Neuer Player im Carsharing: DriveNow und car2go werden Share Now.

Zwei Giganten schließen sich zusammen: Unter dem Namen Share Now werden bald die beiden Carsharing-Dienste von BMW und Daimler, DriveNow und car2go, fusionieren. Auf dem Papier haben sie das bereits getan, wer die Dienste nutzt, merkt das bisher jedoch fast nicht. Was uns erwartet und was es bei dem neuen Angebot zu beachten gilt, lest ihr hier.

BMW und Daimler machen gemeinsame Sache.

Mit dem Zusammenschluss ihrer beiden Carsharing-Dienste DriveNow und car2go unter dem Namen Share Now haben BMW und Daimler in diesem Jahr eines der größten Joint Ventures im Bereich der Shared Mobility bekanntgegeben. Weltweit nutzen derzeit rund 4 Millionen Menschen in 14 Ländern die Angebote der beiden Automobilhersteller. DriveNow gehört ebenso wie car2go zu den sogenannten Free-Floating-Angeboten des Carsharings. Das bedeutet: Die Fahrzeuge haben keinen festen Platz, an dem man sie abholen oder zurückgeben muss. Man kann sie auf jedem öffentlichen Parkplatz innerhalb des Verbreitungsgebiets abstellen. Das soll auch in Zukunft so bleiben.

Share Now auf einen Blick.
  • Generell: Share Now ist aus einem Jointventure von BMW und Chrysler entstanden und vereint die Carsharing-Angebote DriveNow und car2go unter einem Dach.
  • Größe des Dienstes: 4 Millionen Kunden weltweit.
  • Weltweite Verbreitung: Die Carsharing-Flotten von Share Now gibt es in 31 Städten in 14 Ländern
  • Deutsche Städte: Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart.
  • Verfügbare Fahrzeuge: 20.000
  • Davon Elektroautos: 3.200
  • Start der App: Sowohl der Startzeitpunkt der gemeinsamen Share-Now-App als auch die genauen Preise sind derzeit noch nicht bekannt.

Erst mal keine Veränderung für die Nutzer.

Noch bleibt für die Nutzer von DriveNow und car2go eigentlich alles, wie sie es kennen. Gebucht wird über die jeweilige App; eine gemeinsame Share-Now-App soll es in Zukunft zwar geben, wann diese erscheinen wird, ist jedoch noch nicht bekannt. Will man Autos beider Anbieter buchen, muss man sich auch nach wie vor bei beiden registrieren. Sprich: zwei Benutzerkonten, zwei Apps. Und auch die Bezahlmodelle bleiben erst mal wie gehabt. Allerdings sei es das Ziel, einen gemeinsamen Share-Now-Tarif zu erarbeiten und das Angebot somit zu vereinheitlichen, erklärt Share-Now-Geschäftsführer Olivier Reppert. Eine Neuerung gibt es allerdings doch: Beide Apps zeigen jetzt auch die Fahrzeuge des jeweils anderen Carsharing-Dienstes an. Wer car2go öffnet, sieht also auch, wenn sich ein DriveNow-Fahrzeug in seiner Nähe befindet. Gebucht werden muss in diesem Fall allerdings weiterhin über die DriveNow-App – und ein entsprechendes Mitgliedskonto braucht es dazu natürlich ebenfalls. Das soll sich durch die gemeinsame Share-Now-App in einigen Monaten jedoch ändern, erklärt das Unternehmen.

Lachendes Paar lehnt an einer Häuserwand und freut sich beim Blick auf das Handy des Mannes.
Zwei Apps, der gleiche Anbieter: DriveNow und Car2go werden ShareNow. © moovel Group GmbH

So viel kosten die Dienste.

Bei DriveNow von BMW wird derzeit noch nach Fahrzeugtyp abgerechnet. Für kleinere Fahrzeuge wie einen Mini oder einen BMW 1er zahlt man 33 Cent pro Minute. Unabhängig von der Kilometeranzahl. Stau und rote Ampeln gehen also aufs Konto des Nutzers. Modelle wie der elektrische BMW i3, ein BMW X2 oder der Mini Countryman sind etwas teurer und kosten 36 Cent pro Minute. Die reguläre Anmeldegebühr beträgt bei DriveNow einmalig 29 Euro. Bei car2go von Daimler zahlt man für die Anmeldung einmalig eine Pauschale von 9 Euro, Kosten für die Nutzung richten sich hier ebenfalls nach Fahrzeugtyp und werden pro Minute abgerechnet. Zahlt man für einen smart fortwo ab 19 Cent pro Minute, sind es für die A-Klasse 28, für die B-Klasse sowie den CLA und den GLA von Mercedes jeweils 31 Cent pro Minute. Im Gegensatz zu DriveNow berechnet car2go außerdem einen Zuschlag von 29 Cent pro Kilometer, wenn man mit einer Buchung weiter als 200 Kilometer fährt. Das dürfte allerdings auch eher selten vorkommen. Achtung: Wenn du mit DriveNow oder car2go zum Flughafen fährst, verlangen die Anbieter in der Regel einen zusätzlichen Flughafenzuschlag. Der variiert je nach Stadt und Anbieter zwischen vier und zwölf Euro..

Hier gibt es das Angebot.

Generell lässt sich sagen: Überall, wo es heute schon DriveNow und/oder car2go gibt, wird man auch Share Now nutzen können. Und das sind mittlerweile immerhin 31 Städte in 14 Ländern in Europa und Nordamerika (USA und Kanada). In Deutschland werden von Share Now derzeit sieben Städte abgedeckt, wobei sich die Flottengrößen stark unterscheiden. Mit 2600 Autos sind in Berlin die meisten unterwegs. In Frankfurt am Main müssen sich die Nutzer mit 250 Fahrzeugen begnügen.

Komplett elektrisch? Ja? Nein? Vielleicht?

Was das Thema Elektroautos angeht, wird das Angebot von Share Now zu Beginn erst mal so gemischt sein, wie es derzeit auch bei DriveNow und car2go ist. In Stuttgart, Paris, Amsterdam und Madrid wird es reine Elektro-Flotten geben. Dort gehört also kein einziger Verbrenner zum Angebot. In den meisten anderen Städten sind es gemischte Flotten, die sowohl Elektrofahrzeuge als auch solche mit konventionellem Antrieb für die Nutzer bereitstellen. Insgesamt sind momentan nach Angaben von Share Now rund 3200 Elektrofahrzeuge in den Flotten weltweit unterwegs. Oder anders ausgedrückt: Mehr als 12.000 Fahrten mit Elektroautos von DriveNow und car2go finden täglich statt. Ob für die Zukunft geplant ist, komplett auf Elektrofahrzeuge umzusteigen, ist derzeit allerdings noch nicht bekannt.

Was gehört sonst noch zu Share Now?

Share Now soll zur weltweit größten Mobilitätsplattform werden, deshalb vereinen BMW und Daimler unter dem Dach noch mehr Dienste als die beiden Carsharing-Dienstleister DriveNow und car2go. Beispielsweise gehören auch sogenannte Ridesharing-Dienste, bei denen man den Fahrer mitbucht, wie mytaxi, beat und clevertaxi ebenso dazu wie Lösungen, die das innerstädtische Parken oder das Aufladen von Elektrofahrzeugen durch eine Integration der Ladesäulen-Infrastruktur in die Navigation vereinfachen sollen. Ebenso wenig wie der Startzeitpunkt der Share-Now-App ist derzeit bekannt, ob all diese Dienste von Anfang an zum Umfang der App gehören werden.

Wie lange dauert es noch, bis Share Now startet?

Ganz genau kann man das leider noch nicht sagen. Das Unternehmen spricht von „einigen Monaten“. Share-Now-CEO Olivier Reppert formuliert es so: „In a few months, we will begin to make the world a better, cleaner place. So be patient with us: Your patience will be rewarded.“

Titelbild: Share Now © moovel Group GmbH

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