Nachhaltig leben: Ideen für einen bewussteren Alltag.

Viele Menschen möchten ein nachhaltigeres Leben führen. Was das im Detail heißt, ist allerdings gar nicht so einfach zu verstehen. Statt dem Auto häufiger mal das Fahrrad zu nehmen, ist auf jeden Fall ein guter Start – es gibt aber noch viele andere kleine Veränderungen, die einen großen Unterschied machen können. Mit unseren Tipps für ein nachhaltigeres Leben kommst du deinem Ziel ein ganzes Stück näher.

Wie kann ich nachhaltiger leben?

Unter dem Begriff der Nachhaltigkeit werden allgemein Verhaltensweisen und Entscheidungen verstanden, welche die vorhandenen Ressourcen nicht übermäßig strapazieren. Der Schutz der Umwelt ist damit ebenso gemeint wie der schonende Umgang mit Menschen, Tieren und der Gesellschaft. So wird gewährleistet, dass auch kommende Generationen eine Welt vorfinden, die ihnen alle Bedingungen für ein gesundes Leben bietet.

Das klingt erst einmal nach einer ziemlich großen Aufgabe – so groß, dass sich viele Menschen von dem Anspruch einer nachhaltigeren Lebensweise überfordert fühlen. Und wer sich überfordert fühlt, hat oftmals die Tendenz, den Kopf in den Sand zu stecken. Doch wer nachhaltiger leben möchte, muss nicht gleich in ein Lehmhaus ziehen, sein Essen selbst anbauen und sich von allen schönen Dingen des Lebens verabschieden. Oft sind es die kleinen Gewohnheiten, mit denen wir alle gemeinsam einen großen Unterschied machen können.

Klimastreik-Aktivisten mit Transparenten
Nachhaltig zu leben muss nicht immer bedeuten, seinen kompletten Lebensstil auf links zu drehen.

Vier Tipps für einen nachhaltigeren Lebensstil.

Vielleicht hast du schon einmal vom ökologischen Fußabdruck gehört: Gemeint ist die (theoretische) Fläche, die nötig ist, um unseren Konsum und Lebensstil zu ermöglichen. Pro Person sollten es nicht mehr als zwei Hektar pro Jahr sein – in Deutschland liegt der Durchschnitt pro Kopf und Jahr allerdings bei 4,6 Hektar. Damit leben wir deutlich verschwenderischer, als gut für die Zukunft der Erde ist.

Das Hauptproblem sind dabei die Gewohnheiten der westlichen Industrienationen: Die reichsten 20 Prozent der Menschen zehren 75 Prozent der vorhandenen Ressourcen auf. In einer Welt mit fast acht Milliarden Menschen kommt es uns manchmal so vor, als machten unsere Entscheidungen keinen Unterschied. In Wirklichkeit hat jedoch jede noch so kleine Entscheidung, die wir täglich treffen, einen Effekt auf uns und unsere Umgebung.

Mit unseren vier Ideen für ein nachhaltigeres Leben kannst du deinen eigenen Fußabdruck schnell verkleinern.

Tipp 1 für ein nachhaltigeres Leben: Wasser und Energie sparen.

Sauberes Wasser ist eine wertvolle Ressource und auch die Energiegewinnung verbraucht Rohstoffe und belastet die Umwelt. Gerade hier sind es oft die Kleinigkeiten, die sich sowohl für die Umwelt als auch für deine Strom- und Wasserrechnung auszahlen: Heizung regelmäßig runterdrehen, Wäsche nicht zu heiß waschen, Licht ausmachen, wenn du das Zimmer verlässt, nur abgekühltes Essen in den Kühlschrank stellen, mit Deckel kochen – all das trägt zu einem nachhaltigeren Leben bei. Stromverbrauchsmesser und Sparvorrichtungen für den Wasserverbrauch können dabei hilfreich sein. Natürlich spielen auch die Energieeffizienz deiner Geräte und die Wahl deines Stromanbieters eine Rolle. Am besten ist es, ganz auf Ökostrom umzusteigen. Übrigens: Mit unseren Klima-Tarifen setzt du nicht nur auf Ökostrom, sondern leistest außerdem einen zusätzlichen Beitrag zum Umweltschutz. Informiere dich jetzt.

Darüber hinaus solltest du darauf achten, deine elektrischen Geräte nach Möglichkeit nicht im Standby-Modus laufen zu lassen. Mit einem Verbrauch von sechs bis acht Watt im Standby-Modus zeigt sich die PlayStation 4 zwar vergleichsweise genügsam. Hochgerechnet auf das gesamte Jahr ergibt sich dann aber doch ein äußerst hoher Energiebedarf, der nicht nur die Umwelt, sondern auch deinen Geldbeutel belastet. Um dem vorzubeugen, bietet es sich zum Beispiel an, eine abschaltbare Steckdosenleiste zu verwenden, sodass du nach dem Zocken nicht nur deine Konsole, sondern auch deinen Fernseher komplett abschalten kannst.

Tipp 2 für ein nachhaltigeres Leben: Ernährungsgewohnheiten überdenken.

Auch wenn wir es nicht gerne hören: Unsere Ernährung ist einer der größten Verursacher von Treibhausgasen und Umweltverschmutzung. Den größten Einfluss hat dabei die Fleischproduktion. Die Herstellung von einem Kilo Rindfleisch verbraucht mehr als 15.000 Liter Wasser, zusätzlich werden für den Anbau von Soja als Futtermittel Regenwälder abgeholzt. Weite Transportwege und die Verwendung schädlicher Chemikalien tun ihr Übriges. Essen ändert alles: Das Rezept für ein nachhaltigeres Leben ist daher, den Fleischkonsum zu reduzieren und Lebensmittel nach Möglichkeit regional, saisonal und in Bio-Qualität zu kaufen. Und, ganz wichtig: Kaufe nur das ein, was du tatsächlich verbrauchst. In Deutschland landen pro Jahr elf Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll.

Welch großen Einfluss die eigene Ernährung auf den ökologischen Fußabdruck hat, zeigt beispielsweise ein Vergleich der Ressourcen, die für die Herstellung von Kuh- und Hafermilch benötigtwerden. Trinkst du jeden Tag ein Glas Kuhmilch (200 Milliliter), werden dafür 45.733 Liter Wasser verbraucht und ganze 229 Kilo Treibhausgase ausgestoßen. Entscheidest du dich dagegen für ein Glas Hafermilch pro Tag liegt der Wasserverbrauch bei 3.512 Liter, während sich der Ausstoß von Treibhausgasen auf 65 Kilo beläuft. Insofern hat schon die Entscheidung, wie du deinen Kaffee trinkst (für das Wachstum der für eine Tasse benötigten Bohnen werden übrigens 140 Liter Wasser benötigt) oder dein Müsli isst großen Einfluss auf deine persönliche Klimabilanz. Wenn du dich für den Einfluss von weiteren Lebensmitteln auf das Klima interessierst, solltest du übrigens mal bei der BBC vorbeischauen. Dort findest du den Klimawandel-Lebensmittel-Rechner, über den du dir den CO2 -Fußabdruck verschiedener Lebensmittel anzeigen lassen kannst.

Verpackungsfreies Gemüse und Brot liegen auf einem Tisch
Wer regional und in Bio-Qualität einkauft, kommt einem nachhaltigen Lebensstil ein gutes Stück näher.

Tipp 3 für ein nachhaltigeres Leben: Müll vermeiden.

Nicht nur Lebensmittel sollten nicht im Müll landen – je weniger Müll wir insgesamt produzieren, desto nachhaltiger ist unsere Lebensweise. Überleg dir am besten, wo du selbst vielleicht viel Müll produzierst und welche Alternativen es gibt. Frischhaltefolie? Muss nicht sein. Stattdessen kannst du lieber auf Tupperdosen, Überzieher für Obst und Gemüse oder Wachstücher zurückgreifen. Kaffeefilter? Können leicht durch Edelstahl- oder Mehrfachfilter ersetzt werden. Papierhandtücher? Waschbare Baumwolltücher sind die Lösung. Statt Plastikflaschen oder Coffee-to-go-Becher zu verwenden lohnt es sich, einmal in eine Trinkflasche und einen Mehrwegbecher zu investieren – sieht schickt aus und spart eine Menge Müll. Darüber hinaus kannst du dir überlegen, einfach das Wasser aus dem Wasserhahn zu trinken und es ggf. mit Kohlensäure zu versetzen anstatt Woche für Woche Plastikflaschen ins Haus oder die Wohnung zu schleppen. Und warum auch nicht? Wie auch die Verbraucherzentrale schreibt, ist das Leitungswasser überall in Deutschland von sehr guter Qualität – sofern im Haus keine Bleileitungen verlegt sind. Darüber hinaus ist es etwa 100 mal so preiswert wie Mineralwasser aus Flaschen und wird außerdem frei Haus geliefert. Insofern tust du nicht nur der Umwelt, sondern in diesem Fall auch deinem Geldbeutel einen Gefallen.

Auch der Besuch im Unverpackt-Laden oder auf dem Wochenmarkt ist übrigens eine tolle Idee, um nachhaltiger zu leben.

Frau kauft in einem Unverpackt-Laden ein, im Hintergrund ein Mann
Auch der Einkauf im Unverpackt-Laden kann ein wichtiger Beitrag zu einem nachhaltigeren Lebensstil sein.

Tipp 4 für ein nachhaltigeres Leben: Geld bewusst ausgeben.

Wo und was wir kaufen, beeinflusst die Nachfrage nach bestimmten Produkten in einer bestimmten Qualität: Überlege dir daher genau, wem du dein Geld gibst und welches Signal du damit setzt. Neben Ökostrom macht es zum Beispiel Sinn, zu einer Ökobank zu wechseln und Kleidung zu kaufen, mit der du faire Arbeitsbedingungen unterstützt. Um nachhaltiger zu leben, sollten wir bei allen Kaufentscheidungen ruhig mal kritisch nachfragen. Ein weiterer heißer Tipp, um nachhaltiger zu leben: Verwende, pflege und repariere das, was du hast und investiere lieber in weniger Produkte in besserer Qualität. Damit vermeidest du Müll, sparst Geld und Platz und unterstützt Unternehmen, die so arbeiten, wie du es dir wünschst. Die Umweltsiegel und Energieausweise können dabei aufschlussreich sein.

Fazit: Nachhaltig Leben ist eine Frage der Gewöhnung.

Nachhaltiger zu leben heißt nicht, dass du perfekt sein musst. Ganz im Gegenteil: Um sich selbst nicht zu überfordern ist es oft besser, kleine Schritte in die richtige Richtung zu machen. Eine Idee, um nachhaltiger zu leben ist es, sich einfach mal zu überlegen, wo du selbst anfangen kannst, ohne dass es sich wie ein riesiges Opfer anfühlt. Nach und nach entstehen so neue Gewohnheiten, die sich irgendwann gar nicht mehr schwierig anfühlen – versprochen!

Nachhaltigkeit

Wie groß ist dein ökologischer Fußabdruck?

Wer seinen eigenen ökologischen Fußabdruck berechnen will, kann das auf dieser Seite tun. Die Fragen drehen sich um die Bereiche Essen, Wohnen, Konsum und Mobilität. Ein kleiner Augenöffner, wie folgenschwer unsere Gewohnheiten sind.

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