Hoverboard: wofür brauche ich den neuen Spaß-Flitzer?

Hoverboards erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Welche Vor- und Nachteile haben sie? Welche Produktklassen und Preiskategorien gibt es und wie sieht es mit den rechtlichen Regelungen aus? Yello verrät es dir.

Hoverboard: darum geht’s.

Erst China, dann die USA, mittlerweile ist das Hoverboard auch in Deutschland angekommen: das futuristische Fahrzeug mit zwei Reifen, Trittbrett und Elektromotor hat den Sprung vom exotischen Trendobjekt zum angesagten Lifestyle-Gadget geschafft. Prompt tun sich Fragen auf. Neben der Überlegung, was dir der Mini-Segway überhaupt bringt, folgen weitere: was kostet ein Hoverboard? Worin unterscheiden sich die angesagten Modelle und wo sind sie erhältlich? Und – nicht ganz unwichtig: wie sieht es rein rechtlich in Deutschland aus, wenn du mit dem elektrischen Rollbrett am Straßenverkehr teilnehmen willst? Yello gibt Antworten – und hilft dir bei der Kaufentscheidung.

Wie funktioniert ein Hoverboard?

Rein äußerlich erinnert das Hoverboard an einen kleinen Segway, dem die Griffstange für die Hände fehlt. Wohl deshalb wird auch die Bezeichnung Mini-Segway benutzt. Das Board balanciert sich selbst aus, dafür nutzt es den Elektromotor und die Bewegungssensoren. Deshalb ist es selbst für einen ungeübten Fahrer recht einfach, auf dem Brett während der Fahrt stehen zu bleiben und das Gleichgewicht zu halten. Um nach vorne zu fahren, musst du deinen Körperschwerpunkt leicht nach vorne verlagern. Dabei drücken deine Fußspitzen die Pedale nach unten. Das Board meldet akustisch, wenn du dich zu weit nach vorne beugst. Das Bremsen funktioniert umgekehrt: dafür verlagerst du deinen Körperschwerpunkt leicht nach hinten. Rückwärts fährst du, indem du deinen Körper in leichter Schräglage nach hinten lehnst. Um eine Kurve zu fahren, musst du einen der beiden Füße stärker belasten – den rechten für eine Linkskurve und den linken für eine Rechtskurve.

Welche Vor- und Nachteile bieten Hoverboards?

Bei den Vorteilen steht zunächst der Spaßfaktor im Vordergrund. Ja, das Fahren der E-Boards macht richtig Laune: das Balancieren auf dem Hoverboard wird dabei zügig zu einem intuitiven Akt, der nicht allzu schwer zu meistern ist. Auch Geschwindigkeit und Reichweite sprechen für einen Fahrspaß, der lange anhält. So sind 15 km/h und 20 Kilometer Reichweite übliche Werte, die von den Herstellern qualitativ hochwertiger Modelle angegeben werden. Diese sind unter optimalen Bedingungen auch zu erreichen, was diverse Einsatzmöglichkeiten eröffnet. Dass die Mini-Segways klein und handlich sind, spricht ebenfalls für ihre vielseitige Verwendbarkeit.

Die Nachteile fangen genau da an, wo von der eben genannten flexiblen Anwendung die Rede ist. Die Nutzung der Hoverboards im öffentlichen Straßenverkehr ist untersagt, mehr dazu findest du in diesem Artikel unter: „Welche rechtlichen Regelungen gelten für das Hoverboard?“ Ein Nachteil, der gewaltig einschränkt. Was nutzt die größte Reichweite, wenn du nur auf Privatbesitz unterwegs sein darfst? Ein weiterer Kontrapunkt betrifft die Sicherheit. Hier sind die Risiken der Bauweise des Fahrgeräts geschuldet: ein Hoverboard hat nun mal keine Karosserie oder Knautschzone. Helme und Protektoren helfen da in manchen Situationen wenig, wie vom Motorradfahren hinlänglich bekannt ist.

Was kostet ein Hoverboard und wo kannst du es kaufen?

Auch wenn es verlockend ist: Preise unter 200 Euro sollten dich misstrauisch machen. Wenn man bedenkt, dass allein schon ein guter Akku mit 50 bis 100 Euro zu Buche schlägt, und sonstige Kosten für Technik, Montage, Marketing und Vertrieb hinzurechnet, ist klar, dass bei Dumpingpreisen irgendwo heftig gespart wird. Einsteiger sollten um die 250 Euro anlegen, um ein qualitativ hochwertiges Hoverboard ihr Eigen zu nennen, das über längere Zeit Spaß macht.

Vor der Kaufentscheidung solltest du dich umfassend über Vergleichstests informieren. Klopfe wichtige Punkte wie Reichweite, Höchstgeschwindigkeit, namhafte technische Komponenten und wichtige Zertifizierungen ab. Geschäfte haben in vielen Fällen nur eine kleine Anzahl an Modellen von besonders namhaften Herstellern im Angebot. Im Internet dagegen sorgt die große Konkurrenz für günstigere Preise. Hier kannst du aus den verschiedenen Modellen das herausfiltern, das deinen Ansprüchen am besten entspricht.

Hoverboard kaufen: darauf solltest du achten.

Hier eine Kauf-Checkliste, damit du keine bösen Überraschungen erlebst:

  • Achte auf zertifizierte und geprüfte Produkte mit einer CE-Kennzeichnung und Erfüllung der EG-Standards.
  • Lass die Finger von billigen China-Produkten.
  • Der Akku sollte in höchstens 3 Stunden geladen und ein hochwertiges Markenprodukt sein.
  • Lege Wert darauf, dass hochwertige Qualitätsmotoren verbaut sind.
  • Kaufe ein Modell, das mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung ausgestattet ist.
  • Achte auf eine Mindestgeschwindigkeit von 10 km/h und eine Mindestreichweite von 15 Kilometern.

Worin unterscheiden sich Hoverboards?

In der Reifengröße.

Diverse Hoverboards weisen Vollgummireifen mit einer Standardgröße von 6-8 Zoll auf. Ein an sich kompakter wie wendiger Kompromiss, der gut zur restlichen Größe des Rollbretts passt. Kommen aber bei der Fahrt Unebenheiten ins Spiel, wird es unkomfortabel. Gute Dämpfungseigenschaften sind hier nicht zu erwarten. Nächsthöhere Kategorie ist eine 10-Zoll-Bereifung. Diese besteht in vielen Fällen aus Schlauchreifen, die durch größere Dämpfung mehr Komfort und Fahrgenauigkeit bei Unebenheiten bieten. Etwa bei niedrigen Bordsteinkanten oder ansonsten holprigem Untergrund. Dafür leidet die Optik etwas. Weiterer kleiner Nachteil: der Reifendruck der Schlauchreifen sollte regelmäßig gecheckt werden.

In Form und Farbe.

Die aktuell auf dem Markt befindlichen Hoverboards sehen sich ziemlich ähnlich. Farben und Muster sind dennoch unterschiedlich. Anpassen kannst du sie in den meisten Fällen auch: Klebefolien werten die Hochglanzlackierungen in Sachen Schutz und einfallsreichem Design auf.

In der technischen Ausstattung.

Im Innern des Hoverboards befinden sich diverse Komponenten, die sehr unterschiedlich ausfallen können. Ob sogenannte Gyrosensoren, die die Geschwindigkeitsbeschleunigung oder -verminderung messen, oder die Art der Motoren und Akkus: diese Bauteile führen in ihrem Zusammenspiel zu unterschiedlichen Fahrerlebnissen.

In den zusätzlichen Features.

Auch Features, die den Spaß im Umgang mit den Self Balance Boards erhöhen sollen, sorgen für unterschiedliche Modelle und Ausführungen. Im Angebot sind unter anderem Fernbedienungen oder Apps für dein Smartphone. Mit diesen lassen sich etwa die Fahrmodi wechseln oder Werte der laufenden Fahrt messen. Einige Modelle bieten Bluetooth-Lautsprecher, die per Funk deine Musiksammlung zum Besten geben. Auch Beleuchtungsvarianten gehören zu den ergänzenden Ausstattungsmerkmalen.

So steht’s um die Ladezyklen bei Hoverboards.

Auch wenn die Hersteller sich hier ziemlich bedeckt halten: bei wertigen Akkus wird davon ausgegangen, dass sie nach eintausend Ladezyklen noch eine Leistung von über achtzig Prozent bringen. Dabei entspricht ein Ladezyklus nicht einem Ladevorgang beliebiger Länge, sondern einer theoretischen, kompletten Be- und Entladung. Wenn du also drei Mal den Akku zu rund 33 Prozent auflädst, hast du in etwa einen Ladezyklus abgeschlossen. Entsprechend schadet das oftmalige Aufladen eines Akkus, der nicht komplett leer ist, seiner Lebensdauer nicht.

Welche rechtlichen Regelungen gelten für das Hoverboard?

Die aktuelle Gesetzeslage.

Bislang gibt es keine genauen gesetzlichen Regelungen für Hoverboards. Ein Stand, der die allgemeinen verkehrsrechtlichen Bestimmungen zur Anwendung kommen lässt. Die besagen, dass auf öffentlichen Straßen (Fahrbahn, Gehweg, Radweg oder je nach Fall auch Parkplatz) nur Kraftfahrzeuge fahren dürfen, die den Vorschriften der Fahrzeugzulassungsverordnung (FZV) wie auch der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) entsprechen. Diese Regelung gilt, sobald ihre Höchstgeschwindigkeit mehr als 6 km/h beträgt. Die Hoverboards liegen in der Regel deutlich über dieser Grenze.

Aufgrund ihrer Konstruktion können die Mini-Segways diese Vorschriften aber gar nicht erfüllen. Diese betreffen unter anderem Aspekte wie Sitz, Lenkung, Bremsen, Beleuchtung oder Spiegel – die ein Hoverboard nicht bedient. Darüber hinaus kann das Board auch nicht der Versicherungspflicht entsprechen, da Versicherungen für diesen Fahrzeugtyp bislang nicht existieren. Heißt unterm Strich: das Benutzen von Hoverboards ist aktuell einzig in abgegrenzten Bereichen erlaubt. Wenn du sie dagegen im öffentlichen Verkehrsraum fährst, begehst du eine Ordnungswidrigkeit: diese wird laut Gesetz mit mindestens einer Geldbuße von siebzig Euro und einem Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei geahndet.

Einer der ersten Präzedenzfälle.

2016 musste ein Düsseldorfer genau diese Erfahrung machen. Er wusste nicht, dass er nur auf Privatgelände hätte fahren dürfen, und bewegte das E-Board im öffentlichen Stadtverkehr. Das Amtsgericht Düsseldorf verhängte daraufhin eine Strafe von 1.200 Euro. Am Ende hob das Amtsgericht den Strafbefehl auf, da der Richter dem Mann die komplizierte Rechtslage zugute hielt. Der Fall endete mit einer Verwarnung. Der Mann müsste allerdings 450 Euro zahlen, sollte er in den nächsten zwei Jahren straffällig werden.

Daher bleibt die dringende Empfehlung: benutze dein Hoverboard nur auf Privatgelände. Im öffentlichen Verkehrsraum riskierst du ansonsten ein Bußgeld und, wenn es ganz unglücklich läuft, sogar ein Strafverfahren.

Produktbild einer PlayStation 4 Pro mit Fifa 20 Game

Zocke wie ein Champion.

Jetzt die PS4 Pro mit FIFA 20 sichern.

Zum Angebot

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

facebook instagram twitter youtube linkedin xing envelop hilfe login menu phone messenger whatsapp mail kwk gas strom waermestrom more playbutton payback loading-indicator