Nissan Ariya 2021: Nissans neuer E-Crossover.

Mit dem Nissan Ariya will der japanische Autohersteller den Neuanfang wagen. Obwohl der Nissan Leaf noch immer als erfolgreichstes und meistverkauftes E-Auto gilt, fällt der E-Auto-Pionier inzwischen hinter der Konkurrenz von Tesla, VW oder Peugeot und Citroen zurück. Mit dem Nissan Ariya will sich Nissan wieder an die Spitze kämpfen. Wir stellen dir den neuen E-Crossover vor.

Nissan Ariya: Neues Logo, neues Auto, neue Plattform.

Voraussichtlich im Herbst 2021 geht der neue Nissan Ariya an den Start. Am 15. Juli 2020 feierte der E-Crossover seine Weltpremiere und bestätigte, was Nissan auf der Tokyo Motor Show 2019 im Ariya Konzept ankündigte: ein japanisches SUV-Coupé, das eine stylishe Verschmelzung von SUV-Geländewagen und E-Auto ist.

Nach wirtschaftlichen Krisenjahren und Corona will Nissan mit seinem neuen Schlüsselmodell zurück an die Spitze der E-Auto-Hersteller. Nachdem die Superseller Nissan Leaf und Nissan Leaf 2 aufgrund veralteter Technologie zunehmend hinter die Konkurrenz zurückgefallen sind, wagt Nissan mit neuem Logo und neuer E-Auto-Plattform den Neustart.

Doch was hat der „Meilenstein“ in Nissans Vier-Jahres-Transformationsinitiative NEXT zu bieten? Kann er Nissans Idealen – Innovation, Handwerkskunst, Kundenorientierung und Qualität – gerecht werden? Wir haben einen Blick in die Zukunft gewagt.

Nissans futuristisches Markengesicht.

Auf die inneren Werte kommt es an, doch auch von außen wirkt der Nissan Ariya futuristisch. Schmale Scheinwerferstreifen flankieren das geschlossene V-Motion-Schild. 20 LEDs beleuchten das Nissan-Logo im Dunkeln. Das Heck fällt mit trendig durchgehendem Leuchtband, puristischem Nissan-Schriftzug und klarer Linienführung auf.

Nissan bietet den 4,60 Meter langen Ariya in sechs Zweifarb-Lackierungen und vier Uni-Lackierungen an – darunter moderner Copper-Look, Deep Blue, Candy Red und weitere, noch nicht enthüllte Farben. Mit schnittigem Fünfspeichen-Design sind vor allem die 19-Zoll-Felgen ein Eyecatcher. Optional soll es sie auch mit 20 Zoll geben. Das Außendesign mit tiefer, langgezogener Dachlinie und dominanten 21-Zoll-Reifen ist geschmeidig, fugenlos und stilvoll.

Nissan strebt mit dem neuen E-Coupé-Crossover „japanischen Futurismus“ an und hat diese Vision ästhetisch umgesetzt. Angenehm ist vor allem die Unaufgeregtheit des Designs, das nicht „Elektroauto“ schreit, sich aber doch deutlich von aktuellen Verbrenner-SUVs abhebt.

Fünf Leistungsstärken, fünf Reichweiten.

In Europa kommt der Nissan Ariya in fünf Modellen mit verschiedenen Leistungsstärken auf den Markt. Mit dieser Vielfalt möchte der japanische Autohersteller Kunden erreichen, die sowohl einen Stromer fürs Pendeln als auch ein leistungsstarkes E-Coupé für längere Strecken suchen. Die Leistungsspannbreite soll von 160 kW/218 PS bis 290 kW/394 PS reichen. Zwei Batteriegrößen, jeweils mit Zweirad- oder Allradantrieb kombinierbar, stehen zur Auswahl: 63 kWh oder 87 kWh.

Im Ariya mit 63-kWh-Batterie und Zweiradantrieb soll der Akku auf 360 Kilometer Reichweite kommen. Mit Allradantrieb sollen es 340 Kilometer sein. Der Ariya mit 87-kWh-Batterie und Zweiradantrieb schafft 500 Kilometer Reichweite, mit Allradantrieb sind es dann noch 460 Kilometer. Der Allradantrieb zeichnet sich durch Nissans 4Orce-Allradsystem aus, das durch ausbalancierte Leistungsabgabe für hohe Fahrsicherheit sorgt.

Das Topmodell unter den fünf Leistungsstärken ist der Nissan Ariya e-4Orce Performance mit 87-kWh-Batterie, 290 kW/394 PS, Allradantrieb und bis zu 400 Kilometern Reichweite. Die Ausführung erhält den Namen „Performance“, weil sie, im Gegensatz zu 7,5 Sekunden bei den Standardmodellen, in 5,7 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt und eine Anhängelast von 1.500 Kilogramm ziehen kann.

Innenraum: Zen trifft Science-Fiction.

Den Innenraum kündigte Nissan als Verschmelzung von Zen und Science-Fiction an. Und tatsächlich hat man das Gefühl, in eine utopische Lounge mit klaren Linien und unsichtbarer Technologie zu steigen. Knöpfe sind aufs Wesentliche reduziert und größtenteils durch Touchflächen auf dem holzgemaserten Armaturenbrett und in der Mittelkonsole ersetzt.

Infotainment und Bordkontrollen laufen auf zwei 12,3-Zoll-Displays, die ihre Inhalte austauschen können und sich per Touch, Sprachfunktion oder Onboard-Datenverbindung steuern lassen.

Platz bietet der Innenraum dank 2,78 Metern Radstand genug. Im Kofferraum stehen 468 Liter zur Verfügung. Das Volumen bei umgeklappter Rückbank ist derzeit noch nicht bekannt.

Digitale Ausstattung und Gimmicks.

Zur Fahrtunterstützung liefert der Nissan Ariya das Fahrassistenz-System ProPilot Assist 2.0. Damit bietet der Wagen autonomes Fahren bis 60 km/h und hält auf Autobahnen automatisch die Spur, Abstände und Geschwindigkeit.

Dank Tür-zu-Tür-Navigation lassen sich Fahrtziele per Smartphone auf das Infotainment-Display senden, eine 360-Grad-Kamera gibt vollen Überblick, der intelligente, vollautonome Einparkassistent macht die Parkplatzsuche stressfrei und Amazons integrierte Alexa ermöglicht die Sprachsteuerung verbundener Geräte.

Starke Ladeleistung dank CCS-Anschluss.

Die Akkuaufladung ist anders als beim Nissan Leaf nun auch mit dem europäischen Standardanschluss CCS möglich. Damit lädt die Batterie bei Wechselstrom über das Drei-Phasen-Ladegerät mit 22 kW auf und garantiert dank Thermomanagement und flüssigkeitsgekühltem Akku kurze Ladezeiten. Für unterwegs sind DC-Schnellladungen mit bis zu 130 kW sehr praktisch.

Nimmt Nissan das Steuer wieder in die Hand?

Nissan erfindet mit dem Ariya das Elektroauto nicht neu, schafft aber nach krisengeschüttelten Jahren und wirtschaftlichen Einbußen einen sehenswerten Neuanfang. Der Nissan Ariya kann, was Leistung und Reichweite betrifft, mühelos mit der Konkurrenz mithalten. Wenn er wie vermutet in der Basis-Version mit 45.000 Euro an den Start geht, sollte der Nissan Ariya für Freunde der E-Mobilität eine gute Wahl sein und kann dem Erbe des Nissan Leaf mehr als gerecht werden.

Artikelbild: © Nissan 2020

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