Produktionsstart des EQA: Mercedes-SUV als Elektroauto.

Die Details zum Mercedes EQA sorgten für eine Überraschung: Statt wie ursprünglich angekündigt eine elektrische A-Klasse, wird der neue Stromer des schwäbischen Herstellers ein SUV sein. Mit dem EQA, der 2021 in den Handel kommt, läutet Mercedes ein Jahr der Elektroautos ein – und dieser Auftakt kann sich durchaus sehen lassen. Hier erfährst du alles, was wir derzeit schon über den Mercedes EQA wissen.

Die EQ-Familie: Mercedes setzt auf Elektroautos.

Der klare Trend hin zur Elektromobilität ist inzwischen auch von den größten Zweiflern nicht mehr zu leugnen. Der Großteil der neuen Modelle, die 2021 auf den Markt kommen, hat einen Stromstecker. Mercedes-Benz ist da keine Ausnahme. Der Vorstand kündigte an, bis 2022 mehr als zehn vollelektrische Fahrzeuge auf dem Markt haben zu wollen. Aktuell ist die Auswahl mit dem SUV EQC und dem Van EQV noch recht überschaubar. Gleiches gilt aktuell offenbar auch noch für die Absatzzahlen. So sollen sich im Zeitraum von Januar bis Juli 2020 gerade einmal 775 Interessenten in Deutschland für den EQC entschieden haben. Das geht aus Daten des Kraftfahrtbundesamts hervor. Zum Vergleich: Der Audi e-tron soll sich im gleichen Zeitraum mit 3.889 Verkäufen mehr als fünf Mal besser verkauft haben. Trotzdem hält Mercedes an seinem Plan zur Elektrifizierung der eigenen Fahrzeugflotte fest. Mögliche Gründe, warum sich der e-tron besser verkauft als der EQC findest zu auch in unserem Vergleich der beiden Fahrzeuge.

Das Elektroauto-Universum bei Mercedes hat zwei Buchstaben: „EQ“, das für „Electric Intelligence“ steht, beinhaltet neben den Fahrzeugen auch alle Technologien und Entwicklungen, die sich um Elektromobilität drehen. Das neueste Pferd im Stall von Mercedes ist der EQA – ein vollelektrischer SUV, der in Kürze den anderen E-SUVs am Markt Konkurrenz machen dürfte. Obwohl der EQA in der Studie von 2017 als Kompaktmodell angekündigt wurde, verspricht man sich inzwischen wohl bei Mercedes-Benz mit einem kompakten E-SUV größeren Erfolg.

Mercedes EQ-Konzeptfahrzeug bei einer Ausstellung
Das EQ-Konzeptfahrzeug sorgte schon 2016 für Aufsehen.

So wird der Mercedes EQA aussehen.

Als SUV tritt der Mercedes EQA nun in die Fußstapfen des GLA, seinem Bruder mit Verbrennungsmotor. Nach allem, was bisher bekannt ist, dürften die beiden Modelle sich optisch stark ähneln. Die Ausnahme bilden einige Designunterschiede bei der Front- und Heckpartie: Es gilt als relativ sicher, dass sich dort die typischen Merkmale der Mercedes-Elektroautos finden – vorne ein dunkel verkleideter und beleuchteter Kühlergrill, hinten eine durchgehende Lichtleiste.

Auf seiner Website spricht Mercedes von „sinnlicher Klarheit“ als Designsprache für die kommenden Elektroauto-Modelle. Ein wichtiges Gestaltungselement ist dabei der Einsatz von Lichttechnologie. Auch das kürzlich veröffentlichte Video eines kaum getarnten Erlkönigs deutet darauf hin, dass der Mercedes EQA insgesamt eher minimalistisch daherkommt:

Über den Innenraum des Mercedes EQA ist derzeit noch wenig bekannt, zu erwarten sind ein freistehendes Display im Cockpit und das MBUX-Infotainmentsystem.

Ein echtes Powerpaket: Die Leistung des Mercedes EQA.

Wahrscheinlich wird der EQA mit drei verschiedenen Leistungsstufen erhältlich sein – voraussichtlich 150, 200 und 250 kW, die von einem Motor an der Vorder- und einem weiteren an der Hinterachse zur Verfügung gestellt werden. Sofern der Hersteller hier in etwa bei den Details der Studie bleibt, dürfte der Mercedes EQA in knapp 5,5 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen. Zwei Fahrprogramme bieten die Option, die Momentverteilung des Antriebs zu beeinflussen und so die Fahrcharakteristik zu verändern – und damit gleichzeitig auch das Erscheinungsbild des virtuellen Grills an der Front. Im Fahrprogramm „Sport“ etwa soll auf der Anzeige des Kühlergrills dann ein glimmender Flügel im Horizontalformat zu sehen sein.

Beim Lithium-Ionen-Akku der Daimler-Tochter Deutsche ACCUMOTIVE haben Interessenten die Wahl zwischen Kapazitäten von 60 bis 110 kWh. Die Batterie ist beim Mercedes EQA zwischen Vorder- und Hinterachse eingebaut – das hat zur Folge, dass der SUV ein wenig an einen Crossover erinnert. Selbst mit der kleinsten Variante soll die Reichweite des jüngsten Mercedes-Elektroautos rund 400 Kilometer betragen. Aufladen kann man den EQA per Induktion, an der Wallbox oder an einer Schnelladestation. Laut Mercedes-Benz schafft es der EQA an einer Schnellladesäule innerhalb von nur 20 Minuten wieder auf 70 Prozent Ladezustand. Wer es besonders eilig hat, kommt nach zehn Minuten zumindest schon 100 Kilometer weit.

Armaturenbrett in einem Auto mit digitaler Anzeige in der Mitte
Wie das endgültige Dashboard des EQA aussehen wird, darüber kann man nur spekulieren.

2021 bei Mercedes: Der EQA ist nur der Anfang.

Mit dem EQA bringt Mercedes einen kompakten Elektro-SUV auf den Markt, der Platzhirschen wie dem Nissan Leaf, BMW i3 & Co. schon bald Konkurrenz machen dürfte. Nachdem der Wechsel zu einer SUV-Variante für viele unerwartet kam, sind weitere Überraschungen bei Design oder Ausstattung eher unwahrscheinlich. Wer den GLA mag und einen alltagstauglichen Stromer sucht, könnte beim Mercedes EQA durchaus fündig werden. Was er kosten wird, steht derzeit noch nicht fest. Erste Schätzungen setzen den Einstiegspreis des EQA bei etwa 45.000 Euro an. Damit käme der EQA auch für den Umweltbonus in Frage. 7.500 Euro Förderung wären möglich. Weiterführende Informationen zum Thema Förderung findest du in unserem Beitrag „Förderung E-Auto: Alle Infos zur Elektroauto-Prämie“.

Der EQA ist dabei nur das erste von mehreren neuen Elektroautos bei Mercedes im Jahr 2021. Nächster Kandidat bei Daimler wird der EQB, der sich wohl mit dem EQA die technischen Features teilen wird. Mit dem neuen Premium-Modell EQS, für den Reichweiten von bis zu 700 Kilometer erwartet werden, will Mercedes im kommenden Sommer seine neue Elektro-Plattform EVA (Electric Vehicle Architecture) einführen. Wer überlegt, auf ein Elektroauto umzusteigen, kann sich im neuen Jahr über die wachsende Auswahl freuen.

Premiere des Mercedes EQA ist auf 2021 verschoben.

Theoretisch sollte die Premiere des neuen Mercedes-Elektroautos noch 2020 stattfinden – doch auch hier machte die Coronakrise einen Strich durch die Rechnung. Zwar soll der EQA noch in diesem Jahr in Frankreich in Produktion gehen, der Öffentlichkeit offiziell vorgestellt wird er jedoch erst am 20. Januar 2021. Die Markteinführung wird für das zweite Quartal des neuen Jahres erwartet.

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