Heizlastberechnung: so geht‘s!

Die Heizlastberechnung hilft dir dabei, den richtigen Heizkörper für deine Wohnsituation zu finden. Erfahre im Yello Energie-Ratgeber mehr zum Thema!

Heizlastberechnung – wie geht das?

Eine Heizlastberechnung kann dich dabei unterstützen, den richtigen Heizkörper für deine Anforderungen zu finden. So lassen sich deine Heizkosten langfristig senken, ohne dass du dafür Abstriche beim Wohnkomfort machen musst. Generell empfiehlt es sich, die Heizkörperberechnung einem Fachmann zu überlassen. Dieser weiß genau, welche Faktoren in die Berechnung miteinbezogen werden müssen und wie du dein bestehendes Heizsystem optimieren kannst. Unsere folgende Anleitung zur Heizkörper-Berechnung kann dir jedoch als erster Orientierungsrahmen dienen und verrät, welche Aspekte hierbei beachtet werden sollten.

Richtig kalkulieren bei der Heizlastberechnung!

Prinzipiell gilt, dass die Gesamtwärmeleistung der Heizkörper immer mindestens (!) der errechneten Heizlast des Raumes entsprechen muss. Verfügen die Heizkörper über eine zu geringe Wärmeleistung, bleiben die Räume trotz hohem Energieaufwand kalt. Ist die Gesamtwärmeleistung der Heizkörper hingegen höher als das Mindestmaß, werden automatisch auch geringere Vorlauftemperaturen benötigt. Dies wiederum führt dazu, dass die Differenz zwischen Vor- und Rücklauftemperatur niedriger ausfällt. So geht weniger Wärme verloren und das Potenzial der Heizung kann besser genutzt werden.

Um die allgemeinen Energieverluste bei der Wärmeerzeugung und -verteilung auszugleichen, gilt für die Heizlastberechnung daher die Faustregel, dass ein Heizkörper idealerweise immer das 1,3 bis 1,5-fache der mindestens erforderlichen Heizlast erbringen sollte. Natürlich kann diese Gesamtwärmeleistung dabei auch auf mehrere Heizkörper umgelegt werden.

Welche Faktoren müssen bei der Heizkörperberechnung beachtet werden?

Welche Heizlast für einen Heizkörper erforderlich ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dies sind im Einzelnen:

  • die Bausituation: Über welche Energiesparmerkmale verfügt das Haus (Wärmedämmung, Doppelglasfenster etc.)?
  • die Raumgröße: Wieviel Quadratmeter-Fläche hat der mit dem Heizkörper zu beheizende Raum?
  • die Raumnutzung: In welchem Raum soll der Heizkörper installiert werden? Zum Beispiel liegt die empfohlene Raumtemperatur für ein Badezimmer deutlich über der für ein Schlaf- oder Wohnzimmer.

Lässt du die Heizkörperberechnung vom Fachmann durchführen, kann dieser zusätzlich Faktoren wie die Grundwassertiefe, die Eigenschaften deines Heizsystems und die Luftdichte einbeziehen, was zu wesentlich genaueren Ergebnissen führt. Zudem werden bei der professionellen Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 auch mögliche Wärmeverluste über Bauteile (Transmissionsverluste) und über die Lüftung (Lüftungswärmeverluste) beachtet. Entscheidest du dich hingegen dafür, die Berechnung selbst vorzunehmen, läufst du Gefahr solche wichtigen Faktoren zu missachten. Hohe Heizkosten oder kalte Wohnräume können die Folge sein.

Heizleistung berechnen Schritt für Schritt.

Es gibt gewisse Richtwerte, anhand welcher du dir selbst einen ersten Eindruck über die benötigte Heizlast deiner Heizkörper verschaffen kannst. Diese wird dabei immer in Watt (W) pro Quadratmeter (m2) angegeben. Generell gilt:

  • 100 Watt pro m2 bei Neubauten und wärmegedämmten Altbauten
  • 150 Watt pro m2 bei ungedämmten Altbauten mit Einfachfenstern

Wenn es sich bei dem zu beheizenden Raum um ein Badezimmer handelt, sollten zudem etwa zehn Prozent der Heizlast draufgeschlagen werden. Das liegt daran, dass für ein Badezimmer die empfohlene Raumtemperatur bei 25 Grad liegt, während es bei anderen Wohnräumen reicht, das Heizungsthermostat auf etwa 20 Grad einzustellen. In Räumen mit Dachschrägen können hingegen 20 Prozent der errechneten Watt-Zahl pro Quadratmeter abgezogen werden, da hier weniger Luft erwärmt werden muss.

Beispielrechnung

Möchtest du also beispielsweise die Heizlast eines Heizkörpers für ein 3m x 4m großes Badezimmer in einem Neubau ohne Dachschrägen berechnen, musst du folgendermaßen vorgehen:

  1. Berechne die Quadratmeterzahl des Raumes: 3m x 4m = 12m2
  2. Multipliziere die errechnete Quadratmeterzahl mit der erforderlichen Watt-Zahl für einen Neubau: 12m2 x 100W = 1.200W
  3. Da in unserem Beispiel die Wärmeleistung für ein Badezimmer berechnet werden soll, müssen anschließend 10 Prozent der errechneten Heizlast addiert werden: 1.200/100 = 120 à200 + 120 = 1.320
  4. Du benötigst dementsprechend einen Heizkörper, der mindestens eine Heizlast von 1.320 Watt erbringt.

Achtung!

Die hier angegebenen Richtwerte von 100 bzw. 150 Watt pro Quadratmeter beziehen sich auf ein Heizsystem mit 75 Grad Vorlauf- und 65 Grad Rücklauftemperatur sowie einer gewünschten Raumtemperatur von 20 Grad (75/65/20). Verfügst du über ein Heizsystem mit geringeren Vorlauf- und Rücklauftemperaturen, musst du die Rechnung entsprechend anpassen:

  • 70/50/20 = Errechnete Heizleistung x 1,24
  • 55/45/20 = Errechnete Heizleistung x 1,94
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