Klimaanlage für zu Hause: Das musst du wissen.

Heiß, heißer, deine Wohnung! Die heißen Sommertage verlangen nach Abkühlung – zum Beispiel in Form von Klimageräten und Ventilatoren. Welche Art von Klimaanlage eignet sich für zu Hause? Was sind die Unterschiede bei Klimageräten und worauf musst du achten, wenn du eine Klimaanlage nachrüsten möchtest? Hier findest du Antworten.

Verschiedene Klimaanlagen für die Wohnung.

Wenn du online oder im Geschäft nach Klimaanlagen suchst, ist es oftmals schwierig, einen Überblick zu zu bekommen. Verschiedene Geräte mit unterschiedlichen Techniken versprechen alle das Gleiche: kühle Luft in den eigenen vier Wänden. Dabei ist Klimaanlage nicht gleich Klimaanlage. Für zu Hause eignen sich vor allem diese Geräte:

Mobile Klimaanlagen

  • Vorteil: Mobile Klimaanlagen, auch Monoblockgeräte genannt, lassen sich dort platzieren, wo sie gebraucht werden. Sie sind vergleichsweise günstig und können ohne Fachkenntnisse installiert werden. Selbst in Mietwohnungen ist ihr Einsatz kein Problem, die warme Abluft wird durch einen Schlauch aus der Wohnung geleitet. Zudem kühlt die Technik mit klimafreundlichem Propan. Kann das Gerät mit Strom aus der hauseigenen Photovoltaikanlage betrieben werden, läuft es nahezu klimaneutral.
  • Nachteil: Häufig sind mobile Klimageräte laut – und damit fürs Büro oder das Schlafzimmer weniger geeignet. Monoblockgeräte produzieren Kondenswasser, während sie die Luft kühlen, und der Auffangbehälter muss regelmäßig geleert werden. Darüber hinaus ist der Stromverbrauch von mobilen Klimageräten relativ hoch. Darüber hinaus ist der Stromverbrauch von mobilen Klimageräten relativ hoch.

Festinstallierte Klimaanlagen

  • Vorteil: Festinstallierte Klimaanlagen für zu Hause, sogenannte Split-Geräte, kühlen schnell und effizient. Sie haben einen geringeren Stromverbrauch und arbeiten leise, weil sie teilweise außerhalb des Wohnraums angebracht sind.
  • Nachteil: Die aufwändige Installation kann nur von einem Profi vorgenommen werden. Gleiches gilt insbesondere für die Deinstallation, da Splitgeräte mit dem klimaschädlichen Kühlungsmittel R32 betrieben werden, das 675 Mal schädlicher ist als Kohlendioxid. Diese Kosten müssen zum ohnehin höheren Anschaffungspreis noch addiert werden. Zudem benötigst du eine Genehmigung, um die Außeneinheit der Split-Klimaanlage anbringen zu dürfen, da die Wände komplett durchbohrt werden müssen. Für Bewohner einer Mietwohnung könnte das schwierig werden.

Ventilatoren

  • Vorteil: Schnelle und kostengünstige Möglichkeit, für ein angenehmeres Raumklima zu sorgen. Durch die vielfältigen Ausführungen findet sich für jeden Raum die passende Lösung: Es gibt Boden-, Stand-, Turm-, Wand- und Deckenventilatoren.
  • Nachteil: Ventilatoren haben nicht den gleichen Effekt wie eine Klimaanlage. Sie sorgen durch die Luftzirkulation zwar für einen angenehmen Luftzug, die Raumtemperatur kühlen sie aber nicht herunter.
junge Frau sitzt vor dem Laptop und Ventilator
Ventilatoren sorgen für Luftzirkulation, kühlen die Raumtemperatur aber nicht herunter.

Worauf kommt es bei einer Klimaanlage für zu Hause an?

Die notwendigen Eigenschaften einer Klimaanlage sind stark davon abhängig, für welchen Raum sie genutzt werden soll. Wichtige Fragen, die du dir vor der Beschaffung eines Klimageräts stellen solltest, sind zum Beispiel:

  • Wie groß ist das Zimmer?
  • Wie lange benötigst du die Klimaanlage in der Wohnung?
  • Wie laut darf die Klimaanlage sein?

Die Leistung des Geräts sollte zu der Raumgröße passen, die du kühlen möchtest. Ein kleines Gerät ist beispielsweise nicht in der Lage, viele Quadratmeter mit kühler Luft zu versorgen. Sie lässt sich dagegen nur punktuell einsetzen. Größere Geräte hingegen verbrauchen sehr viel Strom.

Du solltest auf jeden Fall auf eine gute Energieeffizienz von mindestens A bis bestenfalls A+++ achten. 25 bis 30 Cent Betriebskosten pro Stunde sind in Ordnung. Wer das Klimagerät ohnehin nur ein paar Tage im Jahr nutzt, kommt auch mit einer mobilen Anlage aus. Darüber hinaus solltest du falls möglich auf umweltfreundliche Kühlmittel zurückgreifen. Möchtest du vor allem dein Schlafzimmer oder Büro mit einem Klimagerät herunterkühlen, sind eine Timer-Funktion und eine geringe Lautstärke von Vorteil. Zur Orientierung: 60 Dezibel (dB) entsprechen etwa der Geräuschkulisse einer Nähmaschine.

Fernbedinung einer Klimaanlage in der Hand
Für dein Schlafzimmer eignet sich eine Klimaanlage mit Timer-Funktion.

Die beste mobile Klimaanlage für dein Zuhause.

Die Stiftung Warentest hat zuletzt fünf mobile und fünf fest installierte Klimaanlagen getestet. Während die Single-Splitgeräte in einem preislichen Rahmen von 1.870 bis 2.510 Euro rangierten, gab es unter den mobilen Klimaanlagen Modelle ab 340 Euro. Um dir einen Überblick zu verschaffen, stellen wir dir hier die drei besten mobilen Klimageräte und den Testsieger der festinstallierten Klimaanlagen vor.

Die Monoblockgeräte schnitten beim Test insgesamt nicht besonders gut ab. Die besten zwei Geräte erhielten die Note befriedigend – und unterscheiden sich hauptsächlich in Preis und Stromverbrauch. Die Tester empfehlen die mobilen Klimageräte als Ergänzung für Wohnungen, die bereits über Rollläden, eine gute Dämmung oder anderen Hitzeschutz verfügen.

Testsieger mit der Gesamtnote 2,8 wurde der De’Longhi PAC EX100 Silent für Räume bis 110 Kubikmeter. Die Kühlleistung und die Abkühlzeit der getesteten Räume waren akzeptabel, das verwendete Kühlmittel gilt als umweltfreundlich. Allerdings ist dieses Monoblockgerät laut. Für die Verwendung im Schlafzimmer ist die De’Longhi also nur geeignet, wenn der Raum bereits vor dem Zubettgehen heruntergekühlt wird. Zudem hat der Abluftschlauch nur eine Abdichtung für Schiebefenster oder Wanddurchführungen. Eine spezielle Fensterabdichtung musst du extra kaufen.

De’Longhi PAC EX100 Silent
  • Preis: ab ca. 854 Euro
  • Energieeffizienz: A++
  • Stromverbrauch pro Stunde: 0,7 kWh (temperaturabhängig)
  • Geräuschpegel: 64 dB

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Platz 2 unter den Monoblockgeräten belegt der Comfee Eco friendly, ebenfalls mit der Note 2,8. Die Kühlleistung ist etwas besser als beim Testsieger, dafür liegt der Stromverbrauch um 30 Prozent höher. Bei dem geringen Anschaffungspreis lassen sich die Stromkosten aber verschmerzen – sie machen erst nach einem Gebrauch von mehr als zehn Jahren einen Unterschied aus. Aus diesem Grund ist der Comfee Eco friendly durchaus als Preis-Leistungs-Tipp zu nennen.

Comfee Eco friendly
  • Preis: ab ca. 510 Euro
  • Energieeffizienz: A+
  • Stromverbrauch pro Stunde: 1,0 kWh (temperaturabhängig)
  • Geräuschpegel: 65 dB

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Wenn du nicht so viel Geld für eine mobile Klimaanlage ausgeben willst, ist das CL 3716 Klimagerät von Clatronic eine gute Alternative. Mit einer eigenen Gratis-App lässt sich die Klimaanlage über WiFi steuern und wartet mit einigen smarten Zusatzfunktionen auf (u.A. Timer, Schlafmodus, regulierbare Lüftergeschwindigkeit).

Clatronic Klimagerät CL 3716
  • Preis: ab ca. 333 Euro
  • Energieeffizienz: A
  • Stromverbrauch pro Stunde: 1,0 kWh (temperaturabhängig)
  • Geräuschpegel: 65dB

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Die beste festinstallierte Klimaanlage für die Wohnung.

Testsieger unter den festinstallierten Klimageräten wurde die Panasonic CS-Z25TKEW mit der Gesamtnote gut. Die Stiftung Warentest hebt den geringen Stromverbrauch hervor. Einen 14 Quadratmeter großen Raum konnte die Anlage innerhalb von 10 Minuten um 10 Grad herunterkühlen – ideal für ein Büro mit zwei Arbeitsplätzen. Pluspunkt: Das Gerät lässt sich per App steuern. So kannst du deine Wohnung bereits abkühlen, wenn du auf dem Weg nach Hause bist.

Panasonic CS-Z25TKEW
  • Preis: 1.315 Euro
  • Energieeffizienz: A+++
  • Stromverbrauch pro Stunde: 0,71 kWh (temperaturabhängig)
  • Geräuschpegel: 26 dB beim Innengerät, 46 dB beim Außengerät

Die besten Ventilatoren.

Ein Ventilator sorgt dafür, dass die Feuchtigkeit auf der Haut schneller verdunstet und du dich angenehm erfrischt fühlst. Trotzdem solltest du den Ventilator aus gesundheitlichen Gründen nie direkt auf dich richten. Lass den Winderzeuger lieber hin- und herschwenken oder richte ihn indirekt aus – ein langes Kabel macht den Einsatz besonders flexibel. Große Rotorblätter und viele Umdrehungen schinden Eindruck, entscheidender ist jedoch das Zusammenspiel aller Faktoren. Achte auf den Luftvolumenstrom; der sagt aus, wie viele Liter Luft das Gerät pro Zeiteinheit umwälzt. Zudem: Wer Kinder oder Haustiere hat, sollte darauf achten, dass die Rotorblätter ausreichend geschützt sind.

Im Vergleich zu anderen Geräten, hebt Stiftung Warentest beim platzsparenden Turmventilator Honeywell HO-5500RE das Preis-Leistungs-Verhältnis hervor. Er lässt sich mit einer Fernbedienung an- und ausschalten, auch Funktionen wie Timer und Breeze, die eine zufällige Brise simuliert, sind möglich. Bei maximaler Leistung ist der Ventilator zwar nicht ganz leise, dafür pustet er ordentlich.

Honeywell HO-5500RE
  • Preis: rund 79 Euro
  • Stromverbrauch pro Stunde: 0,04 kWh
  • Geräuschpegel: 52 dB

Turmventilator.

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Turmventilator
Turmventilatoren sind besonders platzsparend und eignen sich für’s Büro.

Ohne Schnickschnack, dafür sehr leise wirbelt der CSL USB Ventilator und eignet sich damit sogar fürs Schlafzimmer. Der Ventilator ist besonders kompakt und funktioniert mit einem USB-Anschluss, zum Beispiel auf dem Schreibtisch am PC als Büro-Ventilator.

CSL USB Ventilator
  • Preis: 11 Euro
  • Stromversorgung über USB
  • Stromverbrauch pro Stunde: 0,003 kWh
  • Neigungswinkel frei einstellbar

USB Ventilator.

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Fazit: Für jeden das passende Gerät.

Die Auswahl an passender Technik ist also groß, um selbst deine Dachgeschosswohnung bei sommerlichem Wetter auf eine angenehme Temperatur zu kühlen. Bleibt die Frage, wieviel Geld dir ein angenehmes Raumklima wert ist. Für eine kleine Erfrischung ist bereits ein Ventilator ausreichend. Dieser ändert allerdings nichts an der Temperatur in deiner Wohnung. Ist die Hitze extrem, hilft im Zweifel nur eine echte Klimaanlage. Dabei empfiehlt sich für Mieter einer Wohnung eher ein mobiles Gerät, das nicht aufwändig installiert werden muss. Als Haus- oder Wohnungsbesitzer kannst du dich dagegen auch im Bereich der festinstallierten Geräte umschauen. Die Empfehlungen der Stiftung Warentest geben auf jeden Fall einen guten Ausgangspunkt, um sich in dem großen Angebot zurechtzufinden.

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