Nachhaltig reisen mit E-Van und Co.

In den letzten Jahren lag der Schwerpunkt der Automobilbranche auf E-Autos, inzwischen tüfteln die Hersteller auch an E-Vans und Hybrid-Campern. Noch ist das Angebot übersichtlich. Wir werfen einen Blick auf die neuen Modelle von Dethleffs, VW, AL-KO und Mercedes.

Mit dem E-Van in den Urlaub: Umweltfreundliches Verreisen.

Noch ist E-Mobilität Neuland in der Wohnmobilszene. Viele Camper können sich aber durchaus vorstellen, mit dem E-Auto in den Urlaub zu fahren. Schließlich gibt es kaum eine umweltfreundlichere Möglichkeit individuell zu reisen. Auch was die technischen Details angeht, überzeugen Elektro-Vans auf den ersten Blick: Sie sind weitaus weniger anfällig für Reparaturen. Grund dafür ist, dass sie – genau wie E-Autos – kaum Verschleißteile haben. Auch der Wartungsaufwand ist dadurch deutlich geringer.

Da Elektro-Vans über eine Batterie geladen werden, können Urlauber auf Gasflaschen verzichten. Somit wird ihr mobiles Zuhause nicht nur sicherer, es bietet außerdem mehr Platz und mehr Stauraum – und der ist ja für gewöhnlich Mangelware im Campingurlaub.

Aber gerade bei der Batterie liegt (noch) der Knackpunkt: Es handelt sich dabei nämlich ebenso wie beim Elektroauto um das teuerste Bauteil eines E-Vans. Hier besteht also noch Potenzial, an der Preisschraube zu drehen. Ob dabei Entwicklungen wie die Feststoffbatterie, die Magnesium-Batterie oder die Brennstoffzelle helfen, bleibt abzuwarten.

Weißer E-Lieferwagen an einer Ladestation unter einem Solardach.
Die Logistik-Branche ist der Reisemobil-Branche, mit ihren großen E-Van-Flotten, einen Schritt voraus.

Der Vorreiter unter den Elektro-Wohnmobilen: Der Iridium.

Das erste reine Elektro-Wohnmobil, das auf dem Markt erschien, trägt den Namen Iridium und wurde in Zusammenarbeit mehrerer Automobilhersteller aus Deutschland, Italien und der Schweiz konzipiert. Die Pioniere der Elektro-Van-Produktion – Wohnmobil Outlet Factory (WOF), Elektrofahrzeuge Stuttgart EFA-S sowie Autowerk Sevel und Maurer – entwickelten den Iridium, der sich optisch kaum von anderen Wohnmobilen unterscheidet. Unter der Motorhaube ist er jedoch mit einem 144 PS oder 190 PS starken Elektromotor ausgestattet.

Seine Inneneinrichtung beinhaltet ein Hubbett, eine Sitzecke, eine Küchenzeile und ein Bad. Zusätzlich ist der Elektro-Van mit einer Solaranlage und einer Heckgarage ausgestattet. Im Cockpit versorgt ein Display den Fahrer mit Informationen zu Ladestand, Verbrauch und Rekuperationsleistung. Das elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) verhindert eine potenzielle Über- oder Untersteuerung, während das Traction Plus System für optimale Bodenhaftung sorgt.

Die Reichweite des Iridiums mit 144-PS-Elektromotor liegt bei etwa 300 Kilometern, während der 190-PS-Elektromotor auf bis zu 400 Kilometer kommt. Für diese Leistung müssen Camper allerdings tief in die Tasche greifen: Mit 160.000 Euro für das leistungsschwächere und 197.000 Euro für das leistungsstarke Modell hat der Iridium einen stolzen Preis.

Die Konkurrenz schläft nicht: Neuer E-Van von Dethleffs?

Seit geraumer Zeit arbeitet der Wohnmobilhersteller Dethleffs an einem Elektro-Wohnwagen und stellte bereits einen ersten Prototypen auf dem populären Caravan Salon in Düsseldorf vor: Der e.home Coco verfügt über eine smarte Steuerungselektronik, die den abgekoppelten E-Wohnwagen eigenständig auf den Stellplatz manövriert. Camper können den Prozess per Smartphone-App einleiten. Zwei 40-kWh-Elektromotoren an den Rädern und zwei 40-kWh-Akkus am Wohnwagenboden ermöglichen das automatisierte Einparken. Zum Aufladen der Batterien verzichtet Dethleffs auf das Rekuperationsverfahren – das übernehmen stattdessen die Solarpanels auf dem Dach des e.home Coco.

Weißer E-Camper, mit grünen Blättern, von Dethleffs steht auf einem Podest in einer Messehalle.
e.home Coco: Der erste E-Wohnwagen von Dethleffs stellt sich vor. (©dethleffs)

Mehr Reichweite mit Hybrid-Campern von Dethleffs, AL-KO und VW.

Eine Alternative zu Elektro-Vans sind Hybrid-Camper: Der Globevan e-hybrid von Dethleffs ist mit einem 13,6-kWh-Akku ausgestattet, der es auf eine Reichweite von 50 Kilometern bringt. Das Modell basiert auf dem mit einer ausklappbaren Sitzbank und einer kleinen Küchenecke ausgestatteten Ford Transit Custom, ist 4,97 Meter lang und soll 74.990 Euro kosten.

Das Hybrid Power Chassis von AL-KO Fahrzeugtechnik verfügt über einen Akku mit wahlweise 8 kW oder 22 kW Ladeleistung. Er erlaubt dem Hybrid-Camper eine rein elektrische Reichweite von 50 Kilometer oder 100 Kilometern – alle Entfernungen darüber hinaus erfordern den Verbrennungsmotor an der Vorderachse.

Auch VW möchte bei den Elektro-Vans mitmischen und soll an einem elektrisch betriebenen VW Bulli arbeiten. Mit seinen Elektroautos aus der ID.-Familie verfolgt VW ehrgeizige Pläne. Der ID.BUZZ kommt aller Voraussicht nach 2022 auf den Markt.

Vier Menschen planen in einem Camper eine Reiseroute.
Die Reisemobil-Branche bewegt sich in Richtung E-Mobilität: Naturfreunde können sich künftig auf nachhaltige Ausflüge freuen.

Aller guten Dinge sind drei: Der dritte E-Van von Mercedes-Benz.

Daimler bringt seinen inzwischen dritten Elektro-Van heraus: den Concept EQV aus der EQ-Familie. Der brandneue Elektro-Van ist mit einem 204 PS starken Elektromotor ausgestattet. Seine Energie bezieht das markante Fahrzeug in Black-Panel-Ästhetik aus einer 100-kWh-Batterie, die eine Reichweite von etwa 400 Kilometern und eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h ermöglicht. Der Concept EQV soll etwa 71.000 Euro kosten.

Mercedes-Benz EQV fährt durch Barcelona. 
Der neue EQV von Mercedes-Benz kommt auf eine Reichweite von bis zu 400 Kilometern. (© Mercedes-Benz)
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