Kontaktlos bezahlen via Mobile Pay und Karte.

Kontaktloses Bezahlen beziehungsweise Mobile Pay war nie wichtiger (oder sinnvoller) als in der Corona-Krise. Möglich wird das durch NFC (Near Field Communication). Dabei spielt es keine Rolle, ob nun Giro- oder Kreditkarten, das Smartphone oder die Smartwatch zum Einsatz kommen. Wie das Ganze genau funktioniert, welche Anbieter es hierzulande gibt und was du bei der kontaktlosen Bezahlung berücksichtigen solltest, erfährst du hier.

Mobile Pay: Das Smartphone als digitale Geldbörse.

Bislang gehen die Deutschen fast nie ohne Bargeld aus dem Haus. Wie kaum ein anderes Volk lieben wir unsere Münzen und Scheine. Das belegt auch eine Studie der Deutschen Bundesbank, nach der 88 Prozent der Deutschen mit Bargeld bezahlen. Insofern ist es nur logisch, dass IT-Giganten wie Google und Apple einen riesigen Wachstumsmarkt sehen. Ihre Hoffnung heißt Mobile Pay – oder auf Deutsch: mit dem Handy bezahlen. Während es in Asien, den USA und weiten Teilen Europas längst üblich war, das Mobiltelefon als Geldbörse zu nutzen, ziehen die Deutschen als Folge der Corona-Krise nun zügig nach: Die Hygienemaßnahmen führten zu einer Entwöhnung von Barzahlungen und viele Bürger trauten sich zum ersten Mal an das kontaktlose Bezahlen via Mobile Pay. Hast du einmal mobiles Bezahlen auf deinem Smartphone eingerichtet, kannst du grundsätzlich überall dort bezahlen, wo kontaktloses Bezahlen akzeptiert wird. Dies erkennst du an dem Wellensymbol, das du vielleicht von deiner Bankkarte kennst.

Hier kannst du mit dem Smartphone bezahlen.

Es gibt bereits viele Geschäfte und Discounter, die kontaktloses Bezahlen, also auch Mobile Pay akzeptieren.

  • Aldi Nord und Aldi Süd
  • Lidl
  • Kaufland
  • Netto
  • dm
  • Adidas
  • H&M
  • McDonald’s
  • Bauhaus
  • Hornbach
  • Saturn
  • Mediamarkt
  • Shell
  • Avia
  • Aral
  • und viele mehr
  • Google Pay ist bereits vor einiger Zeit in Deutschland gestartet. Die Google-Pay-App verwandelt Android-Smartphones mit der Funktechnik NFC (Near Field Communication, zu Deutsch Nahfeldkommunikation) in eine Kredit- und Debitkarte, so lässt es sich bequem mit dem Handy bezahlen. Dazu hält der Käufer im Geschäft oder Restaurant sein Smartphone an ein Bezahlterminal mit kontaktloser Bezahlfunktion, fertig.
  • Auch Apple Pay ist seit 2018 hierzulande auf dem Markt und ermöglicht mobiles Bezahlen per iPhone oder Apple Watch.
  • Die Sparkassen ermöglichen ihren rund 50 Millionen Kunden, über eine eigene Mobile-Pay-App für Android bargeldlos zu bezahlen.
  • Garmin Pay: Du besitzt eine NFC-fähige Smartwatch von Garmin? Dann kannst du in Deutschland eine kostenlose, virtuelle MasterCard von einer Multibanking-App (VIMpay oder Boon) in deiner Smartwatch hinterlegen und an nahezu allen Bezahlterminals mit kontaktloser Bezahlfunktion bezahlen.
  • Wenn du Besitzer einer Payback-Karte bist, ist Payback Pay eine Möglichkeit für dich, mit dem Smartphone zu bezahlen. Dabei wird nicht – wie bei den anderen Diensten- per Near Field Communication (NFC) bezahlt, sondern über einen individuellen QR-Code auf deiner virtuellen Payback-Karte, die an dein Bankkonto gekoppelt ist. Nachteil: Du kannst diese Bezahlmethode nur in ausgewählten Geschäften nutzen.
  • Der chinesische Bezahldienst Alipay ist in vor allem Asien verbreitet, Mobile Pay gehört dort zum Alltag. Rund 1 Milliarde Menschen sollen weltweit den Bezahldienst nutzen – auch bei uns in Deutschland. Drogeriemärkte wie Rossmann oder Müller, Galeria Kaufhof oder Luxus Geschäfte wie Gucci oder Burberry akzeptieren in ihren Läden die Bezahlung per Alipay. Genutzt wird sie aber hauptsächlich nur von asiatischen Touristen. Die App ist unter Deutschen nicht sehr populär, nicht zuletzt weil sie nur in Englisch und Chinesisch angeboten wird.

Wie die mobilen Bezahldienste funktionieren.

Um einen Mobile-Pay-Dienst zu nutzen und mit dem Handy zu bezahlen, müssen Verbraucher Kunden einer Bank sein, die mit dem jeweiligen Bezahldienst kooperiert. Die Daten ihrer Kreditkarte, Debitkarte oder EC-Karte hinterlegen sie dann in der App des Anbieters. An der Kasse halten Käufer dann ihr Smartphone an das NFC-Bezahlterminal, und der zu bezahlende Betrag wird abgebucht. Das klappt bei Einkäufen bis 25 Euro ohne weitere Eingaben, bei höheren Summen ist eine PIN-Nummer oder der Fingerabdruck zum Bezahlen erforderlich. Übrigens: Aufgrund der aktuellen Ereignisse wurde bei einigen Kreditkarten­anbietern wie Amex, Mastercard und Visa das Limit bereits von 25 auf 50 Euro erhöht. Vermutlich dürften weitere (Mobile-Pay-)Anbieter nachziehen.

So sicher ist das mobile Bezahlen.

Mit dem Handy zu bezahlen ist ungewohnt, Sorgen müssen sich Nutzer dabei aber nicht machen. Die NFC-Technologie gilt als sicher, weil der Datentransfer nur über eine sehr kurze Distanz von circa vier Zentimetern erfolgt – was auch ein unabsichtliches Bezahlen im Vorbeigehen verhindert. Zwar könnten Hacker per NFC übertragene Daten theoretisch auslesen, doch der Aufwand dafür wäre laut Sicherheitsexperten viel zu groß.

Kommt es dennoch zu einem Missbrauch, profitieren Verbraucher von den seit Anfang 2018 verbesserten Verbraucherrechten bei Online- und Kreditkartenzahlungen: Die Selbstbeteiligung bei Missbrauch der Kreditkartendaten beträgt in der EU nur noch maximal 50 Euro.

So nimmst du am Mobile Pay teil.

Google Pay: so geht’s.

Google Pay ist in Deutschland und allen anderen Ländern an ein Google-Konto gebunden. Wer keins hat, muss sich also einen Account anlegen. In der Google-Pay-App hinterlegen User dann die Daten ihrer Kredit- oder Debitkarte. Technische Voraussetzung: Ein Android-Smartphone mit Betriebssystem Android 5.0 oder höher und NFC-Chip.

Kooperationspartner von Google Pay im Überblick.
  • Boon
  • Bunq
  • Commerzbank
  • Comdirect
  • DKB
  • Klarna
  • LB BW-Bank
  • Mastercard
  • N26
  • Openbank
  • Revolut
  • VIMPay
  • Visa

Apple Pay: Mobiles bezahlen mit iPhone und Apple Watch.

Bei Apple Pay hinterlegst du deine Kreditkarte in der Wallet-App. Damit kannst du bargeldlos bezahlen. Beim Bezahlen per iPhone erfolgt eine Authentifizierung per Touch ID (Fingerabdruckerkennung) oder per Face ID (Gesichtserkennung). Wer mit einer Apple Watch bezahlt, muss in der Regel zusätzlich eine PIN eingeben. Voraussetzung für Apple Pay ist, dass auf iPhone (6 oder neuer) oder Apple Watch das jeweils aktuelle Betriebssystem installiert ist.

Apple Pay funktioniert mit diesen Banken.
  • American Express
  • Maestro
  • Mastercard
  • Visa
  • Boon
  • Bunq
  • Comdirect
  • Consorsbank
  • Consors Finanz
  • Crosscard
  • Deutsche Bank
  • Fidor Bank
  • Fleetmoney
  • Hanseatic Bank
  • Hypovereinsbank
  • Monese
  • N26
  • O2 Banking
  • Revolut
  • Viabuy
  • VIMPay

Mobiles Bezahlen mit der Sparkassen-App.

Mit der Mobile-Pay-App „Mobiles Bezahlen“ der Sparkassen können alle Kunden mit Android-Smartphone (Version 5.0 mit aktivierter NFC-Funktion) bargeldlos bezahlen. Dafür können auch Kunden, die keine Kreditkarte haben, über die Daten ihrer EC-Karte den Bezahldienst nutzen. Du musst nur über 18 sein und das Online Banking der Sparkasse nutzen.

Wir sind gespannt, wie die mobilen Bezahldienste von den Nutzern angenommen werden und ob mit der Einführung von Google Pay und Apple Pay ein neues Zeitalter des bargeldlosen Bezahlens in Deutschland anbricht. Der Erfolg für mobiles Bezahlen in anderen Ländern spricht dafür.

Kontaktlos bezahlen mit Giro- oder Kreditkarte.

Das Kontaktlose Bezahlen ist mit einer Giro- beziehungsweise Kreditkarte sogar noch einfacher, da die meisten neueren Karten bereits mit einem NFC-Chip ausgestattet sind. Bist du zum Beispiel Kunde der Volksbank und hast in den vergangenen drei Jahren eine neue Karte erhalten, kannst du vermutlich auch schon kontaktlos bezahlen. Die Sparkassen stellen auch bereits seit Längerem um, sodass schon über 50 Prozent aller Karten mit dem Chip funktionieren. Prinzipiell ist das kontaktlose Bezahlen zum Beispiel via Girocard, Girogo, Mastercard und Visa möglich. Du hältst dafür einfach die kompatible Karte im Abstand von wenigen Zentimetern an das Bezahlterminal mit Kontaktlossymbol. Wie oben bei Mobile Pay bereits erwähnt entfällt in der Regel die Eingabe deiner PIN bei Beträgen bis 25 beziehungsweise bis 50 Euro.

Zocke wie ein Champion.

Jetzt die PS4 Pro zum Knallerpreis sichern.

Zum Angebot

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

facebook instagram twitter youtube linkedin xing envelop hilfe login menu burger phone messenger whatsapp mail kwk sms gas strom waermestrom more playbutton loading-indicator