVs lassen sich grundsätzlich in drei Größenklassen einteilen:

  • bis 100 Zentimeter Bilddiagonale (39 Zoll)
  • bis 130 Zentimeter Bilddiagonale (50 Zoll)
  • ab 140 Zentimeter Bilddiagonale (55 Zoll)

Fürs Heimkino geeignet sind Bildgrößen ab 130 Zentimeter.

Full-HD oder UHD?

Beide Varianten bieten scharfe Bilder: Full-HD hat eine Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten, UHD (steht für Ultra HD, auch 4K genannt) bietet mit 3840 x 2160 Bildpunkten die vierfache Auflösung. Und ja, es ist ein Unterschied zu erkennen! Allerdings sind bislang TV-Ausstrahlungen in UHD Mangelware – lediglich Streaming-Dienste (z.B. Netflix und Amazon Prime) haben ein paar entsprechende Filme und Serien im Angebot, ebenso der Pay-TV-Sender Sky. Immerhin kannst du für dein Home Cinema UHD-Blu-rays von vielen aktuellen Filmen kaufen, aber zu einem spürbar höheren Preis als Full-HD-Blu-rays. Um zukünftige UHD-Inhalte genießen zu können, empfehlen wir dir ein Gerät mit Ultra HD Auflösung.

3D oder 2D?

Eine ganze Reihe von TV-Geräten besitzt 3D-Wiedergabe. Die Brillen dafür werden oft vom Hersteller mitgeliefert. Das heißt aber nicht, dass du jetzt alles in dreidimensional sehen kannst: Für ein 3D-Heimkinosystem benötigst du zusätzlich einen 3D-fähigen Blu-ray-Player nebst 3D-Blu-rays. Die kosten teilweise deutlich mehr als herkömmliche 2D-Scheiben. An das 3D Feeling im Kino kommt aber auch der heimische Fernseher mit 3D-Funktion nicht ran. Empfehlung daher: 2D.

Brauche ich HDR?

HDR steht für „High Dynamic Range“. Einfach ausgedrückt, sorgt die Technik für besonders hohen Kontrast und kann ein breiteres Farbspektrum mit feineren Abstufungen darstellen – das macht die Bilder detailreicher und natürlicher. Zwei Standards sind derzeit auf dem Markt: HDR 10 (beziehungsweise HDR10+) und Dolby Vision. Wenn du zu einem UHD-Fernseher greifst, solltest du darauf achten, dass dieser zusätzlich HDR beherrscht. Auch hier gilt: Das Ausgangsmaterial muss in HDR vorliegen – ob beim Streamen oder auf UHD-Blu-ray.

Was sind OLED-Bildschirme?

Die OLED-Technologie ist bereits seit einigen Jahren auf dem Markt, aber erst jetzt werden Geräte mit OLED-Bildschirm bezahlbar und fürs Heimkinosystem richtig interessant. Die meisten heute erhältlichen Flachbild-TVs arbeiten mit LCD-Technik, bei der kleine, sich im Hintergrund befindliche Leuchtdioden (LEDs) die Flüssigkristalle im Bildschirm zum Leuchten bringen. Beim herkömmlichen LED-Fernseher ist der Hintergrund immer leicht beleuchtet. Bei OLED leuchtet allerdings jeder Bildpunkt für sich selbst. Und das nur, wenn er wirklich gebraucht wird. Das sorgt für ein tiefes Schwarz, kräftigere Farben, bessere Kontrastwerte – und einen deutlich höheren Preis.

Sony Bravia OLED TV im Wald
Sony Bravia TV

Welcher Fernseher für welches Budget?

  • Einsteiger: LG 55UK6100PLB; 139 Zentimeter Diagonale, UHD-Darstellung, Smart TV, HDR 10, ab ca. 500 Euro.
  • Mittelklasse: Sony KD 65AF8, 164 Zentimeter Diagonale, OLED-Display, UHD-Darstellung, Smart TV, HDR 10, ab ca. 2.720 Euro.
  • Oberklasse: Samsung GQ75-Q9FN, 190 Zentimeter, QLED-Display, UHD-Darstellung, Smart TV, HDR 10+, ab ca. 5400 Euro.
Heimkinosystem de luxe: Beamer & AV-Receiver.

Noch größeres Bild und fetterer Ton gewünscht? Dann musst du dich an die Königsklassen im Heimkinosystem herantrauen: Beamer und AV-Receiver.

Ein Heimkinoprojektor wirft das Bild vom TV-Gerät oder einem anderen Zuspieler entweder an die (weiße!) Zimmerwand oder an eine spezielle Leinwand, dabei sind locker Bilddiagonalen von mehreren Metern drin. Der Unterschied zwischen Full-HD und UHD fällt bei Projektoren nicht so ins Gewicht wie bei Fernsehern, allerdings schwächeln Beamer bei heller Umgebung. Gute Einsteigermodelle gibt’s schon ab 400 Euro.

Ein AV-Receiver ist so etwas wie die Schaltzentrale für sämtliche Audio- und Videosignale eines Heimkinosystems. Dementsprechend sind die Geräterückseiten gepflastert mit Anschlussbuchsen. Je nachdem, wie viele Lautsprecher du anschließt, kannst du satten Kinoton aus fünf oder sieben Boxen (jeweils plus Subwoofer) hören. Das freut die Nachbarn! Preislich fangen gute AV-Receiver bei etwa 300 Euro an.

Klanglieferant fürs Heimkinosystem: Die Soundbar.

Flachbild-TVs liefern zwar klasse Bilder, ihre Bauweise birgt aber ein Problem: Der Ton ist oft so dünn wie das Gerät selbst. Die schmalen Fernseher bieten einfach keinen Platz für vernünftige Lautsprecher. Ein Actionfilm will aber nun mal aus allen Rohren feuern – auch im Home Cinema. Zum Heimkinosystem fehlt also noch der gute Ton. Die klassische Lösung: ein AV-Receiver (siehe oben). Der ist aber kompliziert einzurichten, außerdem musst du meterweise Kabel zu den einzelnen Lautsprechern im Raum legen. In den vergangenen Jahren ist daher eine deutlich unkompliziertere Alternative populär geworden: die Soundbar.

Produktbild: Soundbar von Samsung
Samsung-Soundbar

Wie funktionieren Soundbars?

In der Regel bestehen Soundbars aus einem langen Klangbalken und einem separaten Subwoofer für die Bässe. Mit wenigen Handgriffen sind sie angeschlossen. Im Prinzip liefern sie Stereoklang (2.1), die meisten Geräte können zudem virtuellen 5.1-Sound erzeugen: Ein Digital Signal Processor (DSP) bearbeitet den Klang so, dass beim Hörer die Illusion von räumlichen Klängen entsteht. Und das oft verblüffend echt!

Welche Soundbar für welches Budget?

  • Einsteiger: Teufel Cinebar One, 2.1 Virtual Surround System, Gesamtausgangsleistung 80 Watt, interner Subwoofer, kabellos (Bluetooth), ab ca. 250 Euro.
  • Mittelklasse: Samsung HW-MS750, 5.1 Virtual Surround System, Gesamtausgangsleistung 360 Watt, integrierter Subwoofer, kabellos (Bluetooth, WLAN), ab ca. 640 Euro.
  • Oberklasse: Yamaha YSP-5600, 7.1 Virtual Surround System, Gesamtausgangsleistung 128 Watt, externer Subwoofer muss separat erworben werden, kabellos (Bluetooth, WLAN), ab ca. 1.600 Euro.
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