Neue E-Autos 2020: Das sind die Highlights!

Eigentlich hättest du Lust auf ein E-Auto, weißt aber nicht, welcher Wagen zu dir passt und wann der richtige Zeitpunkt für einen Kauf ist? Kein Wunder, schließlich überschlagen sich die Hersteller derzeit mit Ankündigungen neuer Modelle. In den nächsten Monaten gehen wichtige Modelle an den Start, darunter der VW ID.3, der Opel Corsa-e oder der Peugeot e2008.

Mit günstigen Einsteigermodellen wird das Thema E-Mobilität für ein breiteres Publikum erschwinglich und dadurch noch interessanter. Darüber hinaus setzen Hersteller auch im wachstumsstarken SUV-Segment auf E-Antriebe und haben spannende neue Modelle im Angebot. Hier erfährst du, welche Neuheiten 2020 auf dich warten.

Skoda CITIGOe iV: Das günstige Einsteigermodell.

340 Kilometer Reichweite (nach WLTP), eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 8,1 Sekunden und eine Schnellladefunktion, die dem Akku in gerade einmal 30 Minuten 80 Prozent seiner maximalen Ladung und somit 200 Kilometer Reichweite zurückgibt: Mit dem e-208 hat Peugeot einen ernst zu nehmenden Konkurrenten für Renaults Zoe auf den Markt gebracht. Das Besondere: Im Gegensatz zu Renault bietet Peugeot keine Miet-Option für den Akku an. Der 50-kWh-Speicher wird zusammen mit dem Auto verkauft.

Mit dem CITIGOe iV hat Skoda bereits zum Ende des vergangenen Jahres sein erstes vollelektrisches Fahrzeug vorgestellt. Der nur 3,56 Meter lange und 1,65 breite E-Flitzer ist baugleich mit dem VW e.Up und dem Seat Mii und damit das ideale Fortbewegungsmittel für die Stadt. Der Skoda CITIGOe iV verfügt dementsprechend auch über den gleichen, 61 kW-starken (83PS) Motor wie seine beiden Brüder. Damit beschleunigt der Stromer aus dem Stand in 12,3 Sekunden auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 130 Stundenkilometern. Dank seines Akkus mit einer Kapazität von 36,8 kWh sind nach WLTP bis zu 260 Kilometer Reichweite drin.

NEFZ und WLTP: Ein neues Testverfahren für realistischere Reichweitenangaben.

Bei der Entscheidung für oder gegen ein Elektroauto ist das wohl wichtigste Auswahlkriterium die Reichweite. Bis August 2017 wurde diese über das als „Neuer Europäischer Fahrzyklus“ (NEFZ) bezeichnete Testverfahren ermittelt. Das Problem: Die NEFZ-Werte waren nicht belastbar. So konnte es durchaus passieren, dass ein Stromer, der im Katalog mit einer Reichweite von 500 Kilometern beworben wurde, auf der Straße gerade einmal die Hälfte der Strecke ohne Boxenstopp an der Ladesäule bewältigen konnte.

Aus diesem Grund wurde im September 2017 mit dem „Worldwide Harmonized Light(-Duty) Vehicles Test Procedure“ (WLTP) ein neues Testverfahren eingeführt. Bei diesem sind verschiedene Testparameter geändert worden, um realistischere Ergebnisse zu erzielen. Die wichtigsten Änderungen:

  • Der Testzyklus wurde von 20 auf 30 Minuten verlängert.
  • Daraus resultierend wurde die Streckenlänge im Vergleich zum NEFZ-Verfahren von 11 Kilometern auf 23 Kilometer mehr als verdoppelt.
  • Anstelle einer simulierten 13-minütigen Stadtfahrt und einer 7-minütigen Überlandfahrt wird im WLTP-Verfahren in vier Phasen mit unterschiedlicher Motorbelastung (low, medium, high und extra-high) getestet.
  • Die Durchschnittsgeschwindigkeit wurde von 33 auf 47 km/h erhöht. Außerdem wurde die Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h auf 130 km/h angepasst.
  • Darüber hinaus fließen beim WLTP-Verfahren Fahrzeuggewicht und Zusatzausstattung in die Bewertung mit ein.

e.Go Life: Der neue E-Flitzer für die Stadt.

Mit dem e.Go Life bietet die e.Go Mobile AG aus Aachen den aktuell wohl günstigsten, in Deutschland produzierten E-Stadtflitzer an. Das E-Auto ist in drei unterschiedlichen Ausführungen erhältlich, die sich vor allem durch ihre Akku-Größe und damit durch ihre maximale Reichweite unterscheiden. Die kleinste Variante, der rund 16.000 Euro teure e.Go Life 20 soll mit einer Akku-Kapazität von 14,5 kWh maximal 100 km weit kommen und maximal auf 112 km/h beschleunigen.

Die beiden anderen Varianten mit mehr Akku-Kapazität (17,5 kWh und 23,5 kWh) schaffen immerhin bis zu 113 bzw. 145 km am Stück und kommen auf eine Höchstgeschwindigkeit von 123 bzw. 142 km/h. Dafür sind sie mit 17.400 bzw. 19.900 Euro aber natürlich auch teurer als ihr kleiner Bruder. Die vergleichsweise geringe Reichweite macht deutlich, dass der Fokus des e.Go Life eindeutig auf dem Einsatz in der Stadt liegt. Suchst du ein E-Auto, mit dem du auch in den Urlaub fahren kannst, ist der e.Go Life mit Sicherheit die falsche Wahl. Für die kürzeren Wege in der Stadt zum Einkaufen, ins Fitnessstudio oder auf einen Kurzbesuch in die Nachbargemeinde ist der Stromer aber ganz sicher eine gute Wahl.

VW ID.3: Volkswagens Volks-E-Auto.

Der ID.3 ist das erste komplett für einen E-Antrieb entwickelte Fahrzeug von Volkswagen und gehört definitiv zu den Highlights unter den aktuellen E-Auto-Modellen. Unter der Karosserie mit markanter Front befindet sich die neue MEB-Plattform, die als Basis für weitere rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge dienen soll. Die in den Wagenboden integrierte Batterie sorgt für einen niedrigen Schwerpunkt und viel Platz im Innenraum.

Der VW ID.3 kommt mit verschiedenen Akku-Paketen: Bei der Akku-Größe hast du die Wahl zwischen 45 kWh, 58 kWh oder 77 kWh. Selbst die kleinste Variante soll mindestens 330 Kilometer Reichweite bieten. Mit der größten Akku-Variante sollen sogar bis zu 550 Kilometer drin sein. Dank 100 kW Ladeleistung eignet sich aber auch die kleinste Akku-Variante für längere Strecken: In gerade einmal 30 Minuten sollen sich 290 km Reichweite nachladen lassen.

Ähnlich wie Tesla beim Model 3 führt VW den ID.3 über ein Anzahlungsmodell ein, mit dem sich Interessenten ihr Fahrzeug sichern können. Die auf 30.000 Stück limitierte „First Edition“ ist bereits offiziell vergriffen. Interessenten können sich jedoch weiterhin registrieren und landen dann auf einer Liste für Nachrücker. Auf jeden Fall müssen Käufer bis Juni 2020 warten, ehe VW die ersten ID.3 liefert. Der Preis für die kleinste Akku-Variante soll dann bei unter 30.000 Euro liegen.

Opel Corsa-e: Der Klassiker wird elektrisch.

Der neue Corsa-e feierte auf der IAA 2019 Premiere. Nach dem Verkauf von Opel an den PSA-Konzern 2017 wurde auch der Corsa auf die markenübergreifende CMP-Plattform umgestellt, die es erlaubt, Modelle mit unterschiedlichen Antriebsarten auf einer Fertigungslinie herzustellen. Die bereits sechste Corsa-Baureihe gibt es folglich als Benziner, Diesel und vollelektrisch.

Die wichtigsten Parameter des E-Autos: Der Elektromotor befindet sich an der Vorderachse und verfügt über eine Leistung von 100 kW (136 PS). Damit beschleunigst du in ordentlichen 8,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Der 50-Kilowattstunden-Akku bringt dich nach WLTP 330 Kilometer weit. Auf der Langstrecke kannst du Schnellladesäulen nutzen: Mit 100 kW Ladeleistung soll der Akku binnen 30 Minuten zu 80 Prozent aufgefüllt sein. Preislich liegt die Basisvariante bei knapp 30.000 Euro. Falls du diese nicht ausgeben willst, könnte das Leasing-Angebot mit einer monatlichen Rate von 299 Euro interessant sein.

MINI Cooper SE: Das elektrische Gokart-Feeling.

MINI steht für Fahrspaß und das ultimative Gokart-Feeling im Straßenverkehr. Mit dem Cooper SE erscheint zum 7. März 2020 der erste vollelektrische MINI. Wirklich überraschend ist die elektrische Variante des Kultautos nicht: Immerhin hatte die BMW Group bereits im Rahmen der IAA 2017 eine erste Studie des E-Autos vorgestellt.

Mit seinem 33 kWh-Akku und einer Leistung von 184 PS präsentiert sich der Kleinwagen mehr als City-Flitzer, denn als Langstreckenläufer für die Urlaubsreise. Bei idealer Fahrweise soll mit dem Akku eine Reichweite von 270 km möglich sein. Im regulären Alltagsgebrauch dürftest du durchschnittlich vermutlich rund 200 km weit kommen. Dank der verbauten Ladeelektronik ist unterwegs aber auch ein Boxenstopp an einer Schnellladestation kein Problem: Dort braucht der MINI maximal 35 Minuten, um den Akku zu 80 Prozent aufzuladen.

Besonders hervorzuheben: Der Cooper SE verfügt serienmäßig über eine Wärmepumpe und kann darüber bis zu 75 Prozent sparsamer als ein herkömmliches E-Auto beheizt werden. Das wirkt sich natürlich auch positiv auf die Reichweite im Winter aus. Der Einstiegspreis für den MINI Cooper SE liebt bei 32.500 Euro. Machst du von der Förderung für E-Autos Gebrauch, kostet der Wagen entsprechend deutlich unter 30.000 Euro.

DS 3 Crossback E-Tense: Citroens vollelektrischer SUV.

Hinter DS steckt der französische Autobauer Citroen. Nachdem unter dem Markennamen zunächst Teile der hauseigenen Modelle veredelt wurden, sind mit Fahrzeugen wie dem DS 7 Crossback und dem DS 3 Crossback mittlerweile auch diverse eigenständige Ausführungen auf den Markt gekommen. Dabei setzt DS neuerdings voll und ganz auf Elektromobilität: Jedes Jahr wird ein neues Modell vorgestellt, das auch als Plug-in-Hybrid oder vollelektronisch zur Verfügung steht.

Mit dem DS 3 Crossback E-Tense steht der erste vollelektrische SUV des Unternehmens in den Startlöchern. In Sachen Ausstattung und Design bleibt DS seiner hochwertigen Ausrichtung treu. Versenkte Türgriffe, die automatisch ausfahren, wenn sich der Fahrer bis auf 1,50 Meter nähert, gehören ebenso zum Lieferumfang wie ein edel ausgestatteter Innenraum.

Angetrieben wird der DS 3 Crossback E-Tense von einem 100-kW-Elektromotor (136 PS). Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h kommt der kompakte SUV auf eine Reichweite von 320 Kilometern (nach WLTP). Für die notwendige Energie sorgt ein 50 kWh starker Akku, der an einer Schnellladesäule innerhalb von 30 Minuten auf 80 Prozent seines maximalen Fassungsvermögens geladen werden kann. Der Marktstart des attraktiven SUVs war im Dezember 2019. Der DS 3 Crossback E-Tense ist ab einem Preis von von rund 39.000 Euro erhältlich sein.

Peugeot e-2008: SUV mit regulierbarer Rekuperation.

Der französische Autobauer hat Ende 2019 eine SUV-Neuerscheinung vorgestellt, die es sowohl als Verbrenner als auch als E-Auto gibt – den e-2008. Basierend auf der CMP-Plattform, die der PSA-Konzern unter anderem auch beim DS 3 Crossback E-Tense zum Einsatz bringt, unterscheiden sich Benziner, Diesel und Stromer nur in Details. Optisch kommt das Modell sportlich daher. Dazu tragen etwa die markanten LED-Frontscheinwerfer im Krallen-Design bei. Ein Akzent, der sich auch bei den Rückleuchten wiederfindet. Mit einem Elektromotor, der es auf eine Leistung von 100 kW (136 PS) bringt, ist auch für ausreichend Spritzigkeit beim Fahren gesorgt.

Für den 50-kWh-Akku, der an einer Wallbox mit dreiphasigem Laden in etwas mehr als fünf Stunden geladen ist, wird eine Reichweite von 310 Kilometern nach WLTP-Norm angegeben. Interessant ist die per Schalthebel regelbare Rekuperation. Im „moderaten Modus“ soll das Bremsverhalten ähnlich wie bei einem Verbrenner ausfallen. Im „verstärkten Modus“ jedoch entschleunigt das Fahrzeug, sobald der Fuß vom Gaspedal genommen wird, was Energie spart und ein neues Fahrgefühl darstellt.

Auch interessant: Peugeot gewährleistet, dass der Akku noch acht Jahre beziehungsweise 160.000 Kilometer nach dem Kauf auf eine Ladekapazität von 70 Prozent kommt. So hast du garantiert lange Spaß an deinem emissionsfreien SUV!

Die passende Versicherung.

Lange Lieferzeiten für Stromer stellen derzeit die Geduld der Käufer auf die Probe. Denn die Nachfrage übersteigt das Angebot bei weitem. Aber auch das längste Warten hat einmal ein Ende, und spätestens dann stellt sich die Frage nach der passenden Versicherung. Hier solltest du nach einer Police Ausschau halten, die das wertvollste Bauteil deines E-Autos vollumfänglich absichert: den Akku. Je klarer und besser verständlich die Regeln hierzu sind, desto besser.

Aiways U5 Ion: Futuristisches SUV aus China.

4,70 Meter lang, 1,90 Meter breit und 1,73 Meter hoch: Mit seinen Abmessungen macht der neue Aiways U5 Ion Modellen wie dem Jaguar i-Pace oder dem Mercedes EQC Konkurrenz. Im Gegensatz zu seinen hochpreisigen Konkurrenten präsentiert sich das E-SUV aus China aber als echtes Schnäppchen: Gerade einmal 35.000 Euro soll der U5 Ion kosten. Ein echter Kampfpreis, der sich dennoch nicht in der Ausstattung widerspiegelt.

Bei einer maximalen Leistung von 197 PS und einer Beschleunigung von 0 auf 100 in unter zehn Sekunden muss sich das chinesische SUV nicht verstecken. Ein entsprechend großer Akku sorgt beim U5 Ion für eine Reichweite von bis zu 460 Kilometern. Wer länger unterwegs ist, soll zukünftig an jeder Tankstelle Batterie-Pakete mieten bzw. umtauschen können. Diese sollen eine zusätzliche Reichweite von bis zu 100 Kilometern ermöglichen.

Darüber hinaus überzeugt der Aiways mit zahlreichen technischen Raffinessen: Türen lassen sich per Gesichts- oder Handerkennung öffnen, verschiedene Kameras sorgen für eine lückenfreie 360-Grad-Rundumsicht und befähigen das SUV zum autonomen Fahren auf Level 2. Komplettiert wird die Ausstattung durch zwei große Touchscreens in der Mittelkonsole und im Armaturenbrett auf der Fahrerseite. Kühl- und beheizbare Getränkehalter in der Mittelarmlehne sowie ein Kühlschrank zwischen den beiden Fondplätzen sind mit Sicherheit nicht notwendig – aber eine durchaus nette Ergänzung.

Titelbild: © BMW Group, 2020

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