Opel Corsa e: Die 6. Generation ist ein vollwertiger Stromer.

In der sechsten Modellgeneration wird der Corsa erstmals elektrisch. Opel Corsa e lautet der Name des neuen E-Fahrzeugs aus Rüsselsheim, mit dem Opel die breite Masse erreichen will. Die sehr gute Reichweite und ein spezielles Schnelllade-Feature sind schon mal gute Voraussetzungen dafür. Was der Corsa e sonst noch so drauf hat und warum er noch mal heller strahlt als alle anderen Kleinwagen des Konzerns, erfährst du in unserem Beitrag.

Akku, Reichweite und Preis: So alltagstauglich ist der Opel Corsa e.

Schon der Zeitpunkt der Präsentation sagt einiges über die Relevanz des elektrischen Antriebs für Opels Zukunft aus: Der Corsa e bekam nämlich eine eigene Vorstellung – und zwar vor den konventionellen Verbrenner-Modellen. Opel ist sichtlich stolz auf den ersten vollelektrischen Corsa in der bereits 28-jährigen Erfolgsgeschichte des Kleinwagens. Nun, in der sechsten Modellgeneration, soll mit dem Opel Corsa e der erste vollelektrische, massentaugliche Corsa vom Band laufen. Und die ersten offiziellen Zahlen lassen sich durchaus sehen: 50 Kilowattstunden soll der Akku fassen und damit nach dem strengeren und realitätsnäheren WLTP-Messverfahren (Worldwide harmonized Light Vehicles Test Procedure) 330 Kilometer weit kommen. Mit diesem Wert kann Opel nicht nur innerstädtische Pendler überzeugen, sondern macht den Corsa e  auch auf längeren Fahrten zu einer echten Alternative. Die 330 Kilometer sind die gleiche Reichweite, die der Volkswagenkonzern für seinen Stromer VW ID.3 angibt. Wie du auch bei kalten Temperaturen die maximale Reichweite aus deinem E-Auto herausholst, erfährst du übrigens hier.

Der ID.3 dürfte der wohl größte deutsche Konkurrent des Corsa e sein – verfolgen doch beide das Ziel, eine große Masse an Autofahrern von den Vorzügen der Elektromobilität zu überzeugen. Auch preislich sind die beiden Modelle auf Augenhöhe: 29.900 Euro kosten beide Fahrzeuge in der Basis-Variante. Im Gegensatz zum Opel Corsa e kannst du den ID.3 allerdings auch mit größeren Akkus und dementsprechend größerer Reichweite kaufen – dann schlägt er allerdings mit 37.000 oder 45.000 Euro zu Buche. Ohne Sonderausstattung.

Das Heck des Opel Corsa e. (© Opel)
Das Heck des Opel Corsa e dürfte Fans des Kleinwagens mit Tradition bekannt vorkommen.

Schnelle Ladezeiten, flotte Beschleunigung.

Vor allem das Highspeed-Charging-Feature, das Opel dem Corsa e gegönnt hat, sorgt für eine hohe Alltagstauglichkeit. Innerhalb von 30 Minuten soll der Akku 80 Prozent seiner Kapazität aufladen können. Um diese Schnellladefunktion in vollem Umfang nutzen zu können, ist allerdings der 11 kW Onboard-Charger notwendig. Dieser ist nicht Teil der Serienausstattung, sondern erst ab der Ausstattungsvariante Edition erhältlich. Insofern solltest du überlegen, ein bisschen mehr Geld in die Hand zu nehmen, um die volle Ladegeschwindigkeit nutzen zu können. Das Highspeed-Charging-Feature macht selbst längere Urlaubsreisen möglich, wenn du die entsprechenden Pausen einplanst. Sich ein wenig die Füße zu vertreten kann bei langen Reisen ja ohnehin nicht schaden. 100 kW (136 PS) und ein maximales Drehmoment von 250 Newtonmetern leistet der Elektroantrieb. Konkret bedeutet das, dass du in 2,8 Sekunden von 0 auf Tempo 50 bist, die 100 km/h-Schwelle hast du in 8,2 Sekunden geknackt. Beschleunigung ist sicherlich nicht die wichtigste Eigenschaft eines Stromers, aber verstecken muss sich der elektrische Corsa damit wahrlich nicht.

Die Maße: Der Kleinwagen ist gewachsen – und sportlicher geworden.

Optisch gleicht der Corsa e seinen Brüdern mit Verbrennungsmotor wie ein Ei dem anderen. Zumindest fast. Die Endrohre am Heck des Fahrzeugs fehlen natürlich. Denn wo keine Abgase, da keine Endrohre. Gekennzeichnet wird dies zudem mit einem kleinen „e“ auf der Heckklappe und an der Seite des Autos – auf der sogenannten B-Säule zwischen erster und zweiter Sitzreihe. Auch in der sechsten Generation ist der Corsa nochmals etwas gewachsen. Vier Zentimeter länger ist er im Vergleich zum Vorgängermodell und misst nun 4,06 Meter. Ein echter Kleinwagen ist das natürlich nicht mehr. Auch mit dem etwas niedrigeren Dach (1,43 Meter) wirkt er nun ein gutes Stück sportlicher und schnittiger. Das ist durchaus gewollt und macht sich auch in der Sitzposition bemerkbar, die sich drei Zentimeter näher zur Straße verlagert hat.

Der Innenraum: viel Komfort und gutes Infotainment.

Modern und gleichzeitig ein typischer Opel, so präsentiert sich der Innenraum des Corsa e. Wie bei anderen Modellen der Rüsselsheimer und genau wie bei seinem Vorgänger ist das Lenkrad unten abgeflacht. Dass alle Zeichen auf digital stehen, macht das 7 Zoll große Display des Infotainment-Systems in der Mittelkonsole unmissverständlich klar. Hierüber werden die meisten Funktionen des Fahrzeugs gesteuert. Wer die größte Variante des Infotainment-Systems wählt, erhält sogar ein 10-Zoll-Display. Sowohl die große als auch die kleine Version werden per Touch bedient. Optional ist für das Fahrzeug zudem ein komplett digitales Cockpit erhältlich, bei dem sich Drehmoment-, Geschwindigkeits- oder Verbrauchsanzeige ganz nach eigenem Geschmack einstellen lassen. Was Sicherheits- und Assistenzsysteme angeht, präsentiert sich der Opel Corsa e ebenfalls auf der Höhe der Zeit. Vom Abstandsradar über einen Totwinkelwarner oder Verkehrsschilder-Erkennung lassen sich zahlreiche Features gegen Aufpreis ausrüsten. Herausragend: Als einziger Kleinwagen des französischen PSA-Konzerns, zu dem Opel seit 2017 gehört, lässt sich der Corsa mit adaptiven Matrix-LED-Scheinwerfern ausstatten. Diese sind deutlich heller als Halogen-Licht, leuchten die Straße gleichmäßiger aus und können zudem – auch bei Fernlicht – entgegenkommende Fahrzeuge erkennen und den entsprechenden Bereich abblenden, damit andere Verkehrsteilnehmer nicht geblendet werden.

Der Innenraum des Opel Corsa e mit dem Touchdisplay. (© Opel)
Das Kernstück des aufgeräumten Innenraums ist das 7 Zoll große Touchdisplay, das gegen Aufpreis auf ein 10 Zoll Display ausgetauscht werden kann.

Das steckt hinter der „First Edition“.

Bestellbar ist der Opel Corsa e bereits seit Ende 2019, ausgeliefert werden die ersten Modelle noch im ersten Quartal 2020. Solltest du mit einem Corsa e liebäugeln (weitere aktuelle E-Auto-Highlights findest du in diesem Artikel) und auf die erwähnten LED-Scheinwerfer und die sportliche Optik von 17-Zoll-Felgen ohnehin nicht verzichten wollen, lohnt sich ein Blick auf die „First Edition“ des Fahrzeugs. Die limitierte Auflage kostet 32.900 Euro und bietet zusätzlich eine Zweifarb-Lackierung sowie ein volldigitales Cockpit und den 11 kW Onboard-Charger. Natürlich greift bei allen Varianten des Opel Corsa e die Umweltprämie für Elektroautos, mit der du dir einige Tausend Euro zurückholen kannst. Wenn du noch unsicher bist, finde ganz einfach heraus, ob ein E-Auto das Richtige für dich ist.

Titelbild: © Opel

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