Huawei P20: Was kann das neue High-Tech-Smartphone?

Huawei an der Spitze: Mit den neuen Geräten der P20 Serie beweist sich das chinesische Unternehmen als ebenbürtige Konkurrenz zu Branchenführern Apple und Samsung. Zuletzt sorgte Samsung mit dem Galaxy S9 für Furore und das iPhone X begeisterte Apple-Anhänger Ende letzten Jahres mit seinem futuristisch-randlosen Design. Jetzt wirft Huawei mit dem P20 seinen Hut in den Ring und klettert auf Augenhöhe zu den beiden Big-Playern in den Smartphone-Olymp. Hier erfährst du, was das neue Hightech-Smartphone in Sachen Design, Performance und vor allem Kamera drauf hat.

Design – iPhone X Abklatsch oder genug eigene Identität?

Auf den ersten Blick könnte man meinen, die Entwickler von Huawei hätten ein wenig bei ihren Kollegen von Apple abgekupfert. Der Edelstahlrahmen und das polierte Glasgehäuse geben dem Gerät den gleichen klaren Look, den wir schon vom iPhone X kennen. Das helle 5,8 Zoll LCD Display erstreckt sich fast über die gesamte Glasfront, nur am oberen Rand bleibt eine kleine Aussparung. Dort sind die Selfie-Kamera und der Stereo-Lautsprecher eingefasst. Dieses Feature, im Fachjargon „Notch“ genannt, ermöglicht zwar eine Ausweitung der Bildschirmfläche, kann allerdings etwa innerhalb einer Instagram-Story oder anderer Anwendungen Teile des Bildes abschneiden. Dies jedoch ist, sofern man sich daran stört, leicht zu umgehen. Durch eine simple Einstellung ist es möglich, den zusätzlichen Bildschirm nebst der „Notch“ durch einen schwarzen Balken auszublenden und so zu einer klassischen rechteckigen Form zurückzukehren.

Die vielen Vergleiche mit dem iPhone X sind insofern nicht wirklich gerechtfertigt, als Huawei es tatsächlich geschafft hat, seinem neuen Wurf einen ganz eigenen Touch zu verpassen. So hat der Kunde die Option zwischen den Farben „black“, „midnight blue“ und „pink gold“ auszuwählen. Die Pro-Version gibt es statt „pink gold“ in einem Magenta-Ton namens „twilight“. Ein weiterer Unterschied ist der klassische Home-Button, auf den die meisten der jüngsten Konkurrenz-Modelle mittlerweile verzichten. Huawei nutzt ihn als smarten Fingerabdruckscanner am unteren Ende des Bildschirms, der bei Belieben sogar die virtuellen tasten zum Umschalten ersetzen kann. So gelangt man bei längerem Drücken auf den Homescreen oder mit einem schnellen Wischer nach links ganz unkompliziert in die Multi-Tasking-Übersicht.

Handling – ein fester Sitz im Sattel fühlt sich anders an.

Ein paar Mankos gibt es trotzdem: Durch die edle Glasoberfläche liegt das Gerät ohne Schutzhülle etwas rutschig in der Hand. Zum Glück legt Huawei großzügig einen transparenten Bumper bei. Nutzt man diesen (oder einen eigenen), schlägt man zwei Fliegen mit einer Klatsche: Leider hat das P20 keine so bombenfeste Liegeposition auf dem Schreibtisch, sondern kippelt schon bei leichter Bedienung auf seinem Buckel hin und her, der sich durch die am Rücken des Geräts herausstehenden Kameras erhebt. Mit dem Bumper allerdings hat man eine gute Haptik – in der Hand sowie auf dem Schreibtisch! Und Fettschlieren davon zu entfernen wird noch unproblematischer.

Unterschied P20 und P20 Pro:

Farben, Kontraste und Helligkeitsstufen beider Versionen können leicht mit den Bildschirmen des S9 und iPhone X mithalten. Bist du oft draußen bei strahlendem Sonnenschein unterwegs, empfiehlt sich jedoch die kleinere 5,8 Zoll Variante mit einem etwas helleren LCD-Display – die Pro-Variante hingegen ist mit einem 6.1 Zoll OLED-Panel ausgestattet. Neben Größe, Performance und Farb-Variante der beiden Smartphones, liegt der wohl größte Unterschied bei der Kamera. In Zeiten, in denen fast jedes neue Smartphone mit zwei Linsen auf der Rückseite daherkommt, kann die Pro-Version als erstes Smartphone überhaupt mit einer Triple-Kamera herausstechen. Solltest du also ein leidenschaftlicher Hobby-Fotograf sein und vor allem gerne abends im Dunkeln fotografieren, ist das P20 Pro für dich zu empfehlen. Preislich liegen 250 Euro zwischen den beiden Modellen. Das P20 gibt es für 649 Euro, seinen großen Bruder für 899 Euro.

Performance – Wie viel Kraft steckt in wirklich drin?

Mit dem 3400 mAh Akku und der eingebauten künstlichen Intelligenz, die dessen Haltbarkeit zusätzlich verlängert, zieht das P20 mühelos an seiner Konkurrenz vorbei. Akkulaufzeiten von 13 Stunden unter voller Auslastung wuppt das chinesische Flaggschiff-Smartphone mit links. Das iPhone X hingegen macht nach nicht einmal 10 Stunden bereits schlapp. Seine Power erlangt der Kirin-Prozessor aus einem 4GB Ram Arbeitsspeicher, die Pro-Version kommt sogar mit etwas mehr (6GB). Jedoch ist kein microSD-Kartenslot vorhanden, sodass eine Speichererweiterung nicht möglich ist. Mit 128GB internem Speicher solltest du allerdings gerade in Zeiten des Streamings genügend Platz für Musik, Videos und Fotos haben.

Kamera – mehr Digi-Cam als Telefon?

Wie auch seine Vorgänger P9 und P10 profitiert das neue high-end Smartphone von der Kooperation mit Linsen-Spezialist Leica und schickt so die aktuell beste Kamera mit 24MP ins Rennen. Durch den integrierten KI-Chip unterstützt das Handy den Fotografen zum Beispiel bei der Ausrichtung der Bildkompositionen einer Landschaftsaufnahme oder der automatischen Fokussierung bei filmischen Sportaufnahmen in 4K. Hier berechnet die künstliche Intelligenz die Bewegungen des gefilmten Subjekts voraus, um das Bild besser stabilisieren zu können. Der große Bruder des P20, das P20 Pro, hat das zusätzliche Glück, mit einem dritten Objektiv ausgestattet zu sein. So kann es Aufnahmen im Dunkeln besonders kontraststark und ohne Farbverfälschungen aufnehmen. Doch wer hauptsächlich in seiner Freizeit knipst und nicht allzu tief in die Tasche greifen möchte, dem ist mit dem P20 völlig ausreichend gedient. Und sogar für extreme Sparfüchse wirft der chinesische Hersteller mit dem Lite-Modell ein top mittelklasse-Smartphone auf den Markt, das für unter 400 Euro zu haben ist.

Action-Aufnahmen aus der Hüfte: Damit du den nächsten Salto im Freibad in deinem Social-Feed teilen kannst, ist das P20 Pro nicht nur spritz- und wasserfest. Mit der Super-Slowmotion-Funktion, die deine Clips um das 32-fache verlangsamen, sind coole Zeitlupenaufnahmen mit bis zu 960fps möglich! Möchtest du hierbei nicht unbedingt auf den Bildstabilisator verzichten müssen, ist leider keine Aufnahme in 4K möglich, und du musst die Kamera auf Full-HD drosseln.

Titelbild: © 2018 Huawei

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