Kleine Elektroautos: 5 Stadtflitzer, die in jede Parklücke passen.

Der Plan, mit einem SUV einen engen Parkplatz anzusteuern, ist zumeist schon im Vorfeld zum Scheitern verurteilt. Deutlich einfacher und schneller gelingt das Vorhaben mit einem Kleinwagen. Und wenn dieser mit einem Elektroantrieb ausgestattet ist, schonst du nicht nur deine Nerven, sondern tust gleichzeitig der Umwelt einen Gefallen. Wir stellen dir fünf der besten kleinen Elektroautos vor und klären auf, warum diese sich insbesondere im Stadtverkehr als wunderbar praktisch erweisen. 

Kleines Elektroauto in der Stadt: Darum ist es die beste Wahl.

Kleine Elektroautos sind wie für die Stadt gemacht. Aufgrund ihrer Größe, ihrer Wendigkeit und ihrer Leistung. Dank der kurzen Wege von A nach B sowie der guten Ladesäulen-Infrastruktur in Deutschlands Großstädten reicht zudem eine vergleichsweise geringe Reichweite für den Stadtverkehr. Und mit dem staatlichen Umweltbonus, der bis zu 9.000 Euro Unterstützung verspricht, sind auch die Preise der kleinen Elektroautos äußerst attraktiv. Kein Wunder, dass die E-Flitzer für die City immer beliebter werden.

Eine Frage der Reichweite: Wie viel ist wirklich notwendig?

Zieht man die Statistik zu Rate, legen die Deutschen durchschnittlich jeden Tagrund 40 Kilometer mit ihrem PKW zurück. Das schafft auch das wohl allerkleinste E-Auto: Der Renault Twizy mit seinen bis zu 90 Kilometern Reichweite. Selbst wenn die Batterie des Elektroautos zur Neige geht, kannst du dich vor allem in Städten darauf verlassen, dass sich die nächste Ladesäule ganz in der Nähe befindet. So sind also auch die kleinsten und günstigsten Elektroautos mit einer eher geringen Reichweite eine sichere Wahl für die Stadt. Die meisten täglichen Fahrten führen dich zudem stets zu denselben Orten, über die meist gleichen Strecken: Deine idealen Ladepunkte hast du so schnell ausgemacht.

Zugegeben: Demjenigen, der Tag für Tag auf den Autobahnen unterwegs ist, ist mit einem E-Auto mit geringer Reichweite zumeist nicht geholfen. Hier ist vielmehr zu einem Fahrzeug zu raten, das Distanzen von 400 bis 600 Kilometer schafft, bevor es wieder aufgeladen werden muss.

Parkplatz für E-Autos
Dank vieler Möglichkeiten zum Laden eignen sich auch kleine E-Autos mit eher geringer Reichweite für den Einsatz in der Stadt.

VW e-up!: Das Stadtauto aus der VW-Familie.

Der VW e-up! gehört zu den absoluten Bestsellern unter den Elektro-Stadtwagen. Der Kleine aus der VW-Familie überzeugt in vielerlei Hinsicht. Im ADAC-Test schaffte er satte 220 Kilometer mit einer Batteriefüllung bei einem Verbrauch von 16,7 Kilowattstunden auf 100 Kilometern. Damit hat er sich die Bezeichnung Elektro-Kleinwagen für die Stadt mehr als verdient. Und Berichten von Nutzern zufolge macht das kleine E-Auto sogar auf der Autobahn eine solide Figur. Den geringen Maßen des Kleinwagens entsprechend präsentiert sich allerdings auch der Kofferraum mit einem Volumen von 251 Liter eher minimalistisch. Immerhin lässt sich das Volumen durch das Umklappen der Rücksitze auf 941 Liter erweitern. Für den Einkauf zum Wochenende dürfte aber auch der kleine VW e-up! vollkommen ausreichend sein.

Zu den Highlights des VW e-up! gehören die vielen maßgeschneiderten Fahrassistenzsysteme, wie die Rückfahrkamera „Rear View“. Zu haben ist der Kleine ab 21.421 Euro. Ziehst du davon den Umweltbonus des Bundes von derzeit 9.000 Euro ab, kann er in Anbetracht der umfangreichen Grundausstattung durchaus als attraktives Schnäppchen bezeichnet werden.

Volkswagen e-up auf der Autobahn
Mit einer Reichweite von 220 Kilometern macht der VW e-up! nicht nur im Stadtverkehr eine gute Figur (Bild: © Volkswagen).

Renault Twingo Electric: Kleines Geschwisterchen für den Zoe.

Mit seinem 100 Prozent elektrischen Renault Twingo hat sich der französische Autohersteller in die Riege der Elektrokleinfahrzeugbauer eingereiht. Der energiegeladene City-Floh bringt 82 Pferdestärken auf die Straße und punktet mit einem extrem kleinen Wendekreis. Als Reichweite gibt Renault zwischen 190 und 270 Kilometer an. Die genauen Werte sind unter anderem vom eingeschalteten Fahrmodus und der Geschwindigkeit abhängig, die ersten Fahrerfahrungen zufolge als angenehm flott eingestuft werden kann. Ähnlich wie der VW e-up! ist auch der Twingo Electric kein Raumwunder: Der Kofferraum fällt mit einem Volumen von gut 200 bis maximal 1.000 Liter eher klein aus.

In puncto Anschaffungspreis ist der E-Twingo mit dem VW e-up! vergleichbar, wobei für das Sondermodell „Vibes“ etwas mehr Geld auf den Verkaufstresen gelegt werden muss. Der Preis liegt bei knapp 25.000 Euro. Auch hier kannst du den Umweltbonus in Höhe von 9.000 Euro in Anspruch nehmen.

Renault Twingo Electric mit angeschlossenem Ladekabel
30 Minuten Ladezeit genügen laut Renault für 80 Kilometer Reichweite (Bild: © Renault, 2020).

Smart EQ fortwo: Agiler Zweisitzer für die City.

Wer einen Bummel durch die Innenstadt machen oder schnell einmal fehlende Zutaten im Supermarkt einkaufen möchte, der setzt sich am besten in den Smart EQ fortwo. Er bietet genug Reichweite (ungefähr 195 Kilometer), um sowohl in der Stadt als auch im Umland unterwegs zu sein. Laut Hersteller ist er darüber hinaus in 40 Minuten zu 80 Prozent aufgeladen. Unter der Haube hat der Smart EQ fortwo 82 PS. Die 100 Stundenkilometer hat er nach etwa 11,6 Sekunden erreicht. In Sachen Ladevolumen präsentiert sich der Smart EQ fortwo natürlich nicht als Transport-Champion: 260 bis 350 Liter Kofferraumvolumen sind maximal drin. Da könnte schon der große Familieneinkauf zur Herausforderung werden.

Eingefleischte „Smarties“ – so bezeichnen sich die Fans des Kleinwagens gerne – genießen vor allem die Wendigkeit und Unkompliziertheit, die sie auch von den Smart-Generationen aus der Vergangenheit gewohnt sind. Zu haben ist der vollelektrische Kleinwagen ab rund 22.000 Euro, vor Abzug der staatlichen Prämie in Höhe von 9.000 Euro.

smart EQ forfour und smart EQ fortwo fahren in der Stadt bei Nacht
Dank Innovationsprämie gibt es den smart EQ fortwo und den forfour zum günstigen Preis.

Fiat 500 Elektro: Flinker Flitzer mit italienischem Charme.

Der Fiat 500 Elektro vereint italienisches Temperament mit mediterranem Flair. Als Limousine oder Cabrio bleibt er bis zu 320 Kilometer auf der Straße, bevor er wieder aufgeladen werden muss. Als erstes Stadtauto überhaupt ist mit dem Klassiker aus Italien autonomes Fahren auf Level 2 möglich. Der kultige Kleinwagen wird mit zwei unterschiedlichen Batterien angeboten und kostet in der Basisversion unter 24.000 Euro und nach Abzug der Umweltprämie des Bundes sowie des Herstellers sogar bis zu 9.000 Euro weniger.

Erste Testfahrten haben Fiat-500-Fans begeistert zurückgelassen. Die 118 PS des knuffigen Italieners machen sich auf der Straße bemerkbar, was wohl auch an seinem leichten Gewicht liegt. Auch Multimedia- und Konnektivitätsfeatures, von WiFi bis zur Spracherkennung, kommen im elektrischen Fiat 500 nicht zu kurz. Das Platzangebot im Kofferraum ist der Fahrzeugklasse aber natürlich entsprechend gering: 185 bis maximal 550 Liter lassen sich im Fiat 500 Elektro verstauen.

Der neue Fiat 500e mit Faltdach aus der Vogelperspektive
Ist das Faltdach komplett eingefaltet, kommt echtes Cabrio-Feeling im Fiat 500e auf (Bild: © Fiat Chrysler).

Honda E: Elektro-Kleinwagen mit hohem Wiedererkennungswert.

Wer Wert auf ein markantes Fahrzeug-Design legt, trifft mit dem Honda E eine zuverlässige Wahl. Das kleine Elektroauto passt nicht nur aufgrund seines urbanen Äußeren in die Stadt, sondern ebenso dank seiner innovativen Technik-Features, wie etwa der virtuellen Außenspiegel. Der gerade einmal 3,92 Meter lange Japaner wurde mit seiner Reichweite von circa 200 Kilometern optimal auf Kurzstrecken ausgelegt. Der Kofferraum hat ein Volumen von 171 bis maximal 861 Liter.

Der pfiffige Elektro-Kleinwagen übersteigt seine Konkurrenten mit einem Basispreis von 33.000 Euro deutlich – selbst, wenn man die staatliche Förderung inklusive Herstellerrabatt in Höhe von 9.000 Euro abzieht. Dennoch sind seine Anhänger von ihm hingerissen. Insbesondere der extrem enge Wendekreis, der einstellbare Sportmodus und seine 150 Pferdestärken, die auch im Alltag voll ausgeschöpft werden können, sorgen für Fahrspaß.

Honda e laden
In 30 Minuten lädt die 35-kWh-Batterie bis zu 80 Prozent (Bild: © Honda).

Fazit: Darum ist ein kleines E-Auto das ideale Verkehrsmittel für die Stadt.

Du bist auf der Suche nach einem Zweitwagen für die Stadt beziehungsweise benötigst lediglich ein Fahrzeug, um in der Innenstadt oder deren Speckgürtel von A nach B zu gelangen? Dann bietet sich dir ein kleines Elektroauto an. Die Miniflitzer mit Elektroantrieb sind eine Alternative zu öffentlichen Verkehrsmitteln. Im Gegensatz zu SUV, Kompaktlimousine und Co. bewältigst du mit ihnen auch die engsten Altstadtgässchen und schonst als positiven Nebeneffekt die Umwelt. Denn sie sind mit ihrer Leistungsfähigkeit und Batteriekapazität ideal für den Einsatz auf täglichen, kurzen Strecken im Stadtverkehr ausgelegt. Damit sind sie eine nachhaltigere Wahl als ein E-Auto mit großem Akku und einer Reichweite von 600 Kilometern, das aber nur einmal im Jahr eine entsprechend lange Strecke zurücklegt.

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