Finanzblick und Co.: Mit diesen Apps hast du dein Konto in der Tasche.

Onlinebanking ist für die meisten Menschen Alltag und Mobile-Banking-Apps werden beliebter. Möchtest du ebenfalls deine Bankgeschäfte mit dem Smartphone oder Tablet sicher und komfortabel erledigen? Dann haben wir hier Tipps für dich. Neben der beliebten App „Finanzblick“ gibt es noch weitere Banking-Anwendungen, mit denen du deine Finanzen im Blick hast.

App von der Bank oder vom Start-up?

Eine vom Digitalverband Bitkom in Auftrag gegebene Befragung hat ergeben, dass jeder zweite Tablet-Besitzer in Deutschland sein Gerät für das Onlinebanking nutzt. Vier von zehn Befragten setzen auf das Smartphone. Dabei stehen dem Nutzer viele Apps zur Verfügung. Grundsätzlich gibt es drei Arten von Apps für die mobile Kontoführung: Banking-Apps, die direkt von einem Bankhaus angeboten werden, Apps von Drittanbietern und solche von Start-ups mit Banklizenz.

Der Unterschied besteht darin, dass du mit den Apps der Banken in vielen Fällen ausschließlich deren Konten führen kannst. Die Ausnahmen: Die Deutsche Bank, Consorsbank oder die Postbank haben ihre Apps für andere Institute geöffnet. Und die Volksbanken Raiffeisenbanken, Sparkassen, Targo Bank, Comdirekt oder die Sparda-Bank bieten ordentliche Apps für die täglichen Bankgeschäfte an.

Mit einem Tablet und der passenden App kannst du Bankgeschäfte bequem von Zuhause aus erledigen.

Mobile-Banking-Apps: Junge Frau sitzt auf dem Sofa und nutzt ein Tablet
Mit einem Tablet und der passenden App kannst du Bankgeschäfte bequem von Zuhause aus erledigen.

Bei den Drittanbieter-Apps kannst du Konten von verschiedenen Banken einbinden. Hierzu gehören unter anderem Outbank, Finanzblick und Numbrs. Hast du Konten bei verschiedenen Banken und willst diese in einer Banking-App organisieren? Dann überprüfe, welche Anwendungen dieses sogenannte Multibanking unterstützen.

Dank FinTech (Finanztechnologie) gibt es Anwendungen von Start-ups, die eigene Banklizenzen haben. Hier sei vor allem N26 genannt. Der Anbieter ist auf die Kontoführung per Smartphone spezialisiert. Bei dieser virtuellen Bank kannst du unkomplizert dein eigenes Girokonto eröffnen. Nachteil: Du kannst ausschließlich N26-Konten führen. Ähnlich ist es bei der fidor-Bank.

Im Check: Was kann die Banking-App Finanzblick?

Die Experten von Netzsieger haben Finanzblick getestet. Ihr Urteil: Mit dieser gratis Software hast du buchstäblich dein Geld im Blick. Mit Finanzblick kannst du mühelos deinen Kontostand und deine Kontoauszüge abrufen, Überweisungen tätigen und Daueraufträge einrichten. Ein echter Vorteil: Mit Finanzblick verknüpfst du deine Kreditkarten und synchronisierst externe Services wie PayPal und Punktekontos wie Payback automatisch. Über 4800 Banken in Deutschland und im Ausland kooperieren mit der App.

Interessant für Geschäftskunden: die Orientierung am DATEV-Standartkontenrahmen, wodurch du Buchungen kategorisierst und deine Ausgaben aufschlüsselst. Durch die Budgetfunktion kannst du mit Finanzblick deine monatlichen Betriebseinnamen kontrollieren. Der Hersteller Buhl Data Service setzt auf ein Höchstmaß an Sicherheit: Finanzblick erfüllt alle gängigen Bankstandards, sodass deine Kundendaten bestens geschützt sind. Einziger Nachteil: Finanzblick läuft nicht auf Windows-Versionen, die älter als Windows 8 sind.

Was kosten die Banking-Apps fürs Smartphone?

Viele Apps der Banken sind gratis oder kosten wenig. Die der Drittanbieter sind in den meisten Fällen kostenpflichtig. Die Pro-Lizenz der Banking-App Outbank für iOS und Android kostet beispielsweise rund 60 Euro pro Jahr. Du brauchst sie, wenn du mehr als zehn Banken oder Konten mit der App verknüpfen möchtest. Ansonsten genügt die kostenlose Basic-Version. Finanzblick gibt es, wie oben erwähnt, als kostenlose App – hier „bezahlst“ du in Form von Werbung in kleinen Bannern. Eine weitere Gratis-App ist Numbrs.

Die Banking-Apps der Banken gibt’s für iOS im App Store von Apple und für Android bei Google Play. Windows-Phone-Nutzer werden im Windows Phone Store fündig – mit eingeschränkter Auswahl. Die Volksbank hat zum Beispiel den Support für ihre Windows-App eingestellt. Auch von der Commerzbank gibt es keine Anwendung fürs Windows Phone. Drittanbieter sind ebenso rar gesät. Von den drei genannten Unternehmen hat Finanzblick eine App im Windows Phone Store.

Wie sicher ist Mobile Banking?

Die meisten Fachleute sind sich einig, dass das Banking per Smartphone-Apps wie Finanzblick genauso viel Sicherheit bietet wie Online-Banking. Wichtig ist, dass du folgende Aspekte bei der Wahl der Anwendung beachtest.

Das wichtigste Kriterium: Die App gibt keine sensiblen Daten an die Entwickler oder die Bank weiter. Die Outbank-App schafft das laut Stiftung Warentest am besten. Schütze die App mit einem Passwort, damit sie nicht von Fremden geöffnet werden kann.

Achte auf ein sicheres Authentifizierungs-Verfahren. Bankaufträge werden beim Mobile Banking mit einer Transaktionsnummer (TAN) freigegeben. Hier erklären wir dir die wichtigsten TAN-verfahren:

  • iTAN: indizierte Transaktionsnummern, die von der Bank auf einer Liste zusammengestellt werden. Für Überweisungen musst du zu einer bestimmten TAN eine entsprechende Nummer eingeben. Niedriges Missbrauchsrisiko.
  • smsTAN/mTAN: mobileTAN werden per SMS-Nachricht ans Smartphone übertragen. Weil Smartphones die meiste Zeit mit dem Internet verbunden sind, können die TAN-Nummern abgefangen werden. Geringe Sicherheit.
  • chipTAN: Die meisten Sparkassen und Volksbanken bieten das Verfahren an, bei dem du deine Girokarte mit dem Chip voran in einen TAN-Generator stecken musst. Es gibt Verfahren, bei denen du mit dem TAN-Generator die Überweisungsdaten vom Bildschirm abscannst. Über den Generator wird dir anschließend die TAN angezeigt. Da hier zwei Geräte nebeneinander eingesetzt werden, gilt das System als eines der sichersten.
  • photoTAN: Aus den eingegeben Über­weisungsdaten wird eine farbige Grafik auf dem Display erzeugt. Ein zusätzliches Lesegerät entschlüsselt die Bild­daten und erzeugt die TAN. Die Alternative: Benutze eine photoTAN-App. Sicheres Verfahren.
  • pushTAN: Ein App-basiertes Verfahren. Die TAN-Nachrichten werden über eine verschlüsselte App an dein Smartphone gesendet. Hohe Sicherheit.
Was ist ein TAN-Generator?

Über das kleine Gerät erzeugst du mit deiner EC-Karte eine TAN. Die Methode mit dem TAN-Generator sei laut Digitalverband Bitkom ein sicheres Verfahren, weil zwei unabhängige Geräte zur Authentifizierung genutzt werden. Das macht es für Hacker und Betrüger nahezu unmöglich, das System zu knacken.

Zusätzlich kommt bei den meisten TAN-Generatoren ebenfalls die eigene Girokarte zum Einsatz, die in das Gerät gesteckt wird (oder beim NFC-Verfahren an das Gerät gehalten werden kann). Erst dann können TANs erzeugt werden.

Eine Weiterentwicklung stellen Generatoren für photoTANs dar. Sie zeigen die Transaktionsdaten als mehrfarbige Mosaikgrafiken an. Eine entsprechende Smartphone-App scannt die Grafik und generiert die zugehörige TAN. Diese wird dann zur Freigabe der Transaktion eingegeben.

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Egal, welches TAN-Verfahren und IT-System du verwendest: Es gibt keine hundertprozentige Sicherheit. Dies zeigten Experten der Universität Erlangen, die kürzlich die Sicherheitssysteme von mehr als 30 Finanz- und Banking-Apps umgingen, wie die Süddeutsche Zeitung berichtete. Die Anbieter stünden nach eigenen Ausagen in Kontakt zur Universität, um gemeinsam Missbrauchsrisiken auszuschalten. Beim Mobile Banking ist es wie in vielen digitalisierten Branchen: Die Anbieter tun alles für deine Sicherheit. Und wenn du ein wachsames Auge hast, bist du auf der sicheren Seite – Hacker und Betrüger haben dann wenig Chancen.

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